Symbole und Metaphern

Zuletzt geändert: 4. Oktober 2020
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Sym­bole und Meta­phern find­en sich in vie­len Bildern. Hier ist auch immer der Kon­text zu beacht­en. Jede Kul­tur, jede Epoche hat ihre unter­schiedliche Inter­pre­ta­tio­nen… der Kon­text in dem sie ver­wen­det wer­den ist also immer wichtig, wenn ich Sym­bole benutzen will.

„…in dem Augen­blick, wo ein Fremder, der Leser, sich diesem Text nähert, regen diese Sinnbilder Gedächt­nis und Phan­tasie an, und Sym­bol wie Meta­pher öff­nen Fen­ster, Türen, Tore in ganze Uni­versen von Bedeu­tung. Jed­er kann sich das her­aus­nehmen, was er hineinzule­gen bere­it ist. Der Dichter set­zt gewis­ser­maßen nur die Samen in den Ack­er, ern­ten muß man selb­st…“

Jür­gen von Schnei­dt, aus “Kurzgeschicht­en schreiben” (ama­zon)

Unterschiede zwischen den Begriffen

Zwis­chen den Begrif­f­en gibt es Unter­schiede und Gemein­samkeit­en, ausser­dem gibt es noch weit­ere Begriffe in dem Zusam­men­hang, die ich hier gle­ich mit beleuchte.

  • Bei­de Begriffe wer­den oft syn­onym benutzt
  • Es sind Sinnbilder
  • Meta­pher
    • Verkürzter bild­hafter Ver­gle­ich
    • regt Gedächt­nis und Phan­tasie an
    • griechisch: meta pho­ra, Her­antra­gen bzw. Über­tra­gung
    • Metapho­risch bedeutet “im über­tra­ge­nen Sinne…”
    • funk­tion­iert nur auf Grund­lage von Ahn­lichkeit und Assozi­a­tio­nen
    • Erset­zt die eigentliche Vorstel­lung durch eine, die ihr ähn­lich ist.
    • Weniger ratio­nales Ver­gle­ichen zweier Gegen­stands­bere­iche, mehr Zusam­men­brin­gen von Auseinan­der­liegen­dem in einem Bild
    • Beispiele: Bären­hunger, A ist B.
  • Sym­bol
    • Ste­ht stel­lvertre­tend für etwas nicht unmit­tel­bar sinnlich zu Erfassendes.
    • griechisch: sym bolon, Zeichen bzw. Kennze­ichen, Erken­nungsze­ichen
    • Konkrete, anschauliche Gegen­stände / Hand­lun­gen / Sachver­halte erset­zen abstrak­te Vorstel­lun­gen / Erfahrun­gen.
    • Macht im dargestell­ten Gegen­stand oder Vor­gang — über seine eigentliche Bedeu­tung hin­aus — größere Zusam­men­hänge sicht­bar.
    • Sym­bole sind kul­turell ver­ankert, müssen all­ge­mein akzep­tiert sein damit sie wirken
    • Beispiele: Klee­blatt ste­ht für Glück, Herz ste­ht für Liebe.
    • Man kann selb­st Sym­bole erschaf­fen
  • Alle­gorie
    • Sys­tem­a­tisierte Meta­pher, durch Reflek­tion zu erschließen.
    • de.wikipedia.org/wiki/Allegorie
    • griechisch: andere, bzw. ver­schleierte Sprache
    • Konkrete Darstel­lung abstrak­ter Begriffe, oft durch Per­son­ifika­tion.
    • Eine Per­son agiert durch Attribute, Hand­lungsweisen und Reden als Ver­an­schaulichung eines abstrak­ten Begriffs, z. B. ein­er Tugend oder eines Lasters. Attribute sind zB:
      • Alle­gorie der Gerechtigkeit
        • Waage (die „Schuld und Unschuld abwägt“)
        • Augen­binde („Die blinde Gerechtigkeit“)
      • Alle­gorie des Todes
      • Alle­gorie der Liebe > Amor mit Pfeil und Bogen
  • Ver­gle­ich
    • Her­vorhe­bung von Ähn­lichkeit oder Unter­schied
    • Ver­gle­ichspar­tikel: wie, als, …als sollte, als kön­nte, als müsste, als wäre,…
    • Beispiele: Hunger wie ein Bär, A ist wie B.
  • Gle­ich­nis

Grenzen der Symbole und Metaphern

Es beste­ht immer die Gefahr das man in der Inhalt­skun­st / ein­deuti­gen Aus­sagenkunst veren­det.  Wenn man zB. einen Inhalt oder ein The­ma ver­packt & teil­weise verk­lausuliert, um am Ende eine rel­a­tiv sim­ple Antwort zu liefern, und dann durch ewige Wieder­hol­ung das The­ma let­z­tendlich totre­it­et…

  • Ich kann schnell in die Klis­chee-Falle abrutschen wenn ich Sym­bole benutze.
  • Meta­phern und Sym­bole soll­ten zur Situation/zum The­ma passen.
  • Sym­bole und Meta­phern bitte nicht zu oft wieder­holen.
  • Bei Ver­wen­dung von zu vie­len Sym­bol­en in einem Bild kann ein durcheinan­der ver­schieden­ster Bedeu­tun­gen entste­hen, die sich ergänzen, über­lagern, wider­sprechen, was eine Inter­pre­ta­tion oft erschw­ert. Das kann natür­lich beab­sichtigt sein.
  • Wenn ich meine, Sym­bole in einem Bild zu erken­nen, müssen sie nicht zwangsläu­fig sym­bol­isch gemeint sein.
  • Ich kann poten­zielle Sym­bole sam­meln und the­ma­tisch ord­nen. Weisen mehrere in dieselbe Rich­tung kön­nte das ein Hin­weis sein.
  • Ich sollte Über­in­ter­pre­ta­tio­nen ver­mei­den, also nicht mehr ver­suchen in ein Bild rein zu inter­pretieren als da ist. Siehe auch Bild­be­tra­ch­tung in a Nut­shell.
  1. Abb. Stil­lleben von Pieter Claesz — Quelle: wiki­me­dia.
  2. Abb. Besuch beim Quack­sal­ber von William Hog­a­rth (ca. 1743): Attribute der Bil­dung wer­den in der Satire zu Van­i­tas-Attribut­en — Quelle: wiki­me­dia.
  3. Abb. Porträt des Archäolo­gen Johann Joachim Winck­el­mann 1768: der „sprechende“ Moment des Schreibens — Quelle: wiki­me­dia.
  4. Abb. Stil­lleben von Balthasar van der Ast — Quelle: wiki­me­dia.

Sammlung Symbole und Metaphern

Die Samm­lung ist nicht voll­ständig, und kann es auch niemals sein. Ich ergänze, kor­rigiere, und baue sie mit der Zeit aus. Ist ein ziem­lich span­nen­des The­ma. Was mir so unterkommt…

  • Acht — die Zahl gilt seit alters her als Sym­bol für Erneuerung, Wiederge­burt und Herrschaft.
  • Achteck — entspricht dem Sym­bol­ge­halt der Zahl 8. Die Tauf­beck­en altchristlichen Kirchen haben deshalb achteck­ige Form, da das Sakra­ment der Taufe die Wiederge­burt als Christ sym­bol­isiert. Die Bedeu­tung des Achtecks, als Sym­bol für Herrschaft, ist beispiel­sweise an der achteck­i­gen Grund­form der Kaiserkro­ne des Heili­gen Römis­chen Reichs zu erken­nen.
  • Adler — galt seit dem Alter­tum als König der Vögel und Sym­bol für Könige und Göt­ter; auch Sym­bol für den Evan­ge­lis­ten Johannes. Der löwenköp­fige Adler heißt Anzu. Zum Unter­schied von diesem hat der Greif einen Löwenkör­p­er und einen Adlerkopf.
  • Affe — im europäis­chen MA wur­den Affen meist mit neg­a­tivem Sym­bol­ge­halt (oft mit einem Spiegel) wiedergegeben und gal­ten als Sym­bol für Eit­elkeit, weltliche Begierde (Lüstern­heit), Bosheit und den gefal­l­enen Engel bzw. besiegten Teufel (z. B. Maria mit der Meerkatze von Albrecht Dür­er).
    • Die Darstel­lung eines Affen, der in eine Frucht beißt, wurde in der byzan­tin. Kun­st als Sym­bol für den Sün­den­fall ver­wen­det.
    • Wegen sein­er viel­seit­i­gen Fähigkeit­en wird der Affe in Teilen des Ori­ents als heilig verehrt.
    • Im Fer­nen Osten gilt er als Sinnbild für Weisheit. Bekan­nt sind die oft wiedergegebe­nen drei Affen, von denen sich ein­er die Ohren, ein­er den Mund und der dritte die Augen zuhält. Die Darstel­lung entspricht der Devise des schin­tois­tisch- bud­dhis­tis­chen Koschin-Festes: “Wir sehen, hören und sprechen nichts Bös­es.” Eine beson­ders bekan­nte Darstel­lung des “Drei-Affen-Motivs” ist die nach 1617 ent­standene am Jea­su- Toschogun-Tem­pel in Nikko, Japan. Affen blieben auch später beliebte Motive der japanis­chen Kun­st, etwa in Form aus Elfen­bein geschnitzter Net­suke oder als Flachre­liefs auf Dosendeck­eln.
  • Ähren — siehe Getrei­deähren.
  • Ähren­garbe, siehe Getrei­deähren.
  • Akazie — in Mit­telmeer­län­dern Sym­bol mit der mul­ti­va­len­ten Bedeu­tung von pla­tonis­ch­er Liebe sowie von Leben und Unsterblichkeit der Seele.
  • Akan­thus — in Mit­telmeer­län­dern Sym­bol für Leben und Unsterblichkeit.
  • Akelei — die Blume wurde mit dem Heili­gen Geist in Verbindung gebracht, zudem galt sie als Heilmit­tel. So verabre­ichte man gebären­den Frauen einen Absud aus Akeleiblüten. Die A. galt deshalb auch als Sym­bol für die Geburt Christi.
  • Alpha und Omega — die nebeneinan­der geset­zten Buch­staben Alpha und Omega (erster und let­zter Buch­stabe des griechis­chen Alpha­bets) sym­bol­isieren Anfang und Ende. Da sie alle anderen Buch­staben ein­schließen, gel­ten sie als Sinnbild für das Allum­fassende und zählen zu den Sym­bol­en, die im Zusam­men­hang mit Chris­tus Ver­wen­dung find­en (Chris­tus­mono­gramm, Buch­staben­sym­bo­l­ik).
  • Alraune — Sym­bol für Empfäng­nis, Frucht­barkeit und die “Große Mut­ter” Kybele. Eine Rolle spielte die Alraune auch im Hex­enkult sowie im Zusam­men­hang mit Empfäng­nis und Frucht­barkeit (Alraune).
  • Amboss — Sym­bol für die Erschaf­fung des Alls. In Verbindung mit einem Ham­mer versinnbildlicht der Amboss das weib­liche Prinzip bei der Entste­hung des Alls.
  • Amsel — wegen ihres lock­enden Tir­ilierens Sym­bol der Ver­suchung des Fleis­ches. Das schwarze Fed­erkleid wurde mit dem Teufel in Zusam­men­hang gebracht, so etwa bei Darstel­lun­gen des hl. Benedikt.
  • Angel — die Falschheit wird in alten Schriften oft durch einen Mann mit Angel, Schlinge oder Netz, bisweilen in Begleitung eines Fuch­ses, per­son­ifiziert.
  • Anker — Sym­bol der Hoff­nung. Bis cir­ca 300 ver­wen­de­ten die Chris­ten auf Gräbern die Darstel­lung eines Ankers als Sym­bol für die Zuge­hörigkeit zum christlichen Glauben.
  • Apfel — seit der Antike Sym­bol für Frucht­barkeit und Unsterblichkeit (Äpfel der Hes­peri­den).
    • Auch die alt­nordis­che Göt­tin Iduna hütete Äpfel, die ewige Jugend ver­liehen.
    • Im keltischen Sagenkreis war der Apfel Sym­bol für Erken­nt­nis und über­liefertes Wis­sen. Die Form der Äpfel wurde mit den weib­lichen Brüsten ver­glichen, das Kernge­häuse (bei der Länge nach durch­schnit­te­nen Äpfeln), mit der Vul­va.
    • Der Apfel galt deshalb seit alters her als Sym­bol sinnlich­er Reize und Begier­den, im Zusam­men­hang mit der Ver­suchung von Adam und Eva im Paradies durch die Schlange als Verkör­pe­rung der Erb­sünde. Seit dem 11. Jh. ist der Apfel in der christlichen Sym­bo­l­ik auch Zeichen der Erlö­sung von der auf dem Sün­den­fall basieren­den Erb­sünde. In diesem Sinn wird der oft dargestellte Apfel in der Hand Marias gedeutet, eben­so die Äpfel am wei­h­nachtlichen Christ­baum.
    • Auf Stil­lleben versinnbildlicht ein Wurm oder eine Fliege in Verbindung mit einem Apfel die heils­geschichtliche Auseinan­der­set­zung zwis­chen Gut und Böse.
    • Der Reich­sapfel verkör­pert als Teil der Insignien die Erd­kugel. Er ist ein Sym­bol der Herrscher­würde.
  • Arche — Sym­bol für die christlichen Kirche (Arche Noah).
  • Arma Christi — “Die Waf­fen Christi”, die Lei­denswerkzeuge, versinnbildlichen die Pas­sion Christi und sind Sym­bole für die Erlö­sung der Men­schheit durch den Tod des Gottes­sohnes (Arma Christi, Pas­sion­swerkzeuge).
  • Asche — Sym­bol für Vergänglichkeit und Tod; in der kath. Kirche z. B. das Aschenkreuz am Ascher­mittwoch.
  • Äsku­lap­stab — Sym­bol der Medi­zin­er.
  • Äsku­lap­stab — mit Schlange und Schale, altes Standesze­ichen der Apothek­er.
  • Aspis — die unter den Füßen Christi und Marias dargestellte Viper (lat. aspis) ist das Sym­bol des besiegten Bösen. Vgl. Schlange. Aspisviper.
  • Auge — Sym­bol für Wach­samkeit und All­wis­senheit. Alte rus­sis­che Schmuck­kästchen sind häu­fig mit Voge­lau­gen­dekor verziert, einem in der Volk­skun­st ver­wurzel­ten Augen-Motiv, als Sym­bol für Wach­samkeit. Die Sterne wur­den oft als Augen der Göt­ter beze­ich­net (Dreifaltigkeit­sauge).
  • Auster — seit dem 17. Jh. auf Stil­lleben als “vagi­nales Zeichen” anzuse­hen. ver­gle­iche Muschel.
  • Axt, Dop­pelaxt — wie der Ham­mer Sym­bol für Autorität und Don­ner.
  • Axt und Stäbe­bün­del — von den Römern über­nommenes Sym­bol für Gerichts­barkeit (Fas­cis).

  • Bal­dachin — Sym­bol für Macht und Würde der Geistlichkeit und weltlich­er Herrsch­er.
  • Ball — stel­lvertre­tend für Sonne und Mond sowie für Unbeständigkeit. Die Glücks­göt­tin For­tu­na wird oft mit einem Ball wiedergegeben, als Sym­bol der Unbeständigkeit.
  • Bän­der, altes Sym­bol für Obrigkeit. Die bei­den als Inful beze­ich­neten Bän­der der Mitra gehen auf diesen Sym­bol­ge­halt zurück.
  • Ban­ner — Herrschaft­sze­ichen, Sym­bol für Sieg. Ekkle­sia und der Erzen­gel Michael tra­gen als Zeichen des Sieges ein Ban­ner oder eine Kreuz­fahne.
  • Bär — Wahrze­ichen des zweit­en der vier Wel­tre­iche des Alter­tums (per­sis­ches Kön­i­gre­ich), später des Zaren­re­ichs. Als Sym­bol­ti­er im Chris­ten­tum meist neg­a­tiv gedeutet als Sinnbild für das Böse und das Laster (Sin­nes­lust), in dem Zusam­men­hang in der roman­is­chen Bau­plas­tik oft ver­wen­det. Seit dem Spät­MA wurde die Bärin mit pos­i­tiv­en Aspek­ten bedacht. Weil sie im Früh­jahr nach dem Win­ter­schlaf allein mit dem Jun­gen erscheint (ohne männlich­es Tier), galt sie manch­mal als Sym­bol­ti­er für die Jungfräulichkeit Marias.
  • Bart — Sym­bol für Alter, Weisheit und Würde sowie für Männlichkeit und Stärke. Erfol­gre­iche Män­ner wur­den früher immer mit starkem Bartwuchs dargestellt, auch wenn dies in Wirk­lichkeit nicht zutraf.
  • Basilisk — Sym­bol für den Tod und den Antichrist (Teufel).
  • Beiz­jagd — Darstel­lun­gen der Jagd mit dem Falken gal­ten als Sym­bol für höfis­che Lebensweise.
  • Besen — in alten Kul­turen oft Sym­bol für Reini­gung. Im MA wur­den Besen an Däch­er genagelt, um Gewit­ter­wolken wegzukehren. Der Sym­bol­ge­halt des Volks­glaubens übertrug sich auch auf Sprich­wörter (“vor der eige­nen Tür kehren”, “mit eis­ernem Besen kehren”, usw.) Im MA oft Sinnbild für Hexen­za­uber (Hexe, auf Besen rei­t­end).
  • Berg — Sym­bol für die Nähe Gottes. Moses bekam die Geset­zestafeln am Berg Sinai.
    • Der Olymp galt als Sitz der olymp. Göt­ter.
    • Der Berg ste­ht als Syn­onym für alles schwere, unüber­windliche im Leben?
  • Biene — Tier mit ganz ver­schiede­nen Sym­bol­ge­hal­ten.
    • Die Biene gilt als Pro­to­typ des Fleißes.
    • Das MA sah in den Bienen die See­len von Ver­stor­be­nen. Von Bienen zu träu­men wurde als Tode­sah­nung gedeutet.
    • Da man im MA annahm, dass Bienen zur Entste­hung ihrer Brut selb­st nichts beitra­gen, son­dern sie von Blu­men ein­sam­meln, gal­ten sie auch als Sym­bol für Jungfer­n­früchtigkeit und Keuschheit. Maria wird deshalb in alten Schriften mit einem Bienen­stock ver­glichen. Diese Sym­bo­l­ik übertrug sich auch auf das Bienenwachs, worauf in Exsul­tetrollen Bezug genom­men wird.
    • Weil Wild­bi­enen jedes Früh­jahr nach der Win­ter­ruhe (in Erd­höhlen usw.) wieder auf­tauchen, gel­ten sie auch als Sym­bol für die Aufer­ste­hung und Unsterblichkeit. Durch ihr Zusam­men­leben im Bienen­stock auf eng­stem Raum versinnbildlichen Bienen das Prinzip der Ord­nung.
  • Bienenko­rb — Sym­bol für die Kirche und für Maria.
  • Blät­ter — grün, altes Sym­bol für Wach­s­tum und Wohl­stand, für Erneuerung und Veg­e­ta­tion. Efeu- und Wein­blät­ter gel­ten manch­mal auch als Sym­bol für Frucht­barkeit. Sie wer­den oft gemein­sam mit dem Veg­e­ta­tion­s­gott Dionysos wiedergegeben. In der christlichen Kun­st versinnbildlichen Dreipass und Dreiblatt (Klee) die Dreifaltigkeit, Vier­pass und Vierblatt (Klee) das Kreuz und die vier Evan­gelien.
  • Blät­ter — welk, auf Stil­lleben Sym­bol für Tod und Trauer.
  • Blat­tkranz — Sym­bol für den Sieg, vgl. Lor­beer (Olymp­is­che Spiele).
  • Blau — Sym­bol für die Farbe des Him­mels. Der Man­tel Marias ist deshalb stets blau wiedergegeben und Blau war auch die litur­gis­chen Farbe der Mess­gewän­der bei Marien­festen.
  • Blitz — als Zeichen versinnbildlicht der Blitz Verder­ben und Ver­nich­tung, als Sym­bol für die männliche Zeu­gungskraft auch Leben.
  • Blu­menkranz — Blu­men und Kräuter erfreuten sich schon früh großer Wertschätzung.
    • Schön­heit, Duft und Heil­wirkung spiel­ten dabei eine Rolle. Oft wurde auch eine Verbindung zwis­chen “heilen” und “heilig” hergestellt.
    • Die griechis­che Dich­terin Sap­pho sagte schon: “Mit Blu­men bekränzt, erfreust du die Göt­ter; sie wen­den sich ab, opferst du unbekränzt.”
    • Blu­menkränze gal­ten als Sym­bol der guten Mächte. Sie soll­ten vor Dämo­nen schützen und ihnen den Ein­tritt ins Haus ver­wehren.
    • Auch den Toten wer­den Kränze zum Schutz vor bösen Mächt­en mit­gegeben.
    • Gle­iche Sym­bo­l­ik wie Kreis.
  • Bock — der Ziegen­bock mit seinem stark aus­geprägten Geschlecht­strieb wurde in der Antike mit sex­ueller Aktiv­ität und Frucht­barkeit in Verbindung gebracht. Gle­ich­es galt auch für bockar­tige Mis­chgestal­ten wie Pan und Satyr.
    • Das MA inter­pretierte den alten Sym­bol­ge­halt grund­sät­zlich neg­a­tiv und brachte ihn mit Frau Welt, der Lux­u­ria sowie mit Teufel und Hex­en in Zusam­men­hang. Hex­en sind oft auf einem Bock zum Bocks­berg rei­t­end dargestellt.
    • Der Aus­druck “Sün­den­bock” geht auf fol­gen­den Inhalt mit­te­lal­ter­liche Bildzyklen zurück: Moses ver­fügte, dass die Israeliten beim alljährlichen Ver­söh­nungs­fest zwei Ziegen­böcke als “Sün­dopfer” ver­wen­de­ten. Ein Tier sollte geschlachtet und als Feueropfer ver­bran­nt, das zweite sym­bol­isch mit den Sün­den der Juden beladen und in die Wüste geschickt wer­den.
  • Bogen beim Liebesgott Amor sind Bogen und Pfeile Hin­weise auf Frucht­barkeit und männliche Zeu­gungskraft. Bei Diana wird der Bogen in alten Schriften auch mit der Form der Mond­sichel in Verbindung gebracht (siehe auch Regen­bo­gen)
  • Bren­nen­der Dorn­busch — Sym­bol für Gott und auch für Maria (Dorn­busch, bren­nen­der).
  • Brille — Sym­bol für Mäßigkeit (Tem­per­an­tia). Eine Brille ohne Bril­len­träger sym­bol­isiert den Tod? Ahn­lich wie beim Glas (Van­i­tas Sym­bol).
  • Brot und Wein — in der christlichen Kun­st Sym­bol für die Eucharistie.
  • Brun­nen — Sym­bol des Lebens.
    • Auf spä­tan­tiken Sarkopha­gen ist der Brun­nen als Quell des Lebens am Fuße des Lebens­baums wiedergegeben. Hier liegt der Aus­gangspunkt für die späteren Leg­en­den vom Jung­brun­nen, der ewiges Leben und ewige Jugend spenden soll.
    • Der Brun­nen versinnbildlicht auch das Prinzip der Läuterung und Reini­gung.
    • Vor allem im Klas­sizis­mus waren Darstel­lun­gen von Brun­nen als Liebe­sp­fand und Ver­lobungssym­bol gebräuch­lich. Seinem Sym­bol­ge­halt nach wird der Brun­nen meist dem weib­lichen Prinzip zuge­ord­net.
    • Im jüd. Kul­tus ist der Brun­nen ein Sym­bol für die Tho­ra (Brun­nen).
  • Buch — Sym­bol für Weisheit und Wis­senschaften.
    • Teil­weise zer­ris­sene Büch­er gel­ten bei Stil­lleben als Van­i­tas-Motiv.
    • Buch geöffnet — Sym­bol für das Buch des Lebens.
  • Buchs­baum — als immer­grünes Gewächs Sym­bol für Leben und ewiges Leben, daher auf Fried­höfen angepflanzt.
  • Buch­staben Alpha und Omega — der erste und der let­zte Buch­stabe des griechis­chen Alpha­bets, sym­bol­isieren Anfang und Ende sowie Gott. (Gema­trie, Buch­staben­mys­tik).
  • Bund­schuh — über den Knöchel reichen­der, mit Riemen geschnürter grober Schuh. Er war das Feldze­ichen der Bauern in den dt. Bauer­nauf­stän­den des 15./16. Jh. Das grobe Schuhzeug stand in krassem Gegen­satz zur extrav­a­gan­ten Schuh­mode von Adel und Bürg­er­tum (Schn­abelschuhe).

  • Caduceus — Sym­bol des Han­dels, Stab mit zwei Schlangen am Oberteil (Herold­stab, Kerykeion).
  • Chrysan­theme — in Chi­na und Japan Sinnbild für Glück und langes Leben. Der strahlen­för­mi­gen Anord­nung der Blüten­blät­ter wegen auch Sym­bol für die Sonne und das japan. Kaiser­haus. Als Folge des Japon­is­mus kam das Chrysan­the­men-Motiv zur Zeit des Jugend­stils auch in Europa in Mode.
  • Cupi­do
    • mit erhoben­er Fack­el, Sym­bol für Leben.
    • mit zu Boden gerichteter Fack­el, Memen­to mori Sym­bol
  • Del­phin — Sym­bol für Apol­lon. Er wurde von den Mino­ern als Herr der Del­phine verehrt (“Apol­lon Del­phin­ios”). Auch Sinnbild des Weib­lichen, möglicher­weise wegen der Ähn­lichkeit der griech. Wörter del­phis, “Del­phin”, und del­phys, “Schoß”.
  • Dolch — altes Sym­bol für den Phal­lus.
  • Dop­pelaxt — versinnbildlicht Vol­lkom­men­heit; vielfach als Sym­bol der Verbindung des Him­mels mit der Erdgöt­tin ver­wen­det. In dem Zusam­men­hang sind die bei­den Schnei­den der Axt nicht plan, son­dern abgerun­det, um die Run­dung der Erde und des Him­mels­gewölbes zu sym­bol­isieren. (Vgl. Dop­pelaxt).
  • Dorn — der Stachel im Fleisch galt als Sym­bol für die Erb­sünde (Dor­nauszieher im MA).
  • Dorn­busch, bren­nen­der — Sym­bol für Gott und für Maria, bren­nen­der Dorn­busch
  • Dose — Verkör­pe­rung des weib­lichen Prinzips.
  • Draperie — Sym­bol der Herrschaft, des Feu­dal­her­rn.
  • Dreiblatt — das so genan­nte Leben­skraut, der Klee, wurde durch die Dreizahl mys­tisch verk­lärt und Sym­bol für die Dreifaltigkeit (siehe auch Erd­beerblatt)
  • Dreieck — Dreifaltigkeits-Sym­bol, Dreifaltigkeit
  • Dreiza­ck — in der west­lichen Welt, Sym­bol und Attrib­ut des Meer­gottes. In Indi­en, Sym­bol und Attrib­ut des Gottes Schi­wa als Versinnbildlichung der drei Prinzip­i­en: Schöp­fung, Sein und Zer­störung.
  • Dru­den­fuß — fün­fza­ck­iger Stern, pos­i­tives Sym­bol mit unheil­ab­wen­den­der Wirkung (Pen­ta­gramm).

  • Eber — zum Unter­schied von dem weib­lichen Schwein, das stets in Form des Hauss­chweins wiedergegeben wird und Wol­lust sym­bol­isiert, wird der Eber in der Bilden­den Kun­st meist als Wilde­ber (Keil­er) dargestellt. Abge­se­hen von der Sex­u­al­ität, galt der Keil­er im alten Griechen­land als gefährlich­stes Wild und als Inbe­griff ungezügel­ter Naturkraft (Ery­man­this­ch­er Eber, Kaly­donis­ch­er Eber).
  • Efeu — Sym­bol für veg­e­ta­tive Kräfte, Frucht­barkeit und Sinnlichkeit, d. h. für dion­y­sis­che Lebensweise (Dionysos).
  • Ei — Sym­bol der Geburt, des Ursprungs der Schöp­fung, auch Hin­weis auf die Aufer­ste­hung Christi und dadurch auf die Erlö­sung (Osterei). Obwohl Eier im Volks­glauben vielfach mit Potenz und Sex­u­al­ität in Verbindung gebracht wer­den, spielt diese Sym­bo­l­ik in der Bilden­den Kun­st keine Rolle. Als Neg­a­tiv-Sym­bol gilt das Ei des Basilisken.
  • Eibe — da das harzfreie Holz, die Nadeln und Samen der Eibe giftig sind, wird der Nadel­baum von Schädlin­gen gemieden und kann Jahrhun­derte alt wer­den. Die Eibe gilt daher als Sym­bol für Unsterblichkeit und wurde seit alten Zeit­en auf Fried­höfen gepflanzt.
  • Eiche — da der Baum dem Volks­glauben nach Blitze anzieht, wurde er zum Sym­bol der Göt­ter Jupiter, Zeus und Donar.
  • Eichel­häher — der Vogel warnt mit seinem Geschrei die Tiere des Waldes vor Gefahren. Er gehört zu den Raben­vögeln und gilt wie diese als Unglücks­bote, wenn auch nicht in dem Maße wie Raben­vögel mit schwarzem Fed­erkleid.
  • Eichen­laub — in der Bilden­den Kun­st Sinnbild der Beständigkeit, da Eichen­holz früher als unver­wit­ter­bar galt. Die Sieger der Kapi­tolin­is­chen Spiele in Rom wur­den mit Eichen­laub geehrt.
  • Eich­hörnchen — im MA wegen seines roten Fells Sinnbild des Bösen. Das Eich­hörnchen galt wie der Fuchs als Begleit­er des Teufels; deshalb sind Eich­hörnchen auch auf alten Darstel­lun­gen der Wilden Jagd zu sehen.
  • Eidechse — galt als “unreines” Tier und Verkör­pe­rung des Bösen, wie auch Kröten, Schlangen und Molche (Leviti­cus 11, 29 ff.).
  • Ein­horn — Sym­bol für das Gute, für Keuschheit und die Jungfräulichkeit der Mut­ter­gottes (Ein­horn).
  • Ein­siedler — Sym­bol­fig­ur für Weltabgeschieden­heit und Fröm­migkeit.
  • Ele­fant — Verkör­pe­rung der Weisheit und Sinnbild für ein gutes Gedächt­nis. Der weiße Ele­fant ist das Sym­bol für den Bud­dhis­mus. Im MA galt der Ele­fant als Inbe­griff der Keuschheit, so heißt es im Phys­i­o­lo­gus, der Ele­fant habe keine Lust zur Paarung und sei erst nach dem Genuss von Man­drago­ra dazu bere­it. Er wird dabei mit Adam und Eva ver­glichen, die auch erst nach dem Genuss der ver­bote­nen Frucht ihr Geschlecht erkan­nten.
  • Elfen­bein — altes Sym­bol für Beständigkeit und Rein­heit, auch Sinnbild der Jungfräulichkeit Marias.
  • Elfen­bein­turm — Sym­bol ästhetisieren­der Abgeschieden­heit, bis hin zu ein­er über­he­blichen oder auch naiv­en Weltan­schau­ung. Im Chris­ten­tum gilt die “tur­ris eburnea” wegen der Abgeschieden­heit des Zuflucht­sortes als Sinnbild für Rein­heit und Keuschheit und damit auch für die Jungfräulichkeit Marias.
  • Elster — Sym­bol­ti­er für Dieb­stahl und Geschwätzigkeit (“diebis­che Elster”, “zänkische Elster”).
  • Engel — Sym­bol für den Evan­ge­lis­ten Matthäus.
  • Ente — im Ori­ent sym­bol­isieren zwei Enten die ehe­liche Gemein­schaft, Ver­bun­den­heit und Treue.
  • Erd­beerblatt — wie das Klee­blatt, Sinnbild der Dreifaltigkeit.
  • Erd­beerblüten und Erd­beer­früchte — mar­i­ol­o­gis­che Pflanze und Paradies­frucht (Speise klein­er Kinder im Paradies). Wie das Veilchen Sym­bol für Beschei­den­heit und Demut der Rechtschaf­fe­nen. Die Früchte sym­bol­isieren manch­mal auch sinnlich­es Ver­lan­gen, wie beispiel­sweise im “Garten der Lüste” des nieder­ländis­chen Malers Hierony­mus Bosch.
  • Erd­kugel — Sym­bol für die Schöp­fung. In Form des Reich­sapfels Zeichen für den Landbe­sitz von Herrsch­ern.
  • Eremit — siehe Ein­siedler.
  • Esel — Tier mit gegen­sät­zlichen Sym­bol­ge­hal­ten. Ein­er­seits versinnbildlicht der Esel die Dummheit, ander­seits das Wis­sen um den Willen Gottes (Bileams Eselin), die Nähe Gottes (der Esel im Stall von Beth­le­hem) und die Demut (Jesus ritt am Palm­son­ntag auf ein­er Eselin in Jerusalem ein). In der Antike sym­bol­isierte der Esel auch Frucht­barkeit. Die Römer bracht­en den Esel mit Pri­a­pus, d. h. mit der Zeu­gungskraft in Zusam­men­hang. In der griechis­chen Mytholo­gie ritt Silen im Gefolge des Veg­e­ta­tion­s­gottes Dionysos auf einem Esel.
  • Essigschwamm — eines der Sym­bol für die Pas­sion Christi (Arma Christi).
  • Eule — in der Antike Sym­bol­ti­er der Göt­tin Athene. Im MA und auch noch danach, als Nachtvo­gel, der das Licht scheut und unheim­liche Schreie ausstößt (Käuzchen), als Unglücks­bringer und Toten­vo­gel ange­se­hen, manch­mal auch als Unter­welts­dä­mon beze­ich­net. Wegen ihrer Tag­blind­heit waren die Nachtvögel auch Sym­bol für Dummheit und Nar­rheit. Große Eulen (Uhu) gel­ten heute meist als Per­son­ifizierung der Weisheit und Gelehrsamkeit.
  • Evan­ge­lis­ten­sym­bole, Engel, Löwe, Sti­er und Adler — gel­ten als Sinnbilder für Matthäus, Markus, Lukas und Johannes; gemein­sam sym­bol­isieren sie Chris­tus.
  • Fäch­er — Zeichen der Herrscher­würde. Der Falt­fäch­er gilt als Sinnbild für die Unbeständigkeit der Frauen.
  • Fack­el
    • gesenkt, gelöscht, Sym­bol für den Tod.
    • hochge­hal­ten, bren­nend, Sym­bol für das Leben.
  • Fahne — früher besaßen Fah­nen haupt­säch­lich mil­itärischen Sym­bol­w­ert. Die Fahne des Geg­n­ers zu erobern kon­nte die Schlacht entschei­den. Eine Son­der­form ist die Kreuz­fahne. Heute sind Fah­nen vor­wiegend Staats-Sym­bol
  • Falke — ähn­lich­er Sym­bol­charak­ter wie der Adler. Im MA versinnbildlicht­en Darstel­lun­gen mit Jagdfalken (Falken­beize) den Inbe­griff höfis­ch­er Leben­sart. In der ägyp­tis­chen Mytholo­gie ist der Falke die Per­son­ifika­tion des Gottes Horus. Heute sind die sogen. “Falken” in der Poli­tik die Vertreter eines harten poli­tis­chen Kurs­es.
  • Falkn­er — Die Darstel­lung eines Falkn­ers, der mit Hil­fe des so genan­nten Fed­er­spiels den Jagdfalken aus der Luft zurück­lockt, stellt nach Hen­drik Goltz­ius (1558–1617) ein Sym­bol für die Luft dar. Im Gegen­satz dazu gilt der auf der Erde Hasen jagende Jäger als Per­son­ifika­tion der Erde.
  • Fan­fare — Sym­bol der Fama.
  • Far­ben
    • Grün: Hoff­nung, nicht aufgeben. 
    • Weiß: Von wesentlichen Din­gen abge­lenkt. 
    • Rot: Liebe und Lei­den­schaft. Indi­vid­u­al­ität besitzen, sich gerne von der bre­it­en Masse abheben, starkes Selb­st­be­wusst­sein besitzen.  
    • Rosa:  Sehn­sucht, Ver­lan­gen nach der Ver­gan­gen­heit.
    • Gelb: Geistige Energie her­vorheben.
    • Blau: Frieden und Ruhe. Weite des Him­mels: Frei­heit und gute Zeit­en.
  • Fäul­nis — bei Stil­lleben sind Faulstellen auf Obst Van­i­tas- bzw. Memen­to mori Sym­bol
  • Fehde­hand­schuh — Sym­bol für Feind­schaft und Kampf.
  • Feige — wegen der vie­len Früchte des Feigen­baums und der drei möglichen Ern­ten pro Jahr ist die Feige ein­er­seits Sym­bol des Über­flusses und der Frucht­barkeit, ander­seits auch Sinnbild für gerin­gen Wert (“keine Feige wert sein”). Da der an kar­gen Boden gewohnte Feigen­baum bei Bewässerung eher weniger als mehr Früchte trägt, versinnbildlicht er auch die Undankbarkeit. In der Antike war der Feigen­baum sein­er Frucht­barkeit wegen Dionysos gewei­ht.
  • Feuer — galt in vie­len alten Kul­turen als heilig, der Feuer­raub daher als Frev­el (Prometheus). Trotz sein­er Zer­störungskraft wird Feuer als reini­gend und wieder belebend ange­se­hen (Phönix). Kerzen und Fack­eln gel­ten bren­nend als Sinnbilder für Leben, gelöscht als Sym­bol für den Tod. Feuer kann auch die Hölle, das Anto­nius­feuer oder das Elms­feuer sym­bol­isieren. Der bren­nende Dorn­busch ist ein Sym­bol für Gott und für Maria.
  • Feuer­sala­man­der — wurde im MA als Ele­men­targeist des Feuers ange­se­hen, der im Feuer zu leben ver­mag, daher Sym­bol für die Gerecht­en, denen Feuer nichts anhab­en kann. Im Volks­glauben galt der Sala­man­der aber auch, wie Molche, Kröten, Schlangen, Fliegen und Spin­nen, als Verkör­pe­rung und Sym­bol des Bösen.
  • Feuer­säule — Nähe Gottes (Durch­querung des Roten Meeres ).
  • Feuerzun­gen — von oben nach unten bren­nend, bere­its in alten Kul­turen ein Sinnbild für Göt­ter. Im christlichen Glauben Sym­bol für göt­tliche Einge­bung in Form des Heili­gen Geistes.
  • Form, leere — Van­i­tas Sym­bol. Das Bild selb­st ist „leer“ ohne den Blick des Betra­chters. Diese Eigen­schaft wieder­holt sich in Gestalt von leeren For­men inner­halb des Bildes.
  • Fica, lat., “Feige”, Fica (Nei­d­feige).
  • Fichten­zapfen — siehe Zapfen.
  • Fisch — die Anfangs­buch­staben der griech. Bez. “Iesus Chris­tos Theou Yios Sot­er” = “Jesus Chris­tus Gottes Sohn, der Hei­land”, I‑Ch-Th-Y‑S bilden das griech. Wort ichthys, “Fisch”; daher gal­ten die Darstel­lung eines Fis­ches und das griechis­che Wort ichthys im Urchris­ten­tum als geheime Erken­nungsze­ichen der ver­fol­gten Chris­ten und als Sym­bol für Chris­tus. Der Fisch zählt auch zu den Tierkreisze­ichen.
  • Flam­men — siehe Feuer, Feuerzun­gen.
  • Fle­d­er­maus — Tier mit vielfältiger Sym­bol­be­deu­tung. In Asien Sinnbild für Glück, in Europa dage­gen Sym­bol und Verkör­pe­rung bös­er Mächte, da im AT als unrein beze­ich­net. Der Teufel wird in der Kun­st oft mit Fle­d­er­maus­flügeln dargestellt.
  • Fleisch — die Darstel­lun­gen von Würsten und Fleis­chstück­en auf Stil­lleben wurde mit dem “Mutwillen des Fleis­ches” (M. Luther), d. h. mit Unzucht (Sex­u­al­ität) gle­ichge­set­zt. (Da Fleisch noch im vorigen Jh. teuer war und beim Großteil der Haushalte sel­ten auf den Tisch kam, reagierten vor allem die Män­ner bei ver­mehrtem Fleis­chkon­sum durch die erhöhte Eiweißzu­fuhr, mit ver­stärk­ter sex­ueller Aktiv­ität, ähn­lich wie beim Genuss von Muscheln.)
  • Fliegen und andere Insek­ten — Sym­bol für Kur­zlebigkeit. Ihre Darstel­lung in der östlichen Kun­st sym­bol­isiert die imma­terielle Seele. In der christlichen Kun­st wer­den Fliegen mit Krankheit, Tod und Verder­ben, aber auch mit dem Teufel selb­st in Verbindung gebracht. Der Name Beelze­bub im AT und NT kommt von hebräis­chen Beelze-bulb zu dt. “Herr der Fliegen”.
  • Fuchs — rotes Haar galt im MA als Sym­bol des Bösen und Zeichen für listige Umtriebe, für Ver­rat. Judas stellte man immer rothaarig dar. Dieser neg­a­tive Sym­bol­ge­halt wurde auf Fuchs und Eich­hörnchen über­tra­gen.
  • Gabel, Heu- und Stro­hga­beln — Sym­bol für Ernte und Über­fluss.
  • Garbe — siehe Getrei­deähren.
  • Gast­fre­und­schaft — die Darstel­lung dreier Gäste sym­bol­isiert die Dreifaltigkeit. Vgl. Philox­e­nie.
  • Geflügel — Sym­bol für sinnliche Lüste durch die im Früh­jahr für jed­er­mann erkennbare Paarungswilligkeit von Vögeln und Haus­ge­flügel (Hahn).
  • Gelb — im Mit­te­lal­ter war Gelb eine übel beleu­mundete Farbe; sie galt als Schand­farbe. Die Klei­dung des Ver­räters Judas wurde deshalb von den Kun­stschaf­fend­en meist gelb dargestellt, eben­so wie der per­son­ifizierte Neid und die Eifer­sucht.
  • Getrei­deähren — der griech. Mytholo­gie nach schick­te Deme­ter, als Dank für erwiesene Gast­fre­und­schaft, Trip­tole­mus zu den Men­schen, um diese den Getrei­dean­bau zu lehren. Da die Ern­teerträge früher sehr ger­ing waren und es laufend Hunger­snöte gab, besaß das Getrei­de einen hohen Stel­len­wert im Leben der Men­schen. Bei der Ernte wurde bei jedem Bauern­hof dem ersten und dem let­zten Ähren­bün­del (Garbe) große Bedeu­tung beigemessen. Für das Binden dieser Gar­ben gal­ten tra­di­tionelle Regeln und Rit­uale, um keine neg­a­tiv­en Kräfte aufkom­men zu lassen. Getrei­deähren sind wegen des aus dem Korn geback­e­nen Brotes ein Sym­bol für die Eucharistie. Sie versinnbildlichen aber auch Wohl­stand als Folge reich­er Ern­teerträge. Wie andere viel­samige Früchte gal­ten Getrei­deähren auch als Sym­bol für Frucht­barkeit, Liebe und Kinder­segen. In der zweit­en Hälfte 19. Jh. wur­den von den Erbach­er Elfen­beinkün­stlern vor allem Broschen in Form ein­er Ähren­garbe geschnitzt, als Sym­bol für Wohl­stand und Liebesglück.
  • Getrei­de­gar­ben — siehe Getrei­deähren.
  • Glas — Sym­bol für Rein­heit und Keuschheit sowie für die Vergänglichkeit (“Glück und Glas, wie leicht bricht das!”). Ein leeres Glas, oft einem vollen gegenübergestellt, sym­bol­isiert den Tod (Van­i­tas Sym­bol). Die Brille ohne Bril­len­träger hat eine ähn­liche Bedeu­tung.
  • Globus — Herrschafts-Sym­bol für Landbe­sitz, beson­ders in Verbindung mit dem Wel­tre­ich der Hab­s­burg­er, “in dem die Sonne nie unterg­ing”. Die gle­iche Bedeu­tung hat der Reich­sapfel.
  • Glocke — pos­i­tiv­er Sym­bol­ge­halt, vielfach in Verbindung mit Fest­tagsstim­mung, z. B. Wei­h­nachts- oder Oster­glock­en auf Glück­wun­schbil­letts. Im MA glaubte man, der Glock­en­klang könne Dämo­nen, ja sog­ar Wet­ter­hex­en vertreiben (Gewit­ter­glock­en, Gewit­ter­läuten).
  • Gold­waage — Hin­weis auf das Jüng­ste Gericht, bei dem nach der apoka­lyp­tis­chen Vision des Johannes der Erzen­gel Michael die See­len wiegt. Je nach­dem ob die guten oder die bösen Tat­en schw­er­er wiegen, kommt die Seele des Men­schen in den Him­mel oder in die Hölle.
  • Granat­apfel — von lat. grana­tus, “gekörnt”, wie andere Früchte mit zahlre­ichen Samen und Ker­nen (Kür­bis) altes Liebes- und Frucht­barkeits-Sym­bol In der Antike war der Granat­apfel Aphrodite gewei­ht und zählte zu den Attribut­en von Veg­e­ta­tion­s­got­theit­en (Perse­phone). Beliebt war das Granat­apfel­mo­tiv auch im alten Ägypten sowie in Chi­na (Zwiebel­muster). In Wes­teu­ropa ist das Sujet sowohl in nat­u­ral­is­tis­ch­er als auch in stil­isiert­er Form bekan­nt, z. B. in Verbindung mit Maria und dem Jesuskind. Im AT war der Granat­apfel ein Zeichen göt­tlichen Segens (lebensspenden­der Kraft), alte Kirchen­schriften sahen in ihm eine Alle­gorie der Kirche, die Samen wur­den als Sym­bol für die Fülle der Mys­te­rien und die große Anzahl der für den Glauben gestor­be­nen Mär­tyr­er ange­se­hen. Im MA galt der Granat­apfel als Sym­bol für die Aufer­ste­hung Christi.
  • Gür­tel — Sym­bol für Macht und Kraft. Der Gür­tel des Gottes Thor ver­dop­pelte der Sage zufolge dessen Kraft. Kestos, der Zaubergür­tel Aphrodites, ent­fachte in allen die Liebe zu ihr und gab der Göt­tin Macht über die Ver­liebten; er war außer­dem ein Sym­bol der Frucht­barkeit.
  • Haar — Sym­bol für Leben­skraft (Sim­son und Delila). Kinder durften deshalb nach altem Volks­glauben nicht zu früh geschoren wer­den, um sie nicht zu schwächen. Das Haar wurde früher auch als Träger des See­len­stoffes ange­se­hen (Haarschmuck). Die beim Schnei­den des Haares anfal­l­en­den Abfälle wur­den einge­sam­melt, damit kein Unbefugter über den­jeni­gen Macht gewin­nen könne, von dem das Haar stammte. In der Roman­tik waren Haar­lock­en ein begehrtes Liebessym­bol. Neben dem Haupthaar wird in vie­len Kul­turen auch das Barthaar als bedeu­tungsvoll eingestuft; so schwören Mus­lime beim Bart des Propheten. Vgl. Bart.
  • Hahn — Sein Krähen am Mor­gen verkün­det das Licht. Als Wet­ter­hahn auf Dachfirsten tre­f­fen ihn die ersten Son­nen­strahlen und bezeu­gen ihn als Lichtkün­der. In Anbe­tra­cht der frühen Stunde seines Krähens galt er im MA als Sinnbild des Fleißes und auch der Weisheit; in dem Zusam­men­hang wurde er in den Fibeln der Schulkinder dargestellt. Der Kampfgeist des Hahns und seine stete Paarungs­bere­itschaft macht­en ihn auch zum Sinnbild der Man­neskraft. Der Ver­leug­nung durch Petrus wegen Sym­bol und Attrib­ut für den Apos­tel Petrus.
  • Hal­loween-Kür­bis, siehe Kür­bis.
  • Hals­kette — Sym­bol für ein hohes Amt (z. B. Rat­sher­ren­kette).
  • Ham­mer — Sinnbild gestal­tender männliche Kraft (vgl. Amboss) und Sym­bol für Autorität. In Verbindung mit der Sichel altes Sym­bol für den Arbeit­er- und Bauern­stand und später auch für den Kom­mu­nis­mus.
  • Hand — Versinnbildlichung von Kraft und Macht. In der Bilden­den Kun­st des MA wurde stel­lvertre­tend für Gott­vater oft eine aus den Wolken her­abgestreck­te Hand dargestellt. Das Motiv zweier einan­der umfassender Hände (Handtreu) war schon den Assyr­ern bekan­nt und find­et sich als Sym­bol eini­gen­der Kraft und inniger Ver­bun­den­heit auch am Ringkopf röm. Treueringe.
  • Hand­schuhe — Sinnbild für hohen Stand. Vor allem geistliche Wür­den­träger tra­gen auf alten Gemälden oft Hand­schuhe. Als Fehde­hand­schuh, Sym­bol für Feind­schaft und Kampf.
  • Harpyie — Sym­bol für den plöt­zlichen Tod.
  • Hase — Tier mit vielfach­er Sym­bol­be­deu­tung. Als lunares Tier (da Attrib­ut aller Mond­got­theit­en) sym­bol­isiert er das Licht in der Fin­ster­n­is sowie Wiederge­burt (Neu­mond-Voll­mond) und den Men­stru­a­tion­szyk­lus der Frau. Wegen sein­er raschen Ver­mehrung ist der Hase ein Sinnbild für sex­uelle Aktiv­ität und Frucht­barkeit. Im Volks­brauch­tum gel­ten Hasen­fig­uren deshalb als Liebe­sp­fand. Ein Hase zu Füßen eines Heili­gen sym­bol­isiert dessen Sieg über die Sin­nes­lust. Laufende Hasen verkör­pern auch die rasch ver­stre­ichende Zeit (Memen­to mori Sym­bol). Drei im Kreis laufende und mit den Enden ihrer lan­gen Ohren miteinan­der ver­bun­dene Hasen versinnbildlichen in der christlichen Kun­st die Dreifaltigkeit. Die Taufe wurde manch­mal durch die Darstel­lung eines Trauben fressenden Hasen sym­bol­isiert. Die Darstel­lung eines bergauf laufend­en Hasen galt im MA als Sym­bol für die Aufer­ste­hung Christi. Der Hase ist auch ein altes Sym­bol für Wach­samkeit, da er dem Volks­glauben nach mit offe­nen Augen schläft.
  • Hasen­jäger — altes Sym­bol für die Erde. (Der den Jagdfalken mit dem Fed­er­spiel aus den Lüften zurück­lock­ende Falkn­er gilt seit H. Goltz­ius (1558–1617) als Sym­bol für die Luft.)
  • Henne — Sym­bol müt­ter­lich­er Für­sorge.
  • Herold­stab — Sym­bol für Unver­let­zlichkeit, da sein Träger unter dem Schutz des Herrsch­ers stand. Auch Sym­bol für den Han­del (Kerykeion).
  • Herz — wurde schon in der Antike (wie auch die Leber) als Sitz des Lebens ange­se­hen. Im Klas­sizis­mus und vor allem im Bie­der­meier waren Darstel­lun­gen von Herzen als Liebessym­bol beliebt.
  • Herz-Jesu-Bild — Sym­bol für Jesus und für die göt­tliche Liebe.
  • Heuschrecke — Sym­bol für die sieben ägyp­tis­chen Pla­gen. Eine Heuschrecke in der Hand des Jesuskindes sym­bol­isiert den Sieg des Chris­ten­tums über die Hei­den.
  • Hex­enbe­sen — Sym­bol für Hex­erei (Hexe, auf Besen rei­t­end).
  • Hirsch — in Nordeu­ropa Sym­bol der Erlö­sung durch Chris­tus. Abgeleit­et wurde diese Vorstel­lung davon, dass manche Geweih­stan­gen durch einan­der gegenüber­liegende Sprossen an ein Kreuz erin­nern, und dass an den Geweih­stan­gen im Früh­jahr manch­mal Blut zu sehen ist. Das hängt damit zusam­men, dass beim Fegen (Abstreifen des Bastes) des fer­tig aus­ge­bilde­ten Gewei­h­es  die für den Auf­bau des­sel­ben dienen­den Blut­ge­fäßes im Bast manch­mal noch nicht zur Gänze rück­ge­bildet sind und Blu­tun­gen auftreten. Auf alten Gemälden wer­den Hirsche oft beim Zertreten ein­er Schlange dargestellt, den Sieg des christlichen Glaubens über das Böse sym­bol­isierend. Der Hirsch gilt auch als Sym­bol für die Taufe. “Wie ein Hirsch sich sehnt nach frisch­er Quelle, so ver­langt meine Seele nach dir, o Gott (Psalm 42, 2).
  • Hirschhornkäfer — Sinnbild für das Böse, wie alle Insek­ten, mit Aus­nahme der Schmetter­linge.
  • Hirte — Sym­bol für Jesus. Bere­its in der Antike galt der Hirte als Sym­bol für Schutz und Ord­nung.
  • Her­mes Krio­phoros (griech. krios, “Wid­der”) wurde als Wid­derträger dargestellt und gilt als Urbild des Guten Hirten.
  • Höl­len­tor — das am Boden liegende oder mit zer­broch­enen Riegeln dargestellte Höl­len­tor ist in der Ostkirche ein Sym­bol für die Aufer­ste­hung Christi.
  • Holzsamm­ler — eben­so wie Reisigsamm­ler, Sym­bol (Alle­gorie) des Win­ters.
  • Horn — wie das Haar Aus­druck von Kraft und Macht. Helme mit Hörn­ern soll­ten mächtiger erscheinen lassen und Furcht erweck­en. Die Kraft erstreckt sich auch auf die Zeu­gungskraft. Gehörnte Tiere gal­ten deshalb als Frucht­barkeitssym­bole. Da die Form des Horns der des Mon­des gle­icht, auch Sym­bol des Luna-Kultes.
  • Hund — Sym­bol für Treue und Wach­samkeit. Schwarze Hunde versinnbildlichen das Böse. Sie wer­den in Verbindung mit der Wilden Jagd genan­nt und gel­ten als Begleit­er von Hex­en.
  • Insek­ten — Zeichen für das böse, mit Aus­nahme der Schmetter­linge (siehe auch Fliegen)
  • Jahreszeit­en — Darstel­lun­gen der Veg­e­ta­tion­snsphasen (Früh­ling, Som­mer, Herb­st und Win­ter) sym­bol­isieren das Jahr und die ver­schiede­nen Leben­salter eines Men­schen.
  • Jaspis — Sym­bol für die Mauern des himm­lis­chen Jerusalem, da ihr Licht­glanz, gemäß der Offen­barung des Johannes, einem kristall­hellen Jaspis gle­icht (Offen­barung 21, 11).
  • Judas — per­son­ifiziertes Sym­bol des Ver­rats.
  • Jungfrau — nackt, zusam­mengekauert, Sym­bol der Pudici­tia, Per­son­ifika­tion der Keuschheit. Die Jungfrau ist auch eines der Tierkreisze­ichen.
  • Kalumet — Bei den nor­damerikanis­chen Indi­an­ern übliche Zer­e­monienpfeife als Sym­bol des Friedens. Darauf Bezug nimmt die metapho­rische Redewen­dung “die Frieden­spfeife rauchen”, um die Bei­le­gung eines Stre­ites auszu­drück­en.
  • Kanne — siehe Trinkkanne.
  • Karten — Die 52 Spielka­rten des franz. Karten­spiels versinnbildlichen auf alten Darstel­lun­gen die 52 Wochen des Jahres und das Jahr selb­st. Karten gel­ten auch als verder­ben­brin­gend. Auf Gemälden als Gebet­buch des Teufels dargestellt (z. B. in der Sakris­tei des Stiftes Vorau/Steiermark).
  • Käse — Jesus wurde als “Milch des Him­mels” beze­ich­net; Käse, ein Pro­dukt aus “geronnen­er Milch”, galt deshalb auf Stil­lleben als Sym­bol für Chris­tus.
  • Katze — In Ägypten hat­te die um 2000 v. Chr. aus der nubis­chen Fal­bkatze domes­tizierte Katze pos­i­tiv­en Sym­bol­charak­ter. Auf alten Wandgemälden wird sie oft dargestellt, wie sie ein­er Schlange den Kopf abbeißt. Auch die ägypt. Göt­tin Bastet wird katzenköp­fig wiedergegeben. Im west­lichen Kul­turkreis sym­bol­isiert die Katze meist Neg­a­tives. Vor allem schwarze Katzen gal­ten früher als Hex­en­tiere und Begleit­er des die Wilde Jagd anführen­den Wilden Jägers. Heute noch erachtet es der Aber­glaube als bös­es Omen, wenn jeman­dem eine schwarze Katze über den Weg läuft.
  • Kelch — Sym­bol für den Neuen Bund (Neues Tes­ta­ment).
  • Kelle — Freimau­r­er-Sym­bol, dem Gesel­len­grad entsprechend (Freimau­r­er Sym­bole).
  • Kerykeion — Griechis­che Beze­ich­nung für den Merkurstab, als Sym­bol des Han­dels (Kerykeion).
  • Kerze, bren­nend — Sinnbild des Lebens.
  • Kerze, her­abge­bran­nt — Van­i­tas-Sym­bol.
  • Kette — Sym­bol für Gefan­gen­schaft.
  • Kette, gesprengt — Sym­bol für erlangte Frei­heit.
  • Kiefer — wie auch Fels und Kranich, im ostasi­at. Kul­turbere­ich Sym­bol für langes Leben.
  • Kiefer­zapfen — Sym­bol für Frucht­barkeit, vgl. Zapfen.
  • Knoten — Alte Zier­form, die drei Knoten im strickar­ti­gen Mönchs­gür­tel sym­bol­isieren die Ordens­gelübde Armut, Keuschheit und Gehor­sam. Dem Knoten wurde auch unheil­ab­wen­dende (apotropäis­che) Wirkung nachge­sagt; in dieser Bedeu­tung find­et er sich etwa als Nodus am Schaft von Gefäßen, aber auch bei der roman. Knoten­säule.
  • Köch­er — Sym­bol des Weib­lichen, Emp­fan­gen­den. (Der Pfeil versinnbildlicht das männliche Prinzip.)
  • Komet — Dem Kome­ten wur­den früher divergierende Sym­bol­be­deu­tung zugeschrieben. Ein­er­seits galt er als Unheils­bote (Pest) und ander­seits als Verkün­der der Geburt Christi (Stern von Beth­le­hem).
  • Korn­feld
    • Sinnbild für eine Leben­sauf­gabe, einen langfristi­gen Vor­gang, dessen einzelne Bere­iche immer wieder ’neu bestellt’ wer­den müssen — macht also immer Arbeit.
    • Glück und Gewinn im Geschäft, Nutzen und Erfolg.
    • Einzelnes Korn: Zeichen von Wach­s­tum und Reife.
    • Ein ganzes Feld ver­spricht glück­liche Entwick­lung des Lebens.
    • Wogende Korn­felder: Abgesicherte Zukun­ft.
    • Erfolg in der Liebe. Das ‘Bett im Korn­feld’, nimmt Bezug auf ein roman­tis­ches Liebesaben­teuer.
  • Kranich — im ostasi­at. Kul­turbere­ich Sinnbild für Weisheit und (wie Kiefer und Felsen), Sym­bol für langes Leben; weiße Kraniche gel­ten als heilig und Begleit­er der Unsterblichen.
  • Kranz — Sym­bol des Sieges und der Jungfräulichkeit.
  • Krebs — wegen des mehrma­li­gen Panz­er­wech­sels während seines Wach­s­tums auf Stil­lleben als Sym­bol für die Aufer­ste­hung dargestellt. Der Krebs ist auch eines der Tierkreisze­ichen.
  • Kreis
    • Sym­bol für Vol­lkom­men­heit und Unendlichkeit (Ewigkeit) da ohne Anfang und ohne Ende seit der Antike
    • Oft auch als Sym­bol für Sonne und Him­mels­gewölbe.
    • Es beste­ht ein enger Zusam­men­hang mit der Sym­bo­l­ik des Rades und des Uroboros (Schlange, die sich in den eige­nen Schwanz beißt und so mit ihrem Kör­p­er einen geschlosse­nen Kreis bildet).
    • Bei magis­chen Riten bedeutet der Kreis oft Schutz. Wer sich inner­halb eines gezo­ge­nen Kreis­es befind­et, dem kön­nen böse Mächte nichts anhab­en. Diese pos­i­tive Auf­fas­sung übertrug sich auch auf den Ring.
    • Zum Unter­schied von dem höhere Mächte sym­bol­isieren­den Kreis gilt das Quadrat als Sinnbild für alles Weltliche und für den Men­schen.
    • Das Streben des Men­schen nach Vol­lkom­men­heit bis hin zur Vergöt­tlichung war in der Renais­sance ein großes Anliegen, das man u. a. durch die “Quad­ratur des Kreis­es” zu erfüllen suchte. Die Auf­gabe, zu einem gegebe­nen Kreis mit Zirkel und Lin­eal ein flächen­gle­ich­es Quadrat zu kon­stru­ieren, ist wegen der Tran­szen­denz der Kreiszahl Pi eben­so unmöglich wie umgekehrt. Die Quad­ratur des Kreis­es gilt daher als Sinnbild für eine unlös­bare Auf­gabe.
  • Kreuz — Sym­bol für den Opfer­tod Christi. Abge­se­hen vom christlichen Sym­bol­ge­halt waren schon lange vor dem Chris­ten­tum ver­schiedene Kreuz­for­men bekan­nt (Kreuz).
  • Kreuz­fahne — Sym­bol für Chris­tus und Johannes d. T.
  • Kreuz-Herz-Anker — Sym­bol für die drei christlichen Tugen­den: Glaube, Liebe, Hoff­nung.
  • Kreuzstab — Seit Kaiser Kon­stan­tin d. Gr. den Kreuzstab als Feldze­ichen führte, galt dieser auch als Sym­bol der Macht. Ist der Kreuzstab mit einem Ban­ner verse­hen, wird er als Kreuz­fahne beze­ich­net.
  • Kro­ne — Hoheits-Sym­bol, bei Mär­tyr­ern auch Ehren­ze­ichen als Sym­bol für ein gottge­fäl­liges Leben.
  • Kröte — Wie Schlangen, Molche und Eidech­sen Verkör­pe­rung des Bösen. Auf der Kanzel­stiege von St. Stephan in Wien versinnbildlichen die dargestell­ten Kröten die schlecht­en Gedanken; sie sollen von einem bel­lend wiedergegebe­nen Hund ver­scheucht wer­den. Als Gebild­vo­tiv heißt die Kröte Bär­mut­ter (abgeleit­et von “Gebär­mut­ter”) und stellt ein Frucht­barkeitssym­bol dar.
  • Krug — In der Antike ein mit Trankopfer, Rein­waschung und Rein­heit in Verbindung gebracht­es Sym­bol Im Klas­sizis­mus und im Bie­der­meier war das Motiv ein­er antikisch gek­lei­de­ten Frau beliebt, die einen Krug oder eine Schale in die auf einem Kult­stein lodern­den Flam­men entleert. Das Motiv ist oft mit der Devise “L’ami­tié” (Fre­und­schaft) verse­hen. In der Ikono­gra­phie des Lasters gilt der Krug als Sym­bol für Trunk­sucht.
  • Kuh — Sym­bol für Müt­ter­lichkeit. Die Kuh, die ihr Kalb säugt, war bere­its ein beliebtes Motiv der phönik. Kun­st, wie zahlre­iche Elfen­bein­re­liefs bezeu­gen.
  • Kür­bis — Wegen sein­er vie­len Kerne und des rapi­den Wach­s­tums Sym­bol für Frucht­barkeit sowie Verkör­pe­rung des sich aus­bre­i­t­en­den Chris­ten­tums. Als Hal­loween-Kür­bis, Sym­bol des Hal­loween-Festes, das auf den brit. Inseln und in Nor­dameri­ka am Vor­abend von Aller­heili­gen (1. Novem­ber) gefeiert wird (Hal­loween).
  • Labarum — Von Kaiser Kon­stan­tin d. Gr. 312 n. Chr. einge­führte röm. Kaiser­stan­darte mit dem Chris­tus­mono­gramm als Emblem. Der Leg­ende nach erschien dem Kaiser im Traum das Chris­tus­mono­gramm als Sym­bol für Chris­tus. Die Ein­führung als Feldze­ichen auf den Schilden der Sol­dat­en bedeutete, dass Kon­stan­tins Legio­nen im Namen Christi kämpften.
  • Lamm — Sym­bol für Jesus Chris­tus (Agnus Dei).
  • Lampe — Sym­bol für Leben und Wach­samkeit (kluge u. törichte Jungfrauen).
  • Lanze — Sym­bol des niederen Adels. (Der Hochadel wird durch das Schw­ert repräsen­tiert.)
  • Lapis­lazuli — Wegen der blauen Farbe und sein­er wie kleine Sterne glänzen­den gold­far­be­nen Pyrit-Punk­te Sym­bol für den Him­mel.
  • Laute — Sym­bol für die Musik, eine der sieben freien Kün­ste (Artes lib­erales).
  • Lebens­baum — lat. arbor vitae. Die immer­grü­nen Gewächse der Pflanzen­gat­tung Thu­ja versinnbildlicht­en schon im Alter­tum langes Leben und wur­den als Lebens­baum-Motiv ver­wen­det. Vor allem alto­ri­en­tal­is­che Kün­stler hat­ten eine Vor­liebe für Baum­darstel­lun­gen mit gegen­ständi­gen Zweigen als stil­isiertes Lebens­baum­mo­tiv (flankiert von bär­ti­gen Priestern oder von Tieren, die rechts und links vom Baum sich auf­bäu­mend auf den Hin­ter­beinen ste­hen), etwa bei mesopotamis­chen Elfen­bein­re­liefs. Lebens­bäume wer­den auch mit der Ewigkeit in Verbindung gebracht und sind deshalb oft auf Fried­höfen angepflanzt.
  • Leber — Galt in der Antike eben­so wie das Herz als Sitz der Leben­skraft und daher auch als Sym­bol des men­schlichen Lebens. Man betra­chtete die Leber als Quelle des Blutes und war der Mei­n­ung, sie bilde den Aus­gangspunkt für Gefühlsre­gun­gen wie Ver­stim­mung oder Zor­naus­brüche (“es läuft jeman­dem etwas über die Leber”). Die Leber wurde aber auch als Zen­trum des Geschlecht­striebes ange­se­hen, wodurch die über den Riesen Tityos ver­hängte Strafe zu erk­lären ist, der Leto (ein­er Geliebten des Gottes Zeus) nachgestellt hat­te. Auch die Strafe für Prometheus gewin­nt unter diesem Aspekt beson­dere Bedeu­tung.
  • Leit­er — Die sieben­sprossige Leit­er sym­bol­isiert die sieben freien Kün­ste (Artes lib­erales). Die Leit­er versinnbildlicht aber auch die Verbindung des Men­schen zum Him­mel und zu Gott (Jakob­sleit­er).
  • Licht — In allen Kul­turen Sym­bol für die Göt­tlichkeit.
  • Libelle — Stil­lleben ‑Maler sahen in der Libelle eine über­große Fliege und versinnbildlicht­en mit ihr das Böse, zum Unter­schied vom Schmetter­ling, der als einziges Insekt als Verkör­pe­rung des Guten galt.
  • Lilie — Mit der weißen Lilie sym­bol­isierte man schon um 3000 v. Chr. Oberä­gypten (mit dem Papyrus Unterä­gypten). Im alten Ori­ent war die Lilie der Erdgöt­tin Kybele gewei­ht. In der mit­te­lal­terl. Malerei wurde die Apoka­lyp­tis­che Frau durch eine von zwölf Ster­nen umgebene Lilie sym­bol­isiert. Seit dem MA gel­ten weiße Lilien als Sym­bol für Rein­heit und Keuschheit und ste­hen in enger Verbindung mit der Marien­verehrung. (Als Attriburt wird die weiße Lilie auch Josef dem Nährvater zuge­ord­net und deshalb manch­mal Josef­slilie genan­nt.) Ein mit gold­e­nen stil­isierten Lilien besäter blauer Schild war seit dem 12. Jh. das Sym­bol und Emblem der franz. Könige. Die Zahl dieser Lilien reduzierte sich im 14. Jh. auf drei Blüten. Ein weißes Lilien­ban­ner war von Mitte 17. Jh. bis 1790 und von 1814–1830 die Fahne Frankre­ichs. Stil­isierte Lilien wer­den deshalb auch Franzö­sis­che oder Herald­is­che Lilien genan­nt. Eine stil­isierte Lilie war auch das Werk­stattze­ichen der Embri­achi.
  • Lik­toren­bün­del — Sinnbild röm. Gerichts­barkeit (Faszes).
  • Loch — Das Loch im Zen­trum chin. Jade­scheiben (Pi) sym­bol­isiert das Ein­drin­gen des himm­lisch Geisti­gen in die irdis­che Welt.
  • Lor­beer — In der Antike war die immer­grüne Pflanze Sym­bol für Frieden nach dem Sieg über einen Feind. Siegre­iche Feld­her­ren bekränzte man mit Lor­beer. Der Brauch beruht auf der reini­gen­den Kraft, die dem Lor­beer im alten Griechen­land zugeschrieben wurde. Die vom Lor­beer aus­ge­hende Sym­bo­l­ik von Rein­heit man­i­festiert sich auch in der Sage, nach der sich die keusch lebende Nymphe Daphne in einen Lor­beer­strauch ver­wan­delt hat, um rein zu bleiben, d. h. dem ungestü­men Wer­ben Apol­lons zu ent­ge­hen. In Verbindung mit Apol­lon und der Orakel­stätte in Del­phi spielte der Lor­beer gle­ich­falls eine Rolle. Der Über­liefer­ung nach reinigte sich Apol­lon mit Lor­beer, nach­dem er den Schlangen­drachen Python getötet hat­te. Pythia, die Orakel­pries­terin, kaute Lor­beer zur Läuterung, bevor sie auf dem mit Lor­beer umwun­de­nen Drei­fuß Platz nahm und sich in Trance versenk­te. Die Römer über­nah­men zwar den Lor­beer, doch trat der Aspekt der reini­gen­den Kraft, etwa zur Tilgung des im Krieg ver­gosse­nen Blutes, in den Hin­ter­grund. Der Lor­beer wurde vielmehr, in Form des Lor­beerkranzes, als Sym­bol des Sieges und als Doku­men­ta­tion der Macht auch von den Imper­a­toren getra­gen. In diesem Sinn sah dann auch Napoleon I. den Lor­beerkranz.
  • Lot — siehe Senkblei.
  • Löwe — Sym­bol mit ambiva­len­ter Bedeu­tung. Ein­ser­seits sind Löwe und Lamm Sym­bol­tiere für Chris­tus, oft mit Kreuzstab oder Kreuz­fahne dargestellt (der Löwe auch Sym­bol für den Evan­ge­lis­ten Markus), ander­seits wird der Löwe als Sinnbild des Bösen, wie Drache, Basilisk und Aspis, von Jesus zertreten. Als pro­fanes Sym­bol­ti­er versinnbildlicht der Löwe so wie der Adler Macht und Herrschaft. Da die Sonne zur Zeit der Nilüber­schwem­mung ins Stern­bild des Löwen tritt, brachte man den Löwen in Ägypten auch mit Wass­er in Verbindung, ein Aspekt, der von Griechen und Römern über­nom­men wurde. Löwen­darstel­lun­gen dien­ten deshalb oft als Wächter­fig­uren bei Quell­fas­sun­gen. Der Löwe ist auch eines der Tierkreisze­ichen.
  • Luft­bal­lons
    • Ober­fläch­lichkeit, Spaß, Leichtigkeit, Ver­spieltheit, Kindlich, Sor­glosigkeit, Freuden­sche oder Träume fliegen durch die Lüfte.
    • Sieht man welche fliegen: Uner­füllte Wün­sche und Träume.
    • Fliegen sie sehr hoch: unre­al­is­tis­che Wün­sche und Träume.
    • Lässt man einen fliegen: War­nung vor Leichtsin­nig und man­gel­nder Wertschätzung.
    • Seele, die sich in sein Ele­ment, die Luft, erhebt und eine neue Sphäre des Bewusst­seins erre­icht.
    • Luft­bal­lon auf­pusten: Hoff­nung, Energie und Schaf­fen­skraft investiert.
    • Die Luft entwe­icht, oder ist entwichen: Vergänglichkeit…
    • Luft­bal­lon platzend:
      • Sich zu weit von der Real­ität ent­fer­nt haben. Zu unre­al­is­tis­che Wün­sche und Träume  kön­nten zer­platzen.
    • Heißluft­bal­lon ste­ht für Erfahrun­gen und Ideen­vielfalt. 
    • In einem fliegen:  Boden­haf­tung ver­loren,  sich von den eige­nen Zie­len ent­fer­nen. 
    • Einen sehen: Weit­sichti­gen Blick in Rich­tung Zukun­ft haben.
  • Mähen — siehe Schnit­ter.
  • Maiglöckchen — sym­bol­isiert Jungfräulichkeit und zählt zu den sogen. “Mar­i­an­is­chen Blu­men”.
  • Man­tel — Sym­bol für Schutz, beson­ders in Form des Man­tels der Schutz­man­tel­madon­na.
  • Maulwurf — seinem Leben­sraum entsprechend, zählt er wie die Maus zu den Sym­bol der Mächte der Fin­ster­n­is.
  • Maske — die Falschheit wird für gewöhn­lich durch eine Fig­ur mit Maske sym­bol­isiert. Eine lachende Maske gilt als Sym­bol der Freude, eine weinende als Sym­bol der Trauer. Die Maske ist ein Zeichen für die Abwe­sen­heit des Masken­trägers, eben­so wie das Bild nicht das Abge­bildete enthält. Außer­dem ste­ht sie für Karneval, fes­tlich­es Vergnü­gen, ver­ant­wor­tungslose Anonymität.
  • Matu­ra — lat., “Reife”. Bei Stil­lleben zu find­ende Auf­schrift als Hin­weis auf die Reife der Zeit, eine Van­i­tas-Botschaft.
  • Maus — Verkör­pe­rung des Bösen und wie der Maulwurf Sym­bol­ti­er für die Mächte der Fin­ster­n­is. Die Maus wird häu­fig dargestellt, wie sie an der Wurzel des Lebens­baums nagt oder Getrei­dekörn­er und Nusskerne (bei­des Jesus-Sym­bol) frisst. Vgl. Rat­te.
  • Memen­to mori Sym­bole — Memen­to mori Sym­bol
  • Merkurstab — Sym­bol des Han­dels. Kerykeion.
  • Mis­tel — Die immer­grüne Schmarotzerpflanze erfreute sich schon im Alter­tum großer Wertschätzung und wurde von den keltischen Druiden als “All­hei­lerin” beze­ich­net. In mod­ern­er Zeit gel­ten Mis­telzweige als Sym­bol für die Wei­h­nacht­szeit.
  • Mohnkapseln — Sym­bol für Hyp­nos und Mor­pheus.
  • Molch — Wie Kröten, Sala­man­der, Schlangen und Eidech­sen Sym­bol und Verkör­pe­run­gen des Bösen.
  • Mond — Die Darstel­lung des abnehmenden Mon­des bedeutete früher Düster­heit, ver­bun­den mit neg­a­tiv­er Sym­bol­kraft, woge­gen der zunehmende Mond die pos­i­tiv­en Aspek­te von Licht und Wach­s­tum aus­drückt (Halb­mond).
  • Mörs­er — Altes Sex­u­al­sym­bol, Verkör­pe­rung des Weib­lichen. (Das männliche Prinzip wird durch den Pis­till versinnbildlicht).
  • Muscheln — Sym­bol­tiere mit mul­ti­va­len­ter Bedeu­tung. Mit geschlosse­nen Schalen wur­den sie, als Träger von Perlen, mit Maria in Verbindung gebracht, die in ihrem Leib Jesus trug, die Per­le der Chris­ten­heit. Da dem Muschelfleisch aphro­di­sis­che, den Geschlecht­strieb stim­ulierende Wirkung nachge­sagt wird, gal­ten volle Muscheln mit geschlossen­er Schale auch als Sym­bol der Lux­u­ria. Offene Muschelschalen sind ein Memen­to mori Sym­bol Vgl. Muschelschalen, leer. Griech. konche, lat. con­cha, “Muschel”, bedeutet als Umschrei­bung auch “weib­liche Scham”.
  • Muschelschalen, leer — Van­i­tas-Sym­bol. Unter­stellt bzw. voraus­ge­set­zt wurde die Kon­suma­tion des Muschelfleis­ches und, durch die ver­mehrte Eiweißzu­fuhr, eine Steigerung sex­ueller Aktiv­ität. Vgl. Fleisch. Da man früher annahm, häu­figer Geschlechtsverkehr schwäche den Kör­p­er und führe den frühen Tod her­bei, waren offene leere Muscheln eine “Mah­nung wider die Sin­nes­lust” und gal­ten als Sym­bol für Vergänglichkeit und Tod. In Form der sym­metrisch aus­ge­bilde­ten Schale der Kam­muschel (Pecten max­imus) gilt die Muschelschale als Pil­ger­muschel und als Sym­bol der Pil­ger.
  • Musikin­stru­mente ‑Seit dem Spät­barock gal­ten in Form von Trophäen ange­ord­nete Musikin­stru­mente als Sym­bol kul­tiviert­er Leben­sart. Bilder musizieren­der Fam­i­lien ver­mit­teln den Ein­druck har­monis­chen Zusam­menge­hörigkeits­ge­fühls. Darstel­lun­gen von Musizieren­den aus ver­schiede­nen Gesellschaft­skreisen, wie etwa auf Bildern aus dem Bie­der­meier zu find­en, versinnbildlichen das Verbindende der Musik und den Weg­fall sozialer Schranken.
  • Nagel — Im Chris­ten­tum Sym­bol für Pas­sion und Kreuzestod Christi.
  • Nat­ter — siehe Schlange.
  • Nei­d­feige — Fica.
  • Nelke — on mit­teldt. negelkin, “Nägelein”, Chris­tus­bezug wegen der wie ein klein­er Kreuzes­nagel geformten Gewürznelke, im Volksmund “Nagerl” genan­nt.
  • Netz — Die Falschheit wurde früher oft in der Per­son eines Mannes mit Angel, Schlinge oder Netz sym­bol­isiert, manch­mal in Begleitung eines Fuch­ses.
  • Nuss — siehe Wal­nuss.
  • Obelisk — Kult-Sym­bol des ägypt. Son­nen­gottes Ra (Re).
  • Ochse — Sym­bol geduldigen Dienens, friedlich­er Stärke und gebändigter (kas­tri­ert­er) Kraft, im Gegen­satz zum wilden Sti­er. Der Ochse spielte bere­its im antiken Kul­tus eine wichtige Rolle sowohl als Opfer als auch als Zugti­er von Wagen mit Kult­geräten (Kleo­bis und Biton). Im Chris­ten­tum find­et der Ochse bei der Geburt Christi Erwäh­nung. Ein Ochse und ein Esel sollen sich im Stall von Beth­le­hem befun­den haben. Ochsen wer­den auch mit der Grün­dung von Wall­fahrtsstät­ten in Zusam­men­hang gebracht, weil sie bei Begräb­nis­sen von Heili­gen manch­mal mit dem Leichen­wa­gen unver­mit­telt anhiel­ten und nicht weit­erge­hen woll­ten. Dies wurde als sym­bol­is­ch­er Wun­sch des Toten gedeutet, an dieser Stelle begraben zu wer­den.
  • Okto­pus — siehe Tin­ten­fisch.
  • Ölzweig — Sym­bol des Friedens und des Sieges (Olymp­is­che Spiele). Im heili­gen Hain von Olympia wuch­sen über­wiegend Ölbäume. Die von Noah nach der Sint­flut aus­geschick­te Taube kam zur Arche mit einem Ölzweig im Schn­abel zurück, als Zeichen der Ver­söh­nung und des Friedens mit Gott. Zudem sym­bol­isiert der Ölzweig Erken­nt­nis, bezo­gen auf das Öl der Oliv­en, das durch die Öllam­p­en Hel­ligkeit und im über­tra­ge­nen Sinn Erleuch­tung bringt. Als altes Braut­sym­bol versinnbildlicht der Ölzweig Frucht­barkeit und Leben­skraft durch das aus den Oliv­en gewonnene Öl.
  • Ompha­los — Weltnabel­stein, Sym­bol für den Mit­telpunkt der Welt (Ompha­los).
  • Orans — Sinnbild für Gebet und geistige Entrück­ung (Orans).
  • Osterei — Das Ei, ein vorchristlich­es Sym­bol für die Wiederge­burt der Veg­e­ta­tion, wurde in das christliche Oster­brauch­tum über­nom­men.
  • Oster­hase — Der Hase war das Attrib­ut der nordis­chen Früh­lings­göt­tin Ostara (angel­säch­sisch Oes­tra), auf die möglicher­weise das Wort Ostern und die Über­nahme des Hasen in das Oster­brauch­tum zurück­ge­ht.
  • Palme — Der oft über 20 m hohe Baum mit dem elastis­chen, allen Stür­men stand­hal­tenden Stamm galt seit alters her als Sinnbild für Sieg. Im Chris­ten­tum wer­den Mär­tyr­er häu­fig mit Palmzweigen dargestellt. Die immer­grü­nen Blät­ter sym­bol­isieren das ewige Leben und den Sieg des Glaubens über das Hei­den­tum.
  • Pan­ther — Pan­ther­felle gal­ten im Alter­tum als Sym­bol für Kraft sowie List und waren deshalb oft Teil der Kriegsklei­dung. Der Wagen des Gottes Dionysos wird von Pan­th­ern gezo­gen.
  • Pantof­fel — Sym­bol der Frauen­herrschaft über den Mann.
  • Päonie — siehe Pfin­gstrose.
  • Paradiesvo­gel, Sym­bol für die Nähe des Him­mels. Die Leg­ende des 17./18. Jh. vom fußlosen Paradiesvo­gel (Par­adis­ea apo­da), der die Erde niemals berührt, beruht darauf, dass die prä­pari­erten Bälge von Paradiesvögeln ohne Beine nach Europa gelangten.
  • Pega­sus — Sym­bol für poet­is­che Kreativ­ität (Dichtkun­st).
  • Pelikan — Im MA war das Ausse­hen des exo­tis­chen Vogels in unseren Bre­it­en nicht bekan­nt. Im Bes­tiar­i­um wird berichtet, dass der Pelikan seine Brust aufreißt, um mit dem eige­nen Fleisch und Blut die Jun­gen zu ernähren; er galt deshalb als Sinnbild für Aufopfer­ung und als Sym­bol für Chris­tus. Der Pelikan war auch das Sym­bol­ti­er der Rosenkreuzer, die u. a. “Rit­ter vom Pelikan” genan­nt wur­den. Die Wundärzte ver­wen­de­ten eben­falls den Pelikan als Standesze­ichen.
  • Pelze, Pelzver­brä­mungen — Sym­bol feu­daler Leben­sart.
  • Pen­ta­gramm — Der in einem Zug geze­ich­nete Fün­f­stern galt als magis­ch­er Abwehrza­uber gegen Hex­en und Dämo­nen sowie als Sym­bol für Chris­tus, mit Bezug auf die fünf heili­gen Wund­male (Pen­ta­gramm).
  • Per­cht­en — Im Volks­glauben dämo­nen­hafte Repräsen­tan­ten guter und bös­er Mächte, die in der Zeit der “Zwölfnächte” zwis­chen Wei­h­nacht­en und Dreikönigs­fest mit Frau Per­ch­ta ähn­lich der Wilden Jagd nächt­ens durch die Lüfte ziehen. Das Brauch­tum des Per­cht­en­laufs hat sich in manchen Alpenge­gen­den bis heute erhal­ten. Dabei tra­ge­nen ver­mummte Gestal­ten schwere aus Holz geschnitzte Masken mit Ziegen­hörn­ern. Schöne Masken (“Schön­per­cht­en”) sym­bol­isieren dabei die guten Geis­ter, hässliche Masken (mundartlich “Schi­ach­per­cht­en”) die bösen Geis­ter. Beson­ders aufwendig gestal­tete alte Per­cht­en­masken sind beliebte Samm­ler­stücke (Per­cht).
  • Per­le — Sym­bol für die Macht des Wassers und für keimendes kos­mis­ches Leben, da früher angenom­men wurde, Perlen entstün­den durch Blitzschlag ins Meer bzw. durch das in den zusam­mengeklappten Muschelschalen einge­fan­gene Licht. Perlen gal­ten auch als Sym­bol für Jungfräulichkeit, Rein­heit und Vol­lkom­men­heit. Jesus wurde vielfach als Per­le des Chris­ten­tums beze­ich­net, emp­fan­gen durch den göt­tlichen Blitz des Heili­gen Geistes.
  • Pfahl — Wie die Säule eine gedachte Verbindung zum Him­mel und den damit ver­bun­de­nen pos­i­tiv­en Kräften. In dem Zusam­men­hang auch ithy­phal­lis­ches, Zeu­gungskraft spenden­des Sym­bol
  • Pfau, in der Antike — Hera/Juno gewei­ht, da die Göt­tin die Fed­ern der Vögel mit den Augen des von Her­mes getöteten hun­dertäugi­gen Wächters Argos geschmückt haben soll. In der altchristlichen Kun­st Sym­bol der Unsterblichkeit und der Aufer­ste­hung, weil der Vogel früher als unver­wes­lich galt. Die vier Flügel der Cheru­bim wer­den bisweilen mit Pfauen­fed­ern dargestellt. Später wurde der Pfau zum Sym­bol der Eit­elkeit, lat. Super­bia (Tugen­den und Laster). In Indi­en wird der als Schlangen­töter geschätzte Pfau als Sym­bol und Verkör­pe­rung des Gottes Krischna ange­se­hen. Er gilt auch als Vor­bote des Regens, da die Inder sein Geschrei als minh- ao, “Regen kommt”, deuten.
  • Pfauen­fed­er — Gle­iche Sym­bo­l­ik wie der Pfau.
  • Pfeife — aus­ge­bran­nt — Vergänglichkeitssym­bol (Van­i­tas-Motiv)
  • Pfeil — Sym­bol der Sonne, Sym­bol für männliche Zeu­gungskraft und für den Liebesgott Amor. Im MA wurde die als Strafe Gottes ange­se­hene Pest durch Pfeile sym­bol­isiert. Diese kon­nten durch den schützen­den Man­tel Marias abge­hal­ten wer­den (Schutz­man­tel­madon­na). In der mod­er­nen Sym­bol­sprache ist der Pfeil neu­tral. Er gibt lediglich die einzuschla­gende Rich­tung an.
  • Pferd — Die Bedeu­tung des Pfer­des in der Sym­bo­l­ik hängt wesentlich von sein­er Farbe ab. Weiße Pferde sind die Zugtiere der Wagen von Eos und Helios. Sie gel­ten deshalb als Licht­bringer. Die mit weißen Rossen in Verbindung gebracht­en pos­i­tiv­en Vorstel­lun­gen zeigen sich auch darin, dass der hl. Georg — in der Ostkirche auch der hl. Michael — stets auf einem weißen Pferd dargestellt wer­den. Schwarze Pferde sym­bol­isieren dage­gen Tod und Verder­ben. Der Wilde Jäger der Wilden Jagd wird meist auf einem schwarzen Pferd rei­t­end wiedergegeben. Als Zugtiere für Leichen­wa­gen dien­ten früher immer Rap­pen. Vielfach sym­bol­isch gedeutet wer­den auch die Pferde der Apoka­lyp­tis­chen Reit­er.
  • Pferd mit Flügeln — Sinnbild der Dichtkun­st (Pega­sus).
  • Pfin­gstrose — In der Kun­st Japans und Chi­nas beliebtes Sinnbild für Reich­tum, Ehre, weib­liche Schön­heit, langes Leben und in Japan auch für das Kaiser­haus. In Chi­na zählt die Pfin­gstrose zu den Jahreszeit­en­blu­men; sie sym­bol­isiert den März und den Früh­ling. Das Motiv des sogen. Zwiebel­muster-Porzel­lans geht auf chi­ne­sis­chen Vor­bilder zurück. Es han­delt sich dabei aber um keine Zwiebeln, son­dern um Pfin­gstrosen (Päonien) und Granatäpfel. Da ohne Dor­nen, ist die Pfin­gstrose sowohl Sym­bol als auch Attrib­ut Marias. (Amulette mit den erb­sen­großen Samen der Pfin­gstrose wur­den als Schutz gegen Hex­en und Geis­ter sowie gegen die Gicht ange­se­hen, deshalb hieß die Pfin­gstrose früher auch “Gichtrose”, vgl. Gich­ta­mulett.)
  • Pfir­sich — Die schon im 1. Jh. n. Chr. aus dem Ori­ent importierte Frucht galt noch im 17. Jh. in Europa als eine Unter­gat­tung des Apfels, wie auch sein bot. Name “malum per­sicum” (per­sis­ch­er Apfel), zu erken­nen gibt. Dementsprechend übertrug sich der Sym­bol­ge­halt des Apfels teil­weise auch auf den Pfir­sich. In Chi­na und Japan galt der Pfir­sich­baum wegen sein­er frühen Blüte als Sym­bol des Früh­lings. Pfir­sich­blüten waren in Chi­na auch ein Sinnbild für Mäd­chen; deren Pubertät wurde “Pfir­sich­blüten-Ver­wirrtheit” genan­nt. Die Frucht selb­st galt in Chi­na sowohl als Verkör­pe­rung des Weib­lichen als auch als Sym­bol für Lan­glebigkeit und Unsterblichkeit.
  • Pflaume — Im Fer­nen Osten Sym­bol für Früh­ling, Jugend und Rein­heit, da der Baum blüht, noch bevor die Blät­ter aus­ge­bildet sind. Im Abend­land gilt die Pflaume wegen der prallen, an ein­er Seite spal­tenför­mig einge­zo­ge­nen Frucht seit alters her als ver­steck­tes Sym­bol der weib­lichen Sex­u­al­ität.
  • Pflug — Früher als phal­lis­ches Sym­bol gedeutet da mit dem Pflug, als Vor­bere­itung für die Aus­saat, der frucht­bare Schoß der Erde geöffnet wird. Die Vorstel­lung bezieht sich auf den alten Hak­enpflug, bei dem ein pfahlför­miger Teil in der Erde ent­lang gleit­et. Da dieser heute vere­inzelt noch in Entwick­lungslän­dern ver­wen­dete Pflug keine Pflugschar besitzt, wird die Erde nur gelock­ert, nicht aber gewen­det.
  • Pflugschar — Aus Schw­ert­ern geschmiedete Pflugscharen sind seit Jan Bruegel d. Ä. ein bekan­ntes Sym­bol des Friedens, zurück­ge­hend auf Jesa­ja 2, 4: “… Da wer­den sie Schw­ert­er zu Pflugscharen und ihre Speere zu Winz­er­messern machen.”
  • Pforte ‑Gilt als Sinnbild des Raumes, dessen Ein­gang sie bildet, davon abgeleit­et z. B. die Begriffe Him­mel­sp­forte, Pforte der Hölle (Höl­len­fahrt Christi) sowie Hohe Pforte, für das Reich des türkischen Sul­tans.
  • Phal­lus — Zwar primär Sym­bol für den Frucht­barkeits­gott Pri­a­pus, doch wur­den in der Antike auch andere Göt­ter phal­lisch dargestellt (Herme).
  • Phönix — Sym­bol für Unsterblichkeit und damit für Chris­tus (Phönix).
  • Pilz — Sym­bol für Lan­glebigkeit, weshalb zu Neu­jahr kleine Glück­spilze ver­schenkt wer­den.
  • Phry­gis­che Mütze — Sinnbild der Frei­heit (Phry­gis­che Mütze). (Garten­zw­erge sind frei?)
  • Pinien­zapfen — Da der Zapfen inner­halb der Schup­pen eine große Anzahl von Samen enthält, zählt er wie andere viel­samige Gewächse (z. B. Granat­apfel und Kür­bis) zu den Sinnbildern für Reich­tum, Frucht­barkeit und fleis­chliche Liebe (deshalb auch Sym­bol für den Phal­lus). Beim Thyr­sosstab bildet ein Pinien­zapfen den bekrö­nen­den Abschluss.
  • Pis­till — lat., “Mörser­stößel”. Der Pis­till ist Sym­bol für das männliche und der Mörs­er Sym­bol für das weib­liche Prinzip.
  • Plan­eten — Der Sym­bol­ge­halt der Plan­eten wurde einge­hend in den im 15. Jh. erschiene­nen Plan­eten­büch­ern beschrieben. Sie beziehen sich auf den Ein­fluss, den die Plan­eten nach Auf­fas­sung der Astrolo­gen auf das Geschick der Men­schen nehmen.
  • Posaune — Auf alten Bildern dienen Posaunen­bläs­er als Sym­bol für eine Botschaft. Sie drück­en auch Jubel aus, wie beispiel­sweise posaunen­blasende Engel bei Darstel­lun­gen der Geburt des Jesuskindes oder der Aufer­ste­hung am Tag des Apoka­lyp­tis­chen Gerichts.
  • Pur­pur — Die rote Farbe der Pur­pursch­necke galt im Alter­tum wegen ihrer Kost­barkeit als Sym­bol für Macht. Pur­pur war zeitweise nur Herrsch­ern (Pur­pur­man­tel) und den Vertretern höch­ster Ämter sowie Priestern vor­be­hal­ten. Die am Rand mit Pur­purstreifen verse­hene Toga durften im  römis­chen Reich nur Ange­hörige der höheren Stände tra­gen. In der kath. Kirche ist der Pur­pur die Farbe der Kardinäle.
  • Quadrat — Erdge­bun­denes Sym­bol zum Unter­schied vom Kreis, der den Him­mel versinnbildlicht. Das Viereck gilt als Zeichen des von Men­schen geschaf­fe­nen Ord­nung­sprinzips. Die Vier­fa­chor­tung beruht auf den vier Him­mel­srich­tun­gen. Der Aus­druck “Stadtvier­tel” weist noch heute auf die von den Römern qua­dratisch angelegten Städte hin, die waa­grecht und senkrecht von je ein­er Haupt­straße durch­zo­gen waren, die den Grun­driss viertel­ten.
  • Quelle — In fast allen Kul­turen wur­den Quellen in Verbindung mit Quell­got­theit­en kul­tisch verehrt und mit Ursprung, Rein­heit, Frucht­barkeit und manch­mal auch mit Heilkraft in Zusam­men­hang gebracht. Seit Beginn der Neuzeit dient die Quelle im über­tra­ge­nen Sinn als Sinnbild geistig- seel­is­ch­er Kräfte. Die Quelle ist auch ein Sym­bol für die Taufe, als Quelle des Lebens.
  • Quitte — Im Alter­tum Frucht­barkeitssym­bol. Sie war Dionysos und Venus gewei­ht und diente auch als Braut­speise.
  • Rabe — Zwis­chen Rabe und Krähe wird in Mytholo­gie und Sym­bo­l­ik im all­ge­meinen nicht unter­schieden. Da Raben­vögel Geräusche imi­tieren, manche sog­ar men­schliche Laute wiedergeben kön­nen (Dohlen), ist der Rabe ein Sym­bol für Weisheit, Prophezeiun­gen und Geschwätzigkeit. Als Strafe für die Schwatzhaftigkeit soll Apol­lon das früher weiße Gefieder des Raben schwarz gefärbt haben (Apol­lon tötet Koro­nis). Da der Rabe Aas frisst, sym­bol­isiert er manch­mal auch die Bosheit und das Böse an sich. Auf diesen Sym­bol­ge­halt nimmt die Darstel­lung von auf Gal­gen sitzen­den Raben oder Krähen Bezug, die auf den Tod des Gehenk­ten warten, um dann Fleis­chstücke aus dem Kör­p­er zu pick­en. Sie sollen auch nach Kampfhand­lun­gen in Schwär­men das Schlacht­feld aufge­sucht haben und über die Leichen herge­fall­en sein. Raben und Krähen gal­ten deshalb als Unglücks­bringer. Der bekan­nteste “Unglück­srabe” ist die harm­los- humorige Gestalt des “Hans Hucke­bein” von Wil­helm Busch. Die Raben am Gelände des Tow­er von Lon­don sym­bol­isieren den Bestand des British Empire. Sie bekom­men Fut­ter, und es wer­den ihnen die Flügel ges­tutzt, damit sie nicht fort­fliegen, weil ein­er Leg­ende nach ihr Ver­schwinden den Ein­sturz des Tow­er und den Unter­gang des Kön­i­gre­ichs nach sich ziehen würde.
  • Rad — Auf Darstel­lun­gen meist als Spe­ichen­rad wiedergegeben, Sym­bol für Bud­dha, den Wagen des Son­nen­gottes Helios und die Mär­tyrerin Katha­ri­na (Kathari­nen­rad).
  • Rat­te — Auf mit­te­lal­ter­liche Darstel­lun­gen meist nicht von Mäusen zu unter­schei­den und wie diese Sym­bol für Krankheit­en, Hex­erei, böse Geis­ter und Unglück. In Asien gilt die Rat­te als glück­brin­gen­des Sym­bol
  • Räu­ber — Oft roman­tisch ver­brämte Sym­bol­gestalt, Sym­bol des Wider­standes gegen herrschaftliche Unter­drück­ung und Aus­beu­tung (Robin Hood).
  • Rauch — Der zum Him­mel auf­steigende Rauch wurde als Sym­bol dafür ange­se­hen, dass ein Opfer gnädig angenom­men wor­den sei. Kain erschlug seinen Brud­er Abel, weil der Rauch von dessen Opfer­feuer säu­le­nar­tig aufgestiegen war, sein eigenes Opfer­feuer aber nur qualmte und der Rauch sich am Boden aus­bre­it­ete.
  • Raute — Seit dem Alter­tum Sym­bol für die Vul­va und Verkör­pe­rung des weib­lichen, emp­fan­gen­den Prinzips.
  • Rechen­brett — Sym­bol für Arith­metik, eine der sieben freien Kün­ste (Artes lib­erales).
  • Rechts und links — Da die meis­ten Men­schen Recht­shän­der sind, war die rechte Seite bere­its im Alter­tum die bevorzugte. Der Platz zur recht­en Hand des Haush­er­rn gilt als Ehren­platz. Der aufer­standene Hei­land­sitzt zur Recht­en Gott­vaters, und auch den Auser­wählten beim Jüng­sten Gericht wird die rechte Seite zuge­ord­net (Rechts und links).
  • Regen — Sinnbild für die Befruch­tung der Erde (Gäa) durch den Him­mel. Mit Aus­nahme der Sint­flut hat der Regen in allen Kul­turen durch die Förderung der Veg­e­ta­tion pos­i­tive Bedeu­tung.
  • Regen­bo­gen — Über­wiegend als segenkün­dende und glück­ver­heißende Natur­erschei­n­ung gedeutet. Das Erscheinen eines Regen­bo­gens am Ende der Sint­flut wurde als Zeichen der göt­tlichen Gnade ange­se­hen. Der Regen­bo­gen galt all­ge­mein als Sym­bol des Alten Bun­des (Gen­e­sis 9, 13): “Meinen Bogen habe ich in die Wolken geset­zt. Der soll das Zeichen sein des Bun­des zwis­chen mir und der Erde.” (Das Sinnbild des NT ist der Kelch.) Die sieben Far­ben des Regen­bo­gens wer­den mit den sieben Sakra­menten und den sieben Gaben des Heili­gen Geistes ver­glichen. Auf mit­te­lal­ter­lichen Darstel­lun­gen (Elfen­bein­re­liefs) thront Chris­tus manch­mal auf einem Regen­bo­gen (Majes­tas Domi­ni). Der Regen­bo­gen wird aber auch als Marien­sym­bol ange­se­hen, bezugnehmend auf die Ver­mit­tler­rolle Marias zwis­chen Gott und den Men­schen. Das griechis­che Wort für Regen­bo­gen, Iris, wurde seit Hes­iod mit der Göt­ter­botin gle­ichge­set­zt; bisweilen wird der Regen­bo­gen auch als ihr Gür­tel beze­ich­net. Die Volks­dich­tung verbindet den Regen­bo­gen mit Reich­tum und berichtet, dass am Ende jedes Regen­bo­gens ein mit Gold­stück­en gefüll­ter Topf ver­graben sei.
  • Reich­sapfel — Zu den Reichsin­signien zäh­len­des Sym­bol für Herrschaft.
  • Rei­her — Der Sage nach kann er über den Wolken fliegen, um dem Unwet­ter zu ent­ge­hen. Der Rei­her gilt daher als Sym­bol für die Gerecht­en, die sich von allem Irdis­chen abwen­den und deren Sinn allein auf das Himm­lis­che aus­gerichtet ist. Den pos­i­tiv­en Sym­bol­ge­halt bee­in­flusst fern­er, dass der Rei­her Schlangen frisst, die das Böse verkör­pern.
  • Reisigsamm­ler — Sym­bol für den Win­ter.
  • Ring — Mate­ri­al­i­sa­tion des Kreis­es als Sym­bol Zeichen der Zuge­hörigkeit zu ein­er Gemein­schaft oder einem Stand.
  • Rose — Als Köni­gin der Blu­men Sinnbild für die Him­mel­sköni­gin Maria. In der Antike war man der Ansicht, dass Rosen die Wirkung des Weines abschwächt­en und davor bewahrten, Geheimnisse zu ver­rat­en. Die Rose galt deshalb als Sym­bol der Ver­schwiegen­heit, lat. “sub rosa” (unter der Rose, d. h. unter dem Siegel der Ver­schwiegen­heit). In diesem Sinn sind die als Dekor geschnitzten Roset­ten und Rosen alter Beicht­stüh­le zu deuten. In der Blu­men­sym­bo­l­ik bedeuten rote Rosen eine Liebe­serk­lärung. Pfin­gstrosen wer­den in der Dich­tung als Rosen ohne Dor­nen gepriesen.
  • Rosenkreuz, Sym­bol der Rosenkreuzer.
  • Rubin — altes Sym­bol der lei­den­schaftlichen Liebe und der Leben­skraft.
  • Ruine — im Klas­sizis­mus repräsen­tierten Phan­tasieru­inen die Antike, in der Roman­tik hinge­gen den Van­i­tas-Gedanken.
  • Rute — Sym­bol für die Gram­matik, eine der sieben freien Kün­ste (Artes lib­erales), als Hin­weis auf die in den Latein­schulen üblichen Strafmeth­o­d­en. Auch Frucht­barkeitssym­bol (Bar­barazweige).
  • Sala­man­der — siehe Feuer­sala­man­der.
  • Salz — wegen sein­er lebenswichti­gen Bedeu­tung seit alters her gemein­sam mit Brot ein Sym­bol der Gast­fre­und­schaft. Da man mit Salz kon­servieren kann, wurde dieses seit der Antike auch für rit­uelle Reini­gun­gen ver­wen­det und galt als wichtige Opfer­gabe sowie als Mit­tel gegen Dämo­nen und böse Geis­ter. Im MA glaubte man, Hex­en wür­den gesalzene Speisen ver­ab­scheuen.
  • San­duhr — Zeichen für die Vergänglichkeit (Memen­to mori), Bezug nehmend auf die rasch ver­rin­nende Zeit und das nahende Ende.
  • Saphir — wegen sein­er blauen Farbe wird der Edel­stein mit dem Him­mel in Verbindung gebracht und sym­bol­isiert Keuschheit sowie Wahrheit­sliebe.
  • Sarkophag — Erin­nerung an den Tod, Memen­to mori Sym­bol
  • Säule — Sinnbild für tra­gende Kraft und Macht (Tri­umph­säulen) sowie phal­lis­ches Sym­bol Die Säulen des Her­ak­les (Gibral­tar) gal­ten als Pforte zu dem die Erde umgeben­den Okeanos. Die bei­den Bronzesäulen, die den Ein­gang zur Vorhalle des Salomonis­chen Tem­pels in Jerusalem flankierten, sollen fast neun Meter hoch gewe­sen sein. Sie hießen “Jachin” (Gott macht fest) und “Boas” (In Ihm ist Kraft). Verklein­erte Nach­bil­dun­gen fan­den Ein­gang in die Freimau­r­er- Sym­bo­l­ik.
  • Schaf — während das weib­liche Schaf als hil­f­los, dumm und leichte Beute für den Wolf ange­se­hen wird, gilt der Wid­der als Sym­bol für Kraft, manch­mal auch für Zorn.
  • Schat­ten — bisweilen als Sym­bol der See­len ver­standen. Das Toten­re­ich wird als Reich der Schat­ten beze­ich­net. In Volksmärchen besitzen Men­schen, die für Gold ihre Seele dem Teufel verkauft haben, keinen Schat­ten mehr. Aber­gläu­bige Men­schen ver­mieden, in den Schat­ten eines anderen zu treten oder im Schat­ten eines anderen zu ste­hen, da dieser son­st von ihnen Besitz ergreifen kön­nte. Bei der Verkündi­gung wählte der Erzen­gel Gabriel die Worte: “Heiliger Geist wird über dich kom­men, und Kraft des Aller­höch­sten wird dich über­schat­ten …” (Lukas, 1, 35).
  • Schel­lenkappe — Sym­bol der Nar­ren.
  • Schenkel — als Ver­längerung der Lenden Sym­bol für Zeu­gung und Schöp­fungskraft (Dionysos wuchs in einem Schenkel des Gottes Zeus her­an). Gekreuzte Ober­schenkel­knochen unter einem Toten­schädel versinnbildlichen die abgestor­bene Kraft der Lenden und den entschwun­de­nen Geist (Memen­to mori Sym­bol). Die in sich alles wieder­aufnehmende Göt­tin Gäa wird manch­mal dargestellt, wie sie einen men­schlichen Schenkel ver­schlingt.
  • Schiff — Verkör­pe­rung der christlichen Kirche.
  • Schild­kröte — in der Mytholo­gie Asiens Sym­bol für das Uni­ver­sum. Auf alten Darstel­lun­gen dient ein Schild­kröten­panz­er als Stütze für das Him­mels­gewölbe. In Europa war die Schild­kröte die Per­son­ifika­tion des Gefühls und wegen ihrer vie­len Eier auch ein Sym­bol für Frucht­barkeit und Sin­nes­lust. Bisweilen wurde die Ansicht vertreten, bei Schild­kröten gäbe es nur weib­liche Tiere, die sich mit Schlangen paaren. Wegen der Möglichkeit, sich in den Panz­er zurück­zuziehen, galt die Schild­kröte auch als Sinnbild sittsamer Liebe. Der Panz­er machte die Schild­kröte zum Sym­bol des Schutzes gegen Sturm und Hagel. All­ge­mein wird die Schild­kröte wegen ihrer hohen Lebenser­wartung mit langem Leben in Verbindung gebracht.
  • Schim­mel — als weißes Pferd, ist ein Sym­bol für das Gute.
  • Schim­melpilz — auf Stil­lleben verkör­pert das Böse. Eben­so wie die Darstel­lung von Fäul­nis an Frücht­en bedeuten von Schim­mel befal­l­ene Stellen ein Memen­to mori Sym­bol.
  • Schirm — wie der Bal­dachin Sym­bol für Herrscher­würde. In der altindis­chen Kun­st galt beispiel­sweise ein über einem leeren Thron oder einem reit­er­losen Pferd aufges­pan­nter Schirm als Sym­bol für Bud­dha.
  • Schlange — galt früher wegen ihrer Häu­tun­gen als Sinnbild für Lebenserneuerung. Auch mit Weisheit in Verbindung gebracht­es Sym­bol der Pru­den­tia (Klugheit). Im Chris­ten­tum Sym­bol für das Böse und den Sün­den­fall (Genesis3,1). Seit dem MA war die Schlange auch das Sym­bol für Falschheit und Zwi­etra­cht.
  • Schlange die sich in den Schwanz beißt — Sinnbild der Ewigkeit ( Aeter­ni­tas, Uroboros).
  • Schleier — bere­its im AT ein Sym­bol für Trauer. In Verbindung mit der Schleier­spende der Gottes­mut­ter, ein Sym­bol für Schutz und Schirm.
  • Schlinge — die Falschheit wurde oft durch einen Mann mit Angel, Schlinge oder Netz sym­bol­isiert, manch­mal auch in Begleitung eines Fuch­ses.
  • Schlüs­sel — eine (feier­liche) Schlüs­selüber­gabe gilt als sym­bol­is­che Hand­lung der Inbe­sitz­nahme, z. B. ein­er belagerten Stadt, oder als Zeichen der Über­tra­gung der Schlüs­sel­ge­walt, der Inbe­sitz­nahme des Haushaltes durch die Ehe­frau. In der christlichen Sym­bo­l­ik repräsen­tiert der Schlüs­sel die Petrus ver­liehene Voll­macht, zu lösen und zu binden. “Dir will ich die Schlüs­sel des Him­mel­re­ich­es geben. Was du binden wirst auf Erden, wird gebun­den sein im Him­mel, und was du lösen wirst auf Erden, wird gelöst sein im Him­mel” (Matthäus 16, 19). Diese Voll­macht wurde in weit­er­er Folge auf den Kreis der Jünger und den Klerus über­tra­gen (Binde- und Löse-Schlüs­sel). In der Bilden­den Kun­st wird die feier­liche Schlüs­selüber­gabe an Petrus meist mit dem Ter­mi­nus “dona­tio clavis” beze­ich­net.
  • Schmelztiegel — im MA Sinnbild für das weib­liche Prinzip.
  • Schmetter­ling, griech. Psy­che. Schon im Alter­tum war der Schmetter­ling sowohl ein Sinnbild für die men­schliche Seele als auch für Flat­ter­haftigkeit und Leichtlebigkeit. (Elfen wur­den früher vielfach mit Schmetter­lings­flügeln dargestellt, eben­so der Gott des Schlafes, Hypnos/Somnus. In der frühchristlichen Kun­st war der Schmetter­ling wegen sein­er Meta­mor­phose (Raupe, Ver­pup­pung und Schmetter­ling) ein Sym­bol für die Aufer­ste­hung Christi.
  • Sch­necke — von althochdt. snecko, “Kriechti­er”.
    • Wie andere am Boden kriechende Tiere oft mit neg­a­tiv­en Bedeu­tun­gen in Verbindung gebracht.
    • Ihrer langsamen Fort­be­we­gung wegen ist die Sch­necke ein Sym­bol für die Tod­sünde Trägheit/Faulheit und, da Zwit­ter, auch für die Tod­sünde Wol­lust.
    • Ein leeres Sch­neck­en­haus auf Stil­lleben wird deshalb als Memen­to mori Sym­bol ange­se­hen, da vielfach die Mei­n­ung herrschte, dass sex­uelle Aktiv­ität zum frühen Tod führen würde.
    • Leere Sch­neck­enge­häuse oder Perl­boote (siehe Nau­tilus­pokal) sind Überbleib­sel einst lebendi­ger Tiere. Sie ste­hen deshalb für Tod und Vergänglichkeit, eben­so die Muschelschalen. 
    • Die Wein­bergsch­necke, die ihr Haus im Spätherb­st mit einem Kalkdeck­el ver­schließt, den sie im Früh­jahr wieder sprengt, galt früher auch als Aufer­ste­hungssym­bol.
  • Schneeglöckchen — zählt zu den Demut sym­bol­isieren­den Blu­men und wird vor allem mit Maria in Verbindung gebracht.
  • Schnit­ter — Sym­bol für den Tod.
  • Schriftrolle — Sym­bol für Wis­sen und Gelehrsamkeit. In der Sakralkun­st sym­bol­isiert die Schriftrolle vor allem die Bibel und die Tho­ra.
  • Schuh — Sym­bol mit zahlre­ichen Bedeu­tun­gen, u. a. altes Sinnbild für Frei­heit, da Unfreie und Sklaven über kein eigenes Schuh­w­erk ver­fügten. Im 15./16. Jh. war der Bund­schuh das Feldze­ichen der auf­ständis­chen Bauern.
  • Schwalbe — Sym­bol der Aufer­ste­hung, des Früh­lings und der Hoff­nung (auf die Rück­kehr des Früh­lings). In der Heraldik gibt die Darstel­lung ein­er Schwalbe zu erken­nen, dass es sich um jün­gere Nachkom­men han­delt, die über keinen Landbe­sitz ver­fü­gen, wie die Zugvögel.
  • Schwan — der weiße Schwan gilt in allen Kul­turen als pos­i­tives Sym­bol und versinnbildlicht Mut sowie edle Rein­heit und Herkun­ft. Er wird oft als König der Wasservögel beze­ich­net und soll bei einem Angriff auf die Jun­gen sog­ar den Seeadler in die Flucht schla­gen. Als Beispiel für edle Herkun­ft wird ange­führt, dass Gott Zeus die mit König Tyn­dare­os ver­heiratete Leda in Gestalt eines Schwanes schwängerte. Schwäne zogen Apol­lons Wagen und den Nachen des Lohen­grin. Da Schwäne im Win­ter manch­mal in Gewässern fes­t­frieren und dabei durch­drin­gende Schreie ausstoßen, wird der kla­gende Schwan als Ankündi­gung des nahen­den Todes ange­se­hen (Schwa­nenge­sang).
  • Schwarz — wie Weiß eine so genan­nte “absolute Farbe”. In Mit­teleu­ropa wer­den mit Schwarz im All­ge­meinen neg­a­tive Aspek­te aus­ge­drückt (Schwarze Magie, Schwarze Messe, Schwarz­er Mann usw.). Schwarzen Tieren (Katzen, Böck­en, Pfer­den etc.) begeg­nete man früher mit Mis­strauen. Sie gal­ten als Begleit­er des Teufels und als Teil­nehmer an der Wilden Jagd. Schwarze Klei­dung repräsen­tiert ern­ste Würde sowie Trauer.
  • Schwein — in der christlichen Kun­st Sym­bol für ungezügelte Wol­lust, für Frucht­barkeit und Wohl­stand. Die Kel­ten verehrten die Schweinegöt­tin Cerid­wen, und der Beiname der ger­man­is­chen Göt­tin Frey­ja war Syr, mit der pos­i­tiv­en Bedeu­tung von Sau. Der Sym­bol­ge­halt von Glück und Wohl­stand ist in der Form der zu Neu­jahr ver­schenk­ten Glückss­chweinchen bis heute erhal­ten geblieben. Bei Juden und Mus­li­men gilt das Schwein als Sinnbild des Unreinen.
  • Schw­ert — Sym­bol mit vielfältiger Bedeu­tung. Es versinnbildlicht das männliche Prinzip, während die Schw­ertschei­de das Weib­liche sym­bol­isiert. Das Schw­ert gilt fern­er als altes Zeichen für Macht, richter­liche Gewalt und Hochadel. Die niedri­gen Adel­sränge wur­den durch die Lanze repräsen­tiert.
  • Schw­er­tarm — altes Sym­bol für Mark­trecht und Mark­tschutz eines Ortes (Wapp­n­er).
  • Segel — gebläht, gilt als Sym­bol für die Winde. Da das Segel zu den Attribut­en For­tu­nas zählt, auch Sym­bol für Unbeständigkeit. In der christlichen Ikono­gra­phie Sym­bol für den Heili­gen Geist.
  • Seifen­blase — wegen ihrer raschen Vergänglichkeit ein häu­figes Memen­to mori Sym­bol
  • Senkblei — zählt mit Zirkel und Winkel­maß zu den alten Sym­bol der Baumeis­ter. Im über­tra­ge­nen Sinn wurde es von den Ange­höri­gen der Bauhüt­ten als Sinnbild für Rechtschaf­fen­heit und Ger­adlin­igkeit des Charak­ters ver­wen­det. Wegen des pos­i­tiv­en Sym­bol­ge­halts gehört das Senkblei oder Lot auch zu den alten Freimau­r­er-Sym­bol
  • Sense — die Sichel und die erst seit der Neuzeit als Ern­te­gerät ver­wen­dete Sense haben die gle­iche Sym­bol­be­deu­tung. Vgl. Sichel.
  • Sey­chel­len­nuss — sie ist mit einem Gewicht von bis zu 25 kg die schw­er­ste Frucht. Wegen ihrer Größe sym­bol­isiert die Sey­chel­len­nuss den Über­fluss und das “Land, in dem Milch und Honig fließen”.
  • Sichel — schon im Alter­tum wur­den sichelähn­liche Mess­er aus Feuer­stein hergestellt. In der Antike war das Ern­ten von Getrei­de mit­tels met­al­len­er Sicheln im Mit­telmeer­raum bere­its all­ge­mein gebräuch­lich. Die Sichel wurde zum Sym­bol für die Ern­tezeit und zum Attrib­ut von Frucht­barkeits- und Ern­te­got­theit­en, vgl.
  • Pri­a­pos — Wegen der vor allem im Ori­ent gebräuch­lichen Sichelschw­ert­er war die Sichel auch Sinnbild für Kas­tra­tion und Tod. Ura­nos soll mit einem Sichelmess­er ent­man­nt wor­den sein. In der Bilden­den Kun­st wer­den Kro­nos, als Per­son­ifika­tion der Zeit, sowie der Tod als Schnit­ter mit ein­er Sichel oder als Sensen­mann dargestellt. Sichel und Sense versinnbildlichen die rasche Vergänglichkeit und sind ein ver­bre­it­etes Memen­to mori Sym­bol In Verbindung mit dem Ham­mer, altes Sym­bol für Bauern- und Arbeit­er­stand, und später auch Emblem für den Kom­mu­nis­mus.
  • Sieben — die Zahl hat vielfältige sym­bol­is­che Bedeu­tung:
    • 7 Plan­eten
    • die 7 Arme der Meno­ra
    • der die apoka­lyp­tis­che Frau und das Kind bedro­hende Drache wird mit 7 Hörn­ern dargestellt
    • das in der Apoka­lypse erwäh­nte Buch mit 7 Siegeln
    • die 7 freien Kün­ste (Artes lib­erales)
    • die 7 Sakra­mente der kath. Kirche
    • die 7 Tugen­den und 7 Laster
    • die 7 Freuden und 7 Schmerzen Marias
    • die 7 Gaben des Heili­gen Geistes
    • die 7 leib­lichen und die 7 geistlichen Gaben der Barmherzigkeit
    • die 7 japanis­chen Glücks­göt­ter (Shichi-fuku­jin)
    • die “böse Sieben” sym­bol­isierte im MA eine zänkische Ehe­frau, abgeleit­et von der sieben­ten Bitte des Pater­nos­ter, “erlöse uns von dem Bösen”.
  • Siegel — da es vor unbefugter Ken­nt­nis­nahme schützt, ist das Siegel der Inbe­griff des Ver­schlossen­seins.
  • Sil­ber — als Sym­bol mit dem Mond und den Mond­got­theit­en in Verbindung gebracht. In alchimistis­chen Schriften wird Sil­ber häu­fig mit dem Namen der Mondgöt­tin Luna beze­ich­net oder durch eine Mond­sichel dargestellt. Der Mond von Mond­sichel­madon­nenn beste­ht oft aus Sil­ber. In der christlichen Sym­bo­l­ik wurde das durch Läuterung gewonnene Sil­ber mit der Läuterung der Seele ver­glichen. Darüber hin­aus gilt Sil­ber als Sym­bol für Keuschheit, Rein­heit, Jungfräulichkeit und all­ge­mein als Sinnbild des weib­lichen Prinzips, während Gold den Mann repräsen­tiert. Der Volks­glaube spricht dem Sil­ber pos­i­tive und dämo­nen­ab­wehrende Sym­bol­kraft zu. Mit aus Sil­ber gegosse­nen Kugeln schoss man bei hefti­gen Unwet­tern auf die Wolken, um die Wet­ter­hex­en zu vertreiben.
  • Sil­bergeld — auf Stil­lleben Sym­bol für die 30 Sil­ber­linge, um die Jesus von Judas ver­rat­en wurde, und damit auch ein Hin­weis auf die Pas­sion.
  • Sint­flut — Sym­bol für Gottes­gericht.
  • Sire­nen — in der mit­te­lal­ter­lichen christlichen Mythen­deu­tung sym­bol­isierten die Sire­nen die zur Sin­nes­lust ver­führen­den Reize der Frau.
  • Skarabäus — vom Alter­tum bis zum MA apotropäis­ch­er Tal­is­man; im frühen Chris­ten­tum Sym­bol für die Aufer­ste­hung.
  • Skelett — die bildliche Wieder­gabe des men­schlichen Gerippes ist Per­son­ifika­tion und Sym­bol des Todes (Toten­tanz).
  • Sko­r­pi­on — Sym­bol für Falschheit und Treulosigkeit; in der Apoka­lypse des Johannes als Höl­len­tier beze­ich­net. Der Sko­r­pi­on ist auch eines der Tierkreisze­ichen.
  • Sonne — Sym­bol der Göt­ter Helios/Sol und Re , Sinnbild höch­ster kos­mis­ch­er Macht. Die Sonne ist auch ein Chris­tussym­bol, das vor allem durch Bern­hardin v. Siena und die Jesuit­en ver­bre­it­et wurde. Vgl. auch das Sym­bol “Sonne und Mond”.
  • Son­nen­blume — Sym­bol für langes Leben. In eine Son­nen­blume ver­wan­delt wurde die Nymphe Klythia.
  • Son­nen­schirm — siehe unter Schirm.
  • Son­nenuhr — Memen­to mori Sym­bol, Sym­bol für die Vergänglichkeit der Zeit.
  • Sonne und Mond — die bei­den Him­mel­skör­p­er sym­bol­isieren Ekkle­sia und Syn­a­goge ander­seits auch das männliche und das weib­liche Prinzip. Die Sonne ihrer­seits wird durch Gold, der Mond durch Sil­ber sym­bol­isiert.
  • Spatzen — s. Sper­ling.
  • Speer — Verkör­pe­rung des männlichen Prinzips. Sym­bol der niederen Adel­sränge. Der Hochadel wird durch das Schw­ert versinnbildlicht.
  • Sper­ling — Sym­bol für Bedeu­tungslosigkeit (Spatzen­hirn) sowie für Wol­lust (der häu­fi­gen Paarungs­bere­itschaft wegen).
  • Sphinx — Sym­bol für das Rät­sel­hafte, Uner­gründliche im Wesen der Frau.
  • Spiegel — Sinnbild der Eit­elkeit.
    • Ein fleck­en­los­er Spiegel galt auch als Sym­bol für Rein­heit und damit für Maria.
    • Spiegel erfreuten sich in alter Zeit nicht nur wegen ihrer Sel­tenheit großer Wertschätzung, son­dern standen auch im Ruf, apotropäis­che Wirkun­gen zu ver­dop­peln.
    • Spiegel zeigen eben­so wie Schat­ten nur eine äußer­liche Form des Gespiegel­ten.
  • Spielka­rten — auf Stil­lleben versinnbildlichen Spielka­rten die Spiellei­den­schaft, die zur Hölle führt. Spielka­rten sind auch das “Gebet­buch des Teufels”.
  • Spiel­steine — aus dem MA sind Spiegelka­pseln mit Darstel­lun­gen von Spiel­ern mit Brettspie­len erhal­ten. In der Ikono­gra­phie des Lasters haben Spiel­steine eine weniger abw­er­tende Bedeu­tung als Spielka­rten.
  • Spin­del — Sym­bol der Schick­sals­göt­tin­nen, die den Lebens­faden spin­nen (Moiren), daneben, wie die Kunkel, auch Sinnbild für die Frau.
  • Spinne — Sym­bol des Geizes (Avari­tia). Die Spinne wird in Sprache und Sym­bo­l­ik als böse und gefährlich eingestuft (z. B. spin­nefeind). Der Grund dafür ist die Lebensweise der Spinne; sie wartet ver­steckt, bis ihr die Beute ins Netz geht, die sie durch einen Biss mit Gift lähmt und aus­saugt. Die Ver­wen­dung des Net­zes, das Lauern und der gift­brin­gende Biss verur­sachen eine Häu­fung neg­a­tiv­er Empfind­un­gen, die im abw­er­tenden Sym­bol­ge­halt zum Aus­druck kom­men. Einzig die Kreuzspinne wurde im MA wegen ihrer kreuzför­mi­gen Zeich­nung am Rück­en als geseg­netes Wesen ange­se­hen.
  • Spin­nrock­en — eines der Sym­bol für die Frau Kunkel,
  • Spi­rale — das schon in Mega­lithkul­turen in Felsen ger­itzte Spi­ral­mo­tiv wird heute über­wiegend als Darstel­lung des Son­nen­rads gedeutet. Da die Spi­ralen vorgeschichtlich­er Ritz­bilder häu­fig so ange­ord­net sind, dass sie bei gün­sti­gen Wet­ter­ver­hält­nis­sen fast genau um die Mit­tagszeit an Son­nwend­ta­gen von den Son­nen­strahlen getrof­fen wer­den, sieht man in ihnen ein Sym­bol der Sonne. Eine Son­der­form ist die Dop­pel­spi­rale, die auf bronzezeitlichen Objek­ten zu find­en ist. Sie kann entwed­er einen rein deko­ra­tiv­en Zier­at darstellen oder als Sym­bol die Kräfte des In- Sich-Zusam­men­fal­l­ens und des Sich-Ent­fal­tens vere­inen. So wer­den vor allem Darstel­lun­gen aus dem Früh­MA aus­gelegt, speziell Dop­pel­spi­ralen am Gewand Christi: sie sollen Ster­ben und Aufer­ste­hung sym­bol­isieren.
  • Spitzen — Sym­bol feu­daler Leben­sart.
  • Stachelkugel — Gebild­vo­tiv (de.wikipedia.org/wiki/Votivgabe), Sym­bol für Gebär­mut­ter, Geburt und Frauen­lei­den.
  • Stein­bock — Stern­bild des südlichen Him­mels und zehntes Zeichen des Tierkreis­es. Als Monat­sze­ichen der Win­ter­wende Sym­bol der sich erneuern­den Herrschaft des Lichts. Die neg­a­tive Sym­bo­l­ik des Ziegen­bocks hat auf die Sym­bo­l­ik des Stein­bocks keine neg­a­tive Auswirkung. Dem über­lan­gen, sichelför­mig gebo­ge­nen Gehörn der Böcke wurde im alten Volks­glauben auch magis­che Schutz- und Heil­wirkung zugeschrieben.
  • Steine — wegen ihrer Härte seit prähis­torisch­er Zeit Sym­bol für Beständigkeit, Kraft und Macht. Da man mit ihnen Funken schla­gen und damit das lebenser­hal­tende Feuer ent­fachen kann, gal­ten sie auch als Lebensspender. Stein­säulen waren im Alter­tum ein Sinnbild für den Zeu­gungsakt. Sie standen meist an Wegkreuzun­gen, und jed­er Vor­beige­hende warf einen Stein in Rich­tung der Säule. Damit ver­band sich die sym­bol­is­che Vorstel­lung von Mehrung. Bekan­nt ist das Beispiel aus der griechis­chen Mytholo­gie, dass die Über­leben­den der Deukalion­schen Flut im göt­tlichen Auf­trag Steine als Gebeine der Mut­ter Erde über die Schul­ter hin­ter sich war­fen, um die Erde neu zu bevölk­ern (Pyrrha und Deukalion). Auf der Sym­bo­l­ik von Kraft und Frucht­barkeit beruht auch der frühere Brauch, junge Frauen mit nack­tem Gesäß über sogen. Rutschsteine rutschen zu lassen, damit sich die in den Gebeinen der Erde ruhende Kraft auf ihre Lenden über­trage. Die in den dun­klen Basalt­felsen (“heiße Steine”) manch­er Gegen­den gespe­icherte Kraft sollte dem Volks­glauben nach ster­ile Frauen frucht­bar machen.
  • Stern, Gottes­bote (Stern von Beth­le­hem).
    • Zwölf Sterne sym­bol­isieren die zwölf Stämme Israels sowie die Apos­tel.
    • Oft befind­et sich bei Darstel­lun­gen der Mond­sichel­madon­na über ihrem Haupt ein aus zwölf Ster­nen beste­hen­der Ster­nenkranz. Als Vor­bild dien­ten die Sterne über dem Haupt der Apoka­lyp­tis­chen Frau.
    • Das Hexa­gramm, ein sech­sza­ck­iger Stern aus zwei  übere­inan­der gelegten Dreieck­en, wird “David­stern” genan­nt, abgeleit­et vom Schild Davids oder “Salomon­siegel”, nach dem Siegel des weisen Königs Salomon. Das mit der Spitze nach unten gerichtete Dreieck des Hexa­gramms sym­bol­isiert das weib­liche oder wäss­rige und das mit der Spitze nach oben weisende Dreieck das männliche oder feurige Prinzip; zusam­men ein vere­inigtes Dual­sys­tem in har­monis­ch­er Ord­nung.
    • Der fün­fza­ck­ige Stern, der so genan­nter Dru­den­fuß, ist ein charak­ter­is­tis­ches Abwehrsym­bol (Pen­ta­gramm).
    • Der von Flam­men umgebene fün­fza­ck­ige Stern mit eingeschrieben­em “G” ist ein Freimau­r­ersym­bol. Die Deu­tung des Buch­stabens reicht von Gott über Geome­trie bis Gno­sis.
  • Stieglitz — auch Dis­telfink genan­nt, wird mit Dis­teln und Dor­nen in Verbindung gebracht und ist deshalb Sym­bol der Pas­sion Christi und der Erlö­sung.
  • Sti­er — der manch­mal geflügelte Sti­er ist das Sym­bol des hl. Lukas und des von ihm ver­fassten Evan­geli­ums. In der Antike sym­bol­isierte der Sti­er die männliche Zeu­gungskraft und war Opferti­er des Meer­gottes Posei­don. Der Sti­er ist das zweite Zeichen des Tierkreis­es. Dieses Zeichen ist erdge­bun­den und sym­bol­isiert das Wieder­erwachen der Veg­e­ta­tion.
  • Storch — da sich der Weißs­torch von am Boden leben­dem Geti­er ernährt, das nach altem Volks­glauben die See­len Ver­stor­ben­er in sich aufgenom­men hat, galt der Storch im MA als “See­len­träger”. Obwohl in der Bibel zu den unreinen Tieren gezählt, wurde er dadurch, dass er auch Schlangen frisst, im MA als Feind des Bösen und Sym­bol des Guten betra­chtet. Als wiederkehren­der Zugvo­gel war der Storch früher auch Sym­bol für die Aufer­ste­hung und, wegen seines für einen Vogel oft hohen Alters, für langes Leben. Durch seinen Leben­sraum in der Nähe ste­hen­der oder langsam fließen­der Gewäss­er, die seit jeher als lebensspendend ange­se­hen wer­den, gilt der Storch seit dem 19. Jh. in Märchen und im Volksmund auch als “Kinder­bringer”, der Babys im Schn­abel zu den Men­schen trägt und in die vor­bere­it­ete Wiege legt.
  • Strauß — dem in Europa lange Zeit unbekan­nten Vogel sprach das Bes­tiar­i­um die Fähigkeit zu, alles fressen zu kön­nen, sog­ar glühen­des Eisen. Im Bes­tiar­i­um wird der Strauß u. a. als Sym­bol der Heuch­ler hingestellt, weil er seine Flügel zwar wie zum Flug aus­bre­it­et, aber wegen der Schwere seines Kör­pers nicht fliegen kann. Auch der Heuch­ler gibt sich den Anschein der Heiligkeit, bringt dies aber nicht in Hand­lun­gen zum Aus­druck. Das schwere Gewicht sein­er irdis­chen Güter und Sor­gen hin­dert ihn, sich himm­lis­chen Din­gen zuzuwen­den. Die Leg­ende, wonach der Vogel den Kopf bei Gefahr in den Sand stecke, in der Mei­n­ung, wenn er nicht sehe, könne er auch nicht gese­hen wer­den, machte ihn zum Sym­bol­ti­er der Syn­a­goge, die als Frau mit ver­bun­de­nen Augen dargestellt wird.
  • Syn­a­goge — Bethaus der Juden, Sym­bol für das AT. Seit dem 9. Jh. wird das AT auch per­son­ifiziert, in Form ein­er Frauengestalt, der Syn­a­goge, dargestellt.
  • Tan­nen­zapfen — siehe Zapfen.
  • Taube — Der Heilige Geist wird entwed­er durch eine Taube oder in Form von kleinen, von oben nach unten bren­nen­den Flämm­chen sym­bol­isiert. Zwei schnä­bel­nde Tauben sind ein Sym­bol für Lieben­den. Die Taube mit einem Ölzweig im Schn­abel ist ein altes Sym­bol der Äbte und des Friedens (Frieden­staube).
  • Tauf­beck­en — Sinnbild für die Auf­nahme in die christliche Gemein­schaft und damit für das Leben nach dem Tod. Die oft achteck­ige Form des Tauf­beck­ens sym­bol­isiert die Wiederge­burt als Christ durch das Sakra­ment der Taufe, da die Zahl acht und das Achteck als Sym­bol für Erneuerung, Wiederge­burt und Herrschaft (in dem Fall des Chris­ten­tums) ange­se­hen wer­den. Fün­feck­ige Tauf­steine beziehen sich auf die fünf Wun­den Christi.
  • Ten­niss­chläger — im 17. Jh. in der Ikono­gra­phie als Laster ange­führt. Er galt als Sym­bol des Müßig­ganges, nur geschaf­fen, um die Zeit totzuschla­gen.
  • Teufel — Sym­bol für das Böse.
  • Thyr­sos — Frucht­barkeitssym­bol (Thyr­sos).
  • Tiara — Sinnbild für das Pap­st­tum und die röm.-kath. Kirche.
  • Tin­ten­fisch — in Japan Sex­u­al­sym­bol. Häu­fig sind in Japan Darstel­lun­gen eines Tin­ten­fis­ches, der sich mit seinen Fan­gar­men ein­er Frau nähert, wobei sich das Ende eines Fan­garms unter der Klei­dung der Frau befind­et. Das Motiv beruht auf dem Paarungsver­hal­ten der Tin­ten­fis­che, bei denen ein Fan­garm die Funk­tion des Geschlechts­glieds übern­immt und der Samen damit in die Geschlecht­söff­nung des Weibchens geleit­et wird. Bei Net­suke ist das Sujet “Frau mit Okto­pus” die Ver­sion eines Erotik-Net­suke mit ver­steck­ter Sym­bo­l­ik.
  • Thron — Throns­es­sel sym­bol­isieren die Macht sowohl weltlich­er Herrsch­er als auch hoher geistlich­er Wür­den­träger. Das Motiv des leeren Throns (Het­oima­sis) ist ein Sinnbild für die Wiederkehr Christi.
  • Tor­so — Sym­bol für die Bild­hauerkun­st.
  • Totenkopf, Schädel — Sinnbild der Vergänglichkeit (Memen­to mori Sym­bol).
    • Der Toten­schädel Adams gilt dage­gen als Sym­bol für die Erlö­sung.
    • So wie das Bild nur noch eine Form des einst Lebendi­gen darstellt, ist der Schädel nur noch eine Form des lebendi­gen Kopfs. Als Van­i­tas­mo­tiv betont er die Leblosigkeit der Objek­te, die ihn umgeben oder abbilden. Der Betra­chter soll den Toten­schädel als sein Spiegel­bild wahrnehmen.
  • Toten­tanz — Memen­to mori Sym­bol (Toten­tanz).
  • Trauben — im Hin­blick auf den daraus zu kel­tern­den Wein Sym­bol für die Eucharistie (Erlö­sung durch das Blut Christi). Eine an ein­er Stange zwis­chen zwei Män­nern getra­gene riesige Traube gilt als Sym­bol des Über­flusses (vgl. Kaleb).
  • Trauer­wei­de — Ende 18. und im 19. Jh. Memen­to mori Sym­bol und Sym­bol des Totenge­denkens.
  • Trinkkanne — in der Ikono­gra­phie des Lasters Sym­bol für die Trunk­sucht.
  • Triske­lis, zu dt. Dreis­chenkel, altes Son­nen­rad-Sym­bol (Heraldik)
  • Tulpe — Sym­bol für Reich­tum und Wohl­stand. Mitte 16. Jh. gelangten die ersten Tulpen­zwiebeln vom türkischen Hof in Kon­stan­tinopel in den Besitz Kaiser Fer­di­nands I. In der Folge ver­legten sich vor allem die Hol­län­der auf die Tulpen­zucht. Es brach ein wahres Tulpen­fieber aus, die Zwiebeln wur­den an eige­nen Tulpen­börsen gehan­delt.
  • Turm — mit Aus­nahme des Baby­lonis­chen Turms pos­i­tive Sym­bol­be­deu­tung. Die Rein­heit und Jungfräulichkeit Marias wird durch den sogen. Elfen­bein­turm sym­bol­isiert. Der Leucht­turm, dessen Licht in Not ger­ate­nen Schif­f­en den recht­en Weg anzeigt, sym­bol­isiert die Kirche, die dem Schiff des Lebens den recht­en Weg weist. Der bei alten Bur­gen die gesamte Wehran­lage über­ra­gende Bergfried, von dem aus man weit ins Land sieht, gilt als Sym­bol der Wach­samkeit.
  • Uhr — jede Art von Uhr gilt als Van­i­tas-Sym­bol, beson­ders aber die San­duhr.
  • Urne — sowohl Sym­bol für ewige Fre­und­schaft als auch ein Memen­to mori Sym­bol und ein sicht­bares Zeichen des Totenge­denkens.
  • Uroboros — griech., “Schwanzfress­er”. Sinnbild für ständi­ge Erneuerung und die Ewigkeit (Uroboros).
  • Vase, wie der Krug Sym­bol für Rein­waschung und Rein­heit.
  • Veilchen, altes Sym­bol für Beschei­den­heit.
  • Vergänglichkeitssym­bole — Memen­to mori, Van­i­tas Sinnbilder.
  • Verkehrte Welt — altes Sym­bol für das Unmögliche. Beliebt waren Darstel­lun­gen von Hasen, die Hunde jagen oder auf Jäger schießen. (Am bekan­ntesten ist die in dem Kinder­buch “Struwwelpeter” illus­tri­erte Geschichte von einem solchen Hasen.)
  • Vio­lett — im christlichen Glauben Sym­bol für Einkehr und Buße.
  • Vogel — in der Antike stellte man oft die Seele als kleinen Vogel dar. Seit der Neuzeit wird die men­schliche Liebe durch die Wieder­gabe zweier Vögel, meist schnä­bel­nder Tauben, sym­bol­isiert. Einzelne Voge­larten sind spezielle Sym­bol: Taube — Liebe und Frieden (Frieden­staube); Eule — Weisheit; Raben­vögel — Miss­geschick (Unglück­srabe) und Dieb­stahl (diebis­che Elster); Storch — Geburt von Kindern, Spatzen — Bedeu­tungslosigkeit sowie Wol­lust, vgl. Sper­ling.
  • Vogel­bauer — Die Darstel­lung eines Jünglings, der ein­er jun­gen Frau einen Vogel­bauer mit einem darin gefan­genen Vogel schenkt, galt im 17./18. Jh. als ero­tis­ches Sym­bol, beson­ders dann, wenn er oder sie den Käfig öffnet, um den Vogel freizu­lassen.
  • Vogelkä­fig — siehe Vogel­bauer.
  • Waage — Sinnbild für Gerechtigkeit (Justi­tia, hl. Michael als Gericht­sen­gel beim Apoka­lyp­tis­chen Gericht). Zählt zu den Tierkreisze­ichen.
  • Wal — Der früher oft als Leviathan beze­ich­nete Pottw­al war ein Sym­bol für das Böse.
  • Wal­nuss — Sym­bol für den Men­schen und für Chris­tus. Die grüne Schale sym­bol­isiert das Fleisch, die harte Nusss­chale die Knochen oder das Holz des Kreuzes und der Nusskern die Seele. Um an den Nusskern zu gelan­gen, muss die harte Schale zer­brochen wer­den, daher in der Ostkirche Sym­bol für die Aufer­ste­hung Christi.
  • Wass­er — Sym­bol für den Quell allen Lebens. Im christlichen Glauben ist Wei­h­wass­er das reini­gende Ele­ment. Die mit Wass­er vol­l­zo­gene Taufe ist ein Sym­bol für das Leben nach dem Tod. Die Wassertropfen des Taus gal­ten früher als mate­ri­al­isierte Mond­strahlen und sicheres Mit­tel gegen viel­er­lei Lei­den.
  • Wei­h­nachts­baum — meist Fichte oder Tanne. Die Fichte war Odin/Wotan gewei­ht, als sicht­bares Zeichen für die Win­ter­son­nen­wende. Das Chris­ten­tum über­nahm später den Brauch, die Wohn­stätte im Win­ter mit Reisig zu schmück­en und es ent­stand der Wei­h­nachts­baum, als Sym­bol für die Geburt Christi.
  • Wein — schon vor dem Chris­ten­tum wur­den Blut und Wein in Zusam­men­hang gebracht, und man erset­zte Blu­topfer durch die Opfer­ung von Wein. Eucharistie.
  • Wein­laub — Wein- und Efeublät­ter gal­ten in der Antike als Glücks- sowie Frucht­barkeits-Sym­bol und wur­den vor­wiegend mit dem Bac­chus-Kult in Verbindung gebracht.
  • Wein­stock — Chris­tus-Sym­bol
  • Weizenähren — siehe Getrei­deähren.
  • Wid­der — Sym­bol für männliche Zeu­gungskraft.
  • Winkel­maß — wie der Zirkel ist das Winkel­maß Sym­bol und Attrib­ut der Baumeis­ter; als Freimau­r­ersym­bol Zeichen der Amts­ge­walt des Meis­ters vom Stuhl.
  • Wolf — Sym­bol des Bösen, Assozi­a­tio­nen mit reißen­den Wölfen und “Wölfen im Schaf­spelz” usw.
  • Wolke — Sym­bol für die Nähe Gottes.
  • Wurm­be­fall — bei Stil­lleben in Verbindung mit Frücht­en Memen­to mori Sym­bol mit der gle­ichen Sym­bo­l­ik wie Schimmel(pilz) und Fäul­nis.
  • Würste — Phal­lus-Sym­bol In der Stil­lleben-Ikono­gra­phie sym­bol­isieren Würste eben­so wie Fleisch und Muscheln die Wol­lust (Lux­u­ria).
  • Xan­thippe — Inbe­griff der lau­nis­chen und zänkischen Ehe­frau (Xan­thippe).
  • Yin und Yang — chines., “dunkel” — “hell”. Kon­träres kos­mol­o­gis­ches Dual­prinzip, dem alles unter­liegt. Yin sym­bol­isiert die Erde, das Neg­a­tive, Weib­liche, Nördliche, Kalte, Feuchte, Pas­sive, Dun­kle und Weiche, während Yang stets das Gegen­teil repräsen­tiert, also den Him­mel, das Pos­i­tive, Männliche usw. Dargestellt wer­den Yin und Yang meist inner­halb eines Kreis­es, als zwei gegen­läu­fig strö­mende spitz zulaufende Tropfen. Der für Yin ste­hende Tropfen ist schwarz, der für Yang dage­gen weiß. Die gegen­seit­ige Abhängigkeit wird durch einen Punkt oder kleinen Kreis versinnbildlicht, der jew­eils am rundlichen Vorderteil der Tropfen­form wie ein Auge gelagert ist und die Farbe des anderen Prinzips hat. Yin und Yang kön­nen ein­fach dargestellt wer­den, wenn man einem Kreis ein von Pol zu Pol reichen­des “S” einze­ich­net. Die Lehre des Yin-Yang-Prinzips soll eini­gen Quellen zufolge etwa bis 400 v. Chr. zurück­re­ichen. Andere Autoren nen­nen Chu-Hsi (1130–1200) als Begrün­der dieser dual­is­tis­chen Natur­philoso­phie.
  • Zahlen, Zahlen­sym­bo­l­ik [wikipedia]
    • Bib­lis­che Zahlen­sym­bo­l­ik
      • 7, sieben: Der erste Schöp­fungs­bericht umfasst sieben Tage und Gott ruhte am siebten Tag (Gen 2,2–3 ELB); der Pharao träumte von sieben fet­ten und sieben mageren Kühen (Gen 41,2–7 ELB), die ihm Joseph als sieben fette und sieben magere Jahre deutete; die Offen­barung richtet sich an sieben Gemein­den (Offb 1,4 ELB); Johannes sieht ein Buch mit sieben Siegeln (Offb 5,1 ELB), sieben Engel blasen in sieben Posaunen (Offb 8,6 ELB); sieben Engel gießen sieben Schalen göt­tlichen Zorns auf die Erde (Offb 15,7 ELB).
      • 12, zwölf: Das Volk Israel gliederte sich in Zwölf Stämme (Gen 49,3–28 ELB); Jesus berief zwölf Apos­tel (Mt 10,2–4 ELB); das Himm­lis­che Jerusalem sollte zwölf Tore haben und eine Länge von 12.000 Sta­di­en (Offb 21,10–16 ELB).
      • 40, vierzig: Die Vierzig ist in der Bibel oft eine Zeit der Vor­bere­itung oder der Buße. Vierzig Tage und vierzig Nächte reg­net es während der Sint­flut (Gen 7,4 ELB), vierzig Jahre wan­derte das Volk Israel nach dem Auszug aus Ägypten durch die Wüste (Ex 16,35 ELB), vierzig Tage wiederum dauerte der Aufen­thalt Moses auf dem Berg Sinai (Ex 24,18 ELB); vierzig Tage gab der Prophet Jona der Stadt Ninive, sich zu bekehren (Jona 3,4 ELB), vierzig Tage fastete Jesus, als er in der Wüste ver­sucht wurde (Mt 4,2 ELB).
      • 144, hun­dertvierund­vierzig: Johannes erfährt in sein­er Offen­barung, dass die Zahl der „ver­siegel­ten“ Israeliten 144.000 beträgt, je 12.000 aus den zwölf Stäm­men Israels (Offb 7,4 EU). Diese Zahl spielt eine beson­dere Rolle in der Escha­tolo­gie der Zeu­gen Jeho­vas.
      • 666, sechs­hun­dert­sech­sund­sechzig: Zahl des Tieres in der Offen­barung des Johannes (Offb 13,18 ELB).
  • Zahn — da bei den asi­atis­chen Ele­fan­ten im all­ge­meinen nur Bullen Stoßzähne haben — gle­ich­es gilt auch für die Män­nchen des Wal­ross­es und die Nar­w­al-Bullen -, gehören Zähne deshalb mancherorts zu den Sym­bol für Männlichkeit und Zeu­gungskraft. In der Mytholo­gie wuch­sen aus gesäten Drachen­zäh­nen die Spar­tan­er. In Mit­teleu­ropa zählen Zähne heute im all­ge­meinen zu den Sinnbildern für Jugend, Kraft und Vital­ität.
  • Zapfen — Fichten‑, Tan­nen- und Pinien­zapfen gal­ten ihrer Viel­samigkeit wegen als Frucht­barkeits-Sym­bol Der Thyr­sos weist deshalb als Bekrö­nung einen Pinien­zapfen auf.
  • Zed­er — in den Mit­telmeer­län­dern gilt der immer­grüne Nadel­baum seit alters her als Sym­bol für Größe und Dauer­haftigkeit, bis hin zur Unsterblichkeit. Das Fleisch Christi wurde deshalb mit Zed­ern­holz ver­glichen. Als bekan­ntester Liefer­ant von Zed­ern­holz führt die Repub­lik Libanon die Zed­er auch in ihrem Wap­pen.
  • Zen­taur — Sym­bol des ungestü­men, tierisch trieb­haften Ele­mentes (Ken­taur).
  • Zepter — altes Herrsch­er­sym­bol.
  • Zer­berus — Höl­len­hund, der jedem Sterblichen den Ein­tritt in das Toten­re­ich ver­wehrt und keinen Toten aus dem­sel­ben her­aus­lässt. Der Zer­berus gilt deshalb als Sym­bol für einen stren­gen Wächter. Sprich­wörtlich: “Er wacht wie der Zer­berus”.
  • Ziege — das weib­liche Tier liefert Klei­dung und Nahrung. Amaltheia zog mit ihrer Milch Zeus auf, eines ihrer Hörn­er gilt als Pro­to­typ des Füll­horns. Nicht sel­ten bekommt die Ziege Zwill­inge als Nach­wuchs, sie ist deshalb Sym­bol für Frucht­barkeit und Über­fluss in einem. Der Ziegen­bock gilt hinge­gen als Sym­bol für Lüstern­heit und Zeu­gungskraft, vgl. Bock.
  • Zirkel — Sym­bol der Architek­tur; auch ein Attrib­ut der Baumeis­ter und Freimau­r­er.
  • Zitrone — im Gegen­satz zum Zuck­er­w­erk Sym­bol der Mäßigkeit (Tem­per­an­tia), sie gilt aber auch als Sym­bol für Miss­geschick, als “Säure des Lebens”.
  • Zuck­er­w­erk — Kan­dis­zuck­er (kandiert­er Zuck­er), früher meist “Eiszuck­er” genan­nt, kam seit dem 16. Jh. vor allem aus Madeira nach Europa. Er wurde aus Zuck­er­rohr hergestellt und erset­zte zum Teil den Honig als Süßstoff. Auch die seit dem MA gebräuch­liche Sym­bol­be­deu­tung des Honigs für die “himm­lis­che Süße”, d. h. für den christlichen Glauben, wurde auf das Zuck­er­w­erk über­tra­gen. Als durch ver­mehrte Zuck­er­im­porte der Wert des Zuck­ers sank, änderte sich die Sym­bo­l­ik: Zuck­er (kandierte Früchte und Kan­dis­zuck­er) wurde mit Lebens­genuss und sog­ar mit der Wol­lust (Lux­u­ria) gle­ichge­set­zt.
  • Zunge — Sym­bol und Attrib­ut des hl. Nepo­muk. Feurige Zun­gen sind ein Sym­bol des Heili­gen Geistes.
  • Zwerge — repräsen­tieren im Volks­glauben ein­er­seits pos­i­tive, den Men­schen wohl gesonnene Naturgeis­ter (Wich­tel- und Heinzelmän­nchen), Sym­bole der­sel­ben sind z. B. die sich unge­broch­en­er Beliebtheit erfreuen­den Garten­zw­erge. Ander­seits wird auch von boshaften, miss­gün­sti­gen Zwer­gen berichtet, die eifer­süchtig die Schätze der Erde hüten und das Ein­drin­gen in ihr Reich mit Bösem vergel­ten.
  • Zwill­inge — sie wer­den in vie­len Kul­turen als Sym­bol für Gut und Böse gedeutet, im Chris­ten­tum durch Kain und Abel versinnbildlicht. Die Zwill­inge sind auch eines der Tierkreisze­ichen.
  • Zypresse — da die Zypresse wie alle Konifer­en von Schädlin­gen gemieden wird, galt sie als unheil­ab­wehrend. Zypressen­zweige wur­den deshalb in Getrei­despe­ich­ern aus­gelegt. Seit der Antike gilt der immer­grüne lan­glebige Baum als Sym­bol für langes Leben, Unsterblichkeit, Ewigkeit und, in Verbindung mit der Ewigkeit, auch als Todes-Sym­bol Der griechis­chen Mytholo­gie zufolge wurde der trauernde Kyparis­sos in eine Zypresse ver­wan­delt, deshalb ist der Baum seit der Antike auch Sym­bol für Trauer.

(u.a. Kun­stlexikon von P.W. Hart­mann, 1996; wikipedia; etc…)

  • AT — altes Tes­ta­ment
  • NT — Neues Tes­ta­ment
  • MA Mit­te­lal­ter
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