Digital Garden

Zuletzt geändert: 30. Oktober 2022
Geschätzte Lesezeit: 2 min

Auf das Kon­zept der Digi­ta­len Gär­ten bin ich letz­tens bei Recher­chen zu einem ande­ren The­ma gesto­ßen. Mein Fund­stück war Ever­ything I Know. Soweit wür­de ich jetzt nicht gehen wol­len denn in mei­nem Kopf ist viel mehr als ich je in die Welt tra­gen könn­te — vor allem Cha­os. Das Kon­zept der digi­ta­len Gär­ten ähnelt mei­nem Ansatz des Hyp­o­M­ne­ma doch sehr, und ich wer­de dem zukünf­tig nach­spü­ren, und hier berich­ten. Voll spannend! 

Der Garten als Metapher

Joel Hooks hat das mal sehr schön zusam­men gefasst: 

Wir sind wir alle mit der Vor­stel­lung eines Gar­tens ver­traut, auch wenn nicht jeder einen Gar­ten hat oder in einem arbeitet. 

  • “Gar­ten” ist eine Meta­pher für das Den­ken über das Schrei­ben und Schaffen.
  • Man kon­zen­triert sich weni­ger auf das Ergeb­nis, son­dern mehr auf den Pro­zess, die Pfle­ge und das Hand­werk, das es braucht, um zum Ergeb­nis zu gelangen. 
  • Ein Gar­ten ist nor­ma­ler­wei­se ein Ort, an dem Din­ge wachsen.
  • Gär­ten kön­nen sehr per­sön­lich und vol­ler Lau­nen sein, 
  • Ein Gar­ten kann eine Quel­le von Nah­rung und Sub­stanz sein.
  • In Gemein­schafts­gär­ten ver­sam­meln wir uns und arbei­ten zusam­men, um sowohl die Arbeit als auch die Früch­te einer gemein­sa­men Anstren­gung zu teilen.

Ein Ver­gleich, den man sehr weit zie­hen kann. Von “Samen pflan­zen” und “Unkraut zup­fen” bis hin zur Pfle­ge meh­re­rer Gär­ten, die jeweils einem bestimm­ten Bedürf­nis oder einem gewünsch­ten Ergeb­nis dienen. 

Wie bei rea­len Gär­ten sind auch digi­ta­len Gär­ten ein stän­di­ges Auf und Ab in Rich­tung Entro­pie. Das Unkraut nimmt über­hand. Wenn man sie nicht pflegt, holt sich die Erde zurück, was ihr gehört. Das Glei­che gilt für die digi­ta­len Gär­ten im Internet. 

Was einen Gar­ten aus­macht, ist inter­es­sant. Er ist per­sön­lich. Die Din­ge sind orga­ni­siert und geord­net, aber mit einem Hauch von Cha­os an den Rändern. 

Genau wie die Pflan­zen im Gar­ten gibt es Bei­trä­ge, die sich in ver­schie­de­nen Sta­di­en des Wachs­tums und der Pfle­ge befin­den. Eini­ge wer­den viel­leicht ver­wel­ken und ster­ben, ande­re wer­den gedei­hen und eine Quel­le für den Gärt­ner und die Men­schen in der Gemein­schaft sein, die ihn besuchen. 

Infor­ma­tio­nen zu ord­nen ist schwie­rig. Wir alle wer­den stän­dig mit Infor­ma­tio­nen bom­bar­diert, von denen vie­le wirk­lich gut sind, aber die Her­aus­for­de­rung besteht dar­in, sie zu absor­bie­ren und sie im Kon­text des Lebens und unse­rer beruf­li­chen Lauf­bahn anzuwenden. 

Ich habe eini­ge sepa­ra­te digi­ta­le Par­zel­len, auf denen Ideen — Saa­ten — ange­setzt gepflegt und spä­ter im digi­ta­len Gar­ten ein­ge­pflanzt wer­den können. 

Zitat als Über­setz­ter Aus­zug von joelhooks.com

Gärt­nern ist eine Pra­xis, die eine per­sön­li­che Web­site als eine sich stän­dig wei­ter­ent­wi­ckeln­de Land­schaft betrach­tet, in der man sei­ne Ideen öffent­lich entwickelt. 

Mag­gie Appleton

Digi­ta­le Gärt­ne­rei scheint mitt­ler­wei­le ziem­lich hip zu sein. Es haben sich rei­hen­wei­se kom­mer­zi­ell Tools rund um das The­ma ent­wi­ckelt. Das gan­ze bewegt sich — wie alles — im Span­nungs­feld kom­plex zu ein­fach, voll­stän­dig zu rudi­men­tär, kos­ten­los zu “kos­tet was”. Lebens­Zeit kos­tet es auf jeden Fall. Was mich inter­es­siert sind mini­ma­lis­ti­sche Lösun­gen, die den­noch gut den Work­flow abbil­den. Die Basis von allem ist auf jeden Fall: Mark­down!

Der private digitale Garten

Um einen pri­va­ten digi­ta­le Gar­ten anzu­le­gen reicht ggfs. eine Notizapp: 

  • Jop­lin — Nut­ze ich der­zeit für den pri­va­ten Teil. Es gibt auch einen rudi­men­tä­ren Ser­ver fürs Inter­ne Netzwerk.
  • Tril­li­um Notes — Kann WYSIWYG.
  • Zettlr — umfangreich.
  • Ban­g­le — sehr minimalistisch!

Der öffentliche digitale Garten

Interessante Digitale Gärten

Synonyme für Digitale Gärten

  • Albums, Antho­lo­gies, Dia­ries, Flo­ri­le­gi­um (Books Of Flowers), Gedan­ken­gar­ten, Hyp­o­M­ne­ma, Ideen­stein­bruch, Mate­ri­al­samm­lung, Mis­cel­lanies, Memo­ran­da-Books, Note­books, Pocket-Books, , Scrap­books, Sudel­bü­cher, Second Brains, Syl­va Rer­um (“Forests Of Things”), The­sau­ru­ses (“Tre­a­su­re Ches­ts”), Table Books, Vade Mecum (“Go With Me”), Was­te Books, Zet­tel­kas­ten (Niklas Luh­manns Zet­tel­kas­ten)…

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