Eine Utopie

Zuletzt aktualisiert am 16. Januar 2024 4 Minuten

Ich mag Utopien und Dystopien. Schon so lange ich denken kann bin ich davon fasziniert.

Vorstellung

Etwas, das in der Vorstellung von Menschen existiert, aber (noch) nicht Wirklichkeit ist. Das griechische Wort bedeutet »nirgendwo« oder »ohne Ort« oder »guter Ort«. Es kann eine auf die Zukunft gerichtete politische und soziale Vorstellungen sein, das Wunschbild einer idealen Ordnung oder fortschrittlichen menschlichen Gemeinschaft. Im Roman »Utopia« von Thomas Morus taucht das Wort »Utopie« zum ersten Mal auf. Eine Utopie ist etwas zutiefst positives, eine Dystopieexternal link ist eine negative Betrachtung.

Bis jetzt sind alle realisierten Utopien mehr oder weniger als Dystopie verendet, was wenig Hoffnung macht. Utopisten ziehen sich dann gern auf den bequemen Standpunkt zurück, dass die Utopie eben nicht erreicht wurde; man ist halt an den Realitäten gescheitert; an der Unzulänglichkeit der Menschen; das ficht die Utopie in keiner Weise an.

Eine Utopie also…

Ein Versuch:

Bevor wir fragen, was andere für uns tun können, werden wir fragen, was wir für andere tun können. Es wird echte Bildung geben, die Kompetenz hervorbringt … soziale, emotionale, fachliche … eine Bildung die es jedem ermöglicht die Welt zu verstehen und kompetent Entscheidungen zu treffen. Wir werden die Menschen nicht in Schubladen stecken oder ausgrenzen, es wird keine Grenzen und keine Staaten mehr geben, sondern individuelle Regionen, und wir werden uns an der Vielfalt der Lebensformen erfreuen, von denen die menschliche eine ist. Wir werden unsere Unterschiede feiern und unsere Gemeinsamkeiten. Wir werden ohne Scheuklappen herumrennen. Wir werden neugierig sein, offen, und ehrlich … zu uns selbst, und zu anderen. Wir werden respektvoll streiten. Wir werden lernen Probleme und unterschiedliche Standpunkte offen zu kommunizieren, zu analysieren, und zu verstehen, und Lösungen zu erarbeiten, die für alle tragbar sind. Es gibt immer Alternativen. Wir werden alle Forscher sein und Abenteurer. Wir werden einen Sinn für Gerechtigkeit haben, für unsere Vergangenheit und unsere Zukunft. Wir werden nach einem Glück streben, das nicht in der Anhäufung von Besitz besteht, Geld, Gold oder in der Macht über andere. Geld wird wieder Mittel zum Zweck sein, und nicht Selbstzweck. Wir werden unser eigenes Glück in dem Glück unserer Mitmenschen finden. Wir werden eine Perspektive haben, die weit über den Horizont unseres eigenen Seins hinausgeht. Wir werden die Zukunft unserer Kinder im Blick behalten, und alle unsere Entscheidungen so treffen das sie – und damit auch wir – eine Zukunft haben. In dieser Welt wird kein Platz mehr sein für Ausbeutung, Krieg, Gewalt, Armut, Hunger, Krankheit und frühzeitigen Tod.

… Wenn ich von zukünftigen gesellschaftlichen Systemen Rede, dann rede ich nicht von Kapitalismus, Sozialismus / Kommunismus. Monarchien sind ein Auslaufmodell, und totalitäre und autokratische Diktaturen jeder Art gehören imho sowieso auf die Müllhalde der Geschichte. Ich rede von einer demokratischen Gesellschaft, die sich aus etwas wie einer sozialen Marktwirtschaftexternal link herausentwickelt – das deutsche Modell fände ich – weitsichtig reformiert – eine solide Grundlage auf der sich aufbauen lässt. Zu wünschen wäre, das sich die Vielzahl der heute vorherrschenden weltweiten Herrschaftsformen, Staatsformen und Regierungssysteme mit der Zeit reduziert und harmonisiert, und zu mehr miteinander statt gegeneinander führt.

Das wäre mein höchst persönlicher Wunsch für die Zukunft der Welt, und von mir aus können wir jetzt anfangen die Gegenwart entsprechend zu gestalten.

Ich danke für deine Aufmerksamkeit - Carsten