Kunstgeschichte in a Nutshell

Zuletzt geändert: 8. August 2020
Geschätzte Lesezeit: 9 min

Ana­log zur Foto­gra­fie­ge­schich­te in a Nuts­hell erstel­le ich im Rah­men mei­nes Kunst­stu­di­ums einen klei­nen Über­blick über (euro­päi­sche) Kunst­ge­schich­te mit dem Schwer­punkt Male­rei, benen­ne eini­ge (wich­ti­ge) Ver­tre­ter — inclu­si­ve Links zur wei­te­ren Recher­che. Fol­gen­den Fra­gen ver­su­che ich nach zu gehen: 

  1. Wann fand das statt?
  2. Wo fand das statt?
  3. War­um fand das statt?
  4. Was wur­de gemacht? (viel­leicht auch das wie)
  5. Wer war dabei?
  6. Was war noch los: Zeit­ge­schicht­li­che Ereignisse

Das soll­te einen Ein­stieg in das The­ma Kunst­ge­schich­te der Male­rei ermög­li­chen

Der gan­ze Arti­kel ist (wie eigent­lich alles in den hot­Docs) work in pro­gress, also weder feh­ler­frei noch voll­stän­dig. Ich arbei­te im Rah­men mei­ner Stu­di­en immer mal wie­der daran. 

Überblick

  • Vor- und Früh­ge­schich­te / 40.000 – ca. 3000 v.Chr
  • Alter­tum / 3000 v.Chr. – 500 n.Chr.
    • Ägyp­ti­sche Kunst (ca. 3100 – 30 v. Chr.)
    • Grie­chi­sche Anti­ke (ca. 1100 – 100 v. Chr.)
    • Römi­sche Anti­ke (ca. 4.Jh. v.Chr. – 4.Jh. n.Chr.)
    • Früh­christ­li­che Kunst (ca. 4. – 5.Jh. n.Chr.)
  • Mit­tel­al­ter / 500 – 1400/1500 n.Chr.
    • Karo­lin­gi­sche Kunst (781/783 – 877)
    • Otto­ni­sche Kunst (919 – 1024)
    • Roma­nik (950 – 1250)
    • Gotik (1140/50 – 1500)
  • Frü­he Neu­zeit / 1401 – 1800 (15. – 18. Jh.)
    • Renais­sance (1300 – 1600)
    • Barock (1600 – 1770)
    • Roko­ko (1725/33 — 1775/83)
  • Spä­te Neu­zeit / 1801 — 1900 (19. Jh.)
    • Klassizismus/Klassik (1770 – 1840)
    • Roman­tik (1795 – 1840)
    • Rea­lis­mus (1850 – 1900)
    • His­to­ris­mus (Neo-Sti­le vor 1870 – nach 1890)
    • Impres­sio­nis­mus (1870 – 1890)
    • Spät-/ Post­im­pres­sio­nis­mus (1880 — 1905)
    • Neo-Impres­sio­nis­mus/ Poin­til­lis­mus (vor 1890 – 1900)
    • Sym­bo­lis­mus (1880 – 1900/1920)Jugendstil  (1890 – 1910)
  • Das 20. Jahr­hun­dert (1901 – 2000)
    • Klas­si­sche Moder­ne / 1. Hälf­te des 20. Jh.
      • Expres­sio­nis­mus
      • Kubis­mus
      • Futu­ris­mus
      • Kon­struk­ti­vis­mus und (expres­si­ve) Abstraktion
      • Dada­is­mus
      • veris­ti­scher & abso­lu­ter Surrealismus
      • Neue Sach­lich­keit
      • Ame­ri­can Scene
      • Kunst des Nationalsozialismus
      • Abs­trak­ter Expressionismus
      • Abs­trak­te Kunst in Europa
      • Pop­art
      • Op-Art
    • Post­mo­der­ne / ab 1970
      • Flu­xus, Per­for­mance, Akti­ons­kunst, Happening
      • Nou­veau Réalisme
      • Mini­mal Art
      • Kon­zept­kunst
      • Arte Pove­ra
      • Hyper­rea­lis­mus und Fotorealismus
      • Instal­la­ti­on
      • Land­art
      • Gegen­ständ­li­che Malerei
      • Video- und Medienkunst
  • Das 21. Jahr­hun­dert (2001 – 2100)
    • ?
    • Wir sind jetzt im Jahr 2020. Da soll­te sich also schon eini­ges ange­sam­melt haben.

Vor- und Frühgeschichte / 40.000 – 3000 v.Chr

Urge­schich­te (Vor­ge­schich­te / Prä­his­to­rie) — beginnt vor etwa 2,6 Mil­lio­nen Jah­ren. Mensch­wer­dung, Stein­zeit und frü­he Kul­tu­ren. Da liegt natur­ge­mäß vie­les im Dunklen. 

Es gibt Fels­rit­zun­gen, Sta­tu­et­ten und Fels­ma­le­rei­en in Form von Nega­tiv­ab­drü­cken, Umris­sen bis hin zu sehr detail­lier­ten Zeich­nun­gen. Span­nend wäre zu wis­sen wie die Fund­or­te damals genutzt wor­den sind, und aus wel­chen Grün­den die Objek­te ange­fer­tigt wurden. 


Altertum / 3000 v.Chr. – 500 n.Chr.

Zeit­raum vom Ende der Urge­schich­te (bis Mit­te 4. Jahr­tau­send v. Chr.) bis zum begin­nen­den Mit­tel­al­ter (ab 6. Jahr­hun­dert).  Umfasst die frü­hen Hoch­kul­tu­ren des Mit­tel­meer­rau­mes und der Alt­ori­en­ta­li­schen Welt vom öst­li­chen Mit­tel­meer bis nach Vorderindien. 

…Was wur­de hier gemacht?

Ägyptische Kunst (ca. 3100 – 30 v.Chr.)

…Was wur­de hier gemacht?

Griechische Antike (ca. 1100 – 100 v.Chr.)

…Was wur­de hier gemacht?

Römische Antike (500 v.Chr. — 500 n.Chr. / 4.Jh. v.Chr. – 4.Jh. n.Chr.)

…Was wur­de hier gemacht?

Frühchristliche Kunst (ca. 301 – 500 / ca. 4. – 5.Jh. n.Chr.)

…Was wur­de hier gemacht?


Mittelalter / 500 – 1400/1500 n.Chr.

In der euro­päi­schen Geschich­te die Epo­che zwi­schen Ende der Anti­ke und dem Beginn der Neu­zeit, also etwa die Zeit zwi­schen dem 6. und 15. Jahr­hun­dert. Beginn und Ende des Mit­tel­al­ters wer­den unter­schied­lich angesetzt. 

Kunst war Hand­werk das nicht signiert wur­de, Auf­trags­ar­bei­ten für die Kir­che, die einem fes­ten Regel­werk zu fol­gen hat­te. Es wur­de kei­ne Per­spek­ti­ve dar­ge­stellt, es gab nur eine Deu­tungs­per­spek­ti­ve — wer bedeu­tend und wich­tig war, wur­de im Bild grö­ßer dar­ge­stellt. Im Mit­tel­punkt stan­den reli­giö­se Erzäh­lun­gen und Empfindungen. 

  • Kenn­zei­chen:
    • kla­re und aus­drucks­star­ke Bild- und Gebärdensprache
    • Bedeu­tungs­per­spek­ti­ve
    • Farb­sym­bo­lik
    • Buch­ma­le­rei
    • Kir­che, Wis­sen, Kultur
    • Bilderverbot/ Bil­der­streit

Karolingische Kunst (781/783 – 877)

Ottonische Kunst (919 – 1024)

  • Was wur­de hier gemacht?

Romanik (950 – 1250)

  • Was wur­de gemacht: Buch, Glas, Holz, Tafel, Wand (Fres­ko)
  • Links:

Die­se Epo­che unter­teilt sich in… 

  • Früh­ro­ma­nik
  • Hoch­ro­ma­nik
  • Spät­ro­ma­nik

Gotik (1140/50 – 1500)

  • Was wur­de gemacht: Buch­ma­le­rei, Glas­ma­le­rei, Tafel­ma­le­rei, Fresken
  • Links: kunst­ko­pie

Die­se Epo­che unter­teilt sich in… 

  • Früh­go­tik
  • Hoch­go­tik
  • Spät­go­tik

Frühe Neuzeit / 1401 – 1800 (15. – 18. Jh.)

Die Über­win­dung des Mit­tel­al­ters. Wie­der­ge­burt des Huma­nis­mus aus dem Geist der Antike. 

Renaissance (1300 – 1600)

Die­se Epo­che unter­teilt sich in… 

Barock (1600 – 1770)

Rokoko (1725/33 — 1775/83)


Späte Neuzeit / 1801 — 1900 (19. Jh.)

Die Kunst des 19. Jahr­hun­derts ist im Gegen­satz zur Ver­gan­gen­heit wider­sprüch­li­cher, schnell­le­bi­ger und viel­ge­stal­ti­ger. Das ist die Folge… 

  • …der Auf­klä­rung, der Fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on, der Ent­mach­tung von Köni­gen, Fürs­ten, Adel und Klerus. 
  • …des Anspruchs jedes Ein­zel­nen auf Bür­ger­rech­te, Men­schen­rech­te, und Freiheit. 
  • …einer Fül­le von Ein­sich­ten, Erfin­dun­gen, Ver­fah­rens­wei­sen in der Wis­sen­schaft, der Tech­nik, der Wirt­schaft, der Geis­tes­ge­schich­te, und im Sozialen.

Klassizismus/Klassik (1770 – 1840)

  • Kenn­zei­chen:
    • Ver­nunft (Klas­si­zis­mus) <=> Sehn­sucht und Natur (Roman­tik)
    • Kul­tur: Besin­nung auf Anti­ke und Renais­sance. Mot­to: Alles nach anti­kem Vorbild.
    • Natur (als Wider­schein und Aus­druck mensch­li­cher Gefühle)Vernunft, Ratio­na­li­tät <=> Emo­tio­na­li­tät (Sehn­sucht, Lei­den­schaft, Seele(nschmerz))
    • Das All­ge­mei­ne (Poli­tik: „Auf­klä­rung“, Frz. Revo­lu­ti­on) <=>Das Individuelle

Romantik (1795 – 1840)

  • Kenn­zei­chen:
    • Hete­ro­ge­ne Bewe­gung, deren Zusam­men­hang sich sti­lis­tisch nicht erschließt, son­dern erst bei einem Ver­gleich der von den Künst­lern ver­tre­te­nen Konzepte.
    • Abwen­dung von der Anti­ke und von klas­si­schen Vorbildern. 
    • The­men aus der eige­nen Kul­tur und Geschichte.
    • Stär­ke­re Hin­wen­dung zur Sagen- und Mythen­welt des Mittelalters.
    • Drang nach Unend­lich­keit, Lei­den­schaft­lich-Beweg­tem, Dunk­lem, maß- und regel­lo­sem Spren­gen­wol­len aller Grenzen.
    • Zer­bricht die klas­si­schen Gren­zen; will Herr­schaft der frei schöp­fe­ri­schen Phan­ta­sie, die wich­ti­ger ist als „edle“ Form und hoch­geis­ti­ger Inhalt.
    • Will Gren­zen spren­gen: Gren­zen des Ver­stan­des, Gren­zen zwi­schen Wis­sen­schaft und Poe­sie und zwi­schen den ein­zel­nen Dich­tungs­gat­tun­gen – Stre­ben nach einer „Uni­ver­sal­poe­sie“, die gleich­zei­tig Wis­sen­schaft, Reli­gi­on und Dich­tung und lyrisch, episch, dra­ma­tisch und musi­ka­lisch ist.
    • Will Gren­zen zwi­schen Traum und Wirk­lich­keit niederreißen.
    • Will die gan­ze Welt „roman­ti­sie­ren“ und for­dert völ­li­ge Sub­jek­ti­vi­tät, Indi­vi­dua­li­sie­rung, Frei­heit und Unab­hän­gig­keit und eine welt­of­fe­ne, ewig unfer­ti­ge Dichtungsform
    • Vor­lie­be für das Traum­haf­te, Wun­der­ba­re, Unbe­wuss­te, Übersinnliche.

Die Roman­tik hat­te zum Ziel, das Gemüt inmit­ten des End­li­chen eins wer­den zu las­sen mit dem Unend­li­chen. Der Begriff „roman­tisch“ wur­de zum Sinn­bild für das Ahnungs­rei­che und Gefühl­vol­le, das den Gegen­satz zum Ver­stan­des­mä­ßi­gen dar­stel­len soll­te. Die­se Geis­tes­hal­tung gab somit dem Gefühl Vor­rang vor der ratio. Man besann sich außer­dem auf Gotik und die hei­mi­sche Mär­chen- und Sagen­welt zurück. Dar­auf folg­te der Impressionismus. 

Biedermeier (1815–1850)

Realismus (1850 – 1900)

  • All­täg­lich­keit und Sachlichkeit.
    • Ver­pflich­tung der Kunst zur Wahrheit.
    • Din­ge soll­ten dar­ge­stellt wer­den wie sie sind, ohne sie zu verschönern.
    • Im Gegen­satz zur Roman­tik, die idea­li­siert und ver­schö­nert > ver­klä­ren­der Idealismus. 
    • Raum für das Häss­li­che und das Schöne.
    • Cha­rak­te­ris­ti­schen Züge von Men­schen wur­den unver­schö­nert dargestellt.
  • Poli­ti­sche Kon­no­ta­ti­on… Künst­ler mal­ten nicht nur ihre Umwelt, son­dern übten auch Kri­tik am Zeit­ge­sche­hen und an den sozia­len Bedingungen.
  • Die Aneig­nung der Wirk­lich­keit durch den Künst­ler, und die Trans­for­ma­ti­on in ein Kunstwerk.
  • Stil:
    • Gedämpf­te Grau‑, Rot‑, Braun- oder Ocker­tö­ne domi­nier­ten die Farb­pa­let­te des Realismus.
    • Das Spiel mit Licht und Schat­ten kann in bei­na­he allen Wer­ken des Rea­lis­mus gefun­den werden.
  • Kri­tik:
    • „Er malt zuletzt davon, was ihm gefällt. Und was gefällt ihm? Was er malen kann!“
    • Pole­mik gegen­über den Künst­lern, Fähig­kei­ten wer­den bezweifelt.
    • Die Gegen­wart ist nicht „schön“ wie die Anti­ke, und soll­te des­halb nicht exakt dar­ge­stellt werden.
    • Kunst ist nicht blo­ße Reprä­sen­ta­ti­on, son­dern soll Trans­for­ma­ti­on von Wirk­lich­keit sein.
    • „Ech­te Kunst hat einen idea­len Ursprung und eine idea­le Rich­tung, sie hat ein rea­les Fun­da­ment, aber sie ist nicht rea­lis­tisch“ — Göthe.
  • Foto­gra­fie Debat­te: Wil­liam Hen­ry Fox Tal­bot (1844)
    • Ein Pro­dukt der natür­li­chen Kraft des Lichts.
      Im Zusam­men­spiel mit der Reak­ti­on der Chemikalien.
    • Man hält Foto­gra­fie für ein rea­lis­ti­sches Medium.

Historismus (Neo-Stile vor 1870 – nach 1890)

  • Neo-Barock
  • Neo-Gotik
  • Neo-Renais­sance

Impressionismus (1870 – 1890)

  • Ein­druck der Oberfläche
  • Kenn­zei­chen:
    • Revo­lu­ti­on in der Wie­der­ga­be der Farbe
    • Ver­nach­läs­si­gung der Per­spek­ti­ve und Plas­ti­zi­tät zuguns­ten von Farbeindrücken
    • Far­be als Mate­ri­al sowie der Mal­pro­zess wer­den sichtbar
    • Inter­es­sen­ver­la­ge­rung vom Gegenstand/Motiv auf des­sen male­ri­sche Behandlung
    • Frei­licht­ma­le­rei, Primamalerei
  • Links:
  • Künst­ler:
    • Édouard Manet (1832–1883)
    • Edgar Degas (1834–1917)
      • Ließ sich von der Foto­gra­fie inspirieren
    • Clau­de Monet  (1840 – 1926)
      • Der Stil­be­griff Impres­sio­nis­mus geht auf den Titel sei­nes Gemäl­des „Impres­si­on Son­nen­auf­gang“ (1872) zurück. 

Spät-/ Postimpressionismus (1880 — 1905)

  • Ursprung der moder­nen Kunst
  • Kenn­zei­chen:
    • per­sön­li­che Sicht­wei­se und Konflikte
    • Über­set­zung bis zur Ver­nach­läs­si­gung der Wirklichkeitsnähe
  • Links:
  • Künst­ler:
    • Paul Cézan­ne (1839 — 1906)
      •  Erneue­rer der Male­rei allein auf dem Fun­da­ment der Farbe.
      • Reduk­ti­on auf Grund­for­men, Ord­nung in der Flä­che (Kom­po­si­ti­on), Ein­druck der Bildtiefe/ Opfer: Kon­ven­ti­on der rich­ti­gen Zeich­nung => führt zu Kubis­mus. Kei­ne Zufäl­le son­der geplant.
    • Paul Gau­gu­in (1848 — 1903)
      • Unmit­tel­bar­keit des Aus­drucks => „Pri­mi­ti­vis­mus“ (Kraft/ Einfachheit/ Poe­sie) => führt zu Revo­lu­ti­on des Geschmacks
    • Vin­cent van Gogh (1853 — 1890)
      • Erre­gung, Rausch des Schaf­fens, Gemüts­ver­fas­sung (Aus­drucks­stär­ke) => führt zu Expressionismus

Neo-Impressionismus/ Pointillismus (vor 1890 – 1900)

Symbolismus (1880 – 1900/1920)

Jugendstil / Art nouveau (1890 – 1910)


Das 20. Jahrhundert / 1901 – 2000

Klassische Moderne / 1. Hälfte des 20. Jh.

In der ers­ten Hälf­te des 20. Jahr­hun­derts tritt der ein­zel­ne Künst­ler zuneh­mend in den Vor­der­grund. Klas­si­sche Gat­tungs­gren­zen wer­den über­wun­den, neue Aus­drucks­for­men wie Foto­gra­fie und Film ent­ste­hen, Kunst­hand­werk und Design füh­ren zu einer neu­en Durch­drin­gung von Kunst und Leben. 

Expressionismus

  • Aus­druck Inne­rer Stimmungen
  • Kenn­zei­chen:
    • gestei­ger­te Farb- und Formgebung:Verwendung holz­schnitt­ar­ti­ger Formen
    • kon­trast­rei­che Farbe
    • Klee: „nicht mehr das Sicht­ba­re wie­der­ge­ben, son­dern sicht­bar machen“
    • Erschüt­tert von Leid, Elend, Bru­ta­li­tät und Gewalt:„schöne Kunst“ bedeu­tet Ver­rat an der Wahr­heit, Angst vor Kitsch.
  • Künst­ler­ge­mein­schaf­ten: Die Brü­cke, Der Blaue Reiter
  • Künst­ler:

Kubismus

ana­ly­ti­scher Kubis­mus, syn­the­ti­scher Kubis­mus, orphi­scher Kubismus. 

  • Ana­ly­ti­sches Zerlegen 
  • Kenn­zei­chen:
    • Zurück­füh­rung der Gegen­stän­de auf ihre wesent­li­che Form: Kugel, Kegel, Zylinder
    • For­men­rhyth­mus
    • ver­schie­de­ne Ansich­ten zugleich sicht­bar machen
    • Beschrän­kung auf Grau- und Braun­tö­ne, um „For­men nicht zu stören“
    • spä­ter: Wie­der­auf­nah­me der Farbe

Futurismus

Konstruktivismus und (expressive) Abstraktion

Dadaismus

  • Anti­kunst
  • Kenn­zei­chen:
    • Bewe­gung, Revol­te, Protest
    • Ableh­nung, Par­odie „kon­ven­tio­nel­ler“ Kunst
    • Sinn­lo­sig­keit
    • Col­la­ge
    • Ver­nei­nen des logi­schen Den­kens. „Unser Kopf ist rund, damit das Den­ken sei­ne Rich­tung ändern kann“ (Fran­cis Picabia).
    • Para­do­xien
  • Künst­ler:

veristischer & absoluter Surrealismus

Neue Sachlichkeit

American Scene

Kunst des Nationalsozialismus

Abstrakte Malerei

Sam­mel­be­griff für unter­schied­li­che Strömungen 

  • Kom­po­si­tio­nen ohne Gegenstand
  • Kenn­zei­chen:
    • Wenn nicht die Nach­ah­mung der Natur zählt, son­dern der Aus­druck des Emp­fin­dens durch die Wahl der Far­ben und Lini­en (sie­he Expres­sio­nis­mus, Kubis­mus) wird die Fra­ge legi­tim: Ver­zicht auf alle Motive?
  • Künst­ler:
    • Was­si­ly Kan­din­sky (1866 — 1944)
      • Ein­fluss der Musik: Klang, Impro­vi­sa­ti­on, Komposition
    • Kasi­mir Male­witsch (1878 — 1935)
      • Emp­fin­dung der Gegen­stands­lo­sig­keit und der Leere
    • Jack­son Pol­lock (1912 — 1956)
      • Unmittelbarkeit/ Auf­merk­sam­keit auf Bedin­gun­gen der Male­rei z.B. Farb­auf­trag (ver­bin­det Spon­ta­ni­tät und intel­lek­tu­el­les Inter­es­se) („Abs­trak­ter Expressionismus“)
  • Links:

Abstrakter Expressionismus

Abstrakte Kunst in Europa

Popart

Op-Art


Postmoderne / ab 1970

  • Kenn­zei­chen:
    • lan­ge Gegen­wart (sog. „zeit­ge­nös­si­sche Kunst“ erstreckt sich über Jahrzehnte).
    • noch? kei­ne kla­ren Strö­mun­gen unterscheidbar.
    • Künst­ler hat das „Recht auf eige­nen Weg“.
    • umstrit­te­ner Begriff „Post­mo­der­ne“.
  • Links:

Fluxus, Performance, Aktionskunst, Happening

Nouveau Réalisme

Minimal Art

Konzeptkunst

Arte Povera

Hyperrealismus und Fotorealismus

Installation

Landart

Gegenständliche Malerei

Video- und Medienkunst


Das 21. Jahrhundert / 2001 – 2100

Die gro­ße Fra­ge: Was tut sich aktu­ell in der Kunst? Wer oder was und wer wird in Zukunft Teil der Kunst­ge­schich­te sein… 
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