Special - Hunde

Zuletzt aktualisiert am 7. Februar 2024 14 Minuten

Der Hund, das unbekannte Wesen

Unter dem Motto „Kenne Deinen Gegner wie dich selbst“ werfen wir einen Blick auf das unbekannte Wesen Hund.

Ursprung

Alle Hunde stammen vom Wolf ab. Sie sind Jäger, leben im Rudel und verteidigen ihr Revier gegen Fremde. Da sie von der Jagd leben ist es wichtig für Sie, die Umwelt genau wahrzunehmen, viel unterwegs zu sein, und ständig neue Eindrücke in sich aufzunehmen. So sind Hunde dank der Evolution mit einem sehr guten Gehör und scharfe Augen versehen. Zum Rudelleben gehört unter anderem der enge soziale Kontakt zu einer begrenzten Zahl bekannter Rudelgenossen. Im Rudel steht jeder für jeden ein, es gibt aber auch eine Rangordnung durch die man sich gegen die Rudelgenossen sozial behaupten muss.

Hund

Beim Hund kann, diese soziale Bindung durch Artgenossen oder Menschen hervorgerufen werden. Mit dem Revier verhält es sich analog. Es wird nicht nur gegen fremde Hunde, sondern auch gegen fremde Menschen verteidigt. Aggressive Reaktionen können aber auch auf neutralem Boden hervorgerufen werden.

Hunde gibt es in unzähligen Arten. Sie leben überall, wo es auch Menschen gibt. Hunde sind vielseitig einsetzbar. Sie werden als Nutzhunde eingesetzt zB. Als Blindenhunde, Rettungshunde, zum Drogen oder Sprengstoff schnüffeln, als Wachhunde, Hütehunde etc. und sind darüber hinaus Partner des Menschen - sie stehen uns sozial sehr nah. Der Hund gilt nicht umsonst als bester Freund des Menschen.

Also, liebe Hundehasser und Hundefreunde: Nicht jeder Hund ist eine Bestie, und nicht jeder Hundehalter ein verkappter Krimineller. Und: Ich habe nix gegen Hunde. Ich beschäftige mich hier mit Angriffen von Hunden gegen andere Menschen.

Kampfhund

Ein Kampfhund ist vom Standpunkt des Opfers aus gesehen ein missbrauchter Hund, vom Standpunkt des Hundehalters aus gesehen ein Nutzhund. Aus einem gewöhnlichen Hund wird ein Kampfhund, indem man zB. gezielt Hunderassen mit gesteigertem Aggressionspotential züchtet. Außerdem kann man (fast) jeden Hund durch gezieltes Training1 „scharf“ machen.

Mal abgesehen von Kampfhunden: Es gibt viele Situationen, in denen ein Hund aggressiv reagieren, und beißen kann:

  1. Er begegnet einem anderen Hund, den er nicht kennt
  2. Eine fremde Person versucht, sein Futter oder Spielzeug weg zu nehmen
  3. Eine fremde Person betritt sein Revier
  4. Eine fremde Person will ihn anfassen
  5. Eine fremde Person geht rasch und drohend auf ihn zu
  6. Eine eine fremde Person hinkt oder hat einen Stock
  7. Der Hund ist als Kampfhund abgerichtet, und reagiert auf Kommando.

Wie beim angreifenden Menschen sollten wir auch die Körpersprache der Hunde verstehen, um Ihre Signale zu deuten. Dabei gilt es aber auch zu beachten, das die Körpersprache bei vielen Hunderassen durch Domestizierung und Überzüchtung verkümmert oder gar abhanden gekommen ist.

Körpersprache der Hunde

Wie oben schon angedeutet nehmen Hunde ihre Umwelt mit den Augen, Ohren, der Nase und über Berührungen wahr. Ihre eigene Stimmungslage zeigen Hunde durch ihre Körperhaltung, Gesichtsausdruck, Lautäußerungen, die Ohren- und Schwanzstellung, sowie durch das Aufstellen der Nacken- und Rückenhaare.

Die Ausdrucksformen der einzelnen Rassen unterscheiden sich auch zB. durch das Haarkleid des Hundes und die typische Ohren- und Schwanzhaltung (zB. Schlappohren, Ringelrute, kupierte Rute).

Freude und Begrüßung demonstriert ein Hund über angelegte Ohren, einem nach unten gehaltenen Kopf, Schwanzwedeln, Hoch springen und den Versuch, die Mundwinkel des Menschen zu lecken. Dieses Verhalten ist natürlich, und entspricht der Begrüßung eines ranghöheren Hundes im Rudel.

Angst

Angst demonstriert der Hund durch angelegte Ohren, eingeklemmte Rute, Urinieren, Flucht, oder er legt sich auf den Rücken. Verhält sich ein normaler Hund aggressiv, so dient es seiner Selbstverteidigung. Er zeigt damit, das er sich in einer Notsituation befindet.

Angstdrohen & Angstbeißen

Beim Angstdrohen und Angstbeißen werden die Ohren angelegt, der Hund zeigt bei weit nach hinten gezogenen Maulwinkeln alle Zähne, die Körperhaltung ist geduckt.

Angriffsdrohen

Im Gegensatz dazu sind beim Angriffsdrohen die Ohren nach vorne gerichtet, bei kurzer Maulspalte sind nur die vorderen Zähne zu sehen, der Hund fixiert den Gegner mit den Augen. Der Blick ist dabei starr nach vorne gerichtet, evtl. werden die Rücken- und Nackenhaare gesträubt (zeugt von Erregung!). Die ganze Körperhaltung ist aufrecht und nach vorne gerichtet.

Imponier- & Drohgehabe

Imponier- und Drohgehabe zeigt sich durch steifen Gang, gesträubten Nacken- und Rückenhaaren und hochgestellter Rute. Auch den Kopf über den Rücken eines anderen Hundes legen, und das Aufreiten gehören zu diesem Verhalten.

Was ist an Hunden gefährlich?

Was ist an Hunden denn nun so gefährlich? Hunde sind Tiere, und keine Menschen, und sollten auch als solche behandelt werden. Schon manch ein treuer und lieber Familien Wau-Wau hat sich in ein Familienmitglied verbissen, weil seine Ur-Instinkte die Oberhand bekommen haben.

Gefährlich ist auch das viele Hunde, wie schon erwähnt, keine ausgeprägte Körpersprache mehr besitzen, und ohne vorherige „Warnsignale“ ihren Angriff starten.

Das Maul

Das gefährlichste an einem Hund ist das Maul mit seinen Zähnen. Viele Hunde (insbesondere Kampfhunde) entwickeln eine enorme Bißkraft. Hat sich ein Hund einmal verbissen, läßt er nicht mehr los, und kann tiefe Wunden schlagen, bzw. Fleischstücke herausreißen und dabei lebenswichtige Schlagadern zerfetzen. Ausschlaggebend ist nicht unbedingt die Beißkraft2 an sich, sondern wo der Hund zubeißt. Ein Biss in die Kehle ist auch ohne Superbeißkraft lebensgefährlich. Genauso der Biss in den seitlichen Hals, wo die ungeschützte Halsschlagader zerrissen werden kann. Ein Biss in die Hand führt oft zu irreparablen Schäden. Für Kinder endet ein Biss in den Kopf oft tödlich.

Sprungkraft

Es gibt Hunde, besonders trainierte Kampfhunde die springen aus dem Stand in Kopfhöhe, und beißen Dir in den Kopf. Zäune stellen kein Hindernis dar.

Geschwindigkeit

Die meisten Hunde sind sehr schnell auf Ihren vier Beinen unterwegs. Weglaufen macht deshalb keinen Sinn.

Jagd & Kampfinstinkt

Hunde sind sehr gute Kämpfer. Sie setzen jede Deiner Bewegungen in Angriffsenergie um.

Oft sind auch die Hundehalter gefährlich, verteidigst Du dich gegen einen angreifenden Hund, musst Du damit rechnen das du gleichzeitig auch vom ignoranten Herrchen attackiert wirst.

Hunde - egal welcher Rasse - sind unberechenbar, auch wenn man sie schon lange kennt.

Der Hundeangriff

Wie immer im Leben gibt es auch hier kein Patentrezept. Ich schildere hier exemplarisch einen Extremfall und einige Abwehrmöglichkeiten.

In diesem Szenario kommt der Hund also aggressiv kläffend auf Dich zu gerannt. Jetzt heißt es Ruhe bewahren. Stell Dich darauf ein das Du verletzt wirst! Wenn Du wegläufst und dabei schreist & wild gestikulierst, wirkst Du auf den Hund wie eine Beute, und Deine Chancen auf Unversehrtheit sinken weiter. Bleib dem Hund zugewandt stehen, laß in nicht aus den Augen, ohne ihm direkt in die Augen3 zu sehen. Mach der Umwelt klar das du dich bedroht fühlst und Hilfe benötigst.

Verwende Pfefferspray zur Abwehr wenn Du welches dabei, und schnell genug griffbereit hast - stell Dich darauf ein, das es nicht wirkt, oder den Hund nur für Sekunden aufhält.

Hat der Hund vor dir halt gemacht und kläfft Dich an, versuche vorsichtig den Abstand zu wahren, damit er dich nicht ins Bein beißt. Wenn Du einen Gegenstand in Form eines Spazierstocks, eines Regenschirms oder einer Jacke (Schal, Mütze etc.) hast, versuche den Hund damit auf Distanz zu halten. Biete Ihm einen Gegenstand an, in den er sich verbeißen kann. Zur Not deinen Unterarm - wenn es geht mit einer Jacke als Schutz darum gewickelt. Dominantes auftreten und anschreien des Hundes soll auch schon geholfen haben.

Wenn alles zu schnell geht und dich ein großer Hund aus vollem Lauf anspringt, dann wird er Dich schon aufgrund seiner Masse umwerfen. Versuche also erstmal auszuweichen4, und ihn im Sprung mit dem Fuß/Knie zu treffen (Rumpf oder Kopf) - Ein gewöhnlicher Hund wird diese Botschaft verstehen! Konntest Du nicht mehr ausweichen, versuche zumindest stehen zubleiben. Halte deinen schwächeren Unterarm als Schutz vor deinen Körper, sodass der Hund sich in Ihn verbeißt (zB. der Linke). Versuche nicht Deinen Arm herauszuziehen, das hat nur noch schlimmere Verletzungen zur Folge. Drücke vielmehr dagegen um den Biss zu lockern. Schlage mit Deinem starken Arm (zB. dem Rechten) auf die Schnauze (Nase) des Hundes oder auf die Kehle. Packe Ihn am Hals und drücke ihm den Kehlkopf zu.

Oder versuche mit deiner freien - hier rechten - Hand das rechte Bein des Hundes zu packen, ihn zu drehen, und weg zu schleudern. Das kann allerdings nur mit kleinen Hunden funktionieren.

Liegst Du auf dem Rücken, ist es wichtig das der Hund nicht Dein Gesicht, oder deine Kehle erreicht. Ist der Hund groß genug kann die Beinschere sehr wirksam sein, um den Hund zu fixieren, während du mit den Armen verhinderst, das er dich in das Gesicht, oder in die Kehle beißt. Pass auf wenn er den Biss umsetzt. Achte darauf, das er sich nicht in Deine Hand verbeißt. Die Hand ist ein äußerst empfindliches und kompliziertes Körperteil. Schwere Verletzungen an der Hand sind fast nicht reparierbar.

Falls du einem Opfer helfen willst, nähere Dich von hinten, und versuche die vorderen Beine des Hundes zu greifen. Dann stößt Du nach nach vorne, damit er sein Maul öffnet. Letztlich mußt Du Ihn schnell mit einer kräftigen Bewegung auf den Rücken werfen, und dort gut festhalten. In der Rückenlage sind Hunde kampfunfähig.

Hat sich ein Hund erstmal verbissen, kann es sein das er nicht mehr ablässt. Eine Möglichkeit ist es den Hund von hinten zu umklammern und den Unterarm zum würgen einzusetzen. Hunde sind an der Kehle genauso verletzlich wie Menschen.

Wenn Kindern Gefahr droht musst Du versuchen die Aufmerksamkeit und Aggression des Tieres auf Dich zu richten. Wie dem auch sei:

beißt ein Hund, besteht Lebensgefahr!

Je länger das Verbeißen dauert, desto größer ist die Gefahr, das er eine Schlagader zerfetzt.

Wenn Du mit dem Kinderwagen unterwegs bist, und dir ein Hund begegnet der Dir nicht geheuer ist, versuche mit dem Kinderwagen auszuweichen oder die Straßenseite zu wechseln. Wenn Du an einem Hund, nebst Herrchen vorbei musst, wähle immer den Weg des größten Abstandes zwischen Dir und dem Hund. Wenn´s geht am besten so, das Herrchen sich zwischen Dir und dem Hund befindet. Jogger verringern zusätzlich die Geschwindigkeit, oder bleiben kurz stehen.

Wenn Du mit Deinem Hund unterwegs bist

Ist der Besitzer in der Nähe forderst Du Ihn freundlich auf seinen Hund zu sich zu nehmen und an zu leinen. Ist dessen Herrchen nicht in der Nähe musst Du dich und deinen Hund schützen (Notstand nach § 228 BGB)

Versuche Deinen Hund komplett aus der Attacke heraus zu halten. Sonst heißt es später noch dein „Kampfhund“ wäre an allem Schuld gewesen. Der Halter des angreifendes Hundes muss für alle Verletzungen und Schäden aufkommen die durch sein Tier entstanden sind (Tierhalterhaftung).

Wenn Du zwischen sich beißende Hunde gehst um sie zu trennen, haftet der Halter des angreifenden Hundes, falls Du dabei gebissen wirst. Auch wenn sich nicht feststellen lässt welcher Hund dich im Gerangel letztlich gebissen hat. Hier sind wie immer Zeugen hilfreich.

Allgemeine Regeln 

  1. Achte auf die Körpersignale
  2. Laufe nicht weg (der Hund ist eh schneller)
  3. Springt der Hund dich an, weiche aus und trete zu
  4. Schau dem Hund nicht direkt in die Augen
  5. Fasse niemals einen Hund von hinten an
  6. Störe einen Hund nie beim fressen
  7. Betrete nie unbeaufsichtigt das Revier eines fremden Hundes
  8. Halte immer gebührend Abstand von einem Hund
  9. Glaube niemals dem Hundehalter, wenn er dir versucht weiszumachen das sein Tier ja soooo lieb ist
  10. Behandle ein Tier mit Vorsicht und Respekt

Hunderassen

Das Landeshundegesetz NRW (LHundG) unterscheidet zwischen gefährlichen Hunden (§3), Hunden bestimmter Rassen (§10), und großen Hunden (§11).

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Hundegesetz_für_das_Land_Nordrhein-Westfalen
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Rasseliste

Gefährliche Hunde

Die so genannte Rassenliste 1 führt alle Hunde und deren Kreuzungen untereinander sowie deren Kreuzungen mit anderen Hunden, die als gefährlich eingestuft worden sind. Darunter fallen unter anderem

  1. American Staffordshire Terrier
  2. Bullterrier
  3. Pitbull Terrier
  4. Staffordshire Bullterrier

Hunde bestimmter Rassen

Die Rassenliste 2 umfasst Hunde bestimmter Rassen. Darunter fallen

  1. Alano
  2. American Bulldog
  3. Bullmastiff
  4. Dogo Argentino
  5. Fila Brasileiro
  6. Mastiff
  7. Espanol
  8. Mastino Napolitano
  9. Rottweiler
  10. Tosa Inu

Große Hunde

Alle anderen Hunde, die ausgewachsen eine Widerristhöhe von mindesten 40 cm oder ein Gewicht von mindestens 20 kg erreichen fallen in die Rubrik „große Hunde“. Diese Liste umfasst ca. 30 Hunde. Um Dir mal einen Überblick zu verschaffen, findest Du im Folgenden ein paar kurze Rasseportraits der wichtigsten Hunde…

Nr. 1.1: American Staffordshire Terrier

Dieser Terrier kommt aus den USA. Er wiegt 18 bis 23 kg, und hat eine Schulterhöhe zwischen 43 und 48cm. Sein kurzes Haarkleid gibt es in allen möglichen Farben. Er ähnelt dem Pitbull, ist aber etwas kleiner. Siehe auch ▷„Nr. 1.3: Pitbull Terrier“ auf Seite 7.

Nr. 1.2: Bullterrier

Der Bullterrier gehört zu einer der verbreitetsten Terrierrassen. Er kommt aus England, wiegt zwischen 24 und 32kg und hat eine Schulterhöhe von 42 bis 48cm. Sein Fell ist kurz, und in verschiedenen Farben erhältlich. Er wird als ruhiger, angenehmer Familienhund beschrieben, der mit sehr viel Kraft, Temperament und einer gehörigen Portion Sturheit ausgestattet ist. Klingt an sich harmlos. Kann in falschen Händen zur Kampfmaschine mutieren. Gilt als ausgesprochen Schmerz unempfindlich, mutig, kräftig und wendig.

Nr. 1.3: Pitbull Terrier

Dieser liebliche Wauwau wird auch American Pit Bull Terrier oder kurz Pit Bull genannt. Er kommt ursprünglich aus den USA, wiegt etwa 23 bis 26kg, und hat eine Schulterhöhe von 46 bis 56cm. Er trägt ein kurzes Haarkleid in verschiedenen Farben.

Er ist ein klassischer Vertreter der Kampfhunderassen, die Bezeichnung „Pit“ bedeutet Hundekampfarena, was auf seine Verwendung bei Hundekämpfen hinweist.

Der Pit Bull ist ein mittelgroßer, kräftiger Hund, dessen Sozialverhalten gegenüber Menschen in der Anlage als überdurchschnittlich bewertet wird. Sie gelten als unerschrocken und sind mit großer Härte ausgestattet, was sie in Verbindung mit ihrer Kraft und der relativen Ausdrucksarmut oft sehr gefährlich macht. Er ähnelt rein äußerlich dem American Staffordshire Terrier. Das ist auch kein Wunder, denn beide Rassen blicken auf gemeinsame Vorfahren zurück.

Nr. 1.4: Staffordshire Bullterrier

Dieser kleine Hund kommt ursprünglich aus England. er wiegt 11 bis 17kg, und hat eine Schulterhöhe von 36 bis 41cm. Sein Fell ist kurz und in verschiedenen Farben erhältlich.

Er ist der Stammvater des American Staffordshire Terrier und des Pit Bull Terriers, und wurde seinerseits aus den Rassen Bulldog und alten englischen Terrier-Rassen gezüchtet.

Da auch er vorwiegend für Hundekämpfe eingesetzt wurde bringt er ein gehöriges Aggressionspotential gegenüber Hunden und anderen Tieren mit. Er gilt als unerschrocken, schmerzunempfindlich und sehr kräftig. Ein Hund mit beachtlichem Gefahrenpotential.

Nr. 2.1: Alano

Diese Rasse kommt aus Spanien, und ist 55–68cm groß, und wiegt 33–55kg. Das Fell ist kurz, gestromt und einfarbig in sandfarben, falb, rot, beige, grau, braun oder schwarz in allen Schattierungen. Seine Vorfahren entspringen einer alten iberische Hunderasse (Uralano), in die fleißig Pitbull Terrier eingekreuzt wurden. Es gibt Ihn in einer großen Typenvielfalt. Er wurde ursprünglich zur Jagd, zum Viehtrieb, und zum Schutz des Anwesens eingesetzt, Er gilt als stark, mutig und von großer Durchsetzungskraft. Unter der Bezeichnung Alano sind auch viele „falsche Hunde“ unterwegs. Diverse Kreuzungen bis hin zum Pitbull Terrier werden gerne mal als Alano „verkauft“.

Nr. 2.4: Dogo Argentino

Ein argentinischer, zu den Molossern zählende Hund mit einem Gewicht von 40 bis 45kg, und einer Schulterhöhe von 60 bis 65cm. Das Fell ist kurz und von weißer Farbe. Er wurde in seiner Heimat zur Jagd auf Puma, Jaguar und Wildschwein gezüchtet und eingesetzt. Die Ausgangsrassen waren ein großer spanischer Kampfhund, der Old Fighting Dog of Cordoba (ein großer weißer Hund, der als sehr aggressiv galt) , und der englische Bullterrier. Er gilt als dominanter, nie zurückweichender Wachhund, der eine starke Hand braucht. Auf dem Bild hat er kupierte Ohren.

Nr. 2.9: Rottweiler

Diese aus Deutschland stammende Hunderasse hat ein Gewicht von 35 bis 50kg, und eine Schulterhöhe von 55 bis 68cm. Das Fell ist mittellang, schwarz mit rotbraunen Abzeichen. Die Rute wurde früher kupiert.

Der Rottweiler, einer der ältesten Hunderassen, ist nach der Stadt Rottweil in Baden Württemberg benannt. Er ist ein Nachfahre der römischen Molosser, die die Römer zum Treiben und Bewachen der Viehherden mit nach Norden brachten. Seine Nachfahren galten als die “Metzgerhunde” und wurden zum Vieh treiben und als Zughund eingesetzt.

Nachdem der Rottweiler fast ausgestorben war, wurde er in der Neuzeit als Wach- und Polizeihund wieder entdeckt. Er gilt als eigenwilliger mutiger Hund, der eine solide Erziehung und eine feste Hand braucht. Besonders gegenüber anderen Hunden, aber auch gegenüber Menschen, ist er mitunter sehr aggressiv.

Nr. 2.10: Tosa Inu

Der Tosa Inu kommt aus Japan. Er wiegt 30 bis 45kg und hat eine Schulterhöhe von 54 bis 65cm. Sein Fell ist kurz, rot, schwarz oder gestromt. Er wurde aus Japanspitz und großen europäischen Rassen gezüchtet, und im Ursprungsland für Hundekämpfe verwendet. Er verfügt über große Aggressivität gegenüber anderen Hunden.

Weitere Rassenportraits findest Du im Internet: https://de.wikipedia.org/wiki/Rasseliste


  1. Man könnte auch Misshandlung sagen. ↩︎

  2. Eine Untersuchungen über die Beißkraft von Hunden ergab: Die größte Beißkraft von sieben getesteten Rassen (ohne Pittbullartige) zeigte ein Rottweiler mit 1200 kp. Dabei schwankte die Kraft bei den vier getesteten Rottweilern zwischen 280 kp und 1200 kp. Ein Retriever brachte es immerhin auf 480 kp. Zum Vergleich: Menschen können Beißkräfte entwickeln, die im Bereich zwischen 100 kp bis 1300 kp variieren! Quelle: „Measurement of Bite Force in Dogs: A Pilot Study“, Lindner, D.L., Maretta, S.M., Pijanowsky, G.J., Johnson, A.L. und Smith, Ch.W., 1995. Veröffentlicht in „J.Vet. Dent.“, 1995, (12) 2; 49-54. ↩︎

  3. Der Blick in die Augen ist eine Aufforderung zum Kampf! ↩︎

  4. Ist der Hund mit allen Vieren in der Luft, kann er seine Flugrichtung nicht mehr korrigieren. Du hast also durchaus eine Chance, wenn Du blitzschnell reagierst. ↩︎