Über den Krieg

// Frieden ist anderswoexternal link

Vorbemerkung

Ich fühle mich ja hier an diesem Ort ja eigentlich der Sachlichkeit verpflichtet, aber für das Thema Krieg mach’ ich eine Ausnahme und rufe allen Verursachern ein herzliches “fickt euch” entgegen.

Ich bin ein Kind des kalten Krieges. Mit der Gefahr des atomaren Holocaust im Nacken bin ich aufgewachsen. Damit ging es mir allerdings wesentlich besser als all den Kindern zum Beispiel in Vietnamexternal link , Koreaexternal link und den vielen anderen Kriegen dieser Zeit. Ich hatte zeit meines Lebens das Privileg Abstand davon halten zu dürfen. Ich war in meinem Leben auch mal Soldat – hab dieses Handwerk in seinen Grundzügen lernen dürfen – Gott sei Dank ohne je an einer Front verheizt zu werden – und hab mich als Kampfkünstler ein paar Jahrzehnte lang mit Gewalt auseinandergesetzt. Deshalb bin ich Pazifist – aber wehrhaft. Das muss leider in diesen Zeiten noch sein. Eine Welt ohne Waffen und Gemetzel fänd ich extrem cool – aber das bleibt wohl noch länger eine Utopie . Ich war jedenfalls damals erleichtert als der kalte Krieg zu Ende ging. “Schwerter zu Pflugscharen” und so. Leider hat das nicht lange gehalten. Es gibt nur ein paar Dinge, die wirklich grenzenlos sind: Dazu gehören definitiv die Dummheit der Menschen und die Gier.

Definition

Krieg – der größte Schwachsinn den die Menschheit je hervorgebracht hat. Dabei ist es mir eigentlich egal, aus welchen Gründen Krieg geführt wird. Krieg geht meist einher mit Betrug, und Gier.

Per definition ist Krieg ein organisierter, bewaffneter, gewaltsamer Konflikt zwischen Staaten oder innerhalb eines Staates – was sich dann Bürgerkrieg nennt. Dahinter steht der meist einseitige Wunsch nach mehr Macht, Territorium oder Ressourcen, oft werden ideologische oder religiöse Gründe angeführt, oder es ist eine Mischung aus allem. Opfer sind eigentlich alle, vom Soldaten bis zum Zivilisten. Täter und Nutznießer sind die eh schon mächtigen Strippenzieher: Despoten, Politiker, Wirtschaftsbosse. Oft kommt die Aggression nur von einer Seite, immer schön nach dem Motto: Niemand kann in Ruhe leben, wenn der Nachbar das nicht will.

Volker Pispers

Wenn der Feind bekannt ist, hat der Tag Struktur!

Der Begriff geht imho weit über die Definition hinaus. Krieg ist wohl leider zutiefst menschlich: Er beginnt im Inneren, zeigt sich im Zwischenmenschlichen und gipfelt im Globalen.

  • Der innere Krieg – der Kampf in uns selbst
    • Konflikte zwischen eigenen Werten, Ängsten, Wünschen und Schuldgefühlen
    • Selbstzweifel, Überforderung, innere Zerrissenheit, Depression, Identitätskrisen
    • “Ich bin mein größter Feind”, Selbsthass, Perfektionismus, das Ringen mit Traumata.
    • Der Mensch kämpft um Frieden mit sich selbst – und findet ihn oft erst, wenn er aufhört, sich zu bekämpfen
    • Das kann was gutes sein: Ein Antrieb, der im Idealfall zu Lösungen führt - zu persönlichem Wachstum zu Fortschritt, Veränderung, Kreativität,…
    • Das kann was schlechtes sein wenn es zur Selbstzerstörung führt
  • Der spirituelle Krieg – Gut gegen Böse, Sinnsuche
    • Innere Auseinandersetzung mit Moral, Glauben, Existenz und Sinn
    • Zweifel, Schuld, Hoffnung, Suche nach Frieden und Wahrheit
    • Religiöse Krisen, philosophische Fragen, der „Kampf der Seele“
    • Der Krieg um Licht und Dunkelheit im Menschen selbst
    • Auch das ist was gutes: Ich denke also bin ich
  • Zwischenmenschlicher Krieg – Konflikte im Kleinen / Rosenkrieg
    • Streit, Machtspiele oder emotionale Gewalt in Beziehungen, Familien oder Freundeskreisen
    • Missverständnisse, Egoismus, Misstrauen, Verletzungen
    • Trennung, Rivalität, verbale oder psychische Gewalt
    • Der Krieg im Herzen – wo Liebe und Angst gegeneinander antreten
    • Hier kann es schon problematisch werden.
      • Einerseits sind Missverständnisse was normales, und Konflikte ein Weg zur Lösung
      • Andererseits kann es dort schon ganz toxisch um Macht und Missbrauch gehen
  • Der Krieg gegen die NaturMensch versus Umwelt
    • Umweltzerstörung, Klimakrise, Artensterben
    • Ausbeutung, Ignoranz, Zerstörung von Lebensgrundlagen
    • Abholzung, Verschmutzung, Klimawandel
    • Der Mensch führt Krieg gegen die Welt, die ihn trägt
  • Der InformationskriegManipulation und Wahrheit
    • Kampf um Deutungshoheit durch Medien , Propaganda oder Desinformation
    • Fake News, Filterblasen, Meinungsmacht, Zensur
    • Propaganda in Kriegszeiten, Social-Media-Desinformation
    • Der Krieg um das Denken – “Wahrheit” wird zur Waffe
  • Wirtschaftlicher Krieg – Konkurrenz und Ungleichheit
    • Kampf um Ressourcen, Märkte, Arbeitsplätze und soziale Vorteile
    • Ausbeutung, Globalisierung, Ungerechtigkeit, Armut, Konsumdruck
    • Handelskriege, neoliberale Ausbeutung, soziale Kluft
    • Der Krieg um Besitz ersetzt den Krieg um Ideale
  • Gesellschaftlicher Krieg – Kampf in der Gemeinschaft
    • Soziale, politische oder ideologische Spaltungen innerhalb einer Gesellschaft
    • Hass, Diskriminierung, Propaganda, Polarisierung - zB. Religion, Ethnie, Meinung
    • Rassismus, politische Radikalisierung, „Kulturkampf“ in sozialen Medien
    • Die Gesellschaft zerfällt in „wir“ gegen „die“ – Feindbilder entstehen ganz ohne Waffen

Frieden

Frieden Es ist nicht die Abwesenheit von Krieg oder Gewalt! Frieden ist kein Zustand, sondern eine Haltung die durch innere Harmonie, Gerechtigkeit, Vertrauen und Güte gekennzeichnet ist. Es geht um das Streben nach einem harmonischen Miteinander, um Respekt vor der Vielfalt, die Befriedigung grundlegender Bedürfnisse, und die Bereitschaft zu teilen und zu verhandeln. Das Ganze ist natürlich ein dynamischer Prozess, weil zwischen Menschen immer Konflikte auftreten. Also braucht es neben Achtsamkeit eine ständige aktive Gestaltung, sowohl im Inneren als auch nach außen hin.

Mahatma Gandhi

Es gibt keinen Weg zum Frieden – Frieden ist der Weg!

Wer das nicht will, will Krieg.

Aktuelle Kriege

Ich bin mir nicht sicher, ob es jemals auf der Welt eine Zeit gänzlich ohne Kriege gab. Irgendwo laufen immer ein paar Idioten herum die zündeln müssen. Im Jahr 2025 sind das exemplarisch:

  • Hier gleich um die Ecke tobt der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Wladimir Putin lässt seit nunmehr drei Jahren massiv, und permanent ukrainische Zivilisten mit Drohnen, Raketen und Gleitbomben beschießen. An der Front kommt es täglich zu zahlreichen Gefechten. Seine Gründe wechseln täglich: Mal sind es angeblich Ukrainsche-Nazis die er vernichten will, mal ist es die Befreiung von unterdrückten Russen im Osten der Ukraine, mal ist es der Umstand, dass Putin der Ukraine insgesamt schlicht das Existenzrecht abspricht, usw.
  • Die Region Nahost brennt immer: zum Beispiel aktuell im Gazastreifen, verschiedene Auseinandersetzungen in Afghanistan, Indien, Pakistan und auf den Philippinen.
  • Krieg in Myanmar – seit dem Militärputsch im Februar 2021 herrscht in Myanmar ein Bürgerkrieg zwischen der Militärjunta und verschiedenen Widerstandsgruppen wie über 135 ethnischen Minderheiten und neu gebildeten demokratischen Kräften. Der Konflikt hat zu massiver Gewalt, Menschenrechtsverletzungen und einer katastrophalen humanitären Lage mit über drei Millionen Vertriebenen geführt. Aktuell kämpfen die verschiedenen Oppositionsgruppen geschlossen gegen das Regime, was durch die jüngste Zwangsrekrutierung des Militärs weiter verstärkt wurde.
  • Auf dem Afrikanischen Kontinent brennt es eigentlich auch immer irgendwo…
    • Sudan - Der Konflikt zwischen der regulären Armee (Sudanese Armed Forces, SAF) und der paramilitärischen Einheit Rapid Support Forces (RSF) eskaliert seit April 2023. Im Oktober 2025 eroberte die RSF die Stadt El Fasher in Darfur; über 82.000 Menschen flohen allein aus dieser Region. Massive humanitäre Krise: Millionen intern vertrieben, extreme Unterernährung, Angst vor Ausweitung auf Nachbarländer. Da ist nach dem Militärputsch 2021 ein Machtkampf im Gange, ungelöste Einbindung der RSF in die Armee, Kontrolle über Ressourcen - zB. die Goldminen in Darfur.
    • In der Demokratischen Republik Kongo / Ost-Kongo 2022 - Rebellion der Gruppe M23 im Osten des Landes, mit Beteiligung bzw. Unterstützung aus Nachbarländern, zB. Ruanda.
      • Im Januar 2025 wurde die Stadt Goma in der Provinz Nord-Kivu weitgehend durch M23-Rebellen erobert; große Zahl an Zivilisten betroffen.
      • langjährige Instabilität, interethnische Konflikte, Rohstoffkonkurrenz - zB. Mineralien, regionale zwischenstaatliche Dynamiken.
      • Der Sahel-Gürtel - Gruppen islamistischer Extremisten nutzen die Instabilität in der Region, insbesondere in Ländern wie Mali, Burkina Faso und Niger. Drohnen- und Guerilla‐Angriffe, Schwächung staatlicher Strukturen, hohe humanitäre Bedürfnisse. Die Ursachen liegen in einer Kombination aus Armut, schwacher Governance, staatlicher Kontrolle in entlegenen Gebieten, Klimafolgen und Grenzüberschneidungen.

Und immer dabei ist Vertreibung, Vergewaltigung, Hunger, Tod – in Form von hunderten, tausenden, hunderttausenden, Millionen Einzelschicksalen, denen man die Zukunft stiehlt. Das ist Menschenverachtung in Reinkultur.

Dazu kommen aktuell noch so Sachen wie: China lässt Taiwan nicht in Ruhe. Die USA benennen unter dem sehr bemüht erscheinenden amerikanischen “Friedenspräsidenten” Donald Trump das Verteidigungsministerium in Kriegsministerium um. Sie liebäugeln offen mit der Annexion von Grönland, oder dem Panamakanal, und haben scheinbar sogar einem Teil der eigenen Bürger den Krieg erklärt.

Gehts dem Esel zu gut, geht er aufs Glatteis.

Die Hoffnung – oder der Wunsch – der heutigen Zeit ist ja eigentlich, dass internationale Zusammenarbeit und Diplomatie mehr Gewicht bekommen als Gewalt – um es mal vorsichtig auszudrücken. Wir reden hier nicht von Ablösung. Das bleibt aber wohl ein Wunschtraum, solange man mit Waffen auf dem Schlachtfeld erfolgreich Fakten schaffen kann.

Eine kurze Geschichte des Krieges

Krieg begleitet die Menschheit seit ihren frühesten Anfängen. Bevor es Staaten gab, kämpften die Gruppen sicher vorwiegend um Nahrung, und Territorium, vielleicht auch um Macht. Im Laufe der Geschichte veränderten sich die Mittel und Formen des Krieges, aber die Gründe sind im Grunde immer die selben geblieben.

  1. In der Frühzeit gab es noch keine Armeen. Man kämpfte man ums nackte Überleben: Fressen oder gefressen werden. Konflikte entstanden meist zwischen kleinen Gemeinschaften. Die Waffen waren einfach: Speere, Steine, Pfeile. Gewalt war persönlich und direkt.
  2. Die Antike war die Geburtsstunde der Armeen. Mit der Entstehung der ersten Hochkulturen – Ägypten, Mesopotamien, China, später Griechenland und Rom – entstanden organisierte Heere.
  3. Im europäischen Mittelalter bestimmten Ritter, Lehnsherren und Könige die Kriegsführung. Schlachten fanden zu Pferde statt, Burgen wurden belagert. Gleichzeitig entwickelten sich in Asien mächtige Armeen, zB. die Reitervölker der Mongolen, die das größte zusammenhängende Reich der Geschichte eroberten.
  4. Ab dem 14. Jahrhundert brachte das Schießpulver eine Revolution: Kanonen und Gewehre machten Burgen nutzlos, und Armeen wurden größer. Staaten begannen, stehende Heere zu unterhalten.
    • Napoleonische Kriege (1792–1815): Krieg wurde „modern“, mit Massenheeren und strategischer Planung.
  5. Im 20 Jahrhundert brannte endlich mal die ganze Welt.
    • Krieg war und ist auch immer Technologietreiber. Der technische Fortschritt machte Krieg effizienter und zerstörerischer denn je.
    • Erster Weltkrieg (1914–1918): Schwerpunkte: Grabenkrieg, Giftgas, Maschinengewehre.
    • Zweiter Weltkrieg (1939–1945): Bewegungskrieg, Panzer, Flugzeuge, Bombardierungen.
    • … und am Ende der Einsatz der Atombombeexternal link .
    • Der Zweite Weltkrieg machte deutlich, wie unfassbar zerstörerisch Krieg sein kann.
    • Danach entstand die UNOexternal link , um Frieden zu sichern.
  6. Der Kalte Krieg und die Angst vor der Bombe.
    • Zwischen 1945 und 1991 standen sich die Großmächte USA und Sowjetunion gegenüber.
    • Man bekämpfte sich indirekt, weil die Existenz von Atomwaffen beide Seiten vor einem direkten Konflikt abschreckte - der Krieg wurde kaltexternal link .
    • Mittel waren Spionage, Propaganda, Stellvertreterkriege (zB. Korea, Vietnam)
  7. Heute beherrschen wir die gesamte Palette - von den steinzeitlichen Methoden, über Schusswaffen bis hin zu Hightech, wo jeder Schuss hunderttausende von Euros kostet - abgerundet durch Cyberangriffe, Drohnen, asymmetrische Konflikte.
    • Konflikte werden oft zwischen Staaten und nichtstaatlichen Gruppen geführt. Das sind je nach lesart Terror-Organisationen oder Freiheitskämpfer…
      • NSAG Non-State Armed Group
        • Milizen
          • Lokale bewaffnete Gruppen, oft ethnisch, religiös oder regional organisiert
          • Janjaweed (Sudan), Milizen in Libyen oder Irak
        • Rebellengruppen
          • Kämpfen gegen Regierung mit politischem Ziel (zB. Machtübernahme oder Autonomie)
          • M23 (DR Kongo), FARC (Kolumbien), TPLF (Äthiopien)
        • Warlords
          • Lokale Kriegsherren mit privater Armee
          • kämpfen für Macht, Territorium oder Profit
          • Charles Taylor (Liberia), Generäle in Somalia
        • Paramilitärs
          • Halb-staatliche Gruppen, die vom Staat unterstützt oder toleriert werden
          • RSF (Sudan), Wagner-Gruppe (Russland)
        • Terrororganisationen
          • Ideologisch motivierte Gruppen, die Angst und Chaos als Waffe einsetzen
          • Boko Haram, Al-Shabaab, ISIS, Al-Qaida
        • Söldnergruppen
          • Private militärische Akteure, die gegen Bezahlung kämpfen
          • Wagner-Gruppe, Executive Outcomes, moderne PMCs
        • Separatistenbewegungen
          • Wollen sich von einem Staat abspalten und eigene Unabhängigkeit erreichen
          • Tuareg (Mali), Kurden, Tigray, Biafra
      • Irreguläre Streitkräfte - Kämpfen ohne staatliche Struktur oder Uniform
      • Hybridkonflikt - Kombination aus staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren (zB. Proxy-Kriege)
      • Proxy-Krieg - Wenn Staaten indirekt über lokale Gruppen gegeneinander kämpfen (zB. Iran versus Saudi-Arabien über Milizen im Jemen)
    • Drohnen ermöglichen Angriffe ohne direkten Einsatz von Soldaten
    • Stichwort “Präzisionschläge”
    • Immer mehr Zivilisten werden aus der Ferne getötet - was bedeutet der Schütze sitzt auf einem anderen Kontinent. Da wird auch schon mal ne Hochzeit weg gebombt
    • Digitalisierung und Cyberangriffe machen Krieg unsichtbarer
    • Medien und Informationen werden zu „Waffen“
    • Viele moderne Konflikte betreffen nicht mehr nur Territorien, sondern Werte, Identität und Machtstrukturen

Vom Steinzeitkampf um Ressourcen bis zum digitalen Informationskrieg hat sich viel verändert, aber eines blieb gleich: Krieg ist Ausdruck menschlicher Konflikte und Machtstreben. Man könnte auch sagen: Wer einen Krieg anzettelt ist nicht mutig - es ist eher ein Zeichen von Schwäche und Angst.

Kriege mit den meisten Opfern

Das kann natürlich nur geschätzt werden.

  1. Zweiter Weltkrieg
    • 1939–1945
    • 70–85 Millionen
  2. Taiping-Aufstand (China)
    • 1850–1864
    • 20–30 Millionen
  3. Mongolische Eroberungen
    • 1206–1405
    • 30–40+ Millionen
  4. Erster Weltkrieg
    • 1914–1918
    • 15–20 Millionen
  5. An Lushan-Rebellion (China)
    • 755–763
    • 13–36 Millionen
  6. Chinesischer Bürgerkrieg
    • 1927–1949
    • 8–11 Millionen
  7. Napoleonische Kriege
    • 1803–1815
    • 3,5–6 Millionen
  8. Kongokrieg „Afrikanischer Weltkrieg“ – Afrika
    • 1998–2003
    • 3–6 Millionen
  9. Koreanischer Krieg
    • 1950–1953
    • 2–4 Millionen
  10. Vietnamkrieg
    • 1955–1975
    • 2–3 Millionen

Einige der längsten Kriege

  1. Rekonquistaca
    • 781 Jahre (711–1492)
    • Christliche Königreiche vs. muslimische Herrschaften auf der Iberischen Halbinsel
    • Rückeroberung Spaniens durch christliche Reiche nach der Eroberung durch die Mauren.
  2. Römisch–Persische Kriege
    • ca. 681 Jahre
    • (92 v. Chr.– 629 n. Chr.) Römisches Reich / Byzantinisches Reich vs. Parther und Sassaniden
    • Mehrere Kriege zwischen zwei Großmächten des Altertums.
  3. Die Kreuzzüge
    • ca. 196 Jahre, mit Unterbrechungen (1096–1291)
    • Christliche Kreuzfahrer vs. muslimische Reiche
    • Serie von Feldzügen um Palästina und Jerusalem.
  4. Hundertjähriger Krieg
    • 116 Jahre (1337–1453)
    • England gegen Frankreich
    • Kampf um den französischen Thron
    • Jeanne d’Arc spielte eine große Rolle.
  5. Achtzigjähriger Krieg
    • 80 Jahre (1568–1648)
    • Niederlande vs. Spanien
    • Unabhängigkeitskrieg der Niederlande gegen die spanische Herrschaft.
  6. Guatemaltekischer Bürgerkrieg
    • 36 Jahre (1960–1996)
    • Regierung vs. Guerilla
    • Einer der längsten Bürgerkriege Lateinamerikas.
  7. Afghanistan-Konflikt
    • ca. 40+ Jahre (seit 1979)

Kriege gegen Minderheiten

Es gibt ne Menge Volksgruppen die permanent in eimem Zustand des Krieges und der Verfolgung leben…

  • Ahmadiyya

    • Pakistan, Indonesien ua.
    • Seit 1974
    • Religiöse Verfolgung, gesetzliche Diskriminierung
    • Von orthodoxen Muslimen als „Ketzerei“ betrachtet; Diskriminierung durch Staat und Gesellschaft.
  • Armenier in Bergkarabach (Arzach)

    • Aserbaidschan
    • Seit 1990er Jahre, besonders 2020–2023
    • Krieg, Vertreibung
    • Nach der Offensive Aserbaidschans 2023 flohen fast alle Armenier aus Bergkarabach.
  • Belutschen

    • Iran, Pakistan
    • Seit Jahrzehnten
    • Repression, militärische Gewalt
    • Ethnische Minderheit, fordert Autonomie; leidet unter systematischer Armut und staatlicher Gewalt.
  • Hazara

    • Afghanistan, Pakistan
    • Seit 1990er Jahre
    • Diskriminierung, Anschläge, Terror
    • Schiitische Minderheit, die von Taliban und IS gezielt angegriffen wird.
  • Jesiden

    • Irak, Syrien
    • Besonders seit 2014
    • Völkermord, Versklavung, Vertreibung
    • Vom „Islamischen Staat“ verfolgt, Frauen und Kinder versklavt, Dörfer zerstört; viele leben bis heute in Lagern.
  • Kachin & Karen

    • Myanmar
    • Seit 1948
    • Bürgerkrieg, Vertreibung
    • Ethnische Gruppen im Widerstand gegen das Militärregime; anhaltende Kämpfe und Vertreibungen.
  • Kurden

    • Türkei, Syrien, Irak, Iran
    • Seit etwa 1920 (nach Zerfall des Osmanischen Reichs)
    • Unterdrückung, Krieg, kulturelles Verbot
    • Die Kurden fordern seit Jahrzehnten einen eigenen Staat. In mehreren Ländern werden sie politisch und kulturell unterdrückt und militärisch bekämpft.
  • Palästinenser

    • Israel, Gazastreifen, Westjordanland
    • Seit 1948
    • Krieg, Besatzung, Vertreibung
    • Seit der Gründung Israels leben viele Palästinenser in Flucht oder unter Besatzung. Der Konflikt um Land, Rechte und Staatlichkeit dauert bis heute an.
  • Rohingya

    • Myanmar / Bangladesch
    • Besonders seit 2017
    • Vertreibung, ethnische Säuberung
    • Die muslimische Minderheit wird in Myanmar entrechtet, verfolgt und in großen Zahlen ins Exil getrieben.
  • Roma / Sinti

    • Europa
    • Seit Jahrhunderten
    • Diskriminierung, Rassismus
    • Soziale Ausgrenzung, Armut und Benachteiligung in Bildung, Arbeit und Gesellschaft bis heute.
  • Sahraouis

    • Westsahara / Marokko
    • Seit 1975
    • Besatzung, Vertreibung
    • Marokko beansprucht Westsahara; die Sahraouis kämpfen für Unabhängigkeit, viele leben in Flüchtlingslagern in Algerien.
  • Tamile

    • Region / Land: Sri Lanka
    • 1983–2009 (Bürgerkrieg), Nachwirkungen bis heute
    • Bürgerkrieg, Diskriminierung
    • Nach jahrzehntelangem Krieg um Selbstbestimmung leben Tamilen weiterhin in Benachteiligung.
  • Tigray (Tigrayer)

    • Äthiopien
    • Seit 2020
    • Bürgerkrieg, Hungersnot, Massaker
    • Konflikt zwischen äthiopischer Regierung und Tigray-Volksbefreiungsfront; hunderttausende Tote, massive Menschenrechtsverletzungen.
  • Tschetschenen

    • Russland (Nordkaukasus)
    • Seit 1994
    • Krieg, politische Unterdrückung
    • Nach zwei Unabhängigkeitskriegen steht die Region unter harter Kontrolle durch das prorussische Regime Kadyrow.
  • Tibeter

    • China (Tibet)
    • Seit 1950
    • Kulturelle Unterdrückung, Exil
    • Nach chinesischer Besetzung Einschränkung der Religionsfreiheit und kultureller Ausdrucksformen.
  • Uiguren

    • China (Xinjiang)
    • Verstärkt seit ca. 2014
    • Internierung, Überwachung, Zwangsarbeit
    • Muslimische Minderheit, die in sogenannten „Umerziehungslagern“ festgehalten wird. China wird Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen.

Hybrider Krieg

Krieg wird mittlerweile hybrid geführt, mit einer Kombination aus militärischen und nicht-militärischen Mitteln, mit dem Ziel, die Grenzen zwischen Krieg und Frieden zu verwischen und die staatliche Ordnung sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt des auserkorenen Gegners zu schwächen. So gesehen kann man behaupten, Putin befindet sich bereits seit einiger Zeit mit den europäischen Demokratien in einem solchen hybriden Krieg. Warum? Keine Ahnung. Vielleicht mag er irgendwie Demokratie und “westliche Dekadenz” nicht.

  • Cyberangriffe - Attacken auf kritische Infrastrukturen wie Energieversorger oder Finanzsysteme.
  • Desinformation und Propaganda - Durch eine Flut von und widersprüchlichen Aussagen und falschen Informationen über soziale Medien oder staatlich gesteuerte Medien, um die öffentliche Meinung zu manipulieren und Verwirrung zu stiften. Beim Gegner, aber auch bei den eigenen Leuten.
  • Sabotage - Zerstörung von Infrastruktur durch verdeckte Operationen oder beauftragte Gruppen.
  • Wirtschaftlicher Druck - Nutzung wirtschaftlicher Mittel zur Destabilisierung eines Landes.

Regeln im Krieg

Man glaubt es kaum. Es gibt sowas wie humanitäre Regeln zur Kriegsführung, die festlegen, was im Krieg erlaubt und was verboten ist. In der Praxis kann man sich nicht darauf verlassen das sich alle daran halten.

  • Die Haager Landkriegsordnung (HLKO)
    • Vollständiger Name: Haager Abkommen betreffend die Gesetze und Gebräuche des Landkriegs
    • 1899 und 1907 (Zweite Haager Friedenskonferenz)
    • Regeln über das Verhalten der Streitkräfte
    • Schutz von Kriegsgefangenen, Verwundeten und Zivilisten
    • Verbot unnötiger Grausamkeit, Plünderung und Misshandlung
    • Definition: Kombattanten, neutrale Staaten, Besatzungsrecht
    • Erste umfassende „Kodifizierung der Kriegsethik“
    • Grundlage für das moderne humanitäre Völkerrecht
    • Noch heute gültig, auch wenn später erweitert
  • Die Genfer Konventionen (1949)
    • Ergänzt und erweitert die Haager Regeln
    • Vier zentrale Abkommen, nach dem Zweiten Weltkrieg beschlossen:
      1. Schutz der Verwundeten und Kranken der bewaffneten Kräfte auf dem Feld
      2. Schutz der Verwundeten, Schiffbrüchigen der Seestreitkräfte
      3. Behandlung von Kriegsgefangenen
      4. Schutz von Zivilpersonen in Kriegsgebieten
    • Zusatzprotokolle (1977, 2005):
    • Regeln für Bürgerkriege (nicht nur zwischen Staaten)
    • Schutz von humanitären Helfern, Journalisten, Zivilisten
    • Anerkennung moderner Kriegsformen (zB. asymmetrische Konflikte)
  • Das humanitäre Völkerrecht (IHL – International Humanitarian Law)
    • Oberbegriff für alle Regeln, die in bewaffneten Konflikten gelten.
    • Begrenzung von Gewalt
    • Schutz von Nichtkämpfenden
    • Verbot unnötigen Leidens
    • Träger / Hüter:
      • Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK)
      • Vereinte Nationen (UNO)
      • Internationale Gerichte (z. B. Internationaler Strafgerichtshof)

Verboten sind…

  • Angriff auf Zivilisten, Art. 51 Zusatzprotokoll I (1977)
  • Folter, unmenschliche Behandlung, Genfer Konvention III & IV
  • Chemische / biologische Waffen, Genfer Protokoll 1925, Chemiewaffenübereinkommen 1993
  • Massenvergewaltigung, Zwangsrekrutierung, Rom-Statut des IStGH (1998)
  • Einsatz von Kindersoldaten, Zusatzprotokoll zur Kinderrechtskonvention (2000)
  • Gezielte Zerstörung von Kulturgütern, Haager Konvention zum Kulturgutschutz (1954)

Natürlich müssen Regeln auch durchgesetzt werden. Dazu gibt es ein paar Institutionen:

  • Internationaler Strafgerichtshof (IStGH, Den Haag)
    • Verfolgt Kriegsverbrechen
    • Verbrechen gegen die Menschlichkeit
    • Völkermord
    • Kriegsverbrechen
    • Aggressionsverbrechen (seit 2018)
  • Internationaler Gerichtshof (IGH, Den Haag)
    • Entscheidet über Streitigkeiten zwischen Staaten
  • UN-Sicherheitsrat
    • Kann Sanktionen oder Friedenseinsätze beschließen
    • Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK)
    • Überwachung und humanitäre Hilfe im Krieg
  • 124 Staaten sind im IStGH Mitglied, darunter fast ganz Europa, Lateinamerika und weite Teile Afrikas.
  • 42 Staaten haben nicht ratifiziert oder nie unterzeichnet. Kann sich jeder mal für sich überlegen warum:

Dazu gehören:

  • USA
    • Sorge, dass amerikanische Soldaten oder Politiker politisch motiviert angeklagt werden könnten
    • 2002 zog Washington seine Unterschrift unter das Römische Statut zurück weil “unsigning”
    • Stattdessen präferiene die USA Bilaterale Abkommen “Article 98 agreements”, um Auslieferung eigener Bürger zu verhindern
    • Unterstützt gelegentlich einzelne Ermittlungen (zB. gegen Russland), erkennt aber die eigene Zuständigkeit des IStGH nicht an
  • China
    • Nie beigetreten.
    • Ablehnung internationaler Justiz über nationale Souveränität
    • Angst vor Anklagen wegen Menschenrechtsverletzungen (z. B. Xinjiang, Tibet)
  • Russland
    • Kein Mitglied; erkennt Zuständigkeit nicht an
    • 2016 zog Russland seine Unterschrift unter dem Römischen Statut zurück
    • Nach dem IStGH-Haftbefehl gegen Putin (2023) bezeichnete Moskau das Gericht als „politisch motiviert“
  • Israel
    • Beobachter, kein Mitglied
    • Befürchtung, dass Ermittlungen zu Palästina oder Gaza zu Anklagen gegen israelische Militärs führen könnten
    • Hat zwar das Statut unterzeichnet (2000), aber nie ratifiziert
  • Indien
    • Nie beigetreten.
    • Kritik an Definition des „Aggressionsverbrechens“
    • Sorge vor Einmischung in innere Konflikte, zB. Kaschmir
  • Türkei
    • Nicht beigetreten
    • Politische Bedenken über mögliche Anklagen wegen innerstaatlicher Repressionen (Kurdenfrage, Syrienkrieg)
  • Afrika - Sudan, Äthiopien, Eritrea. Vorwurf: ICC sei “ein Gericht für Afrika”, weil viele Anklagen afrikanische Führer betreffen
  • Asien - Indien, Pakistan, Indonesien, Saudi-Arabien. Ablehnung wegen Souveränität oder Religion
  • Amerika - Kuba, Nicaragua. USA führen starkes Anti-ICC-Lobbying
  • Europa - Belarus - Politische Distanzierung
  • Mittlerer Osten - Iran, Syrien, Irak. Politische Ablehnung oder Instabilität
  • Burundi (2017) - Erster Staat, der offiziell austrat wegen Ermittlungen zu Menschenrechtsverletzungen
  • Philippinen (2019): ausgetreten nach Ermittlungen gegen Präsident Duterte (Drogenkrieg)
  • Südafrika versuchte 2016 auszutreten, zog es später zurück

Literatur

Klassische Werke

Die Grundlagen der Kriegsphilosophie

  • Sun Tzu – Die Kunst des Krieges

    • ca. 500 v. Chr.
    • Strategie, Täuschung, Psychologie – Sieg ohne Kampf ist das höchste Ziel
    • Grundlegend für Militärstrategie, Management, Politik, sogar Lebensführung
  • Carl von Clausewitz – Vom Kriege (1832)

    • Krieg als “Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln”
    • Zentraler Text der modernen Militärtheorie und Politikwissenschaft
    • Die Ausgaben von Werner Hahlweg oder Peter Paret bieten gute Einleitungen
  • Niccolò Machiavelli – Dell’arte della guerra (1521)

    • Krieg als notwendiger Bestandteil der Staatskunst; Ordnung, Disziplin, Staatsräson
    • Verbindung von militärischem Denken mit politischem Realismus

Wissenschaftliche & theoretische Standardwerke

  • Mary Kaldor – New and Old Wars: Organised Violence in a Global Era (1999, 3. Auflage 2013)

    • Unterschied zwischen klassischen (staatlichen) und modernen (asymmetrischen, hybriden) Kriegen
    • Neue Kriege – geprägt durch Identität, Globalisierung und schwache Staaten
    • Pflichtlektüre in der Friedens- und Konfliktforschung
  • Herfried Münkler – Die neuen Kriege (2002)

    • Deutschsprachiger Klassiker
    • Analysiert asymmetrische, entstaatlichte Kriegsformen und ihre gesellschaftlichen Ursachen
    • Münklers Der Große Krieg (über den Ersten Weltkrieg) ist ebenfalls Standard
  • Christopher Coker – The Future of War (2015)

    • Wie Technologie, Drohnen, KI und Information den Krieg verändern
    • Philosophisch und strategisch zugleich; sehr lesenswert für moderne Konflikte
  • Martin van Creveld – The Transformation of War (1991)

    • Wandel von staatlichen zu nichtstaatlichen Kriegen – Milizen, Terrorismus, Identität
    • Non-Trinitarian War – Krieg ohne klare Fronten oder Staaten
  • John Keegan – A History of Warfare (1993)

    • Der Krieg als kulturelles Phänomen, nicht nur als militärisches
    • Sehr anschauliche, fast anthropologische Darstellung der Kriegslogik über Jahrtausende

interdisziplinäre Bücher - Gesellschaft, Medien, Psyche

  • Samantha Power – A Problem from Hell: America and the Age of Genocide (2002)

    • Warum moderne Staaten bei Völkermord versagen
    • Pulitzer-Preis – tief bewegende Analyse über politische Untätigkeit und moralische Verantwortung
  • Chris Hedges – War Is a Force That Gives Us Meaning (2002)

    • Krieg als psychologische und gesellschaftliche Droge
    • Kriegsreporter, beschreibt die Faszination und Selbstzerstörungskraft des Krieges
  • P. W. Singer & Emerson Brooking – LikeWar: The Weaponization of Social Media (2018)

    • Krieg im Informationszeitalter – Propaganda, Memes, Desinformation als Waffen
    • Zeigt, wie digitale Kommunikation zum Schlachtfeld wird
  • Yuval Noah Harari – Krieger: Eine Geschichte von Mut, Gewalt und Liebe (2023)

    • Anthropologische und psychologische Perspektive auf den Krieger im Wandel der Zeit
    • Verbindet Historie, Biologie und Kultur

Friedens- und Konfliktforschung

  • Jörn Leonhard – Über Kriege und wie man sie beendet

    • Eine Geschichte vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart (C.H. Beck, 2024)
    • Wie Kriege entstehen, geführt und vor allem beendet werden – vom 19. Jahrhundert bis zu aktuellen Konflikten wie der Ukraine oder Nahost
    • Leonhard zeigt, dass Kriege selten eindeutig „gewinnen“ oder „verlieren“ enden – sondern fast immer in fragilen, unvollkommenen Nachkriegsordnungen, die den nächsten Konflikt schon in sich tragen
    • Historischer Bogen von Napoleon bis zur Gegenwart
    • Verbindungen zwischen Kriegsende, Frieden und Erinnerungskultur
    • Analysen zu Versailler Vertrag, Kaltem Krieg, 9/11, Ukrainekrieg
    • Wie Gesellschaften aus Gewalt zurück in Ordnung finden (oder auch nicht)
    • Verbindet Geschichtsschreibung mit politischer Philosophie.
    • Gibt tiefe Einsichten in Kriegsdynamiken über die Jahrhunderte
    • Zeigt, dass das Ende eines Krieges oft der Beginn neuer Konflikte ist
    • Besonders relevant in unserer Zeit globaler Dauerkrisen
    • Wer Clausewitz & Münkler kennt, aber eine historisch-narrative Perspektive sucht
  • Johan Galtung – Peace by Peaceful Means (1996)

    • Grundlagen der Friedensforschung; strukturelle Gewalt, Konflikttransformation
    • Einer der Väter der modernen Friedenswissenschaft
  • Dieter Senghaas – Friedensprojekt Europa (2003)

    • Wie politische Ordnung, soziale Gerechtigkeit und Kooperation Frieden schaffen
    • Kontrast zu Clausewitz – Frieden als Lernprozess, nicht als Zustand

Lesereihen

  • Beck’sche Reihe Wissen: Krieg und Frieden (Herfried Münkler)
  • Suhrkamp Taschenbuch: Krieg und Gewalt (Hans Magnus Enzensberger, Essayband)
  • Rowohlt: Warum wir Kriege führen – und wie wir sie beenden können (Ulrike Franke / Carlo Masala)