Reisegedanken

Wie­viel sehe — erfah­re — ich wirk­lich von der Welt wenn ich sie berei­se und durch­strei­fe? Ich sehe — erle­be — Aus­schnit­te, begrenz­te Sze­ne­rien, Frag­men­te. Dann wer­den sie Erin­ne­rung. Eine Foto­gra­fie gibt das ganz gut wie­der, ein Video mit Ton wirkt etwas leb­haf­ter, leben­di­ger. Aber Gerü­che wer­den immer feh­len, die Tem­pe­ra­tur, die Feuch­te und der Zug der Luft, der Geschmack, und natür­lich die Emo­tio­nen. Was bleibt, ist ein Stem­pel der Erin­ne­rung in mei­nem Hirn, der sich mit der Zeit ver­än­dert. Ich habe einen win­zi­gen Teil der — mei­ner — Wirk­lich­keit erfah­ren. “Rei­sen bil­det” sagt ein altes Sprich­wort, es ist nicht weni­ger und nicht mehr als Erfah­run­gen machen. #Gedan­ken

StereoTypen

Gedan­ken über so etwas wie “die Men­ta­li­tät ein­zel­ner Leu­te” oder “gan­zer Volks­grup­pen” ber­gen immer die Gefahr von ste­reo­ty­pem Den­ken. Manch­mal muss — oder will — man trotz­dem auf dem schma­len Grat wan­dern, der die bedach­te Ana­ly­se von der Ste­reo­ty­pi­sie­rung trennt, aber es ist bes­ser davon Abstand zu halten. 

#geht­SoGe­sell­schaft

Anfänger

Eine voll­kom­men ande­re Auf­fas­sung aller Din­ge hat sich unter die­sen Ein­flüs­sen in mir her­aus­ge­bil­det, es sind gewis­se Unter­schie­de da, die mich von den Men­schen mehr als alles Bis­he­ri­ge abtren­nen. Eine ver­än­der­te Welt. Ein neu­es Leben voll neu­er Bedeu­tun­gen. Ich habe es augen­blick­lich etwas schwer, weil alles neu ist. Ich bin ein Anfän­ger in mei­nen eige­nen Verhältnissen. 

Rai­ner Maria Rilke

Das hat Ril­ke so wun­der­schön, und unglaub­lich tref­fend for­mu­liert. Hab ich schon gesagt, das mich Ril­ke ziem­lich begeis­tert? — Beson­ders die Brie­fe an einen jun­gen Dich­ter! #trau­er #anfang #tri­viaRe­min­ders #zitat

Minderleister

Gehe unbe­irrt wei­ter vor­an. Nichts auf der Welt kann Beharr­lich­keit erset­zen. Talent kann es nicht — nichts ist häu­fi­ger als talen­tier­te Men­schen ohne Erfolg. Genie kann es nicht — das ver­kann­te Genie ist sprich­wört­lich. Bil­dung kann es nicht — die Welt ist vol­ler gebil­de­ter Ver­sa­ger. Beharr­lich­keit und Ent­schlos­sen­heit allein sind allmächtig. 

Bemer­kung eines Tai Chi Chu­an Meisters

Ich mag das Wort Ver­sa­ger nicht, und wir soll­ten dar­über reden wie Erfolg über­haupt defi­niert ist. Jeder tut doch das was er kann, mit den Mit­teln die er hat. Das soll­te man immer erken­nen und aner­ken­nen kön­nen. Wer Men­schen als Ver­sa­ger oder Min­der­leis­ter bezeich­net stig­ma­ti­siert sie, und ver­sucht nur von den Mit­ver­ant­wort­li­chen ab zu len­ken: Der Gesell­schaft, den Bil­dungs­ein­rich­tun­gen, dem Eltern­haus,… also lass das! Das ist nicht hilfreich. 

#geht­SoGe­sell­schaft #tri­viaRe­min­ders #zitat

Über den Tod

Der eige­ne Tod ist etwas, das den ande­ren wider­fährt. Wer tot ist ver­misst das Leben nicht, aber die Leben­den ver­mis­sen die Toten 

frei nach Sher­lock; Serie mit Bene­dict Cum­ber­batch, Staf­fel 4, Folge …

Das klingt erst mal merk­wür­dig für mich, hat aber einen Punkt: Das durch­le­ben der inten­si­ven Trau­er erfährt der Tote nicht. Jeden­falls nicht, wenn über das bio­lo­gi­sche Ende hin­aus nix wei­ter ist. An etwas vor der Geburt erin­ne­re ich mich ja auch nicht. Man könn­te also sagen: Ich war nicht exis­tent, und wer­de es wie­der sein. Die längs­te Zeit exis­tie­re ich schlicht nicht — oder bin nicht bei Bewusst.Sein? Die im kos­mi­schen Maß­stab unglaub­lich kur­ze Zeit­span­ne dazwi­schen — die­ses Wun­der — nen­nen wir jeden­falls Leben. Das klingt erst mal furcht­bar depri­mie­rend, bedeu­tet aber für mich: Bli­cke stau­nend in die Welt, und mach für dich und dei­ne Mit­men­schen was mög­lichst gutes draus. 

#trau­er #tri­viaRe­min­ders #zitat

Macht

MACHT — Die Psy­cho­lo­gie defi­niert das irgend­wie so in der Art: “Wer stark ist, muss ande­re Men­schen nicht unter­drü­cken oder beherr­schen. Nur wer tief­ge­hend unsi­cher und schwach ist, mani­pu­liert ande­re Men­schen, hetzt sie gegen­ein­an­der auf, baut Hier­ar­chien und Pyra­mi­den und setzt sich selbst an die Spit­ze”. Nur schwa­che Men­schen tun so etwas, die Star­ken brau­chen das nicht. 

#krieg #gewalt #auto­kra­tie #faschis­mus #tri­viaRe­min­ders #zitat

sitzen

Sit­zen — Eine Kör­per­hal­tung inne­ha­ben, bei der man mit dem Gesäß und den Ober­schen­keln bei auf­ge­rich­te­tem Rumpf und meist auf dem Boden ste­hen­den Füßen auf einer Unter­la­ge, beson­ders einem Stuhl, oder auf dem Boden ruht. Sit­zen kann man hart, weich, bequem, unbe­quem, ritt­lings, schief, fest im Sat­tel, pas­send, zwi­schen Baum und Bor­ke, zwi­schen zwei Stüh­len, auf dem Tro­cke­nen, im Käfig, im Glas­haus, hoch oben, weit unten, auf dem Boden der Tat­sa­chen. Man kann ein­sit­zen und aus­sit­zen, aber egal wie man sitzt steht wohl fest: 

Sit­zen, ist das neue Rauchen… 

unbe­kannt

Es tut zwar weh das zu lesen, es ist aber lei­der was dran: Zu viel sit­zen ist unge­sund. Ich stel­le hier­mit offi­zi­ell fest, das ich seit gerau­mer Zeit viel zu viel sit­ze. #bleibt­Ge­sund #geht­SoGe­sell­schaft #zitat

Krieg ist zu absolut nichts gut

“Con­tra impu­den­tem stul­ta est nimia inge­nui­tas”
Gegen einen Unver­schäm­ten ist zu viel Offen­heit töricht… 

 Publi­li­us Syrus: Sen­ten­tiae 107

Weh denen, die dem Ewig­blin­den
Des Lich­tes Him­mels­fa­ckel leihn!
Sie strahlt ihm nicht, sie kann nur zün­den
Und äschert Städt und Län­der ein. 

Fried­rich von Schiller

#krieg #gewalt #auto­kra­tie #faschis­mus #zitat