Atomkraft, ja bitte?

In Social Media geht derzeit mal wieder die Angst um, das uns die Energie ausgeht, und das uns nur die saubere und sichere Atomkraft, und billiges Gas aus Russland vor dem wirtschaftlichen Niedergang retten kann. Das Ganze wird garniert mit den Slogans: Regenerative Energien sind Teufelszeug! Weg mit dem Ökofaschismus! Wie viel Sinn es macht, sich ausgerechnet von Russland abhängig machen zu wollen erschließt sich mir nicht: Das ist ein Land, das derzeit von einem Diktator besetzt ist, der gerade seinen Nachbarn Ukraine überfällt , und scheinbar prinzipiell was gegen das dekadente und moralisch verkommene Europa hat.

Halten wir fest:

Eine Gesellschaft braucht Energie – eine Industriegesellschaft braucht viel Energie. Es ist also eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe genügend Energie zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig die Abhängigkeiten von anderen Ländern zu minimieren. Auf der anderen Seite sollte man sich vielleicht auch so aufstellen das man möglichst wenig Energie verschwendet und möglichst energieeffizient produziert. Um Wettbewerbsfähig produzieren zu können sollte die Energie so günstig sein wie es nur geht.

Was braucht eine Gesellschaft noch? Na, zumindest eine intakte Umwelt die sie möglichst nicht oder so wenig wie möglich krank macht – und zwar nach derzeit besten Wissen und Gewissen. Das sollte ja immer ein Abwägen sein: der gesamtgesellschaftliche Nutzen versus Schaden/Gefahren. Wo gehobelt wird fallen Späne – das wird sich nie ganz vermeiden lassen – oder sagen wir besser: nach dem momentanen Stand der Wissenschaft und Technik nicht.

Ich muss mir also dringend mal den Stand der Dinge klar machen. Dafür Blicke ich erst mal zurück, um zu verstehen wo das alles her kommt:

Kleine Geschichte der Energiegewinnung

  • Die 1. Industrielle Revolution (ab ca. 1780)

    • Die treibenden Kräfte waren…
      • Erfindung und Einsatz der Dampfmaschine
      • Mechanisierung der Textilindustrie, zB. mechanischer Webstuhl
      • Der Bau von Eisenbahnen und die Nutzung von Kohle als Hauptenergiequelle.
    • Damit ging im Grunde das ganze Drama los.
  • Die 2. Industrielle Revolution (ab ca. 1870/1880) - Das Zeitalter der Elektrizität.

    • Die Geschichte der Stromgewinnung in Deutschland begann Ende des 19. Jahrhunderts - also circa 100 Jahre später - und wandelte sich von kleinen, privaten Kraftwerken hin zu einem riesigen, vernetzten System, das heute mitten in der Energiewende steckt. 12

    • Die Anfänge (1866 – 1900)

      • Die Erfindung des Dynamo. Im Jahr 1866 entdeckte Werner von Siemens das dynamoelektrische Prinzip. Er baute eine Maschine, die Bewegung in Strom umwandeln konnte – den ersten modernen Generator. 34
      • Die Erfindung der Glühbirne. Als Thomas Edison um 1880 die Glühbirne massentauglich machte, wollten die Menschen Licht. Das erste öffentliche Kraftwerk Deutschlands ging 1884 in Berlin an den Start, um Lampen zum Leuchten zu bringen. 56
      • Inselnetze: Zu Beginn erzeugte jede Fabrik oder jedes Stadtviertel ihren eigenen Strom mit kleinen Dampfmaschinen oder Wasserkraftwerken. Diese Netze waren komplett voneinander getrennt. 23789
    • Kohle und Megavorhaben (1900 – 1945)

      • Das Zeitalter der Kohle. Um viel Strom für die wachsende Industrie zu erzeugen, setzte Deutschland voll auf Kohle. Riesige Kohlekraftwerke wurden in der Nähe von Bergwerken gebaut, vor allem im Ruhrgebiet. 410
      • Das Verbundnetz entsteht. Man merkte schnell, dass der Stromtransport über weite Strecken mit Wechselstrom viel besser funktioniert als mit Edisons Gleichstrom. Große Energiekonzerne gründeten sich und verknüpften die Kraftwerke über weite Leitungen miteinander. 251112
    • Wirtschaftswunder und Atomkraft (1945 – 1990)

      • Wirtschaftswunderzeit: Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Wirtschaft rasant. Jedes Haus bekam Kühlschränke, Fernseher und Waschmaschinen. Der Strombedarf explodierte. 13
      • Der Einstieg in die Kernenergie: In den 1960er- und 1970er-Jahren baute Deutschland die ersten Atomkraftwerke. Sie galten damals als modern, sauber und unerschöpflich, um die riesigen Mengen Grundlaststrom (Strom, der rund um die Uhr da ist) zu liefern. Man war stolz darauf mit einer hochkomplexen Technik die Atomkraft gebändigt zu haben. Die Zukunft sah man durch eine rosarote Brille: Atomar! Zudem zeigte sich schon damals die problematische Nähe zwischen ziviler und militärischer Nutzung von Kerntechnik: Die Reaktoren lieferten praktischischer Weise Material zum Bau von weiteren Atombomben. 1415
      • Unterschied BRD und DDR: Während im Westen große Konzerne (wie RWE) das Sagen hatten, wurde die Stromerzeugung in der DDR staatlich gelenkt. Dort feuerte man Kraftwerke extrem stark mit heimischer Braunkohle an.
    • Die Energiewende (seit 1990)

      • 1990 und verstärkt im Jahr 2000 mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) änderte Deutschland seine Richtung komplett. Strom aus Wind, Sonne und Biomasse wurde gesetzlich gefördert.
      • Nach der Katastrophe im japanischen Fukushima beschloss Deutschland den Ausstieg aus der Kernenergie. Die letzten deutschen Atomkraftwerke wurden im April 2023 endgültig abgeschaltet.
      • Mittlerweile stammt weit mehr als die Hälfte des deutschen Stroms aus erneuerbaren Energien. Windräder an Land und auf dem Meer sowie riesige Solaranlagen sind heute die wichtigsten Stromlieferanten des Landes. 1617181920

Atomkraft entpuppte sich als extrem risikobehaftet, das ewig strahlende Müllproblem kann bei allen Bemühungen bis heute nicht gelöst werden, teuer ist der Strom, wenn man ehrlich rechnet, und abhängig von “Schurkenstaaten” ist man auch. In Summe alles nicht so toll.

Zusammengefasst

EpocheWichtigste StromquelleReichweite der Netze
Ab 1880Kleine Dampfmaschinen & WasserräderLokale Inselnetze (nur für wenige Straßen/Fabriken)
Ab 1900Steinkohle und BraunkohleRegionale Netze verbinden Städte
Ab 1960Kohle und KernenergieDeutschlandweites Verbundnetz entsteht
HeuteWindkraft, Solarenergie, Erdgas und KohleEuropäisches Stromnetz (stark vernetzt mit Nachbarländern)

Arten von Kraftwerken

Was haben wir denn überhaupt im Angebot?

Eine Übersicht der wichtigsten Kraftwerksarten, von den ältesten Technologien bis zu den modernen Systemen:

  1. Wasserkraftwerk (Laufwasser & Speicher)

    • Seit 1880. Das erste Wasserkraftwerk zur Stromerzeugung ging in England in Betrieb; in Deutschland kurz darauf 1891 mit der berühmten Stromübertragung von Lauffen nach Frankfurt. 2122232425
    • Vorteile:
      • Erzeugt dauerhaft und zuverlässig sauberen Strom (kein CO2).
      • Kann riesige Mengen Energie speichern (bei Pumpspeicherkraftwerken). 26272829
    • Nachteile:
      • Großer Eingriff in die Natur (Fische können blockiert werden, Flüsse werden aufgestaut).
      • Sehr stark vom Wetter und Regenmengen abhängig. 30
  2. Kohlekraftwerk (Steinkohle & Braunkohle)

    • Seit 1884. In diesem Jahr ging das erste öffentliche deutsche Kraftwerk in Berlin an den Start.
      • Vorteile:
        • Kann rund um die Uhr Strom liefern, völlig unabhängig vom Wetter.
        • Liefert extrem große Mengen an Energie für die Industrie. 31
      • Nachteile:
        • Schadet dem Klima extrem durch den Ausstoß von Treibhausgasen (CO2).
        • Der Abbau von Kohle (besonders im Tagebau) zerstört ganze Landschaften. 323334
  3. Gaskraftwerk

    • Seit 1939. Das weltweit erste Gasturbinenkraftwerk wurde in der Schweiz gebaut.
    • Vorteile:
      • Lässt sich extrem schnell an- und abschalten (perfekt, um einzuspringen, wenn der Wind nicht weht).
      • Stößt deutlich weniger CO2 aus als ein Kohlekraftwerk. 35
    • Nachteile:
      • Erdgas ist ein fossiler Brennstoff und oft teuer.
      • Die Förderung und der Transport von Gas können der Umwelt schaden. 363738
  4. Atomkraftwerk (Kernkraftwerk)

    • Seit 1954 (erstes AKW weltweit in der Sowjetunion) bzw. 1961 (erstes deutsches AKW in Kahl). 39
    • Vorteile:
      • Erzeugt gewaltige Strommengen, ohne dabei das Klima mit CO2 zu belasten.
      • Braucht im Vergleich zur Kohle nur sehr wenig Brennstoff (Uran). 404142
    • Nachteile:
      • Radioaktiver Müll strahlt für Hunderttausende von Jahren und es gibt kaum Endlager.
      • Bei einem Unfall (wie in Tschernobyl oder Fukushima) drohen katastrophale Folgen. 43
  5. Gezeitenkraftwerk

    • Seit 1966. In Frankreich wurde an der Flussmündung der Rance das erste große Kraftwerk dieser Art eröffnet. 44
    • Vorteile:
      • Nutzt die unendliche Kraft von Ebbe und Flut (Mondkraft) völlig ohne CO2.
      • Die Gezeiten sind im Gegensatz zum Wind absolut präzise berechenbar.
    • Nachteile:
      • Funktioniert nur an Küsten mit einem sehr hohen Unterschied zwischen Ebbe und Flut.
      • Der Bau im Meer stört die dortigen Tiere und Pflanzen massiv. 4546
  6. Windkraftanlage (Onshore & Offshore)

    • Seit 1887 (erste automatische Windturbine in den USA zur Stromerzeugung). Der echte Boom in Deutschland begann ab 1990.
    • Vorteile:
      • Wind kostet nichts und ist unendlich verfügbar.
      • Extrem klimafreundlich, da im Betrieb überhaupt kein CO2 entsteht.
    • Nachteile:
      • Strom gibt es nur, wenn der Wind weht (Flatterstrom).
      • Manche Menschen stören sich an der Optik in der Landschaft oder dem Geräusch. 47
  7. Solarkraftwerk (Photovoltaik)

    • Seit 1954 (Entwicklung der modernen Solarzelle in den USA). Große Solarparks und Dachanlagen verbreiteten sich in Deutschland ab dem Jahr 2000. 48
    • Vorteile:
      • Kann fast überall installiert werden (auf Hausdächern, Fabriken oder Feldern).
      • Keine beweglichen Teile, dadurch kaum Abnutzung und sehr pflegeleicht.
    • Nachteile:
      • Nachts und bei starker Bewölkung wird kein Strom erzeugt.
      • Die Herstellung der Solarmodule verbraucht viele wertvolle Rohstoffe.

Die Angst vor der Dunkelflaute

Eine Dunkelflaute bezeichnet das gleichzeitige Auftreten von Dunkelheit (keine Solarstromproduktion) und einer Windflaute (kaum Windstromproduktion). In dieser Zeit bricht die Stromerzeugung aus Photovoltaik und Windkraft fast vollständig ein4950515253

  • Kernmerkmale der Dunkelflaute

    • Ist Wetterbedingt: Häufig im Winter bei stabilen Hochdrucklagen (Inversionswetterlagen).
    • Dauert meistens einige Tage, selten bis zu zwei Wochen.
    • Herausforderung dabei:
      • Die Netzstabilität muss trotz fehlender Haupteinnahmequellen der erneuerbaren Energien gesichert werden. 5455495657
  • Wie wird das Stromnetz stabilisiert? Wenn Wind und Sonne ausfallen, springen andere Energiequellen ein, um den Bedarf zu decken: 58

    • Konventionelle Kraftwerke: Biomasse-, Gas- und Kohlekraftwerke sichern die Grundlast.
    • Energiespeicher: Pumpspeicherkraftwerke und Großbatteriespeicher gleichen kurze Einbrüche aus.
    • Stromimporte: Ausgleich über das europäische Verbundnetz aus Nachbarländern.
    • Sektorenkopplung: Nutzung von gespeichertem grünem Wasserstoff in wasserstofffähigen Gaskraftwerken (Zukunftskonzept). 596058
  • Fragen:

    • Wie häufig sind Dunkelflauten in Mitteleuropa im Schnitt?
    • Welche Speichertechnologien bieten die beste Lösung dafür? 61

Irgendwo ist immer Wind

Die Vorstellung stimmt zwar für ganz Europa, aber nicht für Deutschland allein. Bei großen Wetterlagen kann die Windkraft im ganzen Land gleichzeitig fast vollständig einbrechen.

  • Großwetterlagen betreffen das ganze Land. Im Winter gibt es oft riesige Hochdruckgebiete. Diese legen sich wie ein Deckel über ganz Mitteleuropa. Dann ist es von der Nordsee bis zu den Alpen tagelang absolut windstill und neblig.
  • Der Süden hat zu wenig Windkraft. Selbst wenn im Süden ein bisschen Wind weht, stehen die meisten großen Windräder im Norden. 62
  • Fehlende Stromautobahnen. Wenn im Norden Wind weht, reichen die Stromleitungen (Trassen) oft nicht aus, um den Strom komplett in den industriereichen Süden zu transportieren. 63

Das Problem mit den Zahlen

Deutschland benötigt an normalen Wintertagen eine elektrische Leistung von rund 60.000 bis 70.000 Megawatt (MW).

  • Installiert sind mittlerweile weit über 140.000 MW Wind- und Solaranlagen. Sie könnten Deutschland theoretisch locker allein versorgen.
  • Während einer echten Dunkelflaute sinkt deren tatsächliche Leistung aber oft auf unter 2.000 MW – also auf fast null. 64

Die europäische Lösung

Die Idee „irgendwo ist immer Wind“ funktioniert erst, wenn wir ganz Europa betrachten. Wenn in Deutschland Flaute herrscht, weht oft Wind in Spanien, Norwegen oder auf dem Atlantik. Dafür müssen wir jedoch:

  1. Das europäische Stromnetz massiv weiter ausbauen, um diese riesigen Strommengen über Tausende Kilometer zu transportieren.
  2. In Deutschland für die extremen Tage genügend Gaskraftwerke (die später mit Wasserstoff laufen) und Großspeicher als Sicherheitsnetz bereithalten. 6566
  • Fragen:
    • Wie viel Ökostrom nutzt Deutschland aktuell im Jahr trotz solcher Flauten?
    • Wie funktioniert Wasserstoff als Speicher?

Die Stromspeicher

Ein Stromspeicher funktioniert wie ein riesiger Akku für das Stromnetz. Er ist das wichtigste Puzzleteil der Energiewende, weil er Strom rettet, wenn die Sonne stark scheint oder viel Wind weht, und ihn dann abgibt, wenn Flaute herrscht. Hier sind die wichtigsten Arten von Stromspeichern, wie sie funktionieren und wo ihre Stärken und Schwächen liegen:

  1. Batteriespeicher (Chemische Speicher)

    • Funktioniert genau wie beim Smartphone, nur halt ein bisschen größer. Meistens werden Lithium-Ionen- oder moderne Natrium-Ionen-Akkus genutzt. Sie stehen als kleine Boxen in Kellern von Privathäusern oder als riesige Container-Parks im Stromnetz.
    • Vorteile: Reagieren blitzschnell (in Millisekunden), um Netzausfälle zu verhindern. Können flexibel überall aufgestellt werden.
    • Nachteile: Teuer in der Anschaffung. Die Herstellung benötigt wertvolle Rohstoffe und die Akkus altern mit der Zeit.
  2. Pumpspeicherkraftwerk (Mechanische Speicher)

    • Hier wird Wasser als Speicher genutzt. Wenn zu viel Strom da ist, wird Wasser von einem tiefen See den Berg hinauf in ein oberes Becken gepumpt. Wird Strom gebraucht, fließt das Wasser wieder runter und treibt Turbinen an.
    • Vorteile: Kann riesige Mengen Strom über viele Stunden speichern. Extrem langlebige und bewährte Technologie.
    • Nachteile: Man braucht dafür Berge und viel Platz (großer Eingriff in die Natur). In Deutschland gibt es kaum noch geeignete Plätze für neue Anlagen.
  3. Wasserstoff-Speicher (Power-to-Gas)

    • Mit überschüssigem Ökostrom wird Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten (Elektrolyse). Der Wasserstoff wird in großen Tanks oder unterirdischen Höhlen gelagert. Bei Bedarf wird er im Gaskraftwerk oder in einer Brennstoffzelle wieder zu Strom gemacht.
    • Vorteile: Kann Energie über Monate hinweg speichern (perfekt für den Winter). Der Wasserstoff kann auch für Lkw, Flugzeuge oder die Industrie genutzt werden.
    • Nachteile: Sehr hoher Energieverlust (beim Hin- und Herwandeln geht weit mehr als die Hälfte der Energie verloren). Die Anlagen sind technisch kompliziert und noch sehr teuer.
  4. Schwungradspeicher (Kinetische Speicher)

    • Strom treibt einen schweren Zylinder an, der sich in einem Vakuum extrem schnell dreht. Soll Strom zurückgewonnen werden, bremst man das Rad ab, und der Motor wird zum Generator.
    • Vorteile: Hält Millionen von Ladezyklen aus, ohne kaputtzugehen. Gibt die Energie extrem schnell ab.
    • Nachteile: Kann Strom nur für wenige Minuten oder Stunden speichern, da sich das Rad durch minimale Reibung irgendwann von alleine ausdreht.
SpeicherartTypische NutzungSpeicherdauerEffizienz (Wie viel Strom kommt zurück?)
BatterieHausdächer & Kurzzeit-NetzschutzStunden bis TageSehr hoch (ca. 85 – 95 %)
PumpspeicherAusgleich von Tag und NachtTageGut (ca. 75 – 80 %)
WasserstoffDie Rettung für den WinterWochen bis MonateSchlecht (ca. 35 – 40 %)
SchwungradSchutz vor StromausfällenSekunden bis MinutenHoch (ca. 85 %)

Frage: Wie weit ist Deutschland beim Ausbau der Speicher?

Enerie Transportieren

Um Strom von den Kraftwerken zu den Verbrauchern zu transportieren, nutzen wir ein riesiges Stromnetz. Da man Strom nicht einfach in Paketen verschicken kann, fließt er wie Wasser durch ein riesiges System aus Leitungen, das über ganz Deutschland und Europa gespannt ist - einfach ausgedrückt.

Die vier Netzebenen

Damit der Strom auf dem Weg über Hunderte von Kilometern nicht verloren geht, wird er mit extrem hoher Spannung (ähnlich wie starker Wasserdruck) auf die Reise geschickt.

  1. Das Übertragungsnetz (Die “Strom-Autobahnen”)
    • Spannung: Höchstspannung (220.000 bis 380.000 Volt).
    • Aufgabe: Transportiert riesige Strommengen über ganz lange Strecken quer durch Deutschland – zum Beispiel Windstrom von der Nordsee in den Süden.
    • Form: Die großen, gut sichbaren Gittermasten mit den dicken Leitungen.
  2. Das Regionalnetz (Die “Bundesstraßen”)
    • Spannung: Hochspannung (110.000 Volt).
    • Aufgabe: Verteilt den Strom an große Fabriken, Städte oder Landkreise.
  3. Das Überlandnetz (Die “Hauptstraßen”)
    • Spannung: Mittelspannung (1.000 bis 30.000 Volt).
    • Aufgabe: Bringt den Strom zu kleineren Fabriken, Krankenhäusern und großen Supermärkten.
  4. Das Ortsnetz (Die “Wohnstraßen”)
    • Spannung: Niederspannung (230 oder 400 Volt).
    • Aufgabe: Das sind die Leitungen, die unter den Gehwegen liegen und den Strom direkt in unsere Steckdose bringen.

Damit der Strom von einer Ebene in die nächste fließen kann, stehen überall Umspannwerke - die kann man sich vorstellen wie große Kreuzungen. Sie regeln die Spannung hoch oder runter – genau wie ein Trafo am Ladekabel des Smartphones.

Wechselstrom gegen Gleichstrom: Die beiden Techniken

  • Wechselstrom (AC): Das ist der normale Strom aus unserer Steckdose. Er ändert ständig seine Richtung. Er lässt sich super einfach in Umspannwerken hoch- und runterregeln. Deshalb besteht fast unser ganzes Netz daraus.
  • Gleichstrom (DC): Strom aus Batterien oder Solaranlagen fließt immer nur in eine Richtung. Auf extrem langen Strecken verliert Gleichstrom viel weniger Energie als Wechselstrom. Deshalb nutzt man heute die HGÜ (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung) für neue, riesige Stromtrassen.

Die Vor- und Nachteile der Transportwege

  • Über der Erde: Oberleitungen (Freileitungen)
    • Vorteile: Sehr günstig zu bauen und leicht zu reparieren, wenn mal ein Blitz einschlägt. Die Luft kühlt die Leitungen automatisch.
    • Nachteile: Sieht in der Landschaft nicht schön aus. Kann bei starkem Sturm oder Schneelast beschädigt werden.
  • Unter der Erde / Erdkabel
    • Vorteile: Unsichtbar und perfekt vor Sturm, Eis und umstürzenden Bäumen geschützt.
    • Nachteile: Extrem teuer beim Verlegen (man muss kilometerlange Gräben buddeln). Wenn ein Kabel kaputtgeht, ist die Fehlersuche unter der Erde sehr schwierig.

Der Netzengpass - Das große Problem der Energiewende

Früher standen die Kohlekraftwerke genau da, wo auch die Fabriken waren zB. im Ruhrgebiet. Heute stehen die riesigen Windparks im windigen Norden, aber die großen Autofabriken und Chemiekonzerne sitzen im Süden (Bayern und Baden-Württemberg).

Da die alten Stromleitungen für diese riesigen Mengen von Nord nach Süd nicht gebaut wurden, kommt es oft zum Stau im Netz. Deutschland baut deshalb aktuell riesige neue Strom-Autobahnen (wie den “SuedOstLink” oder “SuedLink”) als Erdkabel quer durch das Land.

Die Schuldfrage

Das wir in allem nicht weiter sind hat mehere Ursachen: CDU und CSU 676869 - und nicht die Grünen ;-)

  1. Der „Altmaier-Knick“ (oder die Altmaier-Delle)

    • Das beschreibt den dramatischen Einbruch beim Ausbau der Windenergie an Land (Onshore) ab dem Jahr 2017. Benannt ist er nach dem damaligen Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). 686970
    • Bis 2017 boomte die Windkraft in Deutschland. Dann änderte die Bundesregierung die Spielregeln. Statt fester, garantierter Preise für den Strom mussten Firmen plötzlich bei Ausschreibungen mitbieten. Wer den Strom am billigsten anbot, bekam den Zuschlag. 68
    • Die Folgen:
      • Kleine Bürgerwindparks und Genossenschaften kamen mit der Bürokratie nicht klar und stiegen aus.
      • Gleichzeitig wurden die Genehmigungen für neue Windräder extrem kompliziert und dauerten oft viele Jahre.
      • Der Ausbau stürzte um über 80 Prozent ab.
      • In der deutschen Windkraftbranche gingen zwischen 2016 und 2018 fast 40.000 Arbeitsplätze verloren – weit mehr, als damals überhaupt noch in der gesamten Kohleindustrie arbeiteten. 686971
  2. Die CSU mauert (Das bayerische Wind- und Trassen-Dilemma)

    • Die CSU in Bayern hat die Energiewende lange Zeit auf zwei Ebenen massiv blockiert – beim Windstrom vor Ort und beim Durchleiten des Stroms aus dem Norden. 6972
    • Die 10H-Regelung (Der Windkraft-Stopper): Im Jahr 2014 führte die bayerische Landesregierung unter der CSU eine Abstandsregel für Windräder ein. Ein Windrad musste fortan den zehnfachen Abstand seiner Höhe zu bewohnten Häusern einhalten. Bei modernen, 200 Meter hohen Windrädern bedeutete das: 2 Kilometer Mindestabstand. Da Bayern dicht besiedelt ist, gab es schlagartig so gut wie keine Flächen mehr. Der Windkraftausbau in Bayern brach komplett zusammen – zeitweise wurden im ganzen Bundesland nur noch ein bis zwei Windräder pro Jahr gebaut. Erst durch massiven Druck vom Bund wurden diese Regeln ab Ende 2022 schrittweise gelockert. 6773747576
    • Widerstand gegen die „Monster-Stromtrassen“: Als es darum ging, die Strom-Autobahnen (wie den SuedLink) vom windigen Norden in den industriereichen Süden zu bauen, blockierte die CSU die ursprünglichen Pläne für Freileitungen massiv. Man wollte keine Gittermasten in der bayerischen Landschaft sehen. Die CSU setzte durch, dass die Leitungen stattdessen als Erdkabel unter die Erde verlegt werden müssen. 7778

Durch das Durchsetzen der Erdkabel mussten die kompletten Trassen neu geplant werden. Das hat den Netzausbau um viele Jahre verzögert und die Kosten um viele Milliarden Euro nach oben getrieben, die heute alle Stromkunden über die Netzentgelte mitbezahlen müssen. 7879 Weil der Strom aus dem Norden wegen der fehlenden Trassen im Süden oft nicht ankommt, müssen im Süden regelmäßig teure Gaskraftwerke anspringen, während im Norden die Windräder wegen Netzüberlastung abgeschaltet werden.

Der Zauber der Atomkraft

  1. Die grenzenlose Atom-Euphorie

    • In den 1950er- und 1960er-Jahren gab es weltweit eine riesige Begeisterung für alles, was mit Atomkraft zu tun hatte - wird oft auch als „Atom-Euphorie“ bezeichnet. Man glaubte felsenfest daran, dass Atomenergie alle Probleme der Menschheit lösen würde. 808182
    • Strom sollte so billig und unerschöpflich werden, dass man ihn gar nicht mehr messen muss. Motto: „Too cheap to meter“ – zu billig, um dafür eine Rechnung zu schreiben.
    • Ingenieure planten damals ernsthaft atomgetriebene Autos (wie den Ford Nucleon), Atomeisbrecher und sogar Flugzeuge mit Minireaktoren. 818384
    • Es gab damals in den USA tatsächlich Spielzeug-Experimentierkästen für Kinder - wie das Gilbert U-238 Atomic Energy Lab, die echtes, schwach radioaktives Uran enthielten. Aus heutiger sicht irre. 8185
  2. Die „friedliche Nutzung“ als Beruhigungspille

    • Nach den schrecklichen Abwürfen der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki im Jahr 1945 hatte die Menschheit panische Angst vor einem Atomkrieg. 8286
    • Im Jahr 1953 hielt US-Präsident Dwight D. Eisenhower eine berühmte Rede vor den Vereinten Nationen mit dem Titel „Atoms for Peace“ (Atome für den Frieden)external link . 8788
    • Man wollte der Welt zeigen, dass diese gewaltige Kraft nicht nur zerstören, sondern der Menschheit auch dienen kann. Das war psychologisch enorm wichtig, um das schlechte Gewissen zu beruhigen und die Akzeptanz in der Bevölkerung zu sichern. Auch in Deutschland schwärmten Politiker und Medien damals vom „atomaren Feuer“ für den Wohlstand. 868789
  3. Wie praktisch: Material für Atombomben

    • Hinter der friedlichen Fassade gab es von Anfang an eine ganz handfeste militärische Verknüpfung – die sogenannte Nukleare Proliferation (Weiterverbreitung von Atomwaffen). 9091
    • Die allerersten Atomreaktoren weltweit in den USA, Großbritannien und der Sowjetunion wurden nicht gebaut, um Strom zu erzeugen. Sie wurden gebaut, um Plutonium herzustellen. Plutonium entsteht automatisch als Abfallprodukt im Kernreaktor, wenn Uran gespalten wird. Dieses Plutonium ist der wichtigste Sprengstoff für moderne Atombomben. 929394
    • Für die Supermächte im Kalten Krieg war die zivile Atomkraft die perfekte Tarnung. Man konnte den Bürgern sauberen Strom versprechen und gleichzeitig in denselben oder leicht abgewandelten Reaktoren (wie den berüchtigten „Schnellen Brütern“ oder den sowjetischen RBMK-Reaktoren) das Material für das atomare Wettrüsten gewinnen. 869295

Erst in den 1970er-Jahren dämmerte den Menschen almählich das die Unfälleexternal link und der ganze Atommüll ein größeres Problem sein könnte. 909697

Die Kosten der Atomkraft

Das Strom aus Atomkraft billig und sicher ist, ist eine Märchenerzählung.

Das Endlager Asse

Im ehemaligen Salzbergwerk Asse II (Niedersachsen) lagern ca. 126.000 Gebinde (rund 47.000 Kubikmeter). Es handelt sich um ein jetzt marodes, absaufendes Atommülllagerexternal link , das als atomare Altlast gilt. Der Müll besteht überwiegend aus Fässern, Betongefäßen und verpackten Abfällen, die zwischen 1967 und 1978 dort eingelagert wurden. 9899100101102

Die Einrichtung der Schachtanlage Asse II als Atommülllager dauerte weniger als drei Jahre. Es gab damals keine langwierige wissenschaftliche Suche nach dem besten Standort, sondern es musste im Zuge der einsetzenden „Atom-Euphorie“ extrem schnell eine billige Lösung her. Die Chronologie dieser rasanten Einrichtung zeigt, wie unvorbereitet und leichtfertig damals agiert wurde:

Vom Salzbergwerk zum Atommüll-Debakel

  1. Die Suche und der Start (1964 – 1967)

    • 1964: Die “Suche”: Die Bundesregierung suchte nach einer schnellen Lösung für den Atommüll der ersten Forschungsreaktoren. Man hielt Salzstöcke damals für absolut sicher. Lange gesucht wurde nicht: Die Wahl fiel sofort auf die stillgelegte Salzmine Asse II in Niedersachsen.
    • 1965: Der Kauf: Die staatliche “Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung” (GSF) kaufte die Grube für gerade einmal 700.000 D-Mark.
    • 1967: Die erste Einlagerung: Im April 1967 wurden die ersten Fässer mit schwachradioaktivem Müll in die Asse gebracht. Offiziell wurde das Ganze als “Forschungsbergwerk” deklariert, um strenge Atomgesetze und Sicherheitsprüfungen zu umgehen.
  2. Der laufende Betrieb (1967 – 1978)

    • 1972: Der erste mittelradioaktive Müll: Ab jetzt wurden auch gefährlichere Abfälle eingelagert, bei denen die Fässer nur noch per Fernbedienung bewegt werden durften.
    • 1975 – 1978: Wildes Reinkippen: Weil es schnell gehen musste, stapelte man die Fässer am Ende nicht mehr ordentlich. Man kippte sie mit Radladern einfach über Böschungen, woraufhin viele Fässer aufplatzten.
    • 1978: Das Ende der Einlagerung: Wegen neuer Gesetze endete die Erlaubnis zur Einlagerung. Bis dahin wurden ca. 126.000 Fässer radioaktiver Müll in die Asse geschafft.
  3. Das Vertuschen und die Risse (1988 – 2008)

    • 1988: Der Wassereinbruch: Die Betreiber bemerkten, dass täglich etwa 12.000 Liter Grundwasser in die Mine sickerten. Wasser ist der absolute Todfeind eines Salzbergwerks, da es das Salz auflöst und die Mine instabil macht. Dies wurde der Öffentlichkeit jahrelang verschwiegen.
    • 1990er-Jahre: Vertuschung: Kritische Berichte von Geologen wurden ignoriert oder schöngeredet. Es wurde behauptet, die Asse sei absolut trocken und sicher.
    • 2008: Der Skandal fliegt auf: Medien deckten auf, dass in der Asse seit Jahren radioaktiv belastetes Wasser steht. Der Druck wurde so groß, dass die Betreibergesellschaft ausgetauscht wurde und das Bundesamt für Strahlenschutz übernahm.
  4. Die Wende und die bittere Erkenntnis (2010 – heute)

    • 2010: Die Rückhol-Entscheidung: Die Regierung musste offiziell zugeben: Die Asse ist einsturzgefährdet. Das Gesetz wurde geändert. Es wurde beschlossen, dass der gesamte Müll wieder herausgeholt werden muss (Rückholung), weil das Risiko einer Verseuchung des Grundwassers zu hoch ist.
    • 2013: Das Lex Asse: Ein eigenes Gesetz wurde beschlossen, um die Bürokratie zu beschleunigen, damit die Bergung schneller beginnen kann.
    • 2020er-Jahre bis heute: Planen und Warten: Bis heute wurde kein einziges Fass geborgen. Es müssen erst ein neuer Bergungsschacht gebaut, Spezialroboter entwickelt und ein oberirdisches Zwischenlager errichtet werden.

Das bittere Fazit

  • Die Einrichtung (Suche bis erste Einlagerung) dauerte gerade einmal 3 Jahre (1964–1967).
  • Die Folgen beschäftigen uns nun schon seit Jahrzehnten. Experten schätzen, dass die tatsächliche Bergung des Mülls nicht vor den 2030er- oder gar 2040er-Jahren beginnen kann. Die Kosten dafür werden auf mehrere Milliarden Euro geschätzt und vom Steuerzahler getragen.

Was ist drin?

Der Inhalt setzt sich wie folgt zusammen:

  • Radioaktiver Abfall: Knapp 16.000 Fässer enthalten stark gefährlichen mittelradioaktiven Müll, der Rest ist schwachradioaktiver Müll. Darunter befinden sich mindestens neun Kilogramm Plutonium.
  • Typische Materialien: Der Müll umfasst Filter, Metallschrott, Papier, Laborabfälle, Bauschutt, Holz, Schlämme und Mischabfälle.
  • Verursacher: Etwa 50 % des Mülls stammen aus dem ehemaligen Forschungszentrum Karlsruhe, 20 % aus Kernkraftwerken und 10 % aus Jülich. 100103104105

Da Wasser in das Bergwerk eindringt und die radioaktive Substanz gefährdet, hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) die gesetzliche Aufgabe, den Atommüll vollständig zurückzuholen. Ausführliche Informationen zur Bergung und den aktuellen Arbeiten finden Sie auf den offiziellen Seiten der  BGEexternal link  und des  Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE)external link100101106

  • Fragen:
    • Historische Hintergründe der Einlagerung in den 1970er Jahren?
    • wie schaut das mit der geplanten Rückholung und die damit verbundenen Herausforderungen aus?

Von Befürwortern neuer Kernkraftanlagen wird gern mal behauptet, dass die Asse nix mit Kernkraft zu tun hat. Da liegen Medizinische Abfälle, und man solle sich doch stattdessen bei den Krankenhäusern beschweren. Nun ja:

Die Schachtanlage Asse II ist ein ziemlich marodes Atommüll-Endlager und keine normale Müllhalde für Hausmüll oder gewöhnlichen Krankenhausabfall 107

Allerdings befinden sich unter den dort gelagerten radioaktiven Abfällen auch medizinische Abfälle, die jedoch alle eine Gemeinsamkeit haben: Sie sind radioaktiv kontaminiert. 108109

Hier ist die genaue Aufteilung, um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen:

Kein normaler Müll, sondern ein nukleares Endlager

  • Reines Atommülllager: In der Asse liegen ausschließlich schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus der Atomindustrie, der Forschung und der Medizin. 110111112113
  • Keine normale Müllhalde: Gewöhnlicher Hausmüll, Plastikabfälle oder chemische Giftstoffe ohne radioaktive Belastung wurden dort nie legal eingelagert.

Welche medizinischen Abfälle liegen in der Asse?

In der Medizin wird Radioaktivität für Diagnosen (z. B. Röntgen, Szintigrafie) und Krebstherapien genutzt. Die in der Asse gelagerten medizinischen Abfälle stammen aus Krankenhäusern und Laboren und umfassen: 114115

  • Kontaminierte Werkzeuge: Spritzen, Kanülen und Laborgeräte.
  • Verbrauchsmaterialien: Radioaktiv belastete Schutzkleidung, Handschuhe, Tupfer und Laborkittel.
  • Tierkadaver: Überreste von Versuchstieren aus der medizinischen und nuklearen Forschung, die mit radioaktiven Isotopen behandelt wurden. 116

Warum ist das heute ein Problem?

Da diese Abfälle unsauber dokumentiert und in normalen Metallfässern versenkt wurden, rosten die Behälter durch das eindringende Wasser in der Asse durch. Es handelt sich um eine der größten nuklearen Altlasten Deutschlands. 99

  • Fragen:
    • Wie hoch der Anteil der medizinischen Abfälle im Vergleich zum Atommüll aus Kernkraftwerken?
    • Wie bedrohen die radioaktiven Stoffe heute die Umwelt und das Grundwasser?

Welcher Müll aus Atomkraftwerken liegt in der Asse?

Aus Atomkraftwerken stammt ein erheblicher Teil des Mülls. 117118

Laut den offiziellen Berichten der  Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE)external link  stammen rund 20 Prozent aller dort gelagerten Müllfässer direkt aus dem Betrieb von Kernkraftwerken. 105117

Es handelt sich dabei nicht um die hochradioaktiven, glühend heißen Brennstäbe (die kommen in Castor-Behälter). Stattdessen lagern die AKW-Betreiber dort ihre Schlämme. Filteranlagen, die das Kühlwasser in den Reaktoren sauber halten, fangen Radioaktivität auf und strahlen danach selbst. 117

  • Bauschutt und Schrott: Kontaminierte Metallteile, Rohre, Ventile oder Werkzeuge, die bei Reparaturen in den Kraftwerken ausgetauscht wurden. 117118
  • Verbrauchsmaterial: Massenhaft Schutzkleidung, Masken, Plastikfolien und Putztücher, die im inneren Kontrollbereich der Kraftwerke genutzt wurden.

Die drei großen Hauptverursacher des Mülls

Die Betreiber der Asse II stellten die Schachtanlage ab 1971 offiziell als Sammellager für ganz Deutschland zur Verfügung. Die Fässer stammen zu: 119

  1. ca. 50 % aus dem Forschungszentrum Karlsruhe (inklusive einer Versuchsanlage zur Wiederaufarbeitung von Atommüll).
  2. ca. 20 % direkt von den Betreibern deutscher Kernkraftwerke.
  3. ca. 10 % aus dem Forschungszentrum Jülich.
  4. Der Rest verteilt sich auf die Medizin, die Industrie und andere Labore. 105117105

Zusammenfassend: Die Energiekonzerne haben die Asse in den 1970er Jahren intensiv genutzt, um den im Alltag ihrer Atomkraftwerke anfallenden Müll kostengünstig unter die Erde zu bringen. 120

  • Fragen:
    • Aus welchen  deutschen Atomkraftwerken wurde Müll dorthin gebracht?
    • Wie will die BGE diesen Mix aus Kraftwerks- und Forschungsabfällen heute wieder herausholen?

Der stark radioaktive Müll - Die Castoren

In Deutschland stehen die hochradioaktiven CASTOR-Behälter in 16 staatlich genehmigten Zwischenlagern. Da es in Deutschland noch kein dauerhaftes atomares Endlager gibt, verbleiben die Behälter vorerst an diesen oberirdischen Standorten. 121122123

Man unterscheidet dabei zwischen dezentralen Lagern direkt an den (ehemaligen) Kraftwerken und großen, zentralen Lagern. 121

1. Dezentrale Zwischenlager (direkt an den Atomkraftwerken)

Um riskante Transporte quer durch das Land zu minimieren, wurde ab den 2000er-Jahren gesetzlich festgelegt, dass der Atommüll direkt dort gelagert werden muss, wo er entsteht. An den Standorten der mittlerweile abgeschalteten Kernkraftwerke stehen heute Hunderte Castoren: 121124125

  • Norddeutschland: Brokdorf, Brunsbüttel, Grohnde, Krümmel, Unterweser
  • Westdeutschland: Lingen
  • Süddeutschland: Isar (bei Landshut), Grafenrheinfeld, Gundremmingen, Neckarwestheim, Philippsburg
  • Mitte/Ostdeutschland: Biblis 125

Hinweis zu Rücktransporten aus dem Ausland: Deutschland war verpflichtet, Atommüll aus der früheren Wiederaufarbeitung in Frankreich und England zurückzunehmen. Diese Castoren wurden auf die Kraftwerks-Zwischenlager aufgeteilt (zB. nach  Biblis im Jahr 2020external link , nach Isar im Frühjahr 2025 und zuletzt im Juni 2026 nach Brokdorf). 122124126127

2. Zentrale Zwischenlager (Sammellager)

Diese Hallen wurden gebaut, um Atommüll aus verschiedenen Quellen (auch aus der Forschung und kleineren Reaktoren) zentral zu bündeln: 121128129

  • Gorleben (Niedersachsen): Das bekannteste Lager. Die dortige Salzgrube wurde als Endlager aufgegeben, aber das oberirdische Zwischenlager beherbergt weiterhin 113 Castoren mit hochradioaktivem Müll. 125130131
  • Ahaus (Nordrhein-Westfalen): Hier lagern unter anderem Brennelemente aus kleineren Forschungsreaktoren und dem ehemaligen Kraftwerk Hamm-Uentrop. 129132
  • Lubmin / Zwischenlager Nord (Mecklenburg-Vorpommern): Nimmt vor allem den Atommüll aus den stillgelegten DDR-Kernkraftwerken Greifswald und Rheinsberg auf. 125133

3. Forschungsstandorte (Sonderlager)

  • Jülich (Nordrhein-Westfalen): Am dortigen Forschungszentrum lagern 152 Castoren aus einem alten Versuchsreaktor. Da das Lager die modernen Sicherheitsanforderungen nicht mehr erfüllte, begann im  Frühjahr 2026 die schrittweise Räumungexternal link  und der Abtransport der Behälter in das Zwischenlager Ahaus. 134135136

Details zu den genauen Belegungszahlen und Sicherheitskonzepten der einzelnen Hallen stellt das  Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE)external link  offiziell bereit. 121

Frage: Warum dürfen die Castor-Behälter nicht ewig in diesen oberirdischen Hallen stehen bleiben?

Wer zahlt die Zeche?

Die Kosten für die Zwischenlagerung und die endgültige Entsorgung des Atommülls in Deutschland teilen sich der Staat (die Steuerzahler) und die Betreiber der Kernkraftwerke. 137

Wer genau was bezahlt, wurde im Jahr 2017 durch einen historischen “Atompakt” gesetzlich geregelt.

1. Die Energiekonzerne zahlten einen Milliarden-Fonds

Die Betreiber der Atomkraftwerke (E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall) mussten für die Zwischen- und Endlagerung bezahlen. 138139140

2. Der Staat (und damit der Steuerzahler) trägt das Risiko

Mit der Zahlung der 24 Milliarden Euro haben sich die Energiekonzerne von der rechtlichen Verantwortung für die Lagerung freigekauft. 144

  • Verantwortung beim Bund: Die Zwischenlager und die Suche nach einem Endlager liegen nun komplett in staatlicher Hand. Die Hallen werden von der staatlichen  BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerungexternal link  betrieben. 144145
  • Das Nachschuss-Risiko: Reichen die 24 Milliarden Euro (plus Zinsen) in den nächsten Jahrzehnten nicht aus, muss der Staat die restlichen Kosten aus Steuergeldern zuzahlen. Die Konzerne können nicht mehr zur Kasse gebeten werden. 146

3. Sonderfall: Wer zahlt für die Sanierung der Asse?

Die Asse II ist eine teure Ausnahme. Da es sich um eine staatliche Forschungs-Altlast aus den 1960er und 70er Jahren handelt, greift der Deal mit den Energiekonzernen hier nicht vollständig. 147

  • Kosten trägt der Bund: Die Milliardensummen für das Abpumpen des Wassers und die geplante, extrem komplizierte Rückholung des Mülls aus der Asse bezahlt komplett der Steuerzahler über den Bundeshaushalt.

  • Fragen:

    • Wie viel Geld liegt aktuell im staatlichen KENFO-Fonds?
    • Wie hoch sind die geschätzten Gesamtkosten für das finale Endlager?

Bis in alle Ewigkeit

Der Steuerzahler muss im Grunde für immer zahlen, da ein Atommüll-Endlager für eine Million Jahre sicher sein muss und die bisherigen Rücklagen der Atomkonzerne dafür bei Weitem nicht ausreichen. 148149

Die Kosten und Zahlungszeiträume teilen sich in drei zeitliche Dimensionen auf:

1. Bis zum Jahr 2100: Die akute Phase (ca. 170 Milliarden Euro)

Die Bundesregierung schätzt die Gesamtkosten für die Suche nach einem Endlager, den Bau, die Zwischenlagerung und das spätere Verschließen der Schächte bis zum Ende des Jahrhunderts auf rund 170 Milliarden Euro. 150151152137153

  • Der aktuelle Puffer: Die Konzerne haben 2017 rund 24 Milliarden Euro eingezahlt. Selbst mit den Zinsen und Gewinnen der staatlichen Stiftung deckt dieser Fonds nur einen Bruchteil der erwarteten Summe ab. 137154155
  • Die Steuerzahler-Lücke: Da die Atomkonzerne gesetzlich aus der Haftung entlassen wurden, muss der Staat (also der Steuerzahler) jede Summe, die über das Fondsvolumen hinausgeht, über den Bundeshaushalt ausgleichen. Durch die Verzögerungen bei der Endlagersuche (frühestens 2046 bis 2068 steht ein Standort fest) steigen diese Kosten jedes Jahr drastisch an. 153151151156

2. Dauerkosten für die Asse II (Die nächsten Jahrzehnte)

Die Bergung des maroden Mülls aus der Asse ist ein reines staatliches Sanierungsprojekt. Da es sich um eine Altlast aus der staatlichen Forschung der 1960er/70er Jahre handelt, zahlen Steuerzahler hier ab sofort und kontinuierlich viele Milliarden Euro für das tägliche Abpumpen von Wasser, den Bau des neuen Bergwerks und die spätere Umverpackung des Mülls. 137

3. Für die nächsten Generationen: Ewigkeitstlasten

Ist der Müll erst einmal unter der Erde, ist das Projekt nicht vorbei. Ein Endlager benötigt:

  • Jahrhundertelange Bewachung: Die Schächte und die Erdoberfläche müssen messtechnisch überwacht werden (Ststrahlungsmessungen, Absenkungen des Bodens).
  • Generationenaufgabe: Da hochradioaktiver Müll Hunderttausende Jahre strahlt, entstehen dauerhaft Kosten für die Sicherung der Anlage, die keine Versicherung und kein Konzern der Welt übernehmen kann. Diese “Ewigkeitskosten” verbleiben dauerhaft beim Staat.

Zusammenfassend: Die kommenden Generationen von Steuerzahlern werden noch weit über das Jahr 2100 hinaus für die finanziellen Folgen der Atomkraft aufkommen müssen.

  • Fragen:
    • Warum verzögert sich die Suche nach dem Endlager so massiv?
    • Wie legt die staatliche Stiftung das Geld der Atomkonzerne an? 152

Die neuen Wunder-Reaktoren

Die existieren derzeit fast nur als Konzepte auf dem Papier oder in Testlaboren. Fans versprechen sich davon eine Revolution bei Sicherheit und Atommüll, Experten rechnen aber schon vor das diese Technologien wirtschaftlich unrentabel und zeitlich zu spät für die akute Energiewendeexternal link kommen. 157

Die Diskussion dreht sich vor allem um zwei große Trends in der Kerntechnik:

  1. SMRs (Small Modular Reactors): Diese Mini-Meiler sind deutlich kleiner als klassische Atomkraftwerke. Sie sollen standardisiert in Fabriken in Serie gebaut und wie Bausätze per Lkw oder Schiff geliefert werdenexternal link . Das soll die Bauzeiten drastisch verkürzen. 157158159160161
  2. Generation IV (Fortschrittliche Technologien): Diese Reaktoren nutzen zur Kühlung kein Wasser, sondern flüssiges Salz, Natrium oder Helium. Berühmte Beispiele sind Flüssigsalzreaktorenexternal link oder der Natrium-Reaktor von Bill Gates’ Firma TerraPowerexternal link . 157162163164165

Die Entwickler versprechen radikale Verbesserungen gegenüber alter Atomkraft:

  • Keine Kernschmelze mehr: Durch physikalische Gesetze (passive Kühlung) sollen sich die Systeme im Notfall selbst herunterkühlen, ohne dass Strom von außen nötig ist. 157
  • Atommüll verwerten: Schnelle Reaktoren sollen in der Lage sein, einen Teil langlebiger radioaktiver Stoffe als Brennstoff zu nutzen. Das könnte bestimmte Abfallströme verringern, löst das Endlagerproblem aber nicht vollständig. 157163
  • Vielseitige Nutzung: Neben Strom könnten sie extrem hohe Wärme für die Industrie erzeugen oder Tech-Giganten direkt mit Energie für KI-Rechenzentren versorgen. 157

Wissenschaftliche Analysen und Wirtschaftsberichte wie der World Nuclear Industry Status Reportexternal link dämpfen die Euphorie: 166167

Beachte: Einige der zitierten Quellen in diesem Abschnitt sind Medien- oder Kommentarformate und keine Primärstudien.

  • Zu teuer: Damit Fabriken für Mini-AKWs wirtschaftlich arbeiten, müssten tausende identische Reaktoren bestellt werden. Aktuell schätzen Forscher den Strompreis aus SMRs auf 18 bis 50 Cent pro Kilowattstunde – Windstrom kostet dagegen oft nur 5 bis 10 Cent.
  • Zu spät: Die meisten Konzepte stecken in der Entwicklung. Erste echte kommerzielle Anlagen in Ländern wie Kanada oder Großbritannien werden frühestens für den Zeitraum 2030 bis 2034 erwartet. Für den aktuellen Klimaschutz kommen sie somit zu spät.
  • Müllproblem bleibt: Studien zeigen, dass manche SMR-Konzepte pro erzeugter Stromeinheit sogar deutlich mehr und schwerer zu handhabenden Atommüllexternal link produzieren könnten als klassische Großkraftwerke.
  • Unbekannte Risiken: Flüssiges Natrium brennt sofort, wenn es mit Luft oder Wasser in Berührung kommt. Flüssigsalz greift die Leitungen extrem chemisch an (Korrosion). Diese Probleme sind seit Jahrzehnten ungelöst. 157168169170171

Die Dinger werden daher oft spöttisch „Power-Point-Reaktoren“ oder „Smart Marketing Reactors“external link genannt, weil das Marketing den realen technischen Fortschritten weit voraus ist. 168169

Versteht mich nicht falsch: Ich finde Grundlagenforschung wichtig - auch auf dem Gebiet. Nicht immer muss dabei was wirtschaftlich verwertbares raus kommen. Es reicht halt das daran geforscht wird, und neue Erkentnisse gewonnen werden. Das ist ein legitinmes Ziel von Wissenschaft und Forschung ;-)

Gegenrechnung für Photovoltaik und Windkraft

Kosten

Das fehlt noch.

Umweltverschmutzung durch regenerative Energie

Das fehlt noch.

Das Fazit

Fehlt auch noch.

Fußnoten


  1. https://de.wikipedia.orgexternal link  ↩︎

  2. https://www.youtube.comexternal link  ↩︎ ↩︎ ↩︎

  3. https://www.tuev-nord.deexternal link  ↩︎ ↩︎

  4. https://geschichte-s-h.deexternal link  ↩︎ ↩︎

  5. https://www.fischerfutureheat.deexternal link  ↩︎ ↩︎

  6. https://www.verivox.deexternal link  ↩︎

  7. https://www.youtube.comexternal link  ↩︎

  8. https://link.springer.comexternal link  ↩︎

  9. https://www.solarenergie.deexternal link  ↩︎

  10. https://www.lwl.orgexternal link  ↩︎

  11. https://www.next-kraftwerke.deexternal link  ↩︎

  12. https://www.verbund.comexternal link  ↩︎

  13. https://www.sozialgeschichte.chexternal link  ↩︎

  14. https://media.frag-den-staat.deexternal link  ↩︎

  15. https://www.zukunftsstandort-deutschland.deexternal link  ↩︎

  16. https://de.wikipedia.orgexternal link  ↩︎

  17. https://de.wikipedia.orgexternal link  ↩︎

  18. https://www.bundeswirtschaftsministerium.deexternal link  ↩︎

  19. https://www.destatis.deexternal link  ↩︎

  20. https://www.dw.comexternal link  ↩︎

  21. https://www.bpb.deexternal link  ↩︎

  22. https://de.wikipedia.orgexternal link  ↩︎

  23. https://www.interconnector.deexternal link  ↩︎

  24. https://wasserenergie.nrwexternal link  ↩︎

  25. https://www.schule-bw.deexternal link  ↩︎

  26. https://www.yello.deexternal link  ↩︎

  27. https://www.rww.deexternal link  ↩︎

  28. https://de.wikipedia.orgexternal link  ↩︎

  29. https://www.axpo.comexternal link  ↩︎

  30. https://yedo.atexternal link  ↩︎

  31. https://www.bund.netexternal link  ↩︎

  32. https://www.focus.deexternal link  ↩︎

  33. https://www.kinderweltreise.deexternal link  ↩︎

  34. https://energiemarie.deexternal link  ↩︎

  35. https://www.studysmarter.deexternal link  ↩︎

  36. https://www.co2online.deexternal link  ↩︎

  37. https://volta-energy.comexternal link  ↩︎

  38. https://webenergie.chexternal link  ↩︎

  39. https://www.chemie.deexternal link  ↩︎

  40. https://www.energie-lexikon.infoexternal link  ↩︎

  41. https://www.wir-ernten-was-wir-saeen.deexternal link  ↩︎

  42. https://www.sofatutor.comexternal link  ↩︎

  43. https://www.bussgeldkatalog.orgexternal link  ↩︎

  44. https://de.wikipedia.orgexternal link  ↩︎

  45. https://oncourse.uni-bremen.deexternal link  ↩︎

  46. https://energie-strom.comexternal link  ↩︎

  47. https://energy-nest.comexternal link  ↩︎

  48. https://financeimpulse.deexternal link  ↩︎

  49. https://www.next-kraftwerke.deexternal link  ↩︎ ↩︎

  50. https://www.energieforschung.deexternal link  ↩︎

  51. https://www.duda.newsexternal link  ↩︎

  52. https://www.tagesschau.deexternal link  ↩︎

  53. https://www.wiwo.deexternal link  ↩︎

  54. https://42technology.chexternal link  ↩︎

  55. https://xpert.digitalexternal link  ↩︎

  56. https://www.agrarheute.comexternal link  ↩︎

  57. https://www.gridx.aiexternal link  ↩︎

  58. https://www.thepioneer.deexternal link  ↩︎ ↩︎

  59. https://www.enpal.deexternal link  ↩︎

  60. https://www.wattline.deexternal link  ↩︎

  61. https://www.inexogy.comexternal link  ↩︎

  62. https://www.mdr.deexternal link  ↩︎

  63. https://www.instagram.comexternal link  ↩︎

  64. https://www.youtube.comexternal link  ↩︎

  65. https://www.youtube.comexternal link  ↩︎

  66. https://www.businessinsider.deexternal link  ↩︎

  67. https://de.wikipedia.orgexternal link  ↩︎ ↩︎

  68. https://www.photovoltaik-angebotsvergleich.deexternal link  ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎

  69. https://www.youtube.comexternal link  ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎

  70. https://www.oedp.deexternal link  ↩︎

  71. https://www.youtube.comexternal link  ↩︎

  72. https://www.sueddeutsche.deexternal link  ↩︎

  73. https://www.spiegel.deexternal link  ↩︎

  74. https://kommunalwiki.boell.deexternal link  ↩︎

  75. https://www.wind-energie.deexternal link  ↩︎

  76. https://www.bayerische-staatszeitung.deexternal link  ↩︎

  77. https://www.facebook.comexternal link  ↩︎

  78. https://sr2cleanenergy.comexternal link  ↩︎ ↩︎

  79. https://www.bayern-innovativ.deexternal link  ↩︎

  80. https://www.fr.deexternal link  ↩︎

  81. https://ecotrinova.deexternal link  ↩︎ ↩︎ ↩︎

  82. https://www.youtube.comexternal link  ↩︎ ↩︎

  83. https://www.ardsounds.deexternal link  ↩︎

  84. https://en.wikipedia.orgexternal link  ↩︎

  85. https://de.wikipedia.orgexternal link  ↩︎

  86. https://www.researchgate.netexternal link  ↩︎ ↩︎ ↩︎

  87. https://atomkraftwerkeplag.fandom.comexternal link  ↩︎ ↩︎

  88. https://www.nuklearforum.chexternal link  ↩︎

  89. https://www.swr.deexternal link  ↩︎

  90. https://en.wikipedia.orgexternal link  ↩︎ ↩︎

  91. https://www.herder.deexternal link  ↩︎

  92. https://www.reddit.comexternal link  ↩︎ ↩︎

  93. https://pubs.rsc.orgexternal link  ↩︎

  94. https://www.focus.deexternal link  ↩︎

  95. https://www.facebook.comexternal link  ↩︎

  96. https://www.ndr.deexternal link  ↩︎

  97. https://www.srf.chexternal link  ↩︎

  98. https://de.wikipedia.orgexternal link  ↩︎

  99. https://www.scinexx.deexternal link  ↩︎ ↩︎

  100. https://www.youtube.comexternal link  ↩︎ ↩︎ ↩︎

  101. https://www.base.bund.deexternal link  ↩︎ ↩︎

  102. https://www.ndr.deexternal link  ↩︎

  103. https://www.bge.deexternal link  ↩︎

  104. https://www.greenpeace.deexternal link  ↩︎

  105. https://www.bundesumweltministerium.deexternal link  ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎

  106. https://www.om-online.deexternal link  ↩︎

  107. https://www.ndr.deexternal link  ↩︎

  108. https://archiv.bge.deexternal link  ↩︎

  109. https://hildesheimer-presse.deexternal link  ↩︎

  110. https://www.tierschutzpartei.deexternal link  ↩︎

  111. https://www.bge.deexternal link  ↩︎

  112. https://www.zeit.deexternal link  ↩︎

  113. https://www.badische-zeitung.deexternal link  ↩︎

  114. https://www.asse-watch.deexternal link  ↩︎

  115. https://www.energieinfo.deexternal link  ↩︎

  116. https://www.entsorgung-niederrhein.deexternal link  ↩︎

  117. https://en.wikipedia.orgexternal link  ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎

  118. https://archiv.bge.deexternal link  ↩︎ ↩︎

  119. https://www.base.bund.deexternal link  ↩︎

  120. https://www.bayern-innovativ.deexternal link  ↩︎

  121. https://www.base.bund.deexternal link  ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎

  122. https://bgz.deexternal link  ↩︎ ↩︎

  123. https://de.statista.comexternal link  ↩︎

  124. https://www.youtube.comexternal link  ↩︎ ↩︎

  125. https://www.base.bund.deexternal link  ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎

  126. https://rueckfuehrung.bgz.deexternal link  ↩︎

  127. https://rueckfuehrung.bgz.deexternal link  ↩︎

  128. https://zwischenlager.infoexternal link  ↩︎

  129. https://mlz-garching.deexternal link  ↩︎ ↩︎

  130. https://www.spiegel.deexternal link  ↩︎

  131. https://www.deutschlandfunkkultur.deexternal link  ↩︎

  132. https://zwischenlager.infoexternal link  ↩︎

  133. https://de.wikipedia.orgexternal link  ↩︎

  134. https://www.bundesumweltministerium.deexternal link  ↩︎

  135. https://www.gns.deexternal link  ↩︎

  136. https://www.wirtschaft.nrwexternal link  ↩︎

  137. https://de.wikipedia.orgexternal link  ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎

  138. https://taz.deexternal link  ↩︎

  139. https://www.sueddeutsche.deexternal link  ↩︎

  140. https://www.braunschweiger-zeitung.deexternal link  ↩︎

  141. https://www.wiwo.deexternal link  ↩︎

  142. https://www.base.bund.deexternal link  ↩︎

  143. https://www.bundesumweltministerium.deexternal link  ↩︎

  144. https://www.tagesspiegel.deexternal link  ↩︎ ↩︎

  145. https://landwirtschaft.hessen.deexternal link  ↩︎

  146. https://www.agrarheute.comexternal link  ↩︎

  147. https://oekonews.atexternal link  ↩︎

  148. https://www.tagesschau.deexternal link  ↩︎

  149. https://www.deutschlandfunk.deexternal link  ↩︎

  150. https://www.deutschlandfunk.deexternal link  ↩︎

  151. https://www.base.bund.deexternal link  ↩︎ ↩︎ ↩︎

  152. https://www.bundesumweltministerium.deexternal link  ↩︎ ↩︎

  153. https://www.zeit.deexternal link  ↩︎ ↩︎

  154. https://de.wikipedia.orgexternal link  ↩︎

  155. https://background.tagesspiegel.deexternal link  ↩︎

  156. https://www.berliner-zeitung.deexternal link  ↩︎

  157. https://www.tagesschau.deexternal link  ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎ ↩︎

  158. https://www.deutschlandfunk.deexternal link  ↩︎

  159. https://www.youtube.comexternal link  ↩︎

  160. https://www.faz.netexternal link  ↩︎

  161. https://www.stern.deexternal link  ↩︎

  162. https://www.base.bund.deexternal link  ↩︎

  163. https://www.youtube.comexternal link  ↩︎ ↩︎

  164. https://www.welt.deexternal link  ↩︎

  165. https://www.ausgestrahlt.deexternal link  ↩︎

  166. https://www.worldnuclearreport.orgexternal link  ↩︎

  167. https://www.worldnuclearreport.orgexternal link  ↩︎

  168. https://kulturjoker.deexternal link  ↩︎ ↩︎

  169. https://podcasts.apple.comexternal link  ↩︎ ↩︎

  170. https://www.focus.deexternal link  ↩︎

  171. https://www.global2000.atexternal link  ↩︎