Eine Utopie

Zuletzt geändert: 30. Oktober 2022
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Ich mag Uto­pien und Dys­to­pien. Schon so lan­ge ich den­ken kann bin ich davon fasziniert. 

Vorstellung

Uto­pie — Etwas, das in der Vor­stel­lung von Men­schen exis­tiert, aber (noch) nicht Wirk­lich­keit ist. Das grie­chi­sche Wort bedeu­tet „nir­gend­wo“ oder „ohne Ort“ oder „guter Ort”. Es kann eine auf die Zukunft gerich­te­te poli­ti­sche und sozia­le Vor­stel­lun­gen sein, das Wunsch­bild einer idea­len Ord­nung oder fort­schritt­li­chen mensch­li­chen Gemein­schaft. Im Roman »Uto­pia« von Tho­mas Morus taucht das Wort “Uto­pie” zum ers­ten mal auf. Eine Uto­pie ist etwas zutiefst posi­ti­ves, eine Dys­to­pie ist eine nega­ti­ve Betrachtung. 

Bis jetzt sind alle rea­li­sier­ten Uto­pien mehr oder weni­ger als Dys­to­pie ver­en­det, was wenig Hoff­nung macht. Uto­pis­ten zie­hen sich dann gern auf den beque­men Stand­punkt zurück, das die Uto­pie eben nicht erreicht wur­de; man ist halt an den Rea­li­tä­ten geschei­tert; an der Unzu­läng­lich­keit der Men­schen; das ficht die Uto­pie in kei­ner Wei­se an. 

Eine Utopie also…

Ein Versuch: 

Bevor wir fra­gen was ande­re für uns tun kön­nen, wer­den wir fra­gen was wir für ande­re tun kön­nen. Es wird ech­te Bil­dung geben, die Kom­pe­tenz her­vor­bringt… sozia­le, emo­tio­na­le, fach­li­che… Eine Bil­dung die es jedem ermög­licht die Welt zu ver­ste­hen und kom­pe­tent Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Wir wer­den die Men­schen nicht in Schub­la­den ste­cken oder aus­gren­zen, es wird kei­ne Gren­zen und kei­ne Staa­ten mehr geben son­dern indi­vi­du­el­le Regio­nen, und wir wer­den uns an der Viel­falt der Lebens­for­men erfreu­en, von denen die mensch­li­che eine ist. Wir wer­den unse­re Unter­schie­de fei­ern und unse­re Gemeinam­kei­ten. Wir wer­den ohne Scheu­klap­pen her­um­ren­nen. Wir wer­den neu­gie­rig sein, offen, und ehr­lich… zu uns selbst, und zu ande­ren. Wir wer­den respekt­voll strei­ten. Wir wer­den ler­nen Pro­ble­me und unter­schied­li­che Stand­punk­te offen zu kom­mu­ni­zie­ren, zu ana­ly­sie­ren, und zu ver­ste­hen, und Lösun­gen zu erar­bei­ten, die für alle trag­bar sind. Es gibt immer Alter­na­ti­ven. Wir wer­den alle For­scher sein und Aben­teu­rer. Wir wer­den einen Sinn für Gerech­tig­keit haben, für unse­re Ver­gan­gen­heit und unse­re Zukunft. Wir wer­den nach einem Glück stre­ben, das nicht in der Anhäu­fung von Besitz besteht, Geld, Gold oder in der Macht über ande­re. Geld wird wie­der Mit­tel zum Zweck sein, und nicht Selbst­zweck. Wir wer­den unser eige­nes Glück in dem Glück unse­rer Mit­men­schen fin­den. Wir wer­den eine Per­spek­ti­ve haben, die weit über den Hori­zont unse­res eige­nen Seins hin­aus­geht. Wir wer­den die Zukunft unse­rer Kin­der im Blick behal­ten, und alle unse­re Ent­schei­dun­gen so tref­fen das sie — und damit auch wir — eine Zukunft haben. In die­ser Welt wird kein Platz mehr sein für Aus­beu­tung, Krieg, Gewalt, Armut, Hun­ger, Krank­heit und früh­zei­ti­gem Tod. 

…Wenn ich von zukünf­ti­gen gesell­schaft­li­chen Sys­te­men Rede, dann rede ich nicht von Kapi­ta­lis­mus, Sozia­lis­mus / Kom­mu­nis­mus. Mon­ar­chien sind ein Aus­lauf­mo­dell, und tota­li­tä­re und auto­kra­ti­sche Dik­ta­tu­ren jeder Art gehö­ren imho sowie­so auf die Müll­hal­de der Geschich­te. Ich rede von einer demo­kra­ti­schen Gesell­schaft, die sich aus etwas wie einer sozia­len Markt­wirt­schaft her­aus ent­wi­ckelt — Das deut­sche Modell fän­de ich — weit­sich­tig refor­miert — eine soli­de Grund­la­ge auf der sich auf­bau­en lässt. Zu wün­schen wäre, das sich die Viel­zahl der heu­te vor­herr­schen­den welt­wei­ten Herr­schafts­for­men, Staats­for­men und Regie­rungs­sys­te­me mit der Zeit redu­ziert und har­mo­ni­siert, und zu mehr mit­ein­an­der statt gegen­ein­an­der führt. 

Das wäre mein höchst per­sön­li­cher Wunsch für die Zukunft der Welt, und von mir aus kön­nen wir jetzt anfan­gen die Gegen­wart ent­spre­chend zu gestalten. 

Ich dan­ke für dei­ne Auf­merk­sam­keit — Carsten 

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