Mein Lesestoff 2023

Der Ego-Tunnel

  • Typ:
  • Autor: Thomas Metzinger
  • Kategorie: Philosophy
  • Publisher: Piper Verlag
  • Publiziert: 2014-02-17
  • Seiten: 459
  • ISBN: 3492964966 9783492964968
  • Lesestatus: gelesen
  • Meine Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐

Gedanken zum Buch

Ist unser Leben deterministisch? Eine Frage die in der Serie devs aufgegriffen wird. Da passt das Buch vielleicht…

Alles ist Wellen und Teilchenexternal link , hab ich in Physik damals gelernt. Wir nehmen von dem umfangreichen Spektrum nur einen winzigen Teil mit unseren Sinnen wahr, und unser Gehirn formt daraus unsere Realität. Das funktioniert so gut, das wir in der Lage sind, unsere Wahrnehmung der Welt mit technischen Mitteln zu erweitern, und mit wissenschaftliche Methoden neue Erkenntnisse zu gewinnen. Es ist faszinierend, wie wir in einem unvorstellbar großen Universum zwischen dem größtenexternal link , und dem unvorstellbar kleinstenexternal link existieren, und selbstBewusst eine Nische besetzt haben… zusammen mit vielen Begleitern auf dieser Welt - den Tieren und Pflanzen, und all den anderen  Gattungenexternal link . Vor diesem Hintergrund scheint mir alles diktatorisch, zerstörerische Streben nach politischer und gesellschaftlicher Macht, Einfluss und Geld, all diese primitive Gewalt noch irrsinniger. Wichtiges Buch.

Beschreibung

Unser »Selbst« existiert gar nicht. Dies beweisen, so der Philosoph und Bewusstseinsforscher Thomas Metzinger, die Erkenntnisse der aktuellen Forschung. Aber was bedeutet das für unser Menschenbild? Was sind die technologischen und kulturellen Konsequenzen? Brauchen wir neben der Neuroethik auch eine Bewusstseinsethik? Der Ego-Tunnel eröffnet einen ebenso faszinierenden wie fundierten Zugang zur geheimnisvollen Welt des menschlichen Geistes.

Der ferne Spiegel

  • Typ: ebook
  • Autor: Barbara Tuchman
  • Kategorie: History
  • Publisher: Pantheon Verlag
  • Publiziert: 2011-05-03
  • Seiten: 753
  • ISBN: 3641052076 9783641052072
  • Lesestatus: gelesen
  • Meine Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐

Gedanken zum Buch

Mein Bild vom Mittelalter ist blöder weise geprägt von Klischees aus den gängigen Filmen. Es tat echt gut das Buch zu lesen, um damit mal auf zu räumen. Die Autorin schafft es die Vergangenheit lebendig werden zu lassen. Sie erzählt zwar anhand eines Adligen - nur deren Leben war halt einigermaßen gut für die Nachwelt dokumentiert - findet aber immer wieder Wege, auf das Leben der einfachen Leute, und der Gesellschaft an sich ein zu gehen. So entsteht ein lebendiges, und vielschichtiges Bild der damaligen Gesellschaft, das es mir auch ermöglicht Bezüge zur Gegenwart her zu stellen. Der Titel passt also :-) Nach hinten raus wurde mir das Buch dann echt was länglich. Der  Herr Enguerrand VII. de Coucyexternal link ist extrem viel herum gekommen. Sein Lebenslauf füllt gefühlt mehrere Leben, und plötzlich - fast unvermittelt - war sein Leben, und damit auch das Buch zu Ende. Die Struktur des Buches ist damit fast schon ein Synonym für das Leben selbst: Erst denk man es währt ewig, und plötzlich ist es vorbei. Tolles Buch. Lesen!

Siehe auch Artikel:  Kunstgeschichte in a Nutshellexternal linkSpiegel Artikelexternal linkWohnen im Mittelalterexternal linkLeben im Mittelalterexternal link , …

Zum Inhalt

Ein moderner Klassiker der Geschichtsschreibung Bestsellerautorin Barbara Tuchman schuf mit »Der ferne Spiegel« einen modernen Klassiker der Geschichtsschreibung. Mit sicherem und kundigem Blick für die »große« politische Geschichte und feinem Gespür für die Alltags- und Mentalitätsgeschichte gelingt es ihr, das pralle Leben im dramatischen 14. Jahrhundert und damit im Herbst des Mittelalters einzufangen. Im Mittelpunkt von Barbara Tuchmans faszinierender Schilderung des 14. Jahrhunderts steht die Lebensgeschichte des französischen Adeligen Enguerrand de Coucy VII. Im zarten Alter von 15 Jahren zieht Coucy das erste Mal als Ritter in die Schlacht, erlebt den Hundertjährigen Krieg hautnah mit und wird schließlich vom englischen König als Geisel genommen. Coucy wird im Laufe seines Lebens Zeuge dramatischer, ja scheinbar apokalyptischer Ereignisse: Die Pest sucht Europa heim, religiöse Fanatiker hetzen die Menschen auf, Papst und Gegenpapst bekriegen sich, auf Frankreichs Thron sitzt ein Wahnsinniger, und im Osten rücken die Osmanen vor. Gleichzeitig kannten die Kreativität und das Kunstschaffen der Menschen nun, gleichsam auf der Schwelle vom Mittelalter zur Neuzeit, keine Grenzen. Boccaccio schuf sein epochemachendes Werk Decamerone, Giotto bereitete in Italien den Weg für die Renaissance und in ganz Europa entstanden Kathedralen von ungekannter Größe und Pracht.