Symbole und Metaphern

Zuletzt geändert: 4. Oktober 2020
Geschätzte Lesezeit: 52 min

Sym­bo­le und Meta­phern fin­den sich in vie­len Bil­dern. Hier ist auch immer der Kon­text zu beach­ten. Jede Kul­tur, jede Epo­che hat ihre unter­schied­li­che Inter­pre­ta­tio­nen… der Kon­text in dem sie ver­wen­det wer­den ist also immer wich­tig, wenn ich Sym­bo­le benut­zen will. 

„…in dem Augen­blick, wo ein Frem­der, der Leser, sich die­sem Text nähert, regen die­se Sinn­bil­der Gedächt­nis und Phan­ta­sie an, und Sym­bol wie Meta­pher öff­nen Fens­ter, Türen, Tore in gan­ze Uni­ver­sen von Bedeu­tung. Jeder kann sich das her­aus­neh­men, was er hin­ein­zu­le­gen bereit ist. Der Dich­ter setzt gewis­ser­ma­ßen nur die Samen in den Acker, ern­ten muß man selbst…“ 

Jür­gen von Schneidt, aus “Kurz­ge­schich­ten schrei­ben” (ama­zon)

Unterschiede zwischen den Begriffen

Zwi­schen den Begrif­fen gibt es Unter­schie­de und Gemein­sam­kei­ten, aus­ser­dem gibt es noch wei­te­re Begrif­fe in dem Zusam­men­hang, die ich hier gleich mit beleuchte. 

  • Bei­de Begrif­fe wer­den oft syn­onym benutzt
  • Es sind Sinnbilder
  • Meta­pher
    • Ver­kürz­ter bild­haf­ter Vergleich
    • regt Gedächt­nis und Phan­ta­sie an
    • grie­chisch: meta pho­ra, Her­an­tra­gen bzw. Übertragung 
    • Meta­pho­risch bedeu­tet “im über­tra­ge­nen Sinne…”
    • funk­tio­niert nur auf Grund­la­ge von Ahn­lich­keit und Assoziationen
    • Ersetzt die eigent­li­che Vor­stel­lung durch eine, die ihr ähn­lich ist.
    • Weni­ger ratio­na­les Ver­glei­chen zwei­er Gegen­stands­be­rei­che, mehr Zusam­men­brin­gen von Aus­ein­an­der­lie­gen­dem in einem Bild
    • Bei­spie­le: Bären­hun­ger, A ist B.
  • Sym­bol
    • Steht stell­ver­tre­tend für etwas nicht unmit­tel­bar sinn­lich zu Erfassendes.
    • grie­chisch: sym bolon, Zei­chen bzw. Kenn­zei­chen, Erkennungszeichen
    • Kon­kre­te, anschau­li­che Gegen­stän­de / Hand­lun­gen / Sach­ver­hal­te erset­zen abs­trak­te Vor­stel­lun­gen / Erfahrungen.
    • Macht im dar­ge­stell­ten Gegen­stand oder Vor­gang — über sei­ne eigent­li­che Bedeu­tung hin­aus — grö­ße­re Zusam­men­hän­ge sichtbar.
    • Sym­bo­le sind kul­tu­rell ver­an­kert, müs­sen all­ge­mein akzep­tiert sein damit sie wirken
    • Bei­spie­le: Klee­blatt steht für Glück, Herz steht für Liebe.
    • Man kann selbst Sym­bo­le erschaffen
  • Alle­go­rie
    • Sys­te­ma­ti­sier­te Meta­pher, durch Reflek­ti­on zu erschließen.
    • de.wikipedia.org/wiki/Allegorie
    • grie­chisch: ande­re, bzw. ver­schlei­er­te Sprache
    • Kon­kre­te Dar­stel­lung abs­trak­ter Begrif­fe, oft durch Personifikation.
    • Eine Per­son agiert durch Attri­bu­te, Hand­lungs­wei­sen und Reden als Ver­an­schau­li­chung eines abs­trak­ten Begriffs, z. B. einer Tugend oder eines Las­ters. Attri­bu­te sind zB: 
  • Ver­gleich
    • Her­vor­he­bung von Ähn­lich­keit oder Unterschied
    • Ver­gleichs­par­ti­kel: wie, als, …als soll­te, als könn­te, als müss­te, als wäre,…
    • Bei­spie­le: Hun­ger wie ein Bär, A ist wie B.
  • Gleich­nis

Grenzen der Symbole und Metaphern

Es besteht immer die Gefahr das man in der Inhalts­kunst / ein­deu­ti­gen Aus­sa­gen­kunst ver­en­det.  Wenn man zB. einen Inhalt oder ein The­ma ver­packt & teil­wei­se ver­klau­su­liert, um am Ende eine rela­tiv simp­le Ant­wort zu lie­fern, und dann durch ewi­ge Wie­der­ho­lung das The­ma letzt­end­lich totreitet… 

  • Ich kann schnell in die Kli­schee-Fal­le abrut­schen wenn ich Sym­bo­le benutze.
  • Meta­phern und Sym­bo­le soll­ten zur Situation/zum The­ma passen.
  • Sym­bo­le und Meta­phern bit­te nicht zu oft wiederholen.
  • Bei Ver­wen­dung von zu vie­len Sym­bo­len in einem Bild kann ein durch­ein­an­der ver­schie­dens­ter Bedeu­tun­gen ent­ste­hen, die sich ergän­zen, über­la­gern, wider­spre­chen, was eine Inter­pre­ta­ti­on oft erschwert. Das kann natür­lich beab­sich­tigt sein.
  • Wenn ich mei­ne, Sym­bo­le in einem Bild zu erken­nen, müs­sen sie nicht zwangs­läu­fig sym­bo­lisch gemeint sein.
  • Ich kann poten­zi­el­le Sym­bo­le sam­meln und the­ma­tisch ord­nen. Wei­sen meh­re­re in die­sel­be Rich­tung könn­te das ein Hin­weis sein.
  • Ich soll­te Über­in­ter­pre­ta­tio­nen ver­mei­den, also nicht mehr ver­su­chen in ein Bild rein zu inter­pre­tie­ren als da ist. Sie­he auch Bild­be­trach­tung in a Nuts­hell.
  1. Abb. Still­le­ben von Pie­ter Cla­esz — Quel­le: wiki­me­dia.
  2. Abb. Besuch beim Quack­sal­ber von Wil­liam Hogarth (ca. 1743): Attri­bu­te der Bil­dung wer­den in der Sati­re zu Vani­tas-Attri­bu­ten — Quel­le: wiki­me­dia.
  3. Abb. Por­trät des Archäo­lo­gen Johann Joa­chim Winckel­mann 1768: der „spre­chen­de“ Moment des Schrei­bens — Quel­le: wiki­me­dia.
  4. Abb. Still­le­ben von Bal­tha­sar van der Ast — Quel­le: wiki­me­dia.

Sammlung Symbole und Metaphern

Die Samm­lung ist nicht voll­stän­dig, und kann es auch nie­mals sein. Ich ergän­ze, kor­ri­gie­re, und baue sie mit der Zeit aus. Ist ein ziem­lich span­nen­des The­ma. Was mir so unterkommt… 

  • Acht — die Zahl gilt seit alters her als Sym­bol für Erneue­rung, Wie­der­ge­burt und Herrschaft.
  • Acht­eck — ent­spricht dem Sym­bol­ge­halt der Zahl 8. Die Tauf­be­cken alt­christ­li­chen Kir­chen haben des­halb acht­ecki­ge Form, da das Sakra­ment der Tau­fe die Wie­der­ge­burt als Christ sym­bo­li­siert. Die Bedeu­tung des Acht­ecks, als Sym­bol für Herr­schaft, ist bei­spiels­wei­se an der acht­ecki­gen Grund­form der Kai­ser­kro­ne des Hei­li­gen Römi­schen Reichs zu erkennen.
  • Adler — galt seit dem Alter­tum als König der Vögel und Sym­bol für Köni­ge und Göt­ter; auch Sym­bol für den Evan­ge­lis­ten Johan­nes. Der löwen­köp­fi­ge Adler heißt Anzu. Zum Unter­schied von die­sem hat der Greif einen Löwen­kör­per und einen Adlerkopf.
  • Affe — im euro­päi­schen MA wur­den Affen meist mit nega­ti­vem Sym­bol­ge­halt (oft mit einem Spie­gel) wie­der­ge­ge­ben und gal­ten als Sym­bol für Eitel­keit, welt­li­che Begier­de (Lüs­tern­heit), Bos­heit und den gefal­le­nen Engel bzw. besieg­ten Teu­fel (z. B. Maria mit der Meer­kat­ze von Albrecht Dürer). 
    • Die Dar­stel­lung eines Affen, der in eine Frucht beißt, wur­de in der byzan­tin. Kunst als Sym­bol für den Sün­den­fall verwendet. 
    • Wegen sei­ner viel­sei­ti­gen Fähig­kei­ten wird der Affe in Tei­len des Ori­ents als hei­lig verehrt.
    • Im Fer­nen Osten gilt er als Sinn­bild für Weis­heit. Bekannt sind die oft wie­der­ge­ge­be­nen drei Affen, von denen sich einer die Ohren, einer den Mund und der drit­te die Augen zuhält. Die Dar­stel­lung ent­spricht der Devi­se des schin­tois­tisch- bud­dhis­ti­schen Koschin-Fes­tes: “Wir sehen, hören und spre­chen nichts Böses.” Eine beson­ders bekann­te Dar­stel­lung des “Drei-Affen-Motivs” ist die nach 1617 ent­stan­de­ne am Jea­su- Toscho­gun-Tem­pel in Nik­ko, Japan. Affen blie­ben auch spä­ter belieb­te Moti­ve der japa­ni­schen Kunst, etwa in Form aus Elfen­bein geschnitz­ter Net­s­uke oder als Flach­re­li­efs auf Dosendeckeln.
  • Ähren — sie­he Getreideähren.
  • Ähren­g­ar­be, sie­he Getreideähren.
  • Aka­zie — in Mit­tel­meer­län­dern Sym­bol mit der mul­ti­va­len­ten Bedeu­tung von pla­to­ni­scher Lie­be sowie von Leben und Unsterb­lich­keit der Seele.
  • Akan­thus — in Mit­tel­meer­län­dern Sym­bol für Leben und Unsterblichkeit.
  • Ake­lei — die Blu­me wur­de mit dem Hei­li­gen Geist in Ver­bin­dung gebracht, zudem galt sie als Heil­mit­tel. So ver­ab­reich­te man gebä­ren­den Frau­en einen Absud aus Ake­lei­blü­ten. Die A. galt des­halb auch als Sym­bol für die Geburt Christi.
  • Alpha und Ome­ga — die neben­ein­an­der gesetz­ten Buch­sta­ben Alpha und Ome­ga (ers­ter und letz­ter Buch­sta­be des grie­chi­schen Alpha­bets) sym­bo­li­sie­ren Anfang und Ende. Da sie alle ande­ren Buch­sta­ben ein­schlie­ßen, gel­ten sie als Sinn­bild für das All­um­fas­sen­de und zäh­len zu den Sym­bo­len, die im Zusam­men­hang mit Chris­tus Ver­wen­dung fin­den (Chris­tus­mo­no­gramm, Buchstabensymbolik).
  • Alrau­ne — Sym­bol für Emp­fäng­nis, Frucht­bar­keit und die “Gro­ße Mut­ter” Kybe­le. Eine Rol­le spiel­te die Alrau­ne auch im Hexen­kult sowie im Zusam­men­hang mit Emp­fäng­nis und Frucht­bar­keit (Alrau­ne).
  • Amboss — Sym­bol für die Erschaf­fung des Alls. In Ver­bin­dung mit einem Ham­mer ver­sinn­bild­licht der Amboss das weib­li­che Prin­zip bei der Ent­ste­hung des Alls.
  • Amsel — wegen ihres locken­den Tiri­lie­rens Sym­bol der Ver­su­chung des Flei­sches. Das schwar­ze Feder­kleid wur­de mit dem Teu­fel in Zusam­men­hang gebracht, so etwa bei Dar­stel­lun­gen des hl. Benedikt.
  • Angel — die Falsch­heit wird in alten Schrif­ten oft durch einen Mann mit Angel, Schlin­ge oder Netz, bis­wei­len in Beglei­tung eines Fuch­ses, personifiziert.
  • Anker — Sym­bol der Hoff­nung. Bis cir­ca 300 ver­wen­de­ten die Chris­ten auf Grä­bern die Dar­stel­lung eines Ankers als Sym­bol für die Zuge­hö­rig­keit zum christ­li­chen Glauben.
  • Apfel — seit der Anti­ke Sym­bol für Frucht­bar­keit und Unsterb­lich­keit (Äpfel der Hesperiden).
    • Auch die alt­nor­di­sche Göt­tin Idu­na hüte­te Äpfel, die ewi­ge Jugend verliehen.
    • Im kel­ti­schen Sagen­kreis war der Apfel Sym­bol für Erkennt­nis und über­lie­fer­tes Wis­sen. Die Form der Äpfel wur­de mit den weib­li­chen Brüs­ten ver­gli­chen, das Kern­ge­häu­se (bei der Län­ge nach durch­schnit­te­nen Äpfeln), mit der Vulva. 
    • Der Apfel galt des­halb seit alters her als Sym­bol sinn­li­cher Rei­ze und Begier­den, im Zusam­men­hang mit der Ver­su­chung von Adam und Eva im Para­dies durch die Schlan­ge als Ver­kör­pe­rung der Erb­sün­de. Seit dem 11. Jh. ist der Apfel in der christ­li­chen Sym­bo­lik auch Zei­chen der Erlö­sung von der auf dem Sün­den­fall basie­ren­den Erb­sün­de. In die­sem Sinn wird der oft dar­ge­stell­te Apfel in der Hand Mari­as gedeu­tet, eben­so die Äpfel am weih­nacht­li­chen Christbaum.
    • Auf Still­le­ben ver­sinn­bild­licht ein Wurm oder eine Flie­ge in Ver­bin­dung mit einem Apfel die heils­ge­schicht­li­che Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen Gut und Böse.
    • Der Reichs­ap­fel ver­kör­pert als Teil der Insi­gni­en die Erd­ku­gel. Er ist ein Sym­bol der Herrscherwürde.
  • Arche — Sym­bol für die christ­li­chen Kir­che (Arche Noah).
  • Arma Chris­ti — “Die Waf­fen Chris­ti”, die Lei­dens­werk­zeu­ge, ver­sinn­bild­li­chen die Pas­si­on Chris­ti und sind Sym­bo­le für die Erlö­sung der Mensch­heit durch den Tod des Got­tes­soh­nes (Arma Chris­ti, Passionswerkzeuge).
  • Asche — Sym­bol für Ver­gäng­lich­keit und Tod; in der kath. Kir­che z. B. das Aschen­kreuz am Aschermittwoch.
  • Äsku­lap­stab — Sym­bol der Mediziner.
  • Äsku­lap­stab — mit Schlan­ge und Scha­le, altes Stan­des­zei­chen der Apotheker.
  • Aspis — die unter den Füßen Chris­ti und Mari­as dar­ge­stell­te Viper (lat. aspis) ist das Sym­bol des besieg­ten Bösen. Vgl. Schlan­ge. Aspisviper.
  • Auge — Sym­bol für Wach­sam­keit und All­wis­sen­heit. Alte rus­si­sche Schmuck­käst­chen sind häu­fig mit Vogel­au­gen­de­kor ver­ziert, einem in der Volks­kunst ver­wur­zel­ten Augen-Motiv, als Sym­bol für Wach­sam­keit. Die Ster­ne wur­den oft als Augen der Göt­ter bezeich­net (Drei­fal­tig­keit­sau­ge).
  • Aus­ter — seit dem 17. Jh. auf Still­le­ben als “vagi­na­les Zei­chen” anzu­se­hen. ver­glei­che Muschel.
  • Axt, Dop­pel­axt — wie der Ham­mer Sym­bol für Auto­ri­tät und Donner.
  • Axt und Stä­be­bün­del — von den Römern über­nom­me­nes Sym­bol für Gerichts­bar­keit (Fascis).

  • Bal­da­chin — Sym­bol für Macht und Wür­de der Geist­lich­keit und welt­li­cher Herrscher.
  • Ball — stell­ver­tre­tend für Son­ne und Mond sowie für Unbe­stän­dig­keit. Die Glücks­göt­tin For­tu­na wird oft mit einem Ball wie­der­ge­ge­ben, als Sym­bol der Unbeständigkeit.
  • Bän­der, altes Sym­bol für Obrig­keit. Die bei­den als Inful bezeich­ne­ten Bän­der der Mitra gehen auf die­sen Sym­bol­ge­halt zurück.
  • Ban­ner — Herr­schafts­zei­chen, Sym­bol für Sieg. Ekkle­sia und der Erz­engel Micha­el tra­gen als Zei­chen des Sie­ges ein Ban­ner oder eine Kreuzfahne.
  • Bär — Wahr­zei­chen des zwei­ten der vier Welt­rei­che des Alter­tums (per­si­sches König­reich), spä­ter des Zaren­reichs. Als Sym­bol­tier im Chris­ten­tum meist nega­tiv gedeu­tet als Sinn­bild für das Böse und das Las­ter (Sin­nes­lust), in dem Zusam­men­hang in der roma­ni­schen Bau­plas­tik oft ver­wen­det. Seit dem Spät­MA wur­de die Bärin mit posi­ti­ven Aspek­ten bedacht. Weil sie im Früh­jahr nach dem Win­ter­schlaf allein mit dem Jun­gen erscheint (ohne männ­li­ches Tier), galt sie manch­mal als Sym­bol­tier für die Jung­fräu­lich­keit Marias.
  • Bart — Sym­bol für Alter, Weis­heit und Wür­de sowie für Männ­lich­keit und Stär­ke. Erfolg­rei­che Män­ner wur­den frü­her immer mit star­kem Bart­wuchs dar­ge­stellt, auch wenn dies in Wirk­lich­keit nicht zutraf.
  • Basi­lisk — Sym­bol für den Tod und den Anti­christ (Teu­fel).
  • Beiz­jagd — Dar­stel­lun­gen der Jagd mit dem Fal­ken gal­ten als Sym­bol für höfi­sche Lebensweise.
  • Besen — in alten Kul­tu­ren oft Sym­bol für Rei­ni­gung. Im MA wur­den Besen an Dächer gena­gelt, um Gewit­ter­wol­ken weg­zu­keh­ren. Der Sym­bol­ge­halt des Volks­glau­bens über­trug sich auch auf Sprich­wör­ter (“vor der eige­nen Tür keh­ren”, “mit eiser­nem Besen keh­ren”, usw.) Im MA oft Sinn­bild für Hexen­zau­ber (Hexe, auf Besen reitend).
  • Berg — Sym­bol für die Nähe Got­tes. Moses bekam die Geset­zes­ta­feln am Berg Sinai. 
    • Der Olymp galt als Sitz der olymp. Götter. 
    • Der Berg steht als Syn­onym für alles schwe­re, unüber­wind­li­che im Leben?
  • Bie­ne — Tier mit ganz ver­schie­de­nen Symbolgehalten. 
    • Die Bie­ne gilt als Pro­to­typ des Fleißes.
    • Das MA sah in den Bie­nen die See­len von Ver­stor­be­nen. Von Bie­nen zu träu­men wur­de als Todes­ah­nung gedeutet. 
    • Da man im MA annahm, dass Bie­nen zur Ent­ste­hung ihrer Brut selbst nichts bei­tra­gen, son­dern sie von Blu­men ein­sam­meln, gal­ten sie auch als Sym­bol für Jung­fern­früch­tig­keit und Keusch­heit. Maria wird des­halb in alten Schrif­ten mit einem Bie­nen­stock ver­gli­chen. Die­se Sym­bo­lik über­trug sich auch auf das Bie­nen­wachs, wor­auf in Exsul­te­trol­len Bezug genom­men wird.
    • Weil Wild­bie­nen jedes Früh­jahr nach der Win­ter­ru­he (in Erd­höh­len usw.) wie­der auf­tau­chen, gel­ten sie auch als Sym­bol für die Auf­er­ste­hung und Unsterb­lich­keit. Durch ihr Zusam­men­le­ben im Bie­nen­stock auf engs­tem Raum ver­sinn­bild­li­chen Bie­nen das Prin­zip der Ordnung.
  • Bie­nen­korb — Sym­bol für die Kir­che und für Maria.
  • Blät­ter — grün, altes Sym­bol für Wachs­tum und Wohl­stand, für Erneue­rung und Vege­ta­ti­on. Efeu- und Wein­blät­ter gel­ten manch­mal auch als Sym­bol für Frucht­bar­keit. Sie wer­den oft gemein­sam mit dem Vege­ta­ti­ons­gott Dio­ny­sos wie­der­ge­ge­ben. In der christ­li­chen Kunst ver­sinn­bild­li­chen Drei­pass und Drei­blatt (Klee) die Drei­fal­tig­keit, Vier­pass und Vier­blatt (Klee) das Kreuz und die vier Evangelien.
  • Blät­ter — welk, auf Still­le­ben Sym­bol für Tod und Trauer.
  • Blatt­kranz — Sym­bol für den Sieg, vgl. Lor­beer (Olym­pi­sche Spiele).
  • Blau — Sym­bol für die Far­be des Him­mels. Der Man­tel Mari­as ist des­halb stets blau wie­der­ge­ge­ben und Blau war auch die lit­ur­gi­schen Far­be der Mess­ge­wän­der bei Marienfesten.
  • Blitz — als Zei­chen ver­sinn­bild­licht der Blitz Ver­der­ben und Ver­nich­tung, als Sym­bol für die männ­li­che Zeu­gungs­kraft auch Leben.
  • Blu­men­kranz — Blu­men und Kräu­ter erfreu­ten sich schon früh gro­ßer Wertschätzung. 
    • Schön­heit, Duft und Heil­wir­kung spiel­ten dabei eine Rol­le. Oft wur­de auch eine Ver­bin­dung zwi­schen “hei­len” und “hei­lig” hergestellt.
    • Die grie­chi­sche Dich­te­rin Sap­pho sag­te schon: “Mit Blu­men bekränzt, erfreust du die Göt­ter; sie wen­den sich ab, opferst du unbekränzt.”
    • Blu­men­krän­ze gal­ten als Sym­bol der guten Mäch­te. Sie soll­ten vor Dämo­nen schüt­zen und ihnen den Ein­tritt ins Haus verwehren.
    • Auch den Toten wer­den Krän­ze zum Schutz vor bösen Mäch­ten mitgegeben.
    • Glei­che Sym­bo­lik wie Kreis.
  • Bock — der Zie­gen­bock mit sei­nem stark aus­ge­präg­ten Geschlechts­trieb wur­de in der Anti­ke mit sexu­el­ler Akti­vi­tät und Frucht­bar­keit in Ver­bin­dung gebracht. Glei­ches galt auch für bock­ar­ti­ge Misch­ge­stal­ten wie Pan und Satyr.
    • Das MA inter­pre­tier­te den alten Sym­bol­ge­halt grund­sätz­lich nega­tiv und brach­te ihn mit Frau Welt, der Luxu­ria sowie mit Teu­fel und Hexen in Zusam­men­hang. Hexen sind oft auf einem Bock zum Bocks­berg rei­tend dargestellt.
    • Der Aus­druck “Sün­den­bock” geht auf fol­gen­den Inhalt mit­tel­al­ter­li­che Bild­zy­klen zurück: Moses ver­füg­te, dass die Israe­li­ten beim all­jähr­li­chen Ver­söh­nungs­fest zwei Zie­gen­bö­cke als “Sünd­op­fer” ver­wen­de­ten. Ein Tier soll­te geschlach­tet und als Feu­er­op­fer ver­brannt, das zwei­te sym­bo­lisch mit den Sün­den der Juden bela­den und in die Wüs­te geschickt werden.
  • Bogen beim Lie­bes­gott Amor sind Bogen und Pfei­le Hin­wei­se auf Frucht­bar­keit und männ­li­che Zeu­gungs­kraft. Bei Dia­na wird der Bogen in alten Schrif­ten auch mit der Form der Mond­si­chel in Ver­bin­dung gebracht (sie­he auch Regenbogen)
  • Bren­nen­der Dorn­busch — Sym­bol für Gott und auch für Maria (Dorn­busch, brennender).
  • Bril­le — Sym­bol für Mäßig­keit (Tem­pe­r­an­tia). Eine Bril­le ohne Bril­len­trä­ger sym­bo­li­siert den Tod? Ahn­lich wie beim Glas (Vani­tas Symbol).
  • Brot und Wein — in der christ­li­chen Kunst Sym­bol für die Eucha­ris­tie.
  • Brun­nen — Sym­bol des Lebens.
    • Auf spät­an­ti­ken Sar­ko­pha­gen ist der Brun­nen als Quell des Lebens am Fuße des Lebens­baums wie­der­ge­ge­ben. Hier liegt der Aus­gangs­punkt für die spä­te­ren Legen­den vom Jung­brun­nen, der ewi­ges Leben und ewi­ge Jugend spen­den soll. 
    • Der Brun­nen ver­sinn­bild­licht auch das Prin­zip der Läu­te­rung und Reinigung. 
    • Vor allem im Klas­si­zis­mus waren Dar­stel­lun­gen von Brun­nen als Lie­bes­pfand und Ver­lo­bungs­sym­bol gebräuch­lich. Sei­nem Sym­bol­ge­halt nach wird der Brun­nen meist dem weib­li­chen Prin­zip zugeordnet.
    • Im jüd. Kul­tus ist der Brun­nen ein Sym­bol für die Tho­ra (Brun­nen).
  • Buch — Sym­bol für Weis­heit und Wissenschaften.
    • Teil­wei­se zer­ris­se­ne Bücher gel­ten bei Still­le­ben als Vanitas-Motiv.
    • Buch geöff­net — Sym­bol für das Buch des Lebens.
  • Buchs­baum — als immer­grü­nes Gewächs Sym­bol für Leben und ewi­ges Leben, daher auf Fried­hö­fen angepflanzt.
  • Buch­sta­ben Alpha und Ome­ga — der ers­te und der letz­te Buch­sta­be des grie­chi­schen Alpha­bets, sym­bo­li­sie­ren Anfang und Ende sowie Gott. (Gema­trie, Buch­sta­ben­mys­tik).
  • Bund­schuh — über den Knö­chel rei­chen­der, mit Rie­men geschnür­ter gro­ber Schuh. Er war das Feld­zei­chen der Bau­ern in den dt. Bau­ern­auf­stän­den des 15./16. Jh. Das gro­be Schuh­zeug stand in kras­sem Gegen­satz zur extra­va­gan­ten Schuh­mo­de von Adel und Bür­ger­tum (Schna­bel­schu­he).

  • Cadu­ceus — Sym­bol des Han­dels, Stab mit zwei Schlan­gen am Ober­teil (Herold­stab, Kerykeion).
  • Chry­san­the­me — in Chi­na und Japan Sinn­bild für Glück und lan­ges Leben. Der strah­len­för­mi­gen Anord­nung der Blü­ten­blät­ter wegen auch Sym­bol für die Son­ne und das japan. Kai­ser­haus. Als Fol­ge des Japo­nis­mus kam das Chry­san­the­men-Motiv zur Zeit des Jugend­stils auch in Euro­pa in Mode.
  • Cupi­do
    • mit erho­be­ner Fackel, Sym­bol für Leben.
    • mit zu Boden gerich­te­ter Fackel, Memen­to mori Symbol
  • Del­phin — Sym­bol für Apol­lon. Er wur­de von den Mino­ern als Herr der Del­phi­ne ver­ehrt (“Apol­lon Del­phi­ni­os”). Auch Sinn­bild des Weib­li­chen, mög­li­cher­wei­se wegen der Ähn­lich­keit der griech. Wör­ter del­phis, “Del­phin”, und del­phys, “Schoß”.
  • Dolch — altes Sym­bol für den Phallus.
  • Dop­pel­axt — ver­sinn­bild­licht Voll­kom­men­heit; viel­fach als Sym­bol der Ver­bin­dung des Him­mels mit der Erd­göt­tin ver­wen­det. In dem Zusam­men­hang sind die bei­den Schnei­den der Axt nicht plan, son­dern abge­run­det, um die Run­dung der Erde und des Him­mels­ge­wöl­bes zu sym­bo­li­sie­ren. (Vgl. Doppelaxt).
  • Dorn — der Sta­chel im Fleisch galt als Sym­bol für die Erb­sün­de (Dorn­aus­zie­her im MA).
  • Dorn­busch, bren­nen­der — Sym­bol für Gott und für Maria, bren­nen­der Dornbusch
  • Dose — Ver­kör­pe­rung des weib­li­chen Prinzips.
  • Dra­pe­rie — Sym­bol der Herr­schaft, des Feudalherrn.
  • Drei­blatt — das so genann­te Lebens­kraut, der Klee, wur­de durch die Drei­zahl mys­tisch ver­klärt und Sym­bol für die Drei­fal­tig­keit (sie­he auch Erdbeerblatt)
  • Drei­eck — Drei­fal­tig­keits-Sym­bol, Drei­fal­tig­keit
  • Drei­zack — in der west­li­chen Welt, Sym­bol und Attri­but des Meer­got­tes. In Indi­en, Sym­bol und Attri­but des Got­tes Schi­wa als Ver­sinn­bild­li­chung der drei Prin­zi­pi­en: Schöp­fung, Sein und Zerstörung.
  • Dru­den­fuß — fünf­za­cki­ger Stern, posi­ti­ves Sym­bol mit unheil­ab­wen­den­der Wir­kung (Pen­ta­gramm).

  • Eber — zum Unter­schied von dem weib­li­chen Schwein, das stets in Form des Haus­schweins wie­der­ge­ge­ben wird und Wol­lust sym­bo­li­siert, wird der Eber in der Bil­den­den Kunst meist als Wil­d­e­ber (Kei­ler) dar­ge­stellt. Abge­se­hen von der Sexua­li­tät, galt der Kei­ler im alten Grie­chen­land als gefähr­lichs­tes Wild und als Inbe­griff unge­zü­gel­ter Natur­kraft (Ery­mant­hi­scher Eber, Kaly­do­ni­scher Eber).
  • Efeu — Sym­bol für vege­ta­ti­ve Kräf­te, Frucht­bar­keit und Sinn­lich­keit, d. h. für dio­ny­si­sche Lebens­wei­se (Dio­ny­sos).
  • Ei — Sym­bol der Geburt, des Ursprungs der Schöp­fung, auch Hin­weis auf die Auf­er­ste­hung Chris­ti und dadurch auf die Erlö­sung (Oster­ei). Obwohl Eier im Volks­glau­ben viel­fach mit Potenz und Sexua­li­tät in Ver­bin­dung gebracht wer­den, spielt die­se Sym­bo­lik in der Bil­den­den Kunst kei­ne Rol­le. Als Nega­tiv-Sym­bol gilt das Ei des Basilisken.
  • Eibe — da das harz­freie Holz, die Nadeln und Samen der Eibe gif­tig sind, wird der Nadel­baum von Schäd­lin­gen gemie­den und kann Jahr­hun­der­te alt wer­den. Die Eibe gilt daher als Sym­bol für Unsterb­lich­keit und wur­de seit alten Zei­ten auf Fried­hö­fen gepflanzt.
  • Eiche — da der Baum dem Volks­glau­ben nach Blit­ze anzieht, wur­de er zum Sym­bol der Göt­ter Jupi­ter, Zeus und Donar.
  • Eichel­hä­her — der Vogel warnt mit sei­nem Geschrei die Tie­re des Wal­des vor Gefah­ren. Er gehört zu den Raben­vö­geln und gilt wie die­se als Unglücks­bo­te, wenn auch nicht in dem Maße wie Raben­vö­gel mit schwar­zem Federkleid.
  • Eichen­laub — in der Bil­den­den Kunst Sinn­bild der Bestän­dig­keit, da Eichen­holz frü­her als unver­wit­ter­bar galt. Die Sie­ger der Kapi­to­li­ni­schen Spie­le in Rom wur­den mit Eichen­laub geehrt.
  • Eich­hörn­chen — im MA wegen sei­nes roten Fells Sinn­bild des Bösen. Das Eich­hörn­chen galt wie der Fuchs als Beglei­ter des Teu­fels; des­halb sind Eich­hörn­chen auch auf alten Dar­stel­lun­gen der Wil­den Jagd zu sehen.
  • Eidech­se — galt als “unrei­nes” Tier und Ver­kör­pe­rung des Bösen, wie auch Krö­ten, Schlan­gen und Mol­che (Levi­ti­cus 11, 29 ff.).
  • Ein­horn — Sym­bol für das Gute, für Keusch­heit und die Jung­fräu­lich­keit der Mut­ter­got­tes (Ein­horn).
  • Ein­sied­ler — Sym­bol­fi­gur für Welt­ab­ge­schie­den­heit und Frömmigkeit.
  • Ele­fant — Ver­kör­pe­rung der Weis­heit und Sinn­bild für ein gutes Gedächt­nis. Der wei­ße Ele­fant ist das Sym­bol für den Bud­dhis­mus. Im MA galt der Ele­fant als Inbe­griff der Keusch­heit, so heißt es im Phy­sio­lo­gus, der Ele­fant habe kei­ne Lust zur Paa­rung und sei erst nach dem Genuss von Man­dra­go­ra dazu bereit. Er wird dabei mit Adam und Eva ver­gli­chen, die auch erst nach dem Genuss der ver­bo­te­nen Frucht ihr Geschlecht erkannten.
  • Elfen­bein — altes Sym­bol für Bestän­dig­keit und Rein­heit, auch Sinn­bild der Jung­fräu­lich­keit Marias.
  • Elfen­bein­turm — Sym­bol ästhe­ti­sie­ren­der Abge­schie­den­heit, bis hin zu einer über­heb­li­chen oder auch nai­ven Welt­an­schau­ung. Im Chris­ten­tum gilt die “tur­ris ebur­nea” wegen der Abge­schie­den­heit des Zufluchts­or­tes als Sinn­bild für Rein­heit und Keusch­heit und damit auch für die Jung­fräu­lich­keit Marias.
  • Els­ter — Sym­bol­tier für Dieb­stahl und Geschwät­zig­keit (“die­bi­sche Els­ter”, “zän­ki­sche Elster”).
  • Engel — Sym­bol für den Evan­ge­lis­ten Matthäus.
  • Ente — im Ori­ent sym­bo­li­sie­ren zwei Enten die ehe­li­che Gemein­schaft, Ver­bun­den­heit und Treue.
  • Erd­beer­blatt — wie das Klee­blatt, Sinn­bild der Dreifaltigkeit.
  • Erd­beer­blü­ten und Erd­beer­früch­te — mario­lo­gi­sche Pflan­ze und Para­dies­frucht (Spei­se klei­ner Kin­der im Para­dies). Wie das Veil­chen Sym­bol für Beschei­den­heit und Demut der Recht­schaf­fe­nen. Die Früch­te sym­bo­li­sie­ren manch­mal auch sinn­li­ches Ver­lan­gen, wie bei­spiels­wei­se im “Gar­ten der Lüs­te” des nie­der­län­di­schen Malers Hie­ro­ny­mus Bosch.
  • Erd­ku­gel — Sym­bol für die Schöp­fung. In Form des Reichs­ap­fels Zei­chen für den Land­be­sitz von Herrschern.
  • Ere­mit — sie­he Einsiedler.
  • Esel — Tier mit gegen­sätz­li­chen Sym­bol­ge­hal­ten. Einer­seits ver­sinn­bild­licht der Esel die Dumm­heit, ander­seits das Wis­sen um den Wil­len Got­tes (Bileams Ese­lin), die Nähe Got­tes (der Esel im Stall von Beth­le­hem) und die Demut (Jesus ritt am Palm­sonn­tag auf einer Ese­lin in Jeru­sa­lem ein). In der Anti­ke sym­bo­li­sier­te der Esel auch Frucht­bar­keit. Die Römer brach­ten den Esel mit Pria­pus, d. h. mit der Zeu­gungs­kraft in Zusam­men­hang. In der grie­chi­schen Mytho­lo­gie ritt Silen im Gefol­ge des Vege­ta­ti­ons­got­tes Dio­ny­sos auf einem Esel.
  • Essig­schwamm — eines der Sym­bol für die Pas­si­on Chris­ti (Arma Christi).
  • Eule — in der Anti­ke Sym­bol­tier der Göt­tin Athe­ne. Im MA und auch noch danach, als Nacht­vo­gel, der das Licht scheut und unheim­li­che Schreie aus­stößt (Käuz­chen), als Unglücks­brin­ger und Toten­vo­gel ange­se­hen, manch­mal auch als Unter­welts­dä­mon bezeich­net. Wegen ihrer Tag­blind­heit waren die Nacht­vö­gel auch Sym­bol für Dumm­heit und Narr­heit. Gro­ße Eulen (Uhu) gel­ten heu­te meist als Per­so­ni­fi­zie­rung der Weis­heit und Gelehrsamkeit.
  • Evan­ge­lis­ten­sym­bo­le, Engel, Löwe, Stier und Adler — gel­ten als Sinn­bil­der für Mat­thä­us, Mar­kus, Lukas und Johan­nes; gemein­sam sym­bo­li­sie­ren sie Christus.
  • Fächer — Zei­chen der Herr­scher­wür­de. Der Falt­fä­cher gilt als Sinn­bild für die Unbe­stän­dig­keit der Frauen.
  • Fackel
    • gesenkt, gelöscht, Sym­bol für den Tod.
    • hoch­ge­hal­ten, bren­nend, Sym­bol für das Leben.
  • Fah­ne — frü­her besa­ßen Fah­nen haupt­säch­lich mili­tä­ri­schen Sym­bol­wert. Die Fah­ne des Geg­ners zu erobern konn­te die Schlacht ent­schei­den. Eine Son­der­form ist die Kreuz­fah­ne. Heu­te sind Fah­nen vor­wie­gend Staats-Symbol
  • Fal­ke — ähn­li­cher Sym­bol­cha­rak­ter wie der Adler. Im MA ver­sinn­bild­lich­ten Dar­stel­lun­gen mit Jagd­fal­ken (Fal­ken­bei­ze) den Inbe­griff höfi­scher Lebens­art. In der ägyp­ti­schen Mytho­lo­gie ist der Fal­ke die Per­so­ni­fi­ka­ti­on des Got­tes Horus. Heu­te sind die sogen. “Fal­ken” in der Poli­tik die Ver­tre­ter eines har­ten poli­ti­schen Kurses.
  • Falk­ner — Die Dar­stel­lung eines Falk­ners, der mit Hil­fe des so genann­ten Feder­spiels den Jagd­fal­ken aus der Luft zurück­lockt, stellt nach Hen­drik Golt­zi­us (1558–1617) ein Sym­bol für die Luft dar. Im Gegen­satz dazu gilt der auf der Erde Hasen jagen­de Jäger als Per­so­ni­fi­ka­ti­on der Erde.
  • Fan­fa­re — Sym­bol der Fama.
  • Far­ben
    • Grün: Hoff­nung, nicht aufgeben. 
    • Weiß: Von wesent­li­chen Din­gen abgelenkt. 
    • Rot: Lie­be und Lei­den­schaft. Indi­vi­dua­li­tät besit­zen, sich ger­ne von der brei­ten Mas­se abhe­ben, star­kes Selbst­be­wusst­sein besitzen. 
    • Rosa:  Sehn­sucht, Ver­lan­gen nach der Vergangenheit.
    • Gelb: Geis­ti­ge Ener­gie hervorheben.
    • Blau: Frie­den und Ruhe. Wei­te des Him­mels: Frei­heit und gute Zeiten.
  • Fäul­nis — bei Still­le­ben sind Faul­stel­len auf Obst Vani­tas- bzw. Memen­to mori Symbol
  • Feh­de­hand­schuh — Sym­bol für Feind­schaft und Kampf.
  • Fei­ge — wegen der vie­len Früch­te des Fei­gen­baums und der drei mög­li­chen Ern­ten pro Jahr ist die Fei­ge einer­seits Sym­bol des Über­flus­ses und der Frucht­bar­keit, ander­seits auch Sinn­bild für gerin­gen Wert (“kei­ne Fei­ge wert sein”). Da der an kar­gen Boden gewohn­te Fei­gen­baum bei Bewäs­se­rung eher weni­ger als mehr Früch­te trägt, ver­sinn­bild­licht er auch die Undank­bar­keit. In der Anti­ke war der Fei­gen­baum sei­ner Frucht­bar­keit wegen Dio­ny­sos geweiht.
  • Feu­er — galt in vie­len alten Kul­tu­ren als hei­lig, der Feu­er­raub daher als Fre­vel (Pro­me­theus). Trotz sei­ner Zer­stö­rungs­kraft wird Feu­er als rei­ni­gend und wie­der bele­bend ange­se­hen (Phö­nix). Ker­zen und Fackeln gel­ten bren­nend als Sinn­bil­der für Leben, gelöscht als Sym­bol für den Tod. Feu­er kann auch die Höl­le, das Anto­ni­us­feu­er oder das Elms­feu­er sym­bo­li­sie­ren. Der bren­nen­de Dorn­busch ist ein Sym­bol für Gott und für Maria.
  • Feu­er­sa­la­man­der — wur­de im MA als Ele­men­tar­geist des Feu­ers ange­se­hen, der im Feu­er zu leben ver­mag, daher Sym­bol für die Gerech­ten, denen Feu­er nichts anha­ben kann. Im Volks­glau­ben galt der Sala­man­der aber auch, wie Mol­che, Krö­ten, Schlan­gen, Flie­gen und Spin­nen, als Ver­kör­pe­rung und Sym­bol des Bösen.
  • Feu­er­säu­le — Nähe Got­tes (Durch­que­rung des Roten Meeres ).
  • Feu­er­zun­gen — von oben nach unten bren­nend, bereits in alten Kul­tu­ren ein Sinn­bild für Göt­ter. Im christ­li­chen Glau­ben Sym­bol für gött­li­che Ein­ge­bung in Form des Hei­li­gen Geistes.
  • Form, lee­re — Vani­tas Sym­bol. Das Bild selbst ist „leer“ ohne den Blick des Betrach­ters. Die­se Eigen­schaft wie­der­holt sich in Gestalt von lee­ren For­men inner­halb des Bildes.
  • Fica, lat., “Fei­ge”, Fica (Neid­fei­ge).
  • Fich­ten­zap­fen — sie­he Zapfen.
  • Fisch — die Anfangs­buch­sta­ben der griech. Bez. “Iesus Chris­tos Theou Yios Soter” = “Jesus Chris­tus Got­tes Sohn, der Hei­land”, I‑Ch-Th-Y‑S bil­den das griech. Wort icht­hys, “Fisch”; daher gal­ten die Dar­stel­lung eines Fisches und das grie­chi­sche Wort icht­hys im Urchris­ten­tum als gehei­me Erken­nungs­zei­chen der ver­folg­ten Chris­ten und als Sym­bol für Chris­tus. Der Fisch zählt auch zu den Tierkreiszeichen.
  • Flam­men — sie­he Feu­er, Feuerzungen.
  • Fle­der­maus — Tier mit viel­fäl­ti­ger Sym­bol­be­deu­tung. In Asi­en Sinn­bild für Glück, in Euro­pa dage­gen Sym­bol und Ver­kör­pe­rung böser Mäch­te, da im AT als unrein bezeich­net. Der Teu­fel wird in der Kunst oft mit Fle­der­maus­flü­geln dargestellt.
  • Fleisch — die Dar­stel­lun­gen von Würs­ten und Fleisch­stü­cken auf Still­le­ben wur­de mit dem “Mut­wil­len des Flei­sches” (M. Luther), d. h. mit Unzucht (Sexua­li­tät) gleich­ge­setzt. (Da Fleisch noch im vori­gen Jh. teu­er war und beim Groß­teil der Haus­hal­te sel­ten auf den Tisch kam, reagier­ten vor allem die Män­ner bei ver­mehr­tem Fleisch­kon­sum durch die erhöh­te Eiweiß­zu­fuhr, mit ver­stärk­ter sexu­el­ler Akti­vi­tät, ähn­lich wie beim Genuss von Muscheln.)
  • Flie­gen und ande­re Insek­ten — Sym­bol für Kurz­le­big­keit. Ihre Dar­stel­lung in der öst­li­chen Kunst sym­bo­li­siert die imma­te­ri­el­le See­le. In der christ­li­chen Kunst wer­den Flie­gen mit Krank­heit, Tod und Ver­der­ben, aber auch mit dem Teu­fel selbst in Ver­bin­dung gebracht. Der Name Beel­ze­bub im AT und NT kommt von hebräi­schen Beel­ze-bulb zu dt. “Herr der Fliegen”.
  • Fuchs — rotes Haar galt im MA als Sym­bol des Bösen und Zei­chen für lis­ti­ge Umtrie­be, für Ver­rat. Judas stell­te man immer rot­haa­rig dar. Die­ser nega­ti­ve Sym­bol­ge­halt wur­de auf Fuchs und Eich­hörn­chen übertragen.
  • Gabel, Heu- und Stroh­ga­beln — Sym­bol für Ern­te und Überfluss.
  • Gar­be — sie­he Getreideähren.
  • Gast­freund­schaft — die Dar­stel­lung drei­er Gäs­te sym­bo­li­siert die Drei­fal­tig­keit. Vgl. Philoxenie.
  • Geflü­gel — Sym­bol für sinn­li­che Lüs­te durch die im Früh­jahr für jeder­mann erkenn­ba­re Paa­rungs­wil­lig­keit von Vögeln und Haus­ge­flü­gel (Hahn).
  • Gelb — im Mit­tel­al­ter war Gelb eine übel beleu­mun­de­te Far­be; sie galt als Schand­far­be. Die Klei­dung des Ver­rä­ters Judas wur­de des­halb von den Kunst­schaf­fen­den meist gelb dar­ge­stellt, eben­so wie der per­so­ni­fi­zier­te Neid und die Eifersucht.
  • Getrei­de­äh­ren — der griech. Mytho­lo­gie nach schick­te Deme­ter, als Dank für erwie­se­ne Gast­freund­schaft, Trip­to­le­mus zu den Men­schen, um die­se den Getrei­de­an­bau zu leh­ren. Da die Ern­te­er­trä­ge frü­her sehr gering waren und es lau­fend Hun­gers­nö­te gab, besaß das Getrei­de einen hohen Stel­len­wert im Leben der Men­schen. Bei der Ern­te wur­de bei jedem Bau­ern­hof dem ers­ten und dem letz­ten Ähren­bün­del (Gar­be) gro­ße Bedeu­tung bei­gemes­sen. Für das Bin­den die­ser Gar­ben gal­ten tra­di­tio­nel­le Regeln und Ritua­le, um kei­ne nega­ti­ven Kräf­te auf­kom­men zu las­sen. Getrei­de­äh­ren sind wegen des aus dem Korn geba­cke­nen Bro­tes ein Sym­bol für die Eucha­ris­tie. Sie ver­sinn­bild­li­chen aber auch Wohl­stand als Fol­ge rei­cher Ern­te­er­trä­ge. Wie ande­re viel­sa­mi­ge Früch­te gal­ten Getrei­de­äh­ren auch als Sym­bol für Frucht­bar­keit, Lie­be und Kin­der­se­gen. In der zwei­ten Hälf­te 19. Jh. wur­den von den Erba­cher Elfen­bein­künst­lern vor allem Bro­schen in Form einer Ähren­g­ar­be geschnitzt, als Sym­bol für Wohl­stand und Liebesglück.
  • Getrei­de­gar­ben — sie­he Getreideähren.
  • Glas — Sym­bol für Rein­heit und Keusch­heit sowie für die Ver­gäng­lich­keit (“Glück und Glas, wie leicht bricht das!”). Ein lee­res Glas, oft einem vol­len gegen­über­ge­stellt, sym­bo­li­siert den Tod (Vani­tas Sym­bol). Die Bril­le ohne Bril­len­trä­ger hat eine ähn­li­che Bedeutung.
  • Glo­bus — Herr­schafts-Sym­bol für Land­be­sitz, beson­ders in Ver­bin­dung mit dem Welt­reich der Habs­bur­ger, “in dem die Son­ne nie unter­ging”. Die glei­che Bedeu­tung hat der Reichsapfel.
  • Glo­cke — posi­ti­ver Sym­bol­ge­halt, viel­fach in Ver­bin­dung mit Fest­tags­stim­mung, z. B. Weih­nachts- oder Oster­glo­cken auf Glück­wunsch­bil­letts. Im MA glaub­te man, der Glo­cken­klang kön­ne Dämo­nen, ja sogar Wet­ter­he­xen ver­trei­ben (Gewit­ter­glo­cken, Gewitterläuten).
  • Gold­waa­ge — Hin­weis auf das Jüngs­te Gericht, bei dem nach der apo­ka­lyp­ti­schen Visi­on des Johan­nes der Erz­engel Micha­el die See­len wiegt. Je nach­dem ob die guten oder die bösen Taten schwe­rer wie­gen, kommt die See­le des Men­schen in den Him­mel oder in die Hölle.
  • Gra­nat­ap­fel — von lat. gra­na­tus, “gekörnt”, wie ande­re Früch­te mit zahl­rei­chen Samen und Ker­nen (Kür­bis) altes Lie­bes- und Frucht­bar­keits-Sym­bol In der Anti­ke war der Gra­nat­ap­fel Aphro­di­te geweiht und zähl­te zu den Attri­bu­ten von Vege­ta­ti­ons­gott­hei­ten (Per­se­pho­ne). Beliebt war das Gra­nat­ap­fel­mo­tiv auch im alten Ägyp­ten sowie in Chi­na (Zwie­bel­mus­ter). In West­eu­ro­pa ist das Sujet sowohl in natu­ra­lis­ti­scher als auch in sti­li­sier­ter Form bekannt, z. B. in Ver­bin­dung mit Maria und dem Jesus­kind. Im AT war der Gra­nat­ap­fel ein Zei­chen gött­li­chen Segens (lebens­spen­den­der Kraft), alte Kir­chen­schrif­ten sahen in ihm eine Alle­go­rie der Kir­che, die Samen wur­den als Sym­bol für die Fül­le der Mys­te­ri­en und die gro­ße Anzahl der für den Glau­ben gestor­be­nen Mär­ty­rer ange­se­hen. Im MA galt der Gra­nat­ap­fel als Sym­bol für die Auf­er­ste­hung Christi.
  • Gür­tel — Sym­bol für Macht und Kraft. Der Gür­tel des Got­tes Thor ver­dop­pel­te der Sage zufol­ge des­sen Kraft. Kestos, der Zau­ber­gür­tel Aphro­di­tes, ent­fach­te in allen die Lie­be zu ihr und gab der Göt­tin Macht über die Ver­lieb­ten; er war außer­dem ein Sym­bol der Fruchtbarkeit.
  • Haar — Sym­bol für Lebens­kraft (Sim­son und Deli­la). Kin­der durf­ten des­halb nach altem Volks­glau­ben nicht zu früh gescho­ren wer­den, um sie nicht zu schwä­chen. Das Haar wur­de frü­her auch als Trä­ger des See­len­stof­fes ange­se­hen (Haar­schmuck). Die beim Schnei­den des Haa­res anfal­len­den Abfäl­le wur­den ein­ge­sam­melt, damit kein Unbe­fug­ter über den­je­ni­gen Macht gewin­nen kön­ne, von dem das Haar stamm­te. In der Roman­tik waren Haar­lo­cken ein begehr­tes Lie­bes­sym­bol. Neben dem Haupt­haar wird in vie­len Kul­tu­ren auch das Bart­haar als bedeu­tungs­voll ein­ge­stuft; so schwö­ren Mus­li­me beim Bart des Pro­phe­ten. Vgl. Bart.
  • Hahn — Sein Krä­hen am Mor­gen ver­kün­det das Licht. Als Wet­ter­hahn auf Dach­firs­ten tref­fen ihn die ers­ten Son­nen­strah­len und bezeu­gen ihn als Licht­kün­der. In Anbe­tracht der frü­hen Stun­de sei­nes Krä­hens galt er im MA als Sinn­bild des Flei­ßes und auch der Weis­heit; in dem Zusam­men­hang wur­de er in den Fibeln der Schul­kin­der dar­ge­stellt. Der Kampf­geist des Hahns und sei­ne ste­te Paa­rungs­be­reit­schaft mach­ten ihn auch zum Sinn­bild der Man­nes­kraft. Der Ver­leug­nung durch Petrus wegen Sym­bol und Attri­but für den Apos­tel Petrus.
  • Hal­lo­ween-Kür­bis, sie­he Kürbis.
  • Hals­ket­te — Sym­bol für ein hohes Amt (z. B. Ratsherrenkette).
  • Ham­mer — Sinn­bild gestal­ten­der männ­li­che Kraft (vgl. Amboss) und Sym­bol für Auto­ri­tät. In Ver­bin­dung mit der Sichel altes Sym­bol für den Arbei­ter- und Bau­ern­stand und spä­ter auch für den Kommunismus.
  • Hand — Ver­sinn­bild­li­chung von Kraft und Macht. In der Bil­den­den Kunst des MA wur­de stell­ver­tre­tend für Gott­va­ter oft eine aus den Wol­ken her­ab­ge­streck­te Hand dar­ge­stellt. Das Motiv zwei­er ein­an­der umfas­sen­der Hän­de (Hand­treu) war schon den Assy­rern bekannt und fin­det sich als Sym­bol eini­gen­der Kraft und inni­ger Ver­bun­den­heit auch am Ring­kopf röm. Treueringe.
  • Hand­schu­he — Sinn­bild für hohen Stand. Vor allem geist­li­che Wür­den­trä­ger tra­gen auf alten Gemäl­den oft Hand­schu­he. Als Feh­de­hand­schuh, Sym­bol für Feind­schaft und Kampf.
  • Har­py­ie — Sym­bol für den plötz­li­chen Tod.
  • Hase — Tier mit viel­fa­cher Sym­bol­be­deu­tung. Als luna­res Tier (da Attri­but aller Mond­gott­hei­ten) sym­bo­li­siert er das Licht in der Fins­ter­nis sowie Wie­der­ge­burt (Neu­mond-Voll­mond) und den Mens­trua­ti­ons­zy­klus der Frau. Wegen sei­ner raschen Ver­meh­rung ist der Hase ein Sinn­bild für sexu­el­le Akti­vi­tät und Frucht­bar­keit. Im Volks­brauch­tum gel­ten Hasen­fi­gu­ren des­halb als Lie­bes­pfand. Ein Hase zu Füßen eines Hei­li­gen sym­bo­li­siert des­sen Sieg über die Sin­nes­lust. Lau­fen­de Hasen ver­kör­pern auch die rasch ver­strei­chen­de Zeit (Memen­to mori Sym­bol). Drei im Kreis lau­fen­de und mit den Enden ihrer lan­gen Ohren mit­ein­an­der ver­bun­de­ne Hasen ver­sinn­bild­li­chen in der christ­li­chen Kunst die Drei­fal­tig­keit. Die Tau­fe wur­de manch­mal durch die Dar­stel­lung eines Trau­ben fres­sen­den Hasen sym­bo­li­siert. Die Dar­stel­lung eines berg­auf lau­fen­den Hasen galt im MA als Sym­bol für die Auf­er­ste­hung Chris­ti. Der Hase ist auch ein altes Sym­bol für Wach­sam­keit, da er dem Volks­glau­ben nach mit offe­nen Augen schläft.
  • Hasen­jä­ger — altes Sym­bol für die Erde. (Der den Jagd­fal­ken mit dem Feder­spiel aus den Lüf­ten zurück­lo­cken­de Falk­ner gilt seit H. Golt­zi­us (1558–1617) als Sym­bol für die Luft.)
  • Hen­ne — Sym­bol müt­ter­li­cher Fürsorge.
  • Herold­stab — Sym­bol für Unver­letz­lich­keit, da sein Trä­ger unter dem Schutz des Herr­schers stand. Auch Sym­bol für den Han­del (Kery­kei­on).
  • Herz — wur­de schon in der Anti­ke (wie auch die Leber) als Sitz des Lebens ange­se­hen. Im Klas­si­zis­mus und vor allem im Bie­der­mei­er waren Dar­stel­lun­gen von Her­zen als Lie­bes­sym­bol beliebt.
  • Herz-Jesu-Bild — Sym­bol für Jesus und für die gött­li­che Liebe.
  • Heu­schre­cke — Sym­bol für die sie­ben ägyp­ti­schen Pla­gen. Eine Heu­schre­cke in der Hand des Jesus­kin­des sym­bo­li­siert den Sieg des Chris­ten­tums über die Heiden.
  • Hexen­be­sen — Sym­bol für Hexe­rei (Hexe, auf Besen reitend).
  • Hirsch — in Nord­eu­ro­pa Sym­bol der Erlö­sung durch Chris­tus. Abge­lei­tet wur­de die­se Vor­stel­lung davon, dass man­che Geweih­stan­gen durch ein­an­der gegen­über­lie­gen­de Spros­sen an ein Kreuz erin­nern, und dass an den Geweih­stan­gen im Früh­jahr manch­mal Blut zu sehen ist. Das hängt damit zusam­men, dass beim Fegen (Abstrei­fen des Bas­tes) des fer­tig aus­ge­bil­de­ten Gewei­hes  die für den Auf­bau des­sel­ben die­nen­den Blut­ge­fä­ßes im Bast manch­mal noch nicht zur Gän­ze rück­ge­bil­det sind und Blu­tun­gen auf­tre­ten. Auf alten Gemäl­den wer­den Hir­sche oft beim Zer­tre­ten einer Schlan­ge dar­ge­stellt, den Sieg des christ­li­chen Glau­bens über das Böse sym­bo­li­sie­rend. Der Hirsch gilt auch als Sym­bol für die Tau­fe. “Wie ein Hirsch sich sehnt nach fri­scher Quel­le, so ver­langt mei­ne See­le nach dir, o Gott (Psalm 42, 2).
  • Hirsch­horn­kä­fer — Sinn­bild für das Böse, wie alle Insek­ten, mit Aus­nah­me der Schmetterlinge.
  • Hir­te — Sym­bol für Jesus. Bereits in der Anti­ke galt der Hir­te als Sym­bol für Schutz und Ordnung.
  • Her­mes Krio­pho­ros (griech. kri­os, “Wid­der”) wur­de als Wid­der­trä­ger dar­ge­stellt und gilt als Urbild des Guten Hirten.
  • Höl­len­tor — das am Boden lie­gen­de oder mit zer­bro­che­nen Rie­geln dar­ge­stell­te Höl­len­tor ist in der Ost­kir­che ein Sym­bol für die Auf­er­ste­hung Christi.
  • Holz­samm­ler — eben­so wie Rei­sig­samm­ler, Sym­bol (Alle­go­rie) des Winters.
  • Horn — wie das Haar Aus­druck von Kraft und Macht. Hel­me mit Hör­nern soll­ten mäch­ti­ger erschei­nen las­sen und Furcht erwe­cken. Die Kraft erstreckt sich auch auf die Zeu­gungs­kraft. Gehörn­te Tie­re gal­ten des­halb als Frucht­bar­keits­sym­bo­le. Da die Form des Horns der des Mon­des gleicht, auch Sym­bol des Luna-Kultes.
  • Hund — Sym­bol für Treue und Wach­sam­keit. Schwar­ze Hun­de ver­sinn­bild­li­chen das Böse. Sie wer­den in Ver­bin­dung mit der Wil­den Jagd genannt und gel­ten als Beglei­ter von Hexen.
  • Insek­ten — Zei­chen für das böse, mit Aus­nah­me der Schmet­ter­lin­ge (sie­he auch Fliegen)
  • Jah­res­zei­ten — Dar­stel­lun­gen der Vege­ta­ti­ons­ns­pha­sen (Früh­ling, Som­mer, Herbst und Win­ter) sym­bo­li­sie­ren das Jahr und die ver­schie­de­nen Lebens­al­ter eines Menschen.
  • Jas­pis — Sym­bol für die Mau­ern des himm­li­schen Jeru­sa­lem, da ihr Licht­glanz, gemäß der Offen­ba­rung des Johan­nes, einem kris­tall­hel­len Jas­pis gleicht (Offen­ba­rung 21, 11).
  • Judas — per­so­ni­fi­zier­tes Sym­bol des Verrats.
  • Jung­frau — nackt, zusam­men­ge­kau­ert, Sym­bol der Pudi­c­i­tia, Per­so­ni­fi­ka­ti­on der Keusch­heit. Die Jung­frau ist auch eines der Tierkreiszeichen.
  • Kalu­met — Bei den nord­ame­ri­ka­ni­schen India­nern übli­che Zere­mo­ni­en­pfei­fe als Sym­bol des Frie­dens. Dar­auf Bezug nimmt die meta­pho­ri­sche Rede­wen­dung “die Frie­dens­pfei­fe rau­chen”, um die Bei­le­gung eines Strei­tes auszudrücken.
  • Kan­ne — sie­he Trinkkanne.
  • Kar­ten — Die 52 Spiel­kar­ten des franz. Kar­ten­spiels ver­sinn­bild­li­chen auf alten Dar­stel­lun­gen die 52 Wochen des Jah­res und das Jahr selbst. Kar­ten gel­ten auch als ver­der­ben­brin­gend. Auf Gemäl­den als Gebet­buch des Teu­fels dar­ge­stellt (z. B. in der Sakris­tei des Stif­tes Vorau/Steiermark).
  • Käse — Jesus wur­de als “Milch des Him­mels” bezeich­net; Käse, ein Pro­dukt aus “geron­ne­ner Milch”, galt des­halb auf Still­le­ben als Sym­bol für Christus.
  • Kat­ze — In Ägyp­ten hat­te die um 2000 v. Chr. aus der nubi­schen Falb­kat­ze domes­ti­zier­te Kat­ze posi­ti­ven Sym­bol­cha­rak­ter. Auf alten Wand­ge­mäl­den wird sie oft dar­ge­stellt, wie sie einer Schlan­ge den Kopf abbeißt. Auch die ägypt. Göt­tin Bas­tet wird kat­zen­köp­fig wie­der­ge­ge­ben. Im west­li­chen Kul­tur­kreis sym­bo­li­siert die Kat­ze meist Nega­ti­ves. Vor allem schwar­ze Kat­zen gal­ten frü­her als Hexen­tie­re und Beglei­ter des die Wil­de Jagd anfüh­ren­den Wil­den Jägers. Heu­te noch erach­tet es der Aber­glau­be als böses Omen, wenn jeman­dem eine schwar­ze Kat­ze über den Weg läuft.
  • Kelch — Sym­bol für den Neu­en Bund (Neu­es Testament).
  • Kel­le — Frei­mau­rer-Sym­bol, dem Gesel­len­grad ent­spre­chend (Frei­mau­rer Sym­bo­le).
  • Kery­kei­on — Grie­chi­sche Bezeich­nung für den Mer­kur­stab, als Sym­bol des Han­dels (Kery­kei­on).
  • Ker­ze, bren­nend — Sinn­bild des Lebens.
  • Ker­ze, her­ab­ge­brannt — Vanitas-Symbol.
  • Ket­te — Sym­bol für Gefangenschaft.
  • Ket­te, gesprengt — Sym­bol für erlang­te Freiheit.
  • Kie­fer — wie auch Fels und Kra­nich, im ost­asi­at. Kul­tur­be­reich Sym­bol für lan­ges Leben.
  • Kie­fer­zap­fen — Sym­bol für Frucht­bar­keit, vgl. Zapfen.
  • Kno­ten — Alte Zier­form, die drei Kno­ten im strick­ar­ti­gen Mönchs­gür­tel sym­bo­li­sie­ren die Ordens­ge­lüb­de Armut, Keusch­heit und Gehor­sam. Dem Kno­ten wur­de auch unheil­ab­wen­den­de (apo­tro­päi­sche) Wir­kung nach­ge­sagt; in die­ser Bedeu­tung fin­det er sich etwa als Nodus am Schaft von Gefä­ßen, aber auch bei der roman. Knotensäule.
  • Köcher — Sym­bol des Weib­li­chen, Emp­fan­gen­den. (Der Pfeil ver­sinn­bild­licht das männ­li­che Prinzip.)
  • Komet — Dem Kome­ten wur­den frü­her diver­gie­ren­de Sym­bol­be­deu­tung zuge­schrie­ben. Einer­seits galt er als Unheils­bo­te (Pest) und ander­seits als Ver­kün­der der Geburt Chris­ti (Stern von Bethlehem).
  • Korn­feld
    • Sinn­bild für eine Lebens­auf­ga­be, einen lang­fris­ti­gen Vor­gang, des­sen ein­zel­ne Berei­che immer wie­der ’neu bestellt’ wer­den müs­sen — macht also immer Arbeit.
    • Glück und Gewinn im Geschäft, Nut­zen und Erfolg.
    • Ein­zel­nes Korn: Zei­chen von Wachs­tum und Reife.
    • Ein gan­zes Feld ver­spricht glück­li­che Ent­wick­lung des Lebens.
    • Wogen­de Korn­fel­der: Abge­si­cher­te Zukunft.
    • Erfolg in der Lie­be. Das ‘Bett im Korn­feld’, nimmt Bezug auf ein roman­ti­sches Liebesabenteuer.
  • Kra­nich — im ost­asi­at. Kul­tur­be­reich Sinn­bild für Weis­heit und (wie Kie­fer und Fel­sen), Sym­bol für lan­ges Leben; wei­ße Kra­ni­che gel­ten als hei­lig und Beglei­ter der Unsterblichen.
  • Kranz — Sym­bol des Sie­ges und der Jungfräulichkeit.
  • Krebs — wegen des mehr­ma­li­gen Pan­zer­wech­sels wäh­rend sei­nes Wachs­tums auf Still­le­ben als Sym­bol für die Auf­er­ste­hung dar­ge­stellt. Der Krebs ist auch eines der Tierkreiszeichen.
  • Kreis
    • Sym­bol für Voll­kom­men­heit und Unend­lich­keit (Ewig­keit) da ohne Anfang und ohne Ende seit der Antike
    • Oft auch als Sym­bol für Son­ne und Himmelsgewölbe. 
    • Es besteht ein enger Zusam­men­hang mit der Sym­bo­lik des Rades und des Uroboros (Schlan­ge, die sich in den eige­nen Schwanz beißt und so mit ihrem Kör­per einen geschlos­se­nen Kreis bildet).
    • Bei magi­schen Riten bedeu­tet der Kreis oft Schutz. Wer sich inner­halb eines gezo­ge­nen Krei­ses befin­det, dem kön­nen böse Mäch­te nichts anha­ben. Die­se posi­ti­ve Auf­fas­sung über­trug sich auch auf den Ring.
    • Zum Unter­schied von dem höhe­re Mäch­te sym­bo­li­sie­ren­den Kreis gilt das Qua­drat als Sinn­bild für alles Welt­li­che und für den Menschen. 
    • Das Stre­ben des Men­schen nach Voll­kom­men­heit bis hin zur Ver­gött­li­chung war in der Renais­sance ein gro­ßes Anlie­gen, das man u. a. durch die “Qua­dra­tur des Krei­ses” zu erfül­len such­te. Die Auf­ga­be, zu einem gege­be­nen Kreis mit Zir­kel und Line­al ein flä­chen­glei­ches Qua­drat zu kon­stru­ie­ren, ist wegen der Tran­szen­denz der Kreis­zahl Pi eben­so unmög­lich wie umge­kehrt. Die Qua­dra­tur des Krei­ses gilt daher als Sinn­bild für eine unlös­ba­re Aufgabe.
  • Kreuz — Sym­bol für den Opfer­tod Chris­ti. Abge­se­hen vom christ­li­chen Sym­bol­ge­halt waren schon lan­ge vor dem Chris­ten­tum ver­schie­de­ne Kreuz­for­men bekannt (Kreuz).
  • Kreuz­fah­ne — Sym­bol für Chris­tus und Johan­nes d. T.
  • Kreuz-Herz-Anker — Sym­bol für die drei christ­li­chen Tugen­den: Glau­be, Lie­be, Hoffnung.
  • Kreuz­stab — Seit Kai­ser Kon­stan­tin d. Gr. den Kreuz­stab als Feld­zei­chen führ­te, galt die­ser auch als Sym­bol der Macht. Ist der Kreuz­stab mit einem Ban­ner ver­se­hen, wird er als Kreuz­fah­ne bezeichnet.
  • Kro­ne — Hoheits-Sym­bol, bei Mär­ty­rern auch Ehren­zei­chen als Sym­bol für ein gott­ge­fäl­li­ges Leben.
  • Krö­te — Wie Schlan­gen, Mol­che und Eidech­sen Ver­kör­pe­rung des Bösen. Auf der Kan­zel­stie­ge von St. Ste­phan in Wien ver­sinn­bild­li­chen die dar­ge­stell­ten Krö­ten die schlech­ten Gedan­ken; sie sol­len von einem bel­lend wie­der­ge­ge­be­nen Hund ver­scheucht wer­den. Als Gebild­vo­tiv heißt die Krö­te Bär­mut­ter (abge­lei­tet von “Gebär­mut­ter”) und stellt ein Frucht­bar­keits­sym­bol dar.
  • Krug — In der Anti­ke ein mit Trank­op­fer, Rein­wa­schung und Rein­heit in Ver­bin­dung gebrach­tes Sym­bol Im Klas­si­zis­mus und im Bie­der­mei­er war das Motiv einer anti­kisch geklei­de­ten Frau beliebt, die einen Krug oder eine Scha­le in die auf einem Kult­stein lodern­den Flam­men ent­leert. Das Motiv ist oft mit der Devi­se “L’a­mi­tié” (Freund­schaft) ver­se­hen. In der Iko­no­gra­phie des Las­ters gilt der Krug als Sym­bol für Trunksucht.
  • Kuh — Sym­bol für Müt­ter­lich­keit. Die Kuh, die ihr Kalb säugt, war bereits ein belieb­tes Motiv der phö­nik. Kunst, wie zahl­rei­che Elfen­bein­re­li­efs bezeugen.
  • Kür­bis — Wegen sei­ner vie­len Ker­ne und des rapi­den Wachs­tums Sym­bol für Frucht­bar­keit sowie Ver­kör­pe­rung des sich aus­brei­ten­den Chris­ten­tums. Als Hal­lo­ween-Kür­bis, Sym­bol des Hal­lo­ween-Fes­tes, das auf den brit. Inseln und in Nord­ame­ri­ka am Vor­abend von Aller­hei­li­gen (1. Novem­ber) gefei­ert wird (Hal­lo­ween).
  • Labar­um — Von Kai­ser Kon­stan­tin d. Gr. 312 n. Chr. ein­ge­führ­te röm. Kai­ser­stan­dar­te mit dem Chris­tus­mo­no­gramm als Emblem. Der Legen­de nach erschien dem Kai­ser im Traum das Chris­tus­mo­no­gramm als Sym­bol für Chris­tus. Die Ein­füh­rung als Feld­zei­chen auf den Schil­den der Sol­da­ten bedeu­te­te, dass Kon­stan­tins Legio­nen im Namen Chris­ti kämpften.
  • Lamm — Sym­bol für Jesus Chris­tus (Agnus Dei).
  • Lam­pe — Sym­bol für Leben und Wach­sam­keit (klu­ge u. törich­te Jungfrauen).
  • Lan­ze — Sym­bol des nie­de­ren Adels. (Der Hoch­adel wird durch das Schwert repräsentiert.)
  • Lapis­la­zu­li — Wegen der blau­en Far­be und sei­ner wie klei­ne Ster­ne glän­zen­den gold­far­be­nen Pyrit-Punk­te Sym­bol für den Himmel.
  • Lau­te — Sym­bol für die Musik, eine der sie­ben frei­en Küns­te (Artes liberales).
  • Lebens­baum — lat. arbor vitae. Die immer­grü­nen Gewäch­se der Pflan­zen­gat­tung Thu­ja ver­sinn­bild­lich­ten schon im Alter­tum lan­ges Leben und wur­den als Lebens­baum-Motiv ver­wen­det. Vor allem alt­ori­en­ta­li­sche Künst­ler hat­ten eine Vor­lie­be für Baum­dar­stel­lun­gen mit gegen­stän­di­gen Zwei­gen als sti­li­sier­tes Lebens­baum­mo­tiv (flan­kiert von bär­ti­gen Pries­tern oder von Tie­ren, die rechts und links vom Baum sich auf­bäu­mend auf den Hin­ter­bei­nen ste­hen), etwa bei meso­po­ta­mi­schen Elfen­bein­re­li­efs. Lebens­bäu­me wer­den auch mit der Ewig­keit in Ver­bin­dung gebracht und sind des­halb oft auf Fried­hö­fen angepflanzt.
  • Leber — Galt in der Anti­ke eben­so wie das Herz als Sitz der Lebens­kraft und daher auch als Sym­bol des mensch­li­chen Lebens. Man betrach­te­te die Leber als Quel­le des Blu­tes und war der Mei­nung, sie bil­de den Aus­gangs­punkt für Gefühls­re­gun­gen wie Ver­stim­mung oder Zorn­aus­brü­che (“es läuft jeman­dem etwas über die Leber”). Die Leber wur­de aber auch als Zen­trum des Geschlechts­trie­bes ange­se­hen, wodurch die über den Rie­sen Tity­os ver­häng­te Stra­fe zu erklä­ren ist, der Leto (einer Gelieb­ten des Got­tes Zeus) nach­ge­stellt hat­te. Auch die Stra­fe für Pro­me­theus gewinnt unter die­sem Aspekt beson­de­re Bedeutung.
  • Lei­ter — Die sie­ben­spros­si­ge Lei­ter sym­bo­li­siert die sie­ben frei­en Küns­te (Artes libe­ra­les). Die Lei­ter ver­sinn­bild­licht aber auch die Ver­bin­dung des Men­schen zum Him­mel und zu Gott (Jakobs­lei­ter).
  • Licht — In allen Kul­tu­ren Sym­bol für die Göttlichkeit.
  • Libel­le — Still­le­ben ‑Maler sahen in der Libel­le eine über­gro­ße Flie­ge und ver­sinn­bild­lich­ten mit ihr das Böse, zum Unter­schied vom Schmet­ter­ling, der als ein­zi­ges Insekt als Ver­kör­pe­rung des Guten galt.
  • Lilie — Mit der wei­ßen Lilie sym­bo­li­sier­te man schon um 3000 v. Chr. Ober­ägyp­ten (mit dem Papy­rus Unter­ägyp­ten). Im alten Ori­ent war die Lilie der Erd­göt­tin Kybe­le geweiht. In der mit­tel­al­terl. Male­rei wur­de die Apo­ka­lyp­ti­sche Frau durch eine von zwölf Ster­nen umge­be­ne Lilie sym­bo­li­siert. Seit dem MA gel­ten wei­ße Lili­en als Sym­bol für Rein­heit und Keusch­heit und ste­hen in enger Ver­bin­dung mit der Mari­en­ver­eh­rung. (Als Attri­burt wird die wei­ße Lilie auch Josef dem Nähr­va­ter zuge­ord­net und des­halb manch­mal Josefs­li­lie genannt.) Ein mit gol­de­nen sti­li­sier­ten Lili­en besä­ter blau­er Schild war seit dem 12. Jh. das Sym­bol und Emblem der franz. Köni­ge. Die Zahl die­ser Lili­en redu­zier­te sich im 14. Jh. auf drei Blü­ten. Ein wei­ßes Lili­en­ban­ner war von Mit­te 17. Jh. bis 1790 und von 1814–1830 die Fah­ne Frank­reichs. Sti­li­sier­te Lili­en wer­den des­halb auch Fran­zö­si­sche oder Heral­di­sche Lili­en genannt. Eine sti­li­sier­te Lilie war auch das Werk­statt­zei­chen der Embriachi.
  • Liktoren­bün­del — Sinn­bild röm. Gerichts­bar­keit (Fas­zes).
  • Loch — Das Loch im Zen­trum chin. Jade­schei­ben (Pi) sym­bo­li­siert das Ein­drin­gen des himm­lisch Geis­ti­gen in die irdi­sche Welt.
  • Lor­beer — In der Anti­ke war die immer­grü­ne Pflan­ze Sym­bol für Frie­den nach dem Sieg über einen Feind. Sieg­rei­che Feld­her­ren bekränz­te man mit Lor­beer. Der Brauch beruht auf der rei­ni­gen­den Kraft, die dem Lor­beer im alten Grie­chen­land zuge­schrie­ben wur­de. Die vom Lor­beer aus­ge­hen­de Sym­bo­lik von Rein­heit mani­fes­tiert sich auch in der Sage, nach der sich die keusch leben­de Nym­phe Daph­ne in einen Lor­beer­strauch ver­wan­delt hat, um rein zu blei­ben, d. h. dem unge­stü­men Wer­ben Apol­lons zu ent­ge­hen. In Ver­bin­dung mit Apol­lon und der Ora­kel­stät­te in Del­phi spiel­te der Lor­beer gleich­falls eine Rol­le. Der Über­lie­fe­rung nach rei­nig­te sich Apol­lon mit Lor­beer, nach­dem er den Schlan­gend­ra­chen Python getö­tet hat­te. Pythia, die Ora­kel­pries­te­rin, kau­te Lor­beer zur Läu­te­rung, bevor sie auf dem mit Lor­beer umwun­de­nen Drei­fuß Platz nahm und sich in Tran­ce ver­senk­te. Die Römer über­nah­men zwar den Lor­beer, doch trat der Aspekt der rei­ni­gen­den Kraft, etwa zur Til­gung des im Krieg ver­gos­se­nen Blu­tes, in den Hin­ter­grund. Der Lor­beer wur­de viel­mehr, in Form des Lor­beer­kran­zes, als Sym­bol des Sie­ges und als Doku­men­ta­ti­on der Macht auch von den Impe­ra­to­ren getra­gen. In die­sem Sinn sah dann auch Napo­le­on I. den Lorbeerkranz.
  • Lot — sie­he Senkblei.
  • Löwe — Sym­bol mit ambi­va­len­ter Bedeu­tung. Ein­s­er­seits sind Löwe und Lamm Sym­bol­tie­re für Chris­tus, oft mit Kreuz­stab oder Kreuz­fah­ne dar­ge­stellt (der Löwe auch Sym­bol für den Evan­ge­lis­ten Mar­kus), ander­seits wird der Löwe als Sinn­bild des Bösen, wie Dra­che, Basi­lisk und Aspis, von Jesus zer­tre­ten. Als pro­fa­nes Sym­bol­tier ver­sinn­bild­licht der Löwe so wie der Adler Macht und Herr­schaft. Da die Son­ne zur Zeit der Nil­über­schwem­mung ins Stern­bild des Löwen tritt, brach­te man den Löwen in Ägyp­ten auch mit Was­ser in Ver­bin­dung, ein Aspekt, der von Grie­chen und Römern über­nom­men wur­de. Löwen­dar­stel­lun­gen dien­ten des­halb oft als Wäch­ter­fi­gu­ren bei Quell­fas­sun­gen. Der Löwe ist auch eines der Tierkreiszeichen.
  • Luft­bal­lons
    • Ober­fläch­lich­keit, Spaß, Leich­tig­keit, Ver­spielt­heit, Kind­lich, Sorg­lo­sig­keit, Freu­den­sche oder Träu­me flie­gen durch die Lüfte.
    • Sieht man wel­che flie­gen: Uner­füll­te Wün­sche und Träume.
    • Flie­gen sie sehr hoch: unrea­lis­ti­sche Wün­sche und Träume.
    • Lässt man einen flie­gen: War­nung vor Leicht­sin­nig und man­geln­der Wertschätzung.
    • See­le, die sich in sein Ele­ment, die Luft, erhebt und eine neue Sphä­re des Bewusst­seins erreicht.
    • Luft­bal­lon auf­pus­ten: Hoff­nung, Ener­gie und Schaf­fens­kraft investiert.
    • Die Luft ent­weicht, oder ist ent­wi­chen: Vergänglichkeit…
    • Luft­bal­lon platzend:
      • Sich zu weit von der Rea­li­tät ent­fernt haben. Zu unrea­lis­ti­sche Wün­sche und Träu­me  könn­ten zerplatzen.
    • Heiß­luft­bal­lon steht für Erfah­run­gen und Ideenvielfalt. 
    • In einem flie­gen:  Boden­haf­tung ver­lo­ren,  sich von den eige­nen Zie­len entfernen. 
    • Einen sehen: Weit­sich­ti­gen Blick in Rich­tung Zukunft haben.
  • Mähen — sie­he Schnitter.
  • Mai­glöck­chen — sym­bo­li­siert Jung­fräu­lich­keit und zählt zu den sogen. “Maria­ni­schen Blumen”.
  • Man­tel — Sym­bol für Schutz, beson­ders in Form des Man­tels der Schutzmantelmadonna.
  • Maul­wurf — sei­nem Lebens­raum ent­spre­chend, zählt er wie die Maus zu den Sym­bol der Mäch­te der Finsternis.
  • Mas­ke — die Falsch­heit wird für gewöhn­lich durch eine Figur mit Mas­ke sym­bo­li­siert. Eine lachen­de Mas­ke gilt als Sym­bol der Freu­de, eine wei­nen­de als Sym­bol der Trau­er. Die Mas­ke ist ein Zei­chen für die Abwe­sen­heit des Mas­ken­trä­gers, eben­so wie das Bild nicht das Abge­bil­de­te ent­hält. Außer­dem steht sie für Kar­ne­val, fest­li­ches Ver­gnü­gen, ver­ant­wor­tungs­lo­se Anony­mi­tät.
  • Matu­ra — lat., “Rei­fe”. Bei Still­le­ben zu fin­den­de Auf­schrift als Hin­weis auf die Rei­fe der Zeit, eine Vanitas-Botschaft.
  • Maus — Ver­kör­pe­rung des Bösen und wie der Maul­wurf Sym­bol­tier für die Mäch­te der Fins­ter­nis. Die Maus wird häu­fig dar­ge­stellt, wie sie an der Wur­zel des Lebens­baums nagt oder Getrei­de­kör­ner und Nuss­ker­ne (bei­des Jesus-Sym­bol) frisst. Vgl. Ratte.
  • Memen­to mori Sym­bo­le — Memen­to mori Symbol
  • Mer­kur­stab — Sym­bol des Han­dels. Kerykeion.
  • Mis­tel — Die immer­grü­ne Schma­rot­zer­pflan­ze erfreu­te sich schon im Alter­tum gro­ßer Wert­schät­zung und wur­de von den kel­ti­schen Drui­den als “All­hei­le­rin” bezeich­net. In moder­ner Zeit gel­ten Mis­tel­zwei­ge als Sym­bol für die Weihnachtszeit.
  • Mohn­kap­seln — Sym­bol für Hyp­nos und Morpheus.
  • Molch — Wie Krö­ten, Sala­man­der, Schlan­gen und Eidech­sen Sym­bol und Ver­kör­pe­run­gen des Bösen.
  • Mond — Die Dar­stel­lung des abneh­men­den Mon­des bedeu­te­te frü­her Düs­ter­heit, ver­bun­den mit nega­ti­ver Sym­bol­kraft, woge­gen der zuneh­men­de Mond die posi­ti­ven Aspek­te von Licht und Wachs­tum aus­drückt (Halb­mond).
  • Mör­ser — Altes Sexu­al­sym­bol, Ver­kör­pe­rung des Weib­li­chen. (Das männ­li­che Prin­zip wird durch den Pistill versinnbildlicht).
  • Muscheln — Sym­bol­tie­re mit mul­ti­va­len­ter Bedeu­tung. Mit geschlos­se­nen Scha­len wur­den sie, als Trä­ger von Per­len, mit Maria in Ver­bin­dung gebracht, die in ihrem Leib Jesus trug, die Per­le der Chris­ten­heit. Da dem Muschel­fleisch aphro­di­si­sche, den Geschlechts­trieb sti­mu­lie­ren­de Wir­kung nach­ge­sagt wird, gal­ten vol­le Muscheln mit geschlos­se­ner Scha­le auch als Sym­bol der Luxu­ria. Offe­ne Muschel­scha­len sind ein Memen­to mori Sym­bol Vgl. Muschel­scha­len, leer. Griech. kon­che, lat. con­cha, “Muschel”, bedeu­tet als Umschrei­bung auch “weib­li­che Scham”.
  • Muschel­scha­len, leer — Vani­tas-Sym­bol. Unter­stellt bzw. vor­aus­ge­setzt wur­de die Kon­su­ma­ti­on des Muschel­flei­sches und, durch die ver­mehr­te Eiweiß­zu­fuhr, eine Stei­ge­rung sexu­el­ler Akti­vi­tät. Vgl. Fleisch. Da man frü­her annahm, häu­fi­ger Geschlechts­ver­kehr schwä­che den Kör­per und füh­re den frü­hen Tod her­bei, waren offe­ne lee­re Muscheln eine “Mah­nung wider die Sin­nes­lust” und gal­ten als Sym­bol für Ver­gäng­lich­keit und Tod. In Form der sym­me­trisch aus­ge­bil­de­ten Scha­le der Kam­muschel (Pec­ten maxi­mus) gilt die Muschel­scha­le als Pil­ger­mu­schel und als Sym­bol der Pilger.
  • Musik­in­stru­men­te ‑Seit dem Spät­ba­rock gal­ten in Form von Tro­phä­en ange­ord­ne­te Musik­in­stru­men­te als Sym­bol kul­ti­vier­ter Lebens­art. Bil­der musi­zie­ren­der Fami­li­en ver­mit­teln den Ein­druck har­mo­ni­schen Zusam­men­ge­hö­rig­keits­ge­fühls. Dar­stel­lun­gen von Musi­zie­ren­den aus ver­schie­de­nen Gesell­schafts­krei­sen, wie etwa auf Bil­dern aus dem Bie­der­mei­er zu fin­den, ver­sinn­bild­li­chen das Ver­bin­den­de der Musik und den Weg­fall sozia­ler Schranken.
  • Nagel — Im Chris­ten­tum Sym­bol für Pas­si­on und Kreu­zes­tod Christi.
  • Nat­ter — sie­he Schlange.
  • Neid­fei­ge — Fica.
  • Nel­ke — on mit­tel­dt. negel­kin, “Näge­lein”, Chris­tus­be­zug wegen der wie ein klei­ner Kreu­zes­na­gel geform­ten Gewürz­nel­ke, im Volks­mund “Nagerl” genannt.
  • Netz — Die Falsch­heit wur­de frü­her oft in der Per­son eines Man­nes mit Angel, Schlin­ge oder Netz sym­bo­li­siert, manch­mal in Beglei­tung eines Fuchses.
  • Nuss — sie­he Walnuss.
  • Obe­lisk — Kult-Sym­bol des ägypt. Son­nen­got­tes Ra (Re).
  • Och­se — Sym­bol gedul­di­gen Die­nens, fried­li­cher Stär­ke und gebän­dig­ter (kas­trier­ter) Kraft, im Gegen­satz zum wil­den Stier. Der Och­se spiel­te bereits im anti­ken Kul­tus eine wich­ti­ge Rol­le sowohl als Opfer als auch als Zug­tier von Wagen mit Kult­ge­rä­ten (Kleo­bis und Biton). Im Chris­ten­tum fin­det der Och­se bei der Geburt Chris­ti Erwäh­nung. Ein Och­se und ein Esel sol­len sich im Stall von Beth­le­hem befun­den haben. Och­sen wer­den auch mit der Grün­dung von Wall­fahrts­stät­ten in Zusam­men­hang gebracht, weil sie bei Begräb­nis­sen von Hei­li­gen manch­mal mit dem Lei­chen­wa­gen unver­mit­telt anhiel­ten und nicht wei­ter­ge­hen woll­ten. Dies wur­de als sym­bo­li­scher Wunsch des Toten gedeu­tet, an die­ser Stel­le begra­ben zu werden.
  • Okto­pus — sie­he Tintenfisch.
  • Ölzweig — Sym­bol des Frie­dens und des Sie­ges (Olym­pi­sche Spie­le). Im hei­li­gen Hain von Olym­pia wuch­sen über­wie­gend Ölbäu­me. Die von Noah nach der Sint­flut aus­ge­schick­te Tau­be kam zur Arche mit einem Ölzweig im Schna­bel zurück, als Zei­chen der Ver­söh­nung und des Frie­dens mit Gott. Zudem sym­bo­li­siert der Ölzweig Erkennt­nis, bezo­gen auf das Öl der Oli­ven, das durch die Öllam­pen Hel­lig­keit und im über­tra­ge­nen Sinn Erleuch­tung bringt. Als altes Braut­sym­bol ver­sinn­bild­licht der Ölzweig Frucht­bar­keit und Lebens­kraft durch das aus den Oli­ven gewon­ne­ne Öl.
  • Ompha­los — Welt­na­bel­stein, Sym­bol für den Mit­tel­punkt der Welt (Ompha­los).
  • Orans — Sinn­bild für Gebet und geis­ti­ge Ent­rü­ckung (Orans).
  • Oster­ei — Das Ei, ein vor­christ­li­ches Sym­bol für die Wie­der­ge­burt der Vege­ta­ti­on, wur­de in das christ­li­che Oster­brauch­tum übernommen.
  • Oster­ha­se — Der Hase war das Attri­but der nor­di­schen Früh­lings­göt­tin Ost­ara (angel­säch­sisch Oes­tra), auf die mög­li­cher­wei­se das Wort Ostern und die Über­nah­me des Hasen in das Oster­brauch­tum zurückgeht.
  • Pal­me — Der oft über 20 m hohe Baum mit dem elas­ti­schen, allen Stür­men stand­hal­ten­den Stamm galt seit alters her als Sinn­bild für Sieg. Im Chris­ten­tum wer­den Mär­ty­rer häu­fig mit Palm­zwei­gen dar­ge­stellt. Die immer­grü­nen Blät­ter sym­bo­li­sie­ren das ewi­ge Leben und den Sieg des Glau­bens über das Heidentum.
  • Pan­ther — Pan­ther­fel­le gal­ten im Alter­tum als Sym­bol für Kraft sowie List und waren des­halb oft Teil der Kriegs­klei­dung. Der Wagen des Got­tes Dio­ny­sos wird von Pan­thern gezogen.
  • Pan­tof­fel — Sym­bol der Frau­en­herr­schaft über den Mann.
  • Päo­nie — sie­he Pfingstrose.
  • Para­dies­vo­gel, Sym­bol für die Nähe des Him­mels. Die Legen­de des 17./18. Jh. vom fuß­lo­sen Para­dies­vo­gel (Para­di­sea apo­da), der die Erde nie­mals berührt, beruht dar­auf, dass die prä­pa­rier­ten Bäl­ge von Para­dies­vö­geln ohne Bei­ne nach Euro­pa gelangten.
  • Pega­sus — Sym­bol für poe­ti­sche Krea­ti­vi­tät (Dicht­kunst).
  • Peli­kan — Im MA war das Aus­se­hen des exo­ti­schen Vogels in unse­ren Brei­ten nicht bekannt. Im Bes­tia­ri­um wird berich­tet, dass der Peli­kan sei­ne Brust auf­reißt, um mit dem eige­nen Fleisch und Blut die Jun­gen zu ernäh­ren; er galt des­halb als Sinn­bild für Auf­op­fe­rung und als Sym­bol für Chris­tus. Der Peli­kan war auch das Sym­bol­tier der Rosen­kreu­zer, die u. a. “Rit­ter vom Peli­kan” genannt wur­den. Die Wund­ärz­te ver­wen­de­ten eben­falls den Peli­kan als Standeszeichen.
  • Pel­ze, Pelz­ver­brä­mun­gen — Sym­bol feu­da­ler Lebensart.
  • Pen­ta­gramm — Der in einem Zug gezeich­ne­te Fünf­stern galt als magi­scher Abwehr­zau­ber gegen Hexen und Dämo­nen sowie als Sym­bol für Chris­tus, mit Bezug auf die fünf hei­li­gen Wund­ma­le (Pen­ta­gramm).
  • Perch­ten — Im Volks­glau­ben dämo­nen­haf­te Reprä­sen­tan­ten guter und böser Mäch­te, die in der Zeit der “Zwölf­näch­te” zwi­schen Weih­nach­ten und Drei­kö­nigs­fest mit Frau Perch­ta ähn­lich der Wil­den Jagd näch­tens durch die Lüf­te zie­hen. Das Brauch­tum des Perch­ten­laufs hat sich in man­chen Alpen­ge­gen­den bis heu­te erhal­ten. Dabei tra­ge­nen ver­mumm­te Gestal­ten schwe­re aus Holz geschnitz­te Mas­ken mit Zie­gen­hör­nern. Schö­ne Mas­ken (“Schön­perch­ten”) sym­bo­li­sie­ren dabei die guten Geis­ter, häss­li­che Mas­ken (mund­art­lich “Schiach­perch­ten”) die bösen Geis­ter. Beson­ders auf­wen­dig gestal­te­te alte Perch­ten­mas­ken sind belieb­te Samm­ler­stü­cke (Percht).
  • Per­le — Sym­bol für die Macht des Was­sers und für kei­men­des kos­mi­sches Leben, da frü­her ange­nom­men wur­de, Per­len ent­stün­den durch Blitz­schlag ins Meer bzw. durch das in den zusam­men­ge­klapp­ten Muschel­scha­len ein­ge­fan­ge­ne Licht. Per­len gal­ten auch als Sym­bol für Jung­fräu­lich­keit, Rein­heit und Voll­kom­men­heit. Jesus wur­de viel­fach als Per­le des Chris­ten­tums bezeich­net, emp­fan­gen durch den gött­li­chen Blitz des Hei­li­gen Geistes.
  • Pfahl — Wie die Säu­le eine gedach­te Ver­bin­dung zum Him­mel und den damit ver­bun­de­nen posi­ti­ven Kräf­ten. In dem Zusam­men­hang auch ithy­phal­li­sches, Zeu­gungs­kraft spen­den­des Symbol
  • Pfau, in der Anti­ke — Hera/Juno geweiht, da die Göt­tin die Federn der Vögel mit den Augen des von Her­mes getö­te­ten hun­dert­äu­gi­gen Wäch­ters Argos geschmückt haben soll. In der alt­christ­li­chen Kunst Sym­bol der Unsterb­lich­keit und der Auf­er­ste­hung, weil der Vogel frü­her als unver­wes­lich galt. Die vier Flü­gel der Che­ru­bim wer­den bis­wei­len mit Pfau­en­fe­dern dar­ge­stellt. Spä­ter wur­de der Pfau zum Sym­bol der Eitel­keit, lat. Super­bia (Tugen­den und Las­ter). In Indi­en wird der als Schlan­gen­tö­ter geschätz­te Pfau als Sym­bol und Ver­kör­pe­rung des Got­tes Krisch­na ange­se­hen. Er gilt auch als Vor­bo­te des Regens, da die Inder sein Geschrei als minh- ao, “Regen kommt”, deuten.
  • Pfau­en­fe­der — Glei­che Sym­bo­lik wie der Pfau.
  • Pfei­fe — aus­ge­brannt — Ver­gäng­lich­keits­sym­bol (Vani­tas-Motiv)
  • Pfeil — Sym­bol der Son­ne, Sym­bol für männ­li­che Zeu­gungs­kraft und für den Lie­bes­gott Amor. Im MA wur­de die als Stra­fe Got­tes ange­se­he­ne Pest durch Pfei­le sym­bo­li­siert. Die­se konn­ten durch den schüt­zen­den Man­tel Mari­as abge­hal­ten wer­den (Schutz­man­telm­a­don­na). In der moder­nen Sym­bol­spra­che ist der Pfeil neu­tral. Er gibt ledig­lich die ein­zu­schla­gen­de Rich­tung an.
  • Pferd — Die Bedeu­tung des Pfer­des in der Sym­bo­lik hängt wesent­lich von sei­ner Far­be ab. Wei­ße Pfer­de sind die Zug­tie­re der Wagen von Eos und Heli­os. Sie gel­ten des­halb als Licht­brin­ger. Die mit wei­ßen Ros­sen in Ver­bin­dung gebrach­ten posi­ti­ven Vor­stel­lun­gen zei­gen sich auch dar­in, dass der hl. Georg — in der Ost­kir­che auch der hl. Micha­el — stets auf einem wei­ßen Pferd dar­ge­stellt wer­den. Schwar­ze Pfer­de sym­bo­li­sie­ren dage­gen Tod und Ver­der­ben. Der Wil­de Jäger der Wil­den Jagd wird meist auf einem schwar­zen Pferd rei­tend wie­der­ge­ge­ben. Als Zug­tie­re für Lei­chen­wa­gen dien­ten frü­her immer Rap­pen. Viel­fach sym­bo­lisch gedeu­tet wer­den auch die Pfer­de der Apo­ka­lyp­ti­schen Reiter.
  • Pferd mit Flü­geln — Sinn­bild der Dicht­kunst (Pega­sus).
  • Pfingst­ro­se — In der Kunst Japans und Chi­nas belieb­tes Sinn­bild für Reich­tum, Ehre, weib­li­che Schön­heit, lan­ges Leben und in Japan auch für das Kai­ser­haus. In Chi­na zählt die Pfingst­ro­se zu den Jah­res­zei­ten­blu­men; sie sym­bo­li­siert den März und den Früh­ling. Das Motiv des sogen. Zwie­bel­mus­ter-Por­zel­lans geht auf chi­ne­si­schen Vor­bil­der zurück. Es han­delt sich dabei aber um kei­ne Zwie­beln, son­dern um Pfingst­ro­sen (Päo­ni­en) und Gra­nat­äp­fel. Da ohne Dor­nen, ist die Pfingst­ro­se sowohl Sym­bol als auch Attri­but Mari­as. (Amu­let­te mit den erb­sen­gro­ßen Samen der Pfingst­ro­se wur­den als Schutz gegen Hexen und Geis­ter sowie gegen die Gicht ange­se­hen, des­halb hieß die Pfingst­ro­se frü­her auch “Gicht­ro­se”, vgl. Gichtamulett.)
  • Pfir­sich — Die schon im 1. Jh. n. Chr. aus dem Ori­ent impor­tier­te Frucht galt noch im 17. Jh. in Euro­pa als eine Unter­gat­tung des Apfels, wie auch sein bot. Name “malum per­si­cum” (per­si­scher Apfel), zu erken­nen gibt. Dem­entspre­chend über­trug sich der Sym­bol­ge­halt des Apfels teil­wei­se auch auf den Pfir­sich. In Chi­na und Japan galt der Pfir­sich­baum wegen sei­ner frü­hen Blü­te als Sym­bol des Früh­lings. Pfir­sich­blü­ten waren in Chi­na auch ein Sinn­bild für Mäd­chen; deren Puber­tät wur­de “Pfir­sich­blü­ten-Ver­wirrt­heit” genannt. Die Frucht selbst galt in Chi­na sowohl als Ver­kör­pe­rung des Weib­li­chen als auch als Sym­bol für Lang­le­big­keit und Unsterblichkeit.
  • Pflau­me — Im Fer­nen Osten Sym­bol für Früh­ling, Jugend und Rein­heit, da der Baum blüht, noch bevor die Blät­ter aus­ge­bil­det sind. Im Abend­land gilt die Pflau­me wegen der pral­len, an einer Sei­te spal­ten­för­mig ein­ge­zo­ge­nen Frucht seit alters her als ver­steck­tes Sym­bol der weib­li­chen Sexualität.
  • Pflug — Frü­her als phal­li­sches Sym­bol gedeu­tet da mit dem Pflug, als Vor­be­rei­tung für die Aus­saat, der frucht­ba­re Schoß der Erde geöff­net wird. Die Vor­stel­lung bezieht sich auf den alten Haken­p­flug, bei dem ein pfahl­för­mi­ger Teil in der Erde ent­lang glei­tet. Da die­ser heu­te ver­ein­zelt noch in Ent­wick­lungs­län­dern ver­wen­de­te Pflug kei­ne Pflug­schar besitzt, wird die Erde nur gelo­ckert, nicht aber gewendet.
  • Pflug­schar — Aus Schwer­tern geschmie­de­te Pflug­scha­ren sind seit Jan Brue­gel d. Ä. ein bekann­tes Sym­bol des Frie­dens, zurück­ge­hend auf Jesa­ja 2, 4: “… Da wer­den sie Schwer­ter zu Pflug­scha­ren und ihre Spee­re zu Win­zer­mes­sern machen.”
  • Pfor­te ‑Gilt als Sinn­bild des Rau­mes, des­sen Ein­gang sie bil­det, davon abge­lei­tet z. B. die Begrif­fe Him­mels­pfor­te, Pfor­te der Höl­le (Höl­len­fahrt Chris­ti) sowie Hohe Pfor­te, für das Reich des tür­ki­schen Sultans.
  • Phal­lus — Zwar pri­mär Sym­bol für den Frucht­bar­keits­gott Pria­pus, doch wur­den in der Anti­ke auch ande­re Göt­ter phal­lisch dar­ge­stellt (Her­me).
  • Phö­nix — Sym­bol für Unsterb­lich­keit und damit für Chris­tus (Phö­nix).
  • Pilz — Sym­bol für Lang­le­big­keit, wes­halb zu Neu­jahr klei­ne Glücks­pil­ze ver­schenkt werden.
  • Phry­gi­sche Müt­ze — Sinn­bild der Frei­heit (Phry­gi­sche Müt­ze). (Gar­ten­zwer­ge sind frei?)
  • Pini­en­zap­fen — Da der Zap­fen inner­halb der Schup­pen eine gro­ße Anzahl von Samen ent­hält, zählt er wie ande­re viel­sa­mi­ge Gewäch­se (z. B. Gra­nat­ap­fel und Kür­bis) zu den Sinn­bil­dern für Reich­tum, Frucht­bar­keit und fleisch­li­che Lie­be (des­halb auch Sym­bol für den Phal­lus). Beim Thyr­sos­stab bil­det ein Pini­en­zap­fen den bekrö­nen­den Abschluss.
  • Pistill — lat., “Mör­ser­stö­ßel”. Der Pistill ist Sym­bol für das männ­li­che und der Mör­ser Sym­bol für das weib­li­che Prinzip.
  • Pla­ne­ten — Der Sym­bol­ge­halt der Pla­ne­ten wur­de ein­ge­hend in den im 15. Jh. erschie­ne­nen Pla­ne­ten­bü­chern beschrie­ben. Sie bezie­hen sich auf den Ein­fluss, den die Pla­ne­ten nach Auf­fas­sung der Astro­lo­gen auf das Geschick der Men­schen nehmen.
  • Posau­ne — Auf alten Bil­dern die­nen Posau­nen­blä­ser als Sym­bol für eine Bot­schaft. Sie drü­cken auch Jubel aus, wie bei­spiels­wei­se posau­nen­bla­sen­de Engel bei Dar­stel­lun­gen der Geburt des Jesus­kin­des oder der Auf­er­ste­hung am Tag des Apo­ka­lyp­ti­schen Gerichts.
  • Pur­pur — Die rote Far­be der Pur­pur­schne­cke galt im Alter­tum wegen ihrer Kost­bar­keit als Sym­bol für Macht. Pur­pur war zeit­wei­se nur Herr­schern (Pur­pur­man­tel) und den Ver­tre­tern höchs­ter Ämter sowie Pries­tern vor­be­hal­ten. Die am Rand mit Pur­pur­strei­fen ver­se­he­ne Toga durf­ten im  römi­schen Reich nur Ange­hö­ri­ge der höhe­ren Stän­de tra­gen. In der kath. Kir­che ist der Pur­pur die Far­be der Kardinäle.
  • Qua­drat — Erd­ge­bun­de­nes Sym­bol zum Unter­schied vom Kreis, der den Him­mel ver­sinn­bild­licht. Das Vier­eck gilt als Zei­chen des von Men­schen geschaf­fe­nen Ord­nungs­prin­zips. Die Vier­fach­or­tung beruht auf den vier Him­mels­rich­tun­gen. Der Aus­druck “Stadt­vier­tel” weist noch heu­te auf die von den Römern qua­dra­tisch ange­leg­ten Städ­te hin, die waag­recht und senk­recht von je einer Haupt­stra­ße durch­zo­gen waren, die den Grund­riss viertelten.
  • Quel­le — In fast allen Kul­tu­ren wur­den Quel­len in Ver­bin­dung mit Quell­gott­hei­ten kul­tisch ver­ehrt und mit Ursprung, Rein­heit, Frucht­bar­keit und manch­mal auch mit Heil­kraft in Zusam­men­hang gebracht. Seit Beginn der Neu­zeit dient die Quel­le im über­tra­ge­nen Sinn als Sinn­bild geis­tig- see­li­scher Kräf­te. Die Quel­le ist auch ein Sym­bol für die Tau­fe, als Quel­le des Lebens.
  • Quit­te — Im Alter­tum Frucht­bar­keits­sym­bol. Sie war Dio­ny­sos und Venus geweiht und dien­te auch als Brautspeise.
  • Rabe — Zwi­schen Rabe und Krä­he wird in Mytho­lo­gie und Sym­bo­lik im all­ge­mei­nen nicht unter­schie­den. Da Raben­vö­gel Geräu­sche imi­tie­ren, man­che sogar mensch­li­che Lau­te wie­der­ge­ben kön­nen (Doh­len), ist der Rabe ein Sym­bol für Weis­heit, Pro­phe­zei­un­gen und Geschwät­zig­keit. Als Stra­fe für die Schwatz­haf­tig­keit soll Apol­lon das frü­her wei­ße Gefie­der des Raben schwarz gefärbt haben (Apol­lon tötet Koro­nis). Da der Rabe Aas frisst, sym­bo­li­siert er manch­mal auch die Bos­heit und das Böse an sich. Auf die­sen Sym­bol­ge­halt nimmt die Dar­stel­lung von auf Gal­gen sit­zen­den Raben oder Krä­hen Bezug, die auf den Tod des Gehenk­ten war­ten, um dann Fleisch­stü­cke aus dem Kör­per zu picken. Sie sol­len auch nach Kampf­hand­lun­gen in Schwär­men das Schlacht­feld auf­ge­sucht haben und über die Lei­chen her­ge­fal­len sein. Raben und Krä­hen gal­ten des­halb als Unglücks­brin­ger. Der bekann­tes­te “Unglücks­ra­be” ist die harm­los- humo­ri­ge Gestalt des “Hans Hucke­bein” von Wil­helm Busch. Die Raben am Gelän­de des Tower von Lon­don sym­bo­li­sie­ren den Bestand des Bri­tish Empi­re. Sie bekom­men Fut­ter, und es wer­den ihnen die Flü­gel gestutzt, damit sie nicht fort­flie­gen, weil einer Legen­de nach ihr Ver­schwin­den den Ein­sturz des Tower und den Unter­gang des König­reichs nach sich zie­hen würde.
  • Rad — Auf Dar­stel­lun­gen meist als Spei­chen­rad wie­der­ge­ge­ben, Sym­bol für Bud­dha, den Wagen des Son­nen­got­tes Heli­os und die Mär­ty­re­rin Katha­ri­na (Katha­ri­nen­rad).
  • Rat­te — Auf mit­tel­al­ter­li­che Dar­stel­lun­gen meist nicht von Mäu­sen zu unter­schei­den und wie die­se Sym­bol für Krank­hei­ten, Hexe­rei, böse Geis­ter und Unglück. In Asi­en gilt die Rat­te als glück­brin­gen­des Symbol
  • Räu­ber — Oft roman­tisch ver­bräm­te Sym­bol­ge­stalt, Sym­bol des Wider­stan­des gegen herr­schaft­li­che Unter­drü­ckung und Aus­beu­tung (Robin Hood).
  • Rauch — Der zum Him­mel auf­stei­gen­de Rauch wur­de als Sym­bol dafür ange­se­hen, dass ein Opfer gnä­dig ange­nom­men wor­den sei. Kain erschlug sei­nen Bru­der Abel, weil der Rauch von des­sen Opfer­feu­er säu­len­ar­tig auf­ge­stie­gen war, sein eige­nes Opfer­feu­er aber nur qualm­te und der Rauch sich am Boden ausbreitete.
  • Rau­te — Seit dem Alter­tum Sym­bol für die Vul­va und Ver­kör­pe­rung des weib­li­chen, emp­fan­gen­den Prinzips.
  • Rechen­brett — Sym­bol für Arith­me­tik, eine der sie­ben frei­en Küns­te (Artes liberales).
  • Rechts und links — Da die meis­ten Men­schen Rechts­hän­der sind, war die rech­te Sei­te bereits im Alter­tum die bevor­zug­te. Der Platz zur rech­ten Hand des Haus­herrn gilt als Ehren­platz. Der auf­er­stan­de­ne Hei­land­sitzt zur Rech­ten Gott­va­ters, und auch den Aus­er­wähl­ten beim Jüngs­ten Gericht wird die rech­te Sei­te zuge­ord­net (Rechts und links).
  • Regen — Sinn­bild für die Befruch­tung der Erde (Gäa) durch den Him­mel. Mit Aus­nah­me der Sint­flut hat der Regen in allen Kul­tu­ren durch die För­de­rung der Vege­ta­ti­on posi­ti­ve Bedeutung.
  • Regen­bo­gen — Über­wie­gend als segen­kün­den­de und glück­ver­hei­ßen­de Natur­er­schei­nung gedeu­tet. Das Erschei­nen eines Regen­bo­gens am Ende der Sint­flut wur­de als Zei­chen der gött­li­chen Gna­de ange­se­hen. Der Regen­bo­gen galt all­ge­mein als Sym­bol des Alten Bun­des (Gene­sis 9, 13): “Mei­nen Bogen habe ich in die Wol­ken gesetzt. Der soll das Zei­chen sein des Bun­des zwi­schen mir und der Erde.” (Das Sinn­bild des NT ist der Kelch.) Die sie­ben Far­ben des Regen­bo­gens wer­den mit den sie­ben Sakra­men­ten und den sie­ben Gaben des Hei­li­gen Geis­tes ver­gli­chen. Auf mit­tel­al­ter­li­chen Dar­stel­lun­gen (Elfen­bein­re­li­efs) thront Chris­tus manch­mal auf einem Regen­bo­gen (Majes­tas Domi­ni). Der Regen­bo­gen wird aber auch als Mari­en­sym­bol ange­se­hen, bezug­neh­mend auf die Ver­mitt­ler­rol­le Mari­as zwi­schen Gott und den Men­schen. Das grie­chi­sche Wort für Regen­bo­gen, Iris, wur­de seit Hesi­od mit der Göt­ter­bo­tin gleich­ge­setzt; bis­wei­len wird der Regen­bo­gen auch als ihr Gür­tel bezeich­net. Die Volks­dich­tung ver­bin­det den Regen­bo­gen mit Reich­tum und berich­tet, dass am Ende jedes Regen­bo­gens ein mit Gold­stü­cken gefüll­ter Topf ver­gra­ben sei.
  • Reichs­ap­fel — Zu den Reichs­in­si­gni­en zäh­len­des Sym­bol für Herrschaft.
  • Rei­her — Der Sage nach kann er über den Wol­ken flie­gen, um dem Unwet­ter zu ent­ge­hen. Der Rei­her gilt daher als Sym­bol für die Gerech­ten, die sich von allem Irdi­schen abwen­den und deren Sinn allein auf das Himm­li­sche aus­ge­rich­tet ist. Den posi­ti­ven Sym­bol­ge­halt beein­flusst fer­ner, dass der Rei­her Schlan­gen frisst, die das Böse verkörpern.
  • Rei­sig­samm­ler — Sym­bol für den Winter.
  • Ring — Mate­ria­li­sa­ti­on des Krei­ses als Sym­bol Zei­chen der Zuge­hö­rig­keit zu einer Gemein­schaft oder einem Stand.
  • Rose — Als Köni­gin der Blu­men Sinn­bild für die Him­mels­kö­ni­gin Maria. In der Anti­ke war man der Ansicht, dass Rosen die Wir­kung des Wei­nes abschwäch­ten und davor bewahr­ten, Geheim­nis­se zu ver­ra­ten. Die Rose galt des­halb als Sym­bol der Ver­schwie­gen­heit, lat. “sub rosa” (unter der Rose, d. h. unter dem Sie­gel der Ver­schwie­gen­heit). In die­sem Sinn sind die als Dekor geschnitz­ten Roset­ten und Rosen alter Beicht­stüh­le zu deu­ten. In der Blu­men­sym­bo­lik bedeu­ten rote Rosen eine Lie­bes­er­klä­rung. Pfingst­ro­sen wer­den in der Dich­tung als Rosen ohne Dor­nen gepriesen.
  • Rosen­kreuz, Sym­bol der Rosenkreuzer.
  • Rubin — altes Sym­bol der lei­den­schaft­li­chen Lie­be und der Lebenskraft.
  • Rui­ne — im Klas­si­zis­mus reprä­sen­tier­ten Phan­ta­sie­rui­nen die Anti­ke, in der Roman­tik hin­ge­gen den Vanitas-Gedanken.
  • Rute — Sym­bol für die Gram­ma­tik, eine der sie­ben frei­en Küns­te (Artes libe­ra­les), als Hin­weis auf die in den Latein­schu­len übli­chen Straf­me­tho­den. Auch Frucht­bar­keits­sym­bol (Bar­ba­ra­zwei­ge).
  • Sala­man­der — sie­he Feuersalamander.
  • Salz — wegen sei­ner lebens­wich­ti­gen Bedeu­tung seit alters her gemein­sam mit Brot ein Sym­bol der Gast­freund­schaft. Da man mit Salz kon­ser­vie­ren kann, wur­de die­ses seit der Anti­ke auch für ritu­el­le Rei­ni­gun­gen ver­wen­det und galt als wich­ti­ge Opfer­ga­be sowie als Mit­tel gegen Dämo­nen und böse Geis­ter. Im MA glaub­te man, Hexen wür­den gesal­ze­ne Spei­sen verabscheuen.
  • Sand­uhr — Zei­chen für die Ver­gäng­lich­keit (Memen­to mori), Bezug neh­mend auf die rasch ver­rin­nen­de Zeit und das nahen­de Ende.
  • Saphir — wegen sei­ner blau­en Far­be wird der Edel­stein mit dem Him­mel in Ver­bin­dung gebracht und sym­bo­li­siert Keusch­heit sowie Wahrheitsliebe.
  • Sar­ko­phag — Erin­ne­rung an den Tod, Memen­to mori Symbol
  • Säu­le — Sinn­bild für tra­gen­de Kraft und Macht (Tri­umph­säu­len) sowie phal­li­sches Sym­bol Die Säu­len des Hera­kles (Gibral­tar) gal­ten als Pfor­te zu dem die Erde umge­ben­den Okea­nos. Die bei­den Bron­ze­säu­len, die den Ein­gang zur Vor­hal­le des Salo­mo­ni­schen Tem­pels in Jeru­sa­lem flan­kier­ten, sol­len fast neun Meter hoch gewe­sen sein. Sie hie­ßen “Jachin” (Gott macht fest) und “Boas” (In Ihm ist Kraft). Ver­klei­ner­te Nach­bil­dun­gen fan­den Ein­gang in die Frei­mau­rer- Symbolik.
  • Schaf — wäh­rend das weib­li­che Schaf als hilf­los, dumm und leich­te Beu­te für den Wolf ange­se­hen wird, gilt der Wid­der als Sym­bol für Kraft, manch­mal auch für Zorn.
  • Schat­ten — bis­wei­len als Sym­bol der See­len ver­stan­den. Das Toten­reich wird als Reich der Schat­ten bezeich­net. In Volks­mär­chen besit­zen Men­schen, die für Gold ihre See­le dem Teu­fel ver­kauft haben, kei­nen Schat­ten mehr. Aber­gläu­bi­ge Men­schen ver­mie­den, in den Schat­ten eines ande­ren zu tre­ten oder im Schat­ten eines ande­ren zu ste­hen, da die­ser sonst von ihnen Besitz ergrei­fen könn­te. Bei der Ver­kün­di­gung wähl­te der Erz­engel Gabri­el die Wor­te: “Hei­li­ger Geist wird über dich kom­men, und Kraft des Aller­höchs­ten wird dich über­schat­ten …” (Lukas, 1, 35).
  • Schel­len­kap­pe — Sym­bol der Narren.
  • Schen­kel — als Ver­län­ge­rung der Len­den Sym­bol für Zeu­gung und Schöp­fungs­kraft (Dio­ny­sos wuchs in einem Schen­kel des Got­tes Zeus her­an). Gekreuz­te Ober­schen­kel­kno­chen unter einem Toten­schä­del ver­sinn­bild­li­chen die abge­stor­be­ne Kraft der Len­den und den ent­schwun­de­nen Geist (Memen­to mori Sym­bol). Die in sich alles wie­der­auf­neh­men­de Göt­tin Gäa wird manch­mal dar­ge­stellt, wie sie einen mensch­li­chen Schen­kel verschlingt.
  • Schiff — Ver­kör­pe­rung der christ­li­chen Kirche.
  • Schild­krö­te — in der Mytho­lo­gie Asi­ens Sym­bol für das Uni­ver­sum. Auf alten Dar­stel­lun­gen dient ein Schild­krö­ten­pan­zer als Stüt­ze für das Him­mels­ge­wöl­be. In Euro­pa war die Schild­krö­te die Per­so­ni­fi­ka­ti­on des Gefühls und wegen ihrer vie­len Eier auch ein Sym­bol für Frucht­bar­keit und Sin­nes­lust. Bis­wei­len wur­de die Ansicht ver­tre­ten, bei Schild­krö­ten gäbe es nur weib­li­che Tie­re, die sich mit Schlan­gen paa­ren. Wegen der Mög­lich­keit, sich in den Pan­zer zurück­zu­zie­hen, galt die Schild­krö­te auch als Sinn­bild sitt­sa­mer Lie­be. Der Pan­zer mach­te die Schild­krö­te zum Sym­bol des Schut­zes gegen Sturm und Hagel. All­ge­mein wird die Schild­krö­te wegen ihrer hohen Lebens­er­war­tung mit lan­gem Leben in Ver­bin­dung gebracht.
  • Schim­mel — als wei­ßes Pferd, ist ein Sym­bol für das Gute.
  • Schim­mel­pilz — auf Still­le­ben ver­kör­pert das Böse. Eben­so wie die Dar­stel­lung von Fäul­nis an Früch­ten bedeu­ten von Schim­mel befal­le­ne Stel­len ein Memen­to mori Symbol.
  • Schirm — wie der Bal­da­chin Sym­bol für Herr­scher­wür­de. In der alt­in­di­schen Kunst galt bei­spiels­wei­se ein über einem lee­ren Thron oder einem rei­ter­lo­sen Pferd auf­ge­spann­ter Schirm als Sym­bol für Buddha.
  • Schlan­ge — galt frü­her wegen ihrer Häu­tun­gen als Sinn­bild für Lebens­er­neue­rung. Auch mit Weis­heit in Ver­bin­dung gebrach­tes Sym­bol der Pru­den­tia (Klug­heit). Im Chris­ten­tum Sym­bol für das Böse und den Sün­den­fall (Genesis3,1). Seit dem MA war die Schlan­ge auch das Sym­bol für Falsch­heit und Zwietracht.
  • Schlan­ge die sich in den Schwanz beißt — Sinn­bild der Ewig­keit ( Aeter­ni­tas, Uroboros).
  • Schlei­er — bereits im AT ein Sym­bol für Trau­er. In Ver­bin­dung mit der Schlei­er­spen­de der Got­tes­mut­ter, ein Sym­bol für Schutz und Schirm.
  • Schlin­ge — die Falsch­heit wur­de oft durch einen Mann mit Angel, Schlin­ge oder Netz sym­bo­li­siert, manch­mal auch in Beglei­tung eines Fuchses.
  • Schlüs­sel — eine (fei­er­li­che) Schlüs­sel­über­ga­be gilt als sym­bo­li­sche Hand­lung der Inbe­sitz­nah­me, z. B. einer bela­ger­ten Stadt, oder als Zei­chen der Über­tra­gung der Schlüs­sel­ge­walt, der Inbe­sitz­nah­me des Haus­hal­tes durch die Ehe­frau. In der christ­li­chen Sym­bo­lik reprä­sen­tiert der Schlüs­sel die Petrus ver­lie­he­ne Voll­macht, zu lösen und zu bin­den. “Dir will ich die Schlüs­sel des Him­mel­rei­ches geben. Was du bin­den wirst auf Erden, wird gebun­den sein im Him­mel, und was du lösen wirst auf Erden, wird gelöst sein im Him­mel” (Mat­thä­us 16, 19). Die­se Voll­macht wur­de in wei­te­rer Fol­ge auf den Kreis der Jün­ger und den Kle­rus über­tra­gen (Bin­de- und Löse-Schlüs­sel). In der Bil­den­den Kunst wird die fei­er­li­che Schlüs­sel­über­ga­be an Petrus meist mit dem Ter­mi­nus “dona­tio cla­vis” bezeichnet.
  • Schmelz­tie­gel — im MA Sinn­bild für das weib­li­che Prinzip.
  • Schmet­ter­ling, griech. Psy­che. Schon im Alter­tum war der Schmet­ter­ling sowohl ein Sinn­bild für die mensch­li­che See­le als auch für Flat­ter­haf­tig­keit und Leicht­le­big­keit. (Elfen wur­den frü­her viel­fach mit Schmet­ter­lings­flü­geln dar­ge­stellt, eben­so der Gott des Schla­fes, Hypnos/Somnus. In der früh­christ­li­chen Kunst war der Schmet­ter­ling wegen sei­ner Meta­mor­pho­se (Rau­pe, Ver­pup­pung und Schmet­ter­ling) ein Sym­bol für die Auf­er­ste­hung Christi.
  • Schne­cke — von alt­hoch­dt. snecko, “Kriech­tier”.
    • Wie ande­re am Boden krie­chen­de Tie­re oft mit nega­ti­ven Bedeu­tun­gen in Ver­bin­dung gebracht.
    • Ihrer lang­sa­men Fort­be­we­gung wegen ist die Schne­cke ein Sym­bol für die Tod­sün­de Trägheit/Faulheit und, da Zwit­ter, auch für die Tod­sün­de Wollust. 
    • Ein lee­res Schne­cken­haus auf Still­le­ben wird des­halb als Memen­to mori Sym­bol ange­se­hen, da viel­fach die Mei­nung herrsch­te, dass sexu­el­le Akti­vi­tät zum frü­hen Tod füh­ren würde.
    • Lee­re Schne­cken­ge­häu­se oder Perl­boo­te (sie­he Nau­ti­lus­po­kal) sind Über­bleib­sel einst leben­di­ger Tie­re. Sie ste­hen des­halb für Tod und Ver­gäng­lich­keit, eben­so die Muschelschalen. 
    • Die Wein­berg­schne­cke, die ihr Haus im Spät­herbst mit einem Kalk­de­ckel ver­schließt, den sie im Früh­jahr wie­der sprengt, galt frü­her auch als Auferstehungssymbol.
  • Schnee­glöck­chen — zählt zu den Demut sym­bo­li­sie­ren­den Blu­men und wird vor allem mit Maria in Ver­bin­dung gebracht.
  • Schnit­ter — Sym­bol für den Tod.
  • Schrift­rol­le — Sym­bol für Wis­sen und Gelehr­sam­keit. In der Sakral­kunst sym­bo­li­siert die Schrift­rol­le vor allem die Bibel und die Thora.
  • Schuh — Sym­bol mit zahl­rei­chen Bedeu­tun­gen, u. a. altes Sinn­bild für Frei­heit, da Unfreie und Skla­ven über kein eige­nes Schuh­werk ver­füg­ten. Im 15./16. Jh. war der Bund­schuh das Feld­zei­chen der auf­stän­di­schen Bauern.
  • Schwal­be — Sym­bol der Auf­er­ste­hung, des Früh­lings und der Hoff­nung (auf die Rück­kehr des Früh­lings). In der Heral­dik gibt die Dar­stel­lung einer Schwal­be zu erken­nen, dass es sich um jün­ge­re Nach­kom­men han­delt, die über kei­nen Land­be­sitz ver­fü­gen, wie die Zugvögel.
  • Schwan — der wei­ße Schwan gilt in allen Kul­tu­ren als posi­ti­ves Sym­bol und ver­sinn­bild­licht Mut sowie edle Rein­heit und Her­kunft. Er wird oft als König der Was­ser­vö­gel bezeich­net und soll bei einem Angriff auf die Jun­gen sogar den See­ad­ler in die Flucht schla­gen. Als Bei­spiel für edle Her­kunft wird ange­führt, dass Gott Zeus die mit König Tyn­da­re­os ver­hei­ra­te­te Leda in Gestalt eines Schwa­nes schwän­ger­te. Schwä­ne zogen Apol­lons Wagen und den Nachen des Lohen­grin. Da Schwä­ne im Win­ter manch­mal in Gewäs­sern fest­frie­ren und dabei durch­drin­gen­de Schreie aus­sto­ßen, wird der kla­gen­de Schwan als Ankün­di­gung des nahen­den Todes ange­se­hen (Schwa­nen­ge­sang).
  • Schwarz — wie Weiß eine so genann­te “abso­lu­te Far­be”. In Mit­tel­eu­ro­pa wer­den mit Schwarz im All­ge­mei­nen nega­ti­ve Aspek­te aus­ge­drückt (Schwar­ze Magie, Schwar­ze Mes­se, Schwar­zer Mann usw.). Schwar­zen Tie­ren (Kat­zen, Böcken, Pfer­den etc.) begeg­ne­te man frü­her mit Miss­trau­en. Sie gal­ten als Beglei­ter des Teu­fels und als Teil­neh­mer an der Wil­den Jagd. Schwar­ze Klei­dung reprä­sen­tiert erns­te Wür­de sowie Trauer.
  • Schwein — in der christ­li­chen Kunst Sym­bol für unge­zü­gel­te Wol­lust, für Frucht­bar­keit und Wohl­stand. Die Kel­ten ver­ehr­ten die Schwei­ne­göt­tin Cerid­wen, und der Bei­na­me der ger­ma­ni­schen Göt­tin Frey­ja war Syr, mit der posi­ti­ven Bedeu­tung von Sau. Der Sym­bol­ge­halt von Glück und Wohl­stand ist in der Form der zu Neu­jahr ver­schenk­ten Glücks­schwein­chen bis heu­te erhal­ten geblie­ben. Bei Juden und Mus­li­men gilt das Schwein als Sinn­bild des Unreinen.
  • Schwert — Sym­bol mit viel­fäl­ti­ger Bedeu­tung. Es ver­sinn­bild­licht das männ­li­che Prin­zip, wäh­rend die Schwert­schei­de das Weib­li­che sym­bo­li­siert. Das Schwert gilt fer­ner als altes Zei­chen für Macht, rich­ter­li­che Gewalt und Hoch­adel. Die nied­ri­gen Adels­rän­ge wur­den durch die Lan­ze repräsentiert.
  • Schwert­arm — altes Sym­bol für Markt­recht und Markt­schutz eines Ortes (Wapp­ner).
  • Segel — gebläht, gilt als Sym­bol für die Win­de. Da das Segel zu den Attri­bu­ten For­tu­nas zählt, auch Sym­bol für Unbe­stän­dig­keit. In der christ­li­chen Iko­no­gra­phie Sym­bol für den Hei­li­gen Geist.
  • Sei­fen­bla­se — wegen ihrer raschen Ver­gäng­lich­keit ein häu­fi­ges Memen­to mori Symbol
  • Senk­blei — zählt mit Zir­kel und Win­kel­maß zu den alten Sym­bol der Bau­meis­ter. Im über­tra­ge­nen Sinn wur­de es von den Ange­hö­ri­gen der Bau­hüt­ten als Sinn­bild für Recht­schaf­fen­heit und Gerad­li­nig­keit des Cha­rak­ters ver­wen­det. Wegen des posi­ti­ven Sym­bol­ge­halts gehört das Senk­blei oder Lot auch zu den alten Freimaurer-Symbol
  • Sen­se — die Sichel und die erst seit der Neu­zeit als Ern­te­ge­rät ver­wen­de­te Sen­se haben die glei­che Sym­bol­be­deu­tung. Vgl. Sichel.
  • Sey­chel­len­nuss — sie ist mit einem Gewicht von bis zu 25 kg die schwers­te Frucht. Wegen ihrer Grö­ße sym­bo­li­siert die Sey­chel­len­nuss den Über­fluss und das “Land, in dem Milch und Honig fließen”.
  • Sichel — schon im Alter­tum wur­den sichel­ähn­li­che Mes­ser aus Feu­er­stein her­ge­stellt. In der Anti­ke war das Ern­ten von Getrei­de mit­tels metal­le­ner Sicheln im Mit­tel­meer­raum bereits all­ge­mein gebräuch­lich. Die Sichel wur­de zum Sym­bol für die Ern­te­zeit und zum Attri­but von Frucht­bar­keits- und Ern­te­gott­hei­ten, vgl.
  • Pria­pos — Wegen der vor allem im Ori­ent gebräuch­li­chen Sichel­schwer­ter war die Sichel auch Sinn­bild für Kas­tra­ti­on und Tod. Ura­nos soll mit einem Sichel­mes­ser ent­mannt wor­den sein. In der Bil­den­den Kunst wer­den Kro­nos, als Per­so­ni­fi­ka­ti­on der Zeit, sowie der Tod als Schnit­ter mit einer Sichel oder als Sen­sen­mann dar­ge­stellt. Sichel und Sen­se ver­sinn­bild­li­chen die rasche Ver­gäng­lich­keit und sind ein ver­brei­te­tes Memen­to mori Sym­bol In Ver­bin­dung mit dem Ham­mer, altes Sym­bol für Bau­ern- und Arbei­ter­stand, und spä­ter auch Emblem für den Kommunismus.
  • Sie­ben — die Zahl hat viel­fäl­ti­ge sym­bo­li­sche Bedeutung: 
    • 7 Pla­ne­ten
    • die 7 Arme der Meno­ra
    • der die apo­ka­lyp­ti­sche Frau und das Kind bedro­hen­de Dra­che wird mit 7 Hör­nern dargestellt
    • das in der Apo­ka­lyp­se erwähn­te Buch mit 7 Siegeln
    • die 7 frei­en Küns­te (Artes liberales)
    • die 7 Sakra­men­te der kath. Kirche
    • die 7 Tugen­den und 7 Laster
    • die 7 Freu­den und 7 Schmer­zen Marias
    • die 7 Gaben des Hei­li­gen Geistes
    • die 7 leib­li­chen und die 7 geist­li­chen Gaben der Barmherzigkeit
    • die 7 japa­ni­schen Glücks­göt­ter (Shi­chi-fuku­jin)
    • die “böse Sie­ben” sym­bo­li­sier­te im MA eine zän­ki­sche Ehe­frau, abge­lei­tet von der sie­ben­ten Bit­te des Pater­nos­ter, “erlö­se uns von dem Bösen”.
  • Sie­gel — da es vor unbe­fug­ter Kennt­nis­nah­me schützt, ist das Sie­gel der Inbe­griff des Verschlossenseins.
  • Sil­ber — als Sym­bol mit dem Mond und den Mond­gott­hei­ten in Ver­bin­dung gebracht. In alchi­mis­ti­schen Schrif­ten wird Sil­ber häu­fig mit dem Namen der Mond­göt­tin Luna bezeich­net oder durch eine Mond­si­chel dar­ge­stellt. Der Mond von Mond­si­chelm­a­don­nenn besteht oft aus Sil­ber. In der christ­li­chen Sym­bo­lik wur­de das durch Läu­te­rung gewon­ne­ne Sil­ber mit der Läu­te­rung der See­le ver­gli­chen. Dar­über hin­aus gilt Sil­ber als Sym­bol für Keusch­heit, Rein­heit, Jung­fräu­lich­keit und all­ge­mein als Sinn­bild des weib­li­chen Prin­zips, wäh­rend Gold den Mann reprä­sen­tiert. Der Volks­glau­be spricht dem Sil­ber posi­ti­ve und dämo­nen­ab­weh­ren­de Sym­bol­kraft zu. Mit aus Sil­ber gegos­se­nen Kugeln schoss man bei hef­ti­gen Unwet­tern auf die Wol­ken, um die Wet­ter­he­xen zu vertreiben.
  • Sil­ber­geld — auf Still­le­ben Sym­bol für die 30 Sil­ber­lin­ge, um die Jesus von Judas ver­ra­ten wur­de, und damit auch ein Hin­weis auf die Passion.
  • Sint­flut — Sym­bol für Gottesgericht.
  • Sire­nen — in der mit­tel­al­ter­li­chen christ­li­chen Mythen­deu­tung sym­bo­li­sier­ten die Sire­nen die zur Sin­nes­lust ver­füh­ren­den Rei­ze der Frau.
  • Ska­ra­bä­us — vom Alter­tum bis zum MA apo­tro­päi­scher Talis­man; im frü­hen Chris­ten­tum Sym­bol für die Auferstehung.
  • Ske­lett — die bild­li­che Wie­der­ga­be des mensch­li­chen Gerip­pes ist Per­so­ni­fi­ka­ti­on und Sym­bol des Todes (Toten­tanz).
  • Skor­pi­on — Sym­bol für Falsch­heit und Treu­lo­sig­keit; in der Apo­ka­lyp­se des Johan­nes als Höl­len­tier bezeich­net. Der Skor­pi­on ist auch eines der Tierkreiszeichen.
  • Son­ne — Sym­bol der Göt­ter Helios/Sol und Re , Sinn­bild höchs­ter kos­mi­scher Macht. Die Son­ne ist auch ein Chris­tus­sym­bol, das vor allem durch Bern­har­din v. Sie­na und die Jesui­ten ver­brei­tet wur­de. Vgl. auch das Sym­bol “Son­ne und Mond”.
  • Son­nen­blu­me — Sym­bol für lan­ges Leben. In eine Son­nen­blu­me ver­wan­delt wur­de die Nym­phe Klythia.
  • Son­nen­schirm — sie­he unter Schirm.
  • Son­nen­uhr — Memen­to mori Sym­bol, Sym­bol für die Ver­gäng­lich­keit der Zeit.
  • Son­ne und Mond — die bei­den Him­mels­kör­per sym­bo­li­sie­ren Ekkle­sia und Syn­ago­ge ander­seits auch das männ­li­che und das weib­li­che Prin­zip. Die Son­ne ihrer­seits wird durch Gold, der Mond durch Sil­ber symbolisiert.
  • Spat­zen — s. Sperling.
  • Speer — Ver­kör­pe­rung des männ­li­chen Prin­zips. Sym­bol der nie­de­ren Adels­rän­ge. Der Hoch­adel wird durch das Schwert versinnbildlicht.
  • Sper­ling — Sym­bol für Bedeu­tungs­lo­sig­keit (Spat­zen­hirn) sowie für Wol­lust (der häu­fi­gen Paa­rungs­be­reit­schaft wegen).
  • Sphinx — Sym­bol für das Rät­sel­haf­te, Uner­gründ­li­che im Wesen der Frau.
  • Spie­gel — Sinn­bild der Eitelkeit. 
    • Ein fle­cken­lo­ser Spie­gel galt auch als Sym­bol für Rein­heit und damit für Maria.
    • Spie­gel erfreu­ten sich in alter Zeit nicht nur wegen ihrer Sel­ten­heit gro­ßer Wert­schät­zung, son­dern stan­den auch im Ruf, apo­tro­päi­sche Wir­kun­gen zu verdoppeln.
    • Spie­gel zei­gen eben­so wie Schat­ten nur eine äußer­li­che Form des Gespiegelten.
  • Spiel­kar­ten — auf Still­le­ben ver­sinn­bild­li­chen Spiel­kar­ten die Spiel­lei­den­schaft, die zur Höl­le führt. Spiel­kar­ten sind auch das “Gebet­buch des Teufels”.
  • Spiel­stei­ne — aus dem MA sind Spie­gel­kap­seln mit Dar­stel­lun­gen von Spie­lern mit Brett­spie­len erhal­ten. In der Iko­no­gra­phie des Las­ters haben Spiel­stei­ne eine weni­ger abwer­ten­de Bedeu­tung als Spielkarten.
  • Spin­del — Sym­bol der Schick­sals­göt­tin­nen, die den Lebens­fa­den spin­nen (Moi­ren), dane­ben, wie die Kun­kel, auch Sinn­bild für die Frau.
  • Spin­ne — Sym­bol des Gei­zes (Ava­ri­tia). Die Spin­ne wird in Spra­che und Sym­bo­lik als böse und gefähr­lich ein­ge­stuft (z. B. spin­ne­feind). Der Grund dafür ist die Lebens­wei­se der Spin­ne; sie war­tet ver­steckt, bis ihr die Beu­te ins Netz geht, die sie durch einen Biss mit Gift lähmt und aus­saugt. Die Ver­wen­dung des Net­zes, das Lau­ern und der gift­brin­gen­de Biss ver­ur­sa­chen eine Häu­fung nega­ti­ver Emp­fin­dun­gen, die im abwer­ten­den Sym­bol­ge­halt zum Aus­druck kom­men. Ein­zig die Kreuz­spin­ne wur­de im MA wegen ihrer kreuz­för­mi­gen Zeich­nung am Rücken als geseg­ne­tes Wesen angesehen.
  • Spinn­ro­cken — eines der Sym­bol für die Frau Kunkel,
  • Spi­ra­le — das schon in Mega­li­th­kul­tu­ren in Fel­sen geritz­te Spi­ral­mo­tiv wird heu­te über­wie­gend als Dar­stel­lung des Son­nen­rads gedeu­tet. Da die Spi­ra­len vor­ge­schicht­li­cher Ritz­bil­der häu­fig so ange­ord­net sind, dass sie bei güns­ti­gen Wet­ter­ver­hält­nis­sen fast genau um die Mit­tags­zeit an Sonn­wend­ta­gen von den Son­nen­strah­len getrof­fen wer­den, sieht man in ihnen ein Sym­bol der Son­ne. Eine Son­der­form ist die Dop­pel­s­pi­ra­le, die auf bron­ze­zeit­li­chen Objek­ten zu fin­den ist. Sie kann ent­we­der einen rein deko­ra­ti­ven Zie­rat dar­stel­len oder als Sym­bol die Kräf­te des In- Sich-Zusam­men­fal­lens und des Sich-Ent­fal­tens ver­ei­nen. So wer­den vor allem Dar­stel­lun­gen aus dem Früh­MA aus­ge­legt, spe­zi­ell Dop­pel­s­pi­ra­len am Gewand Chris­ti: sie sol­len Ster­ben und Auf­er­ste­hung symbolisieren.
  • Spit­zen — Sym­bol feu­da­ler Lebensart.
  • Sta­chel­ku­gel — Gebild­vo­tiv (de.wikipedia.org/wiki/Votivgabe), Sym­bol für Gebär­mut­ter, Geburt und Frauenleiden.
  • Stein­bock — Stern­bild des süd­li­chen Him­mels und zehn­tes Zei­chen des Tier­krei­ses. Als Monats­zei­chen der Win­ter­wen­de Sym­bol der sich erneu­ern­den Herr­schaft des Lichts. Die nega­ti­ve Sym­bo­lik des Zie­gen­bocks hat auf die Sym­bo­lik des Stein­bocks kei­ne nega­ti­ve Aus­wir­kung. Dem über­lan­gen, sichel­för­mig gebo­ge­nen Gehörn der Böcke wur­de im alten Volks­glau­ben auch magi­sche Schutz- und Heil­wir­kung zugeschrieben.
  • Stei­ne — wegen ihrer Här­te seit prä­his­to­ri­scher Zeit Sym­bol für Bestän­dig­keit, Kraft und Macht. Da man mit ihnen Fun­ken schla­gen und damit das lebens­er­hal­ten­de Feu­er ent­fa­chen kann, gal­ten sie auch als Lebens­spen­der. Stein­säu­len waren im Alter­tum ein Sinn­bild für den Zeu­gungs­akt. Sie stan­den meist an Weg­kreu­zun­gen, und jeder Vor­bei­ge­hen­de warf einen Stein in Rich­tung der Säu­le. Damit ver­band sich die sym­bo­li­sche Vor­stel­lung von Meh­rung. Bekannt ist das Bei­spiel aus der grie­chi­schen Mytho­lo­gie, dass die Über­le­ben­den der Deu­ka­li­ons­chen Flut im gött­li­chen Auf­trag Stei­ne als Gebei­ne der Mut­ter Erde über die Schul­ter hin­ter sich war­fen, um die Erde neu zu bevöl­kern (Pyr­rha und Deu­ka­li­on). Auf der Sym­bo­lik von Kraft und Frucht­bar­keit beruht auch der frü­he­re Brauch, jun­ge Frau­en mit nack­tem Gesäß über sogen. Rutsch­stei­ne rut­schen zu las­sen, damit sich die in den Gebei­nen der Erde ruhen­de Kraft auf ihre Len­den über­tra­ge. Die in den dunk­len Basalt­fel­sen (“hei­ße Stei­ne”) man­cher Gegen­den gespei­cher­te Kraft soll­te dem Volks­glau­ben nach ste­ri­le Frau­en frucht­bar machen.
  • Stern, Got­tes­bo­te (Stern von Bethlehem). 
    • Zwölf Ster­ne sym­bo­li­sie­ren die zwölf Stäm­me Isra­els sowie die Apostel. 
    • Oft befin­det sich bei Dar­stel­lun­gen der Mond­si­chelm­a­don­na über ihrem Haupt ein aus zwölf Ster­nen bestehen­der Ster­nen­kranz. Als Vor­bild dien­ten die Ster­ne über dem Haupt der Apo­ka­lyp­ti­schen Frau. 
    • Das Hexa­gramm, ein sechs­za­cki­ger Stern aus zwei  über­ein­an­der geleg­ten Drei­ecken, wird “David­stern” genannt, abge­lei­tet vom Schild Davids oder “Salo­mon­sie­gel”, nach dem Sie­gel des wei­sen Königs Salo­mon. Das mit der Spit­ze nach unten gerich­te­te Drei­eck des Hexa­gramms sym­bo­li­siert das weib­li­che oder wäss­ri­ge und das mit der Spit­ze nach oben wei­sen­de Drei­eck das männ­li­che oder feu­ri­ge Prin­zip; zusam­men ein ver­ei­nig­tes Dual­sys­tem in har­mo­ni­scher Ordnung.
    • Der fünf­za­cki­ge Stern, der so genann­ter Dru­den­fuß, ist ein cha­rak­te­ris­ti­sches Abwehr­sym­bol (Pen­ta­gramm).
    • Der von Flam­men umge­be­ne fünf­za­cki­ge Stern mit ein­ge­schrie­be­nem “G” ist ein Frei­mau­rer­sym­bol. Die Deu­tung des Buch­sta­bens reicht von Gott über Geo­me­trie bis Gnosis.
  • Stieg­litz — auch Dis­tel­fink genannt, wird mit Dis­teln und Dor­nen in Ver­bin­dung gebracht und ist des­halb Sym­bol der Pas­si­on Chris­ti und der Erlösung.
  • Stier — der manch­mal geflü­gel­te Stier ist das Sym­bol des hl. Lukas und des von ihm ver­fass­ten Evan­ge­li­ums. In der Anti­ke sym­bo­li­sier­te der Stier die männ­li­che Zeu­gungs­kraft und war Opfer­tier des Meer­got­tes Posei­don. Der Stier ist das zwei­te Zei­chen des Tier­krei­ses. Die­ses Zei­chen ist erd­ge­bun­den und sym­bo­li­siert das Wie­der­erwa­chen der Vegetation.
  • Storch — da sich der Weiß­storch von am Boden leben­dem Getier ernährt, das nach altem Volks­glau­ben die See­len Ver­stor­be­ner in sich auf­ge­nom­men hat, galt der Storch im MA als “See­len­trä­ger”. Obwohl in der Bibel zu den unrei­nen Tie­ren gezählt, wur­de er dadurch, dass er auch Schlan­gen frisst, im MA als Feind des Bösen und Sym­bol des Guten betrach­tet. Als wie­der­keh­ren­der Zug­vo­gel war der Storch frü­her auch Sym­bol für die Auf­er­ste­hung und, wegen sei­nes für einen Vogel oft hohen Alters, für lan­ges Leben. Durch sei­nen Lebens­raum in der Nähe ste­hen­der oder lang­sam flie­ßen­der Gewäs­ser, die seit jeher als lebens­spen­dend ange­se­hen wer­den, gilt der Storch seit dem 19. Jh. in Mär­chen und im Volks­mund auch als “Kin­der­brin­ger”, der Babys im Schna­bel zu den Men­schen trägt und in die vor­be­rei­te­te Wie­ge legt.
  • Strauß — dem in Euro­pa lan­ge Zeit unbe­kann­ten Vogel sprach das Bes­tia­ri­um die Fähig­keit zu, alles fres­sen zu kön­nen, sogar glü­hen­des Eisen. Im Bes­tia­ri­um wird der Strauß u. a. als Sym­bol der Heuch­ler hin­ge­stellt, weil er sei­ne Flü­gel zwar wie zum Flug aus­brei­tet, aber wegen der Schwe­re sei­nes Kör­pers nicht flie­gen kann. Auch der Heuch­ler gibt sich den Anschein der Hei­lig­keit, bringt dies aber nicht in Hand­lun­gen zum Aus­druck. Das schwe­re Gewicht sei­ner irdi­schen Güter und Sor­gen hin­dert ihn, sich himm­li­schen Din­gen zuzu­wen­den. Die Legen­de, wonach der Vogel den Kopf bei Gefahr in den Sand ste­cke, in der Mei­nung, wenn er nicht sehe, kön­ne er auch nicht gese­hen wer­den, mach­te ihn zum Sym­bol­tier der Syn­ago­ge, die als Frau mit ver­bun­de­nen Augen dar­ge­stellt wird.
  • Syn­ago­ge — Bet­haus der Juden, Sym­bol für das AT. Seit dem 9. Jh. wird das AT auch per­so­ni­fi­ziert, in Form einer Frau­en­gestalt, der Syn­ago­ge, dargestellt.
  • Tan­nen­zap­fen — sie­he Zapfen.
  • Tau­be — Der Hei­li­ge Geist wird ent­we­der durch eine Tau­be oder in Form von klei­nen, von oben nach unten bren­nen­den Flämm­chen sym­bo­li­siert. Zwei schnä­beln­de Tau­ben sind ein Sym­bol für Lie­ben­den. Die Tau­be mit einem Ölzweig im Schna­bel ist ein altes Sym­bol der Äbte und des Frie­dens (Frie­dens­tau­be).
  • Tauf­be­cken — Sinn­bild für die Auf­nah­me in die christ­li­che Gemein­schaft und damit für das Leben nach dem Tod. Die oft acht­ecki­ge Form des Tauf­be­ckens sym­bo­li­siert die Wie­der­ge­burt als Christ durch das Sakra­ment der Tau­fe, da die Zahl acht und das Acht­eck als Sym­bol für Erneue­rung, Wie­der­ge­burt und Herr­schaft (in dem Fall des Chris­ten­tums) ange­se­hen wer­den. Fünf­ecki­ge Tauf­stei­ne bezie­hen sich auf die fünf Wun­den Christi.
  • Ten­nis­schlä­ger — im 17. Jh. in der Iko­no­gra­phie als Las­ter ange­führt. Er galt als Sym­bol des Müßig­gan­ges, nur geschaf­fen, um die Zeit totzuschlagen.
  • Teu­fel — Sym­bol für das Böse.
  • Thyr­sos — Frucht­bar­keits­sym­bol (Thyr­sos).
  • Tia­ra — Sinn­bild für das Papst­tum und die röm.-kath. Kirche.
  • Tin­ten­fisch — in Japan Sexu­al­sym­bol. Häu­fig sind in Japan Dar­stel­lun­gen eines Tin­ten­fi­sches, der sich mit sei­nen Fang­ar­men einer Frau nähert, wobei sich das Ende eines Fang­arms unter der Klei­dung der Frau befin­det. Das Motiv beruht auf dem Paa­rungs­ver­hal­ten der Tin­ten­fi­sche, bei denen ein Fang­arm die Funk­ti­on des Geschlechts­glieds über­nimmt und der Samen damit in die Geschlechts­öff­nung des Weib­chens gelei­tet wird. Bei Net­s­uke ist das Sujet “Frau mit Okto­pus” die Ver­si­on eines Ero­tik-Net­s­uke mit ver­steck­ter Symbolik.
  • Thron — Thron­ses­sel sym­bo­li­sie­ren die Macht sowohl welt­li­cher Herr­scher als auch hoher geist­li­cher Wür­den­trä­ger. Das Motiv des lee­ren Throns (Heto­i­ma­sis) ist ein Sinn­bild für die Wie­der­kehr Christi.
  • Tor­so — Sym­bol für die Bildhauerkunst.
  • Toten­kopf, Schä­del — Sinn­bild der Ver­gäng­lich­keit (Memen­to mori Symbol). 
    • Der Toten­schä­del Adams gilt dage­gen als Sym­bol für die Erlösung.
    • So wie das Bild nur noch eine Form des einst Leben­di­gen dar­stellt, ist der Schä­del nur noch eine Form des leben­di­gen Kopfs. Als Vani­tas­mo­tiv betont er die Leb­lo­sig­keit der Objek­te, die ihn umge­ben oder abbil­den. Der Betrach­ter soll den Toten­schä­del als sein Spie­gel­bild wahrnehmen.
  • Toten­tanz — Memen­to mori Sym­bol (Toten­tanz).
  • Trau­ben — im Hin­blick auf den dar­aus zu kel­tern­den Wein Sym­bol für die Eucha­ris­tie (Erlö­sung durch das Blut Chris­ti). Eine an einer Stan­ge zwi­schen zwei Män­nern getra­ge­ne rie­si­ge Trau­be gilt als Sym­bol des Über­flus­ses (vgl. Kaleb).
  • Trau­er­wei­de — Ende 18. und im 19. Jh. Memen­to mori Sym­bol und Sym­bol des Totengedenkens.
  • Trink­kan­ne — in der Iko­no­gra­phie des Las­ters Sym­bol für die Trunksucht.
  • Tris­ke­lis, zu dt. Drei­schen­kel, altes Son­nen­rad-Sym­bol (Heral­dik)
  • Tul­pe — Sym­bol für Reich­tum und Wohl­stand. Mit­te 16. Jh. gelang­ten die ers­ten Tul­pen­zwie­beln vom tür­ki­schen Hof in Kon­stan­ti­no­pel in den Besitz Kai­ser Fer­di­nands I. In der Fol­ge ver­leg­ten sich vor allem die Hol­län­der auf die Tul­pen­zucht. Es brach ein wah­res Tul­pen­fie­ber aus, die Zwie­beln wur­den an eige­nen Tul­pen­bör­sen gehandelt.
  • Turm — mit Aus­nah­me des Baby­lo­ni­schen Turms posi­ti­ve Sym­bol­be­deu­tung. Die Rein­heit und Jung­fräu­lich­keit Mari­as wird durch den sogen. Elfen­bein­turm sym­bo­li­siert. Der Leucht­turm, des­sen Licht in Not gera­te­nen Schif­fen den rech­ten Weg anzeigt, sym­bo­li­siert die Kir­che, die dem Schiff des Lebens den rech­ten Weg weist. Der bei alten Bur­gen die gesam­te Wehr­an­la­ge über­ra­gen­de Berg­fried, von dem aus man weit ins Land sieht, gilt als Sym­bol der Wachsamkeit.
  • Uhr — jede Art von Uhr gilt als Vani­tas-Sym­bol, beson­ders aber die Sanduhr.
  • Urne — sowohl Sym­bol für ewi­ge Freund­schaft als auch ein Memen­to mori Sym­bol und ein sicht­ba­res Zei­chen des Totengedenkens.
  • Uroboros — griech., “Schwanz­fres­ser”. Sinn­bild für stän­di­ge Erneue­rung und die Ewig­keit (Uroboros).
  • Vase, wie der Krug Sym­bol für Rein­wa­schung und Reinheit.
  • Veil­chen, altes Sym­bol für Bescheidenheit.
  • Ver­gäng­lich­keits­sym­bo­le — Memen­to mori, Vani­tas Sinnbilder.
  • Ver­kehr­te Welt — altes Sym­bol für das Unmög­li­che. Beliebt waren Dar­stel­lun­gen von Hasen, die Hun­de jagen oder auf Jäger schie­ßen. (Am bekann­tes­ten ist die in dem Kin­der­buch “Struw­wel­pe­ter” illus­trier­te Geschich­te von einem sol­chen Hasen.)
  • Vio­lett — im christ­li­chen Glau­ben Sym­bol für Ein­kehr und Buße.
  • Vogel — in der Anti­ke stell­te man oft die See­le als klei­nen Vogel dar. Seit der Neu­zeit wird die mensch­li­che Lie­be durch die Wie­der­ga­be zwei­er Vögel, meist schnä­beln­der Tau­ben, sym­bo­li­siert. Ein­zel­ne Vogel­ar­ten sind spe­zi­el­le Sym­bol: Tau­be — Lie­be und Frie­den (Frie­dens­tau­be); Eule — Weis­heit; Raben­vö­gel — Miss­ge­schick (Unglücks­ra­be) und Dieb­stahl (die­bi­sche Els­ter); Storch — Geburt von Kin­dern, Spat­zen — Bedeu­tungs­lo­sig­keit sowie Wol­lust, vgl. Sperling.
  • Vogel­bau­er — Die Dar­stel­lung eines Jüng­lings, der einer jun­gen Frau einen Vogel­bau­er mit einem dar­in gefan­ge­nen Vogel schenkt, galt im 17./18. Jh. als ero­ti­sches Sym­bol, beson­ders dann, wenn er oder sie den Käfig öff­net, um den Vogel freizulassen.
  • Vogel­kä­fig — sie­he Vogelbauer.
  • Waa­ge — Sinn­bild für Gerech­tig­keit (Jus­ti­tia, hl. Micha­el als Gerichts­en­gel beim Apo­ka­lyp­ti­schen Gericht). Zählt zu den Tierkreiszeichen.
  • Wal — Der frü­her oft als Levia­than bezeich­ne­te Pott­wal war ein Sym­bol für das Böse.
  • Wal­nuss — Sym­bol für den Men­schen und für Chris­tus. Die grü­ne Scha­le sym­bo­li­siert das Fleisch, die har­te Nuss­scha­le die Kno­chen oder das Holz des Kreu­zes und der Nuss­kern die See­le. Um an den Nuss­kern zu gelan­gen, muss die har­te Scha­le zer­bro­chen wer­den, daher in der Ost­kir­che Sym­bol für die Auf­er­ste­hung Christi.
  • Was­ser — Sym­bol für den Quell allen Lebens. Im christ­li­chen Glau­ben ist Weih­was­ser das rei­ni­gen­de Ele­ment. Die mit Was­ser voll­zo­ge­ne Tau­fe ist ein Sym­bol für das Leben nach dem Tod. Die Was­ser­trop­fen des Taus gal­ten frü­her als mate­ria­li­sier­te Mond­strah­len und siche­res Mit­tel gegen vie­ler­lei Leiden.
  • Weih­nachts­baum — meist Fich­te oder Tan­ne. Die Fich­te war Odin/Wotan geweiht, als sicht­ba­res Zei­chen für die Win­ter­son­nen­wen­de. Das Chris­ten­tum über­nahm spä­ter den Brauch, die Wohn­stät­te im Win­ter mit Rei­sig zu schmü­cken und es ent­stand der Weih­nachts­baum, als Sym­bol für die Geburt Christi.
  • Wein — schon vor dem Chris­ten­tum wur­den Blut und Wein in Zusam­men­hang gebracht, und man ersetz­te Blut­op­fer durch die Opfe­rung von Wein. Eucharistie.
  • Wein­laub — Wein- und Efeu­blät­ter gal­ten in der Anti­ke als Glücks- sowie Frucht­bar­keits-Sym­bol und wur­den vor­wie­gend mit dem Bac­chus-Kult in Ver­bin­dung gebracht.
  • Wein­stock — Christus-Symbol
  • Wei­zenäh­ren — sie­he Getreideähren.
  • Wid­der — Sym­bol für männ­li­che Zeugungskraft.
  • Win­kel­maß — wie der Zir­kel ist das Win­kel­maß Sym­bol und Attri­but der Bau­meis­ter; als Frei­mau­rer­sym­bol Zei­chen der Amts­ge­walt des Meis­ters vom Stuhl.
  • Wolf — Sym­bol des Bösen, Asso­zia­tio­nen mit rei­ßen­den Wöl­fen und “Wöl­fen im Schafs­pelz” usw.
  • Wol­ke — Sym­bol für die Nähe Gottes.
  • Wurm­be­fall — bei Still­le­ben in Ver­bin­dung mit Früch­ten Memen­to mori Sym­bol mit der glei­chen Sym­bo­lik wie Schimmel(pilz) und Fäulnis.
  • Würs­te — Phal­lus-Sym­bol In der Still­le­ben-Iko­no­gra­phie sym­bo­li­sie­ren Würs­te eben­so wie Fleisch und Muscheln die Wol­lust (Luxu­ria).
  • Xan­thip­pe — Inbe­griff der lau­ni­schen und zän­ki­schen Ehe­frau (Xan­thip­pe).
  • Yin und Yang — chi­nes., “dun­kel” — “hell”. Kon­trä­res kos­mo­lo­gi­sches Dual­prin­zip, dem alles unter­liegt. Yin sym­bo­li­siert die Erde, das Nega­ti­ve, Weib­li­che, Nörd­li­che, Kal­te, Feuch­te, Pas­si­ve, Dunk­le und Wei­che, wäh­rend Yang stets das Gegen­teil reprä­sen­tiert, also den Him­mel, das Posi­ti­ve, Männ­li­che usw. Dar­ge­stellt wer­den Yin und Yang meist inner­halb eines Krei­ses, als zwei gegen­läu­fig strö­men­de spitz zulau­fen­de Trop­fen. Der für Yin ste­hen­de Trop­fen ist schwarz, der für Yang dage­gen weiß. Die gegen­sei­ti­ge Abhän­gig­keit wird durch einen Punkt oder klei­nen Kreis ver­sinn­bild­licht, der jeweils am rund­li­chen Vor­der­teil der Trop­fen­form wie ein Auge gela­gert ist und die Far­be des ande­ren Prin­zips hat. Yin und Yang kön­nen ein­fach dar­ge­stellt wer­den, wenn man einem Kreis ein von Pol zu Pol rei­chen­des “S” ein­zeich­net. Die Leh­re des Yin-Yang-Prin­zips soll eini­gen Quel­len zufol­ge etwa bis 400 v. Chr. zurück­rei­chen. Ande­re Autoren nen­nen Chu-Hsi (1130–1200) als Begrün­der die­ser dua­lis­ti­schen Naturphilosophie.
  • Zah­len, Zah­len­sym­bo­lik [wiki­pe­dia]
    • Bibli­sche Zah­len­sym­bo­lik
      • 7, sie­ben: Der ers­te Schöp­fungs­be­richt umfasst sie­ben Tage und Gott ruh­te am sieb­ten Tag (Gen 2,2–3 ELB); der Pha­rao träum­te von sie­ben fet­ten und sie­ben mage­ren Kühen (Gen 41,2–7 ELB), die ihm Joseph als sie­ben fet­te und sie­ben mage­re Jah­re deu­te­te; die Offen­ba­rung rich­tet sich an sie­ben Gemein­den (Offb 1,4 ELB); Johan­nes sieht ein Buch mit sie­ben Sie­geln (Offb 5,1 ELB), sie­ben Engel bla­sen in sie­ben Posau­nen (Offb 8,6 ELB); sie­ben Engel gie­ßen sie­ben Scha­len gött­li­chen Zorns auf die Erde (Offb 15,7 ELB). 
      • 12, zwölf: Das Volk Isra­el glie­der­te sich in Zwölf Stäm­me (Gen 49,3–28 ELB); Jesus berief zwölf Apos­tel (Mt 10,2–4 ELB); das Himm­li­sche Jeru­sa­lem soll­te zwölf Tore haben und eine Län­ge von 12.000 Sta­di­en (Offb 21,10–16 ELB). 
      • 40, vier­zig: Die Vier­zig ist in der Bibel oft eine Zeit der Vor­be­rei­tung oder der Buße. Vier­zig Tage und vier­zig Näch­te reg­net es wäh­rend der Sint­flut (Gen 7,4 ELB), vier­zig Jah­re wan­der­te das Volk Isra­el nach dem Aus­zug aus Ägyp­ten durch die Wüs­te (Ex 16,35 ELB), vier­zig Tage wie­der­um dau­er­te der Auf­ent­halt Moses auf dem Berg Sinai (Ex 24,18 ELB); vier­zig Tage gab der Pro­phet Jona der Stadt Nini­ve, sich zu bekeh­ren (Jona 3,4 ELB), vier­zig Tage fas­te­te Jesus, als er in der Wüs­te ver­sucht wur­de (Mt 4,2 ELB). 
      • 144, hun­dert­vier­und­vier­zig: Johan­nes erfährt in sei­ner Offen­ba­rung, dass die Zahl der „ver­sie­gel­ten“ Israe­li­ten 144.000 beträgt, je 12.000 aus den zwölf Stäm­men Isra­els (Offb 7,4 EU). Die­se Zahl spielt eine beson­de­re Rol­le in der Escha­to­lo­gie der Zeu­gen Jehovas. 
      • 666, sechs­hun­dert­sechs­und­sech­zig: Zahl des Tie­res in der Offen­ba­rung des Johan­nes (Offb 13,18 ELB).
  • Zahn — da bei den asia­ti­schen Ele­fan­ten im all­ge­mei­nen nur Bul­len Stoß­zäh­ne haben — glei­ches gilt auch für die Männ­chen des Wal­ros­ses und die Nar­wal-Bul­len -, gehö­ren Zäh­ne des­halb man­cher­orts zu den Sym­bol für Männ­lich­keit und Zeu­gungs­kraft. In der Mytho­lo­gie wuch­sen aus gesä­ten Dra­chen­zäh­nen die Spar­ta­ner. In Mit­tel­eu­ro­pa zäh­len Zäh­ne heu­te im all­ge­mei­nen zu den Sinn­bil­dern für Jugend, Kraft und Vitalität.
  • Zap­fen — Fichten‑, Tan­nen- und Pini­en­zap­fen gal­ten ihrer Viel­sa­mig­keit wegen als Frucht­bar­keits-Sym­bol Der Thyr­sos weist des­halb als Bekrö­nung einen Pini­en­zap­fen auf.
  • Zeder — in den Mit­tel­meer­län­dern gilt der immer­grü­ne Nadel­baum seit alters her als Sym­bol für Grö­ße und Dau­er­haf­tig­keit, bis hin zur Unsterb­lich­keit. Das Fleisch Chris­ti wur­de des­halb mit Zedern­holz ver­gli­chen. Als bekann­tes­ter Lie­fe­rant von Zedern­holz führt die Repu­blik Liba­non die Zeder auch in ihrem Wappen.
  • Zen­taur — Sym­bol des unge­stü­men, tie­risch trieb­haf­ten Ele­men­tes (Ken­taur).
  • Zep­ter — altes Herrschersymbol.
  • Zer­be­rus — Höl­len­hund, der jedem Sterb­li­chen den Ein­tritt in das Toten­reich ver­wehrt und kei­nen Toten aus dem­sel­ben her­aus­lässt. Der Zer­be­rus gilt des­halb als Sym­bol für einen stren­gen Wäch­ter. Sprich­wört­lich: “Er wacht wie der Zerberus”.
  • Zie­ge — das weib­li­che Tier lie­fert Klei­dung und Nah­rung. Amalt­heia zog mit ihrer Milch Zeus auf, eines ihrer Hör­ner gilt als Pro­to­typ des Füll­horns. Nicht sel­ten bekommt die Zie­ge Zwil­lin­ge als Nach­wuchs, sie ist des­halb Sym­bol für Frucht­bar­keit und Über­fluss in einem. Der Zie­gen­bock gilt hin­ge­gen als Sym­bol für Lüs­tern­heit und Zeu­gungs­kraft, vgl. Bock.
  • Zir­kel — Sym­bol der Archi­tek­tur; auch ein Attri­but der Bau­meis­ter und Freimaurer.
  • Zitro­ne — im Gegen­satz zum Zucker­werk Sym­bol der Mäßig­keit (Tem­pe­r­an­tia), sie gilt aber auch als Sym­bol für Miss­ge­schick, als “Säu­re des Lebens”.
  • Zucker­werk — Kan­dis­zu­cker (kan­dier­ter Zucker), frü­her meist “Eis­zu­cker” genannt, kam seit dem 16. Jh. vor allem aus Madei­ra nach Euro­pa. Er wur­de aus Zucker­rohr her­ge­stellt und ersetz­te zum Teil den Honig als Süß­stoff. Auch die seit dem MA gebräuch­li­che Sym­bol­be­deu­tung des Honigs für die “himm­li­sche Süße”, d. h. für den christ­li­chen Glau­ben, wur­de auf das Zucker­werk über­tra­gen. Als durch ver­mehr­te Zucker­im­por­te der Wert des Zuckers sank, änder­te sich die Sym­bo­lik: Zucker (kan­dier­te Früch­te und Kan­dis­zu­cker) wur­de mit Lebens­ge­nuss und sogar mit der Wol­lust (Luxu­ria) gleichgesetzt.
  • Zun­ge — Sym­bol und Attri­but des hl. Nepo­muk. Feu­ri­ge Zun­gen sind ein Sym­bol des Hei­li­gen Geistes.
  • Zwer­ge — reprä­sen­tie­ren im Volks­glau­ben einer­seits posi­ti­ve, den Men­schen wohl geson­ne­ne Natur­geis­ter (Wich­tel- und Hein­zel­männ­chen), Sym­bo­le der­sel­ben sind z. B. die sich unge­bro­che­ner Beliebt­heit erfreu­en­den Gar­ten­zwer­ge. Ander­seits wird auch von bos­haf­ten, miss­güns­ti­gen Zwer­gen berich­tet, die eifer­süch­tig die Schät­ze der Erde hüten und das Ein­drin­gen in ihr Reich mit Bösem vergelten.
  • Zwil­lin­ge — sie wer­den in vie­len Kul­tu­ren als Sym­bol für Gut und Böse gedeu­tet, im Chris­ten­tum durch Kain und Abel ver­sinn­bild­licht. Die Zwil­lin­ge sind auch eines der Tierkreiszeichen.
  • Zypres­se — da die Zypres­se wie alle Koni­fe­ren von Schäd­lin­gen gemie­den wird, galt sie als unheil­ab­weh­rend. Zypres­sen­zwei­ge wur­den des­halb in Getrei­de­spei­chern aus­ge­legt. Seit der Anti­ke gilt der immer­grü­ne lang­le­bi­ge Baum als Sym­bol für lan­ges Leben, Unsterb­lich­keit, Ewig­keit und, in Ver­bin­dung mit der Ewig­keit, auch als Todes-Sym­bol Der grie­chi­schen Mytho­lo­gie zufol­ge wur­de der trau­ern­de Kypa­ris­sos in eine Zypres­se ver­wan­delt, des­halb ist der Baum seit der Anti­ke auch Sym­bol für Trauer.

(u.a. Kunst­le­xi­kon von P.W. Hart­mann, 1996; wiki­pe­dia; etc…) 

  • AT — altes Testament
  • NT — Neu­es Testament
  • MA Mit­tel­al­ter
War der Artikel hilfreich?
Nich so 0 1 von 1 fanden den Artikel hilfreich.
Ansichten: 91
Vorheriger Artikel: Bildbetrachtung in a Nutshell
Nächster Artikel: Buchbinden