Kuen Kuits im WingTsun

Zuletzt geändert: 1. November 2020
Geschätzte Lesezeit: 9 min
  • Kuen Kuit — kan­to­ne­sisch, Kampf­lie­der, Faust­lie­der, Wor­te der Weis­heit, klei­ne Merk­sät­ze, Eselsbrücken.
  • Ent­hal­ten in mehr oder weni­ger gereimter/ ver­schlüs­sel­ter Form die Merk­ma­le der Kampfkunst
  • Man­che der Kuen Kuits sind all­ge­mein­ge­bräuch­li­che Kon­zep­te, und in ande­ren Kampf­küns­ten bekannt. Vie­le davon stam­men aus Klas­si­kern der chi­ne­si­schen Lite­ra­tur wie zb. Sun­zi — Die Kunst des Krieges.
  • Wur­den in münd­li­cher Form von Genera­ti­on zu Genera­ti­on bis in die heu­ti­ge Zeit weitergegeben
  • Sind ein Stück Kampfkunstkultur
  • Im Lau­fe der Zeit wur­den sie geän­dert, ver­ein­facht oder unpas­sen­de verworfen
  • Es sind
    • Ver­hal­tens­re­geln
    • All­ge­mein­gül­ti­ge Leitsätze
    • Spe­zi­el­le Ein­sich­ten in die Formen
    • Schlüs­sel zum System

Jetzt könn­te man auf die Idee kom­men, alle Mot­tos bzw. Prin­zi­pi­en aus­wen­dig zu ler­nen. Kann man machen. Sie müs­sen aber anhand aus­ge­such­ter, prak­ti­scher Bei­spie­le geübt, und ver­in­ner­licht wer­den. Prak­tisch wer­den sie eher umge­kehrt ange­wen­det: Man lernt WT, und der Leh­rer streut die Kuen-Kuets in klei­nen Dosen dort ein, wo es Sinn macht. Es macht aber auch nix, wenn man als Schü­ler kei­ne Kuen Kuits kennt, und WT “ein­fach so” lernt, in dem man die vor­ge­ge­be­nen Übun­gen macht. Ich mag sie — und sam­me­le sie des­halb auch hier — weil ich sie immer wie­der lese und dar­über reflek­tie­re, und über­le­ge, was sie für die Anwen­dung bedeu­ten und wo sie sich in der prak­ti­schen Aus­übung wie­der finden. 

Sie­he auch… 


Traditionelle Verhaltensregeln

Kuen Kuits zur geis­ti­gen Grund­hal­tung und per­sön­li­chem Ver­hal­ten des Kampf­kunst ausübenden. 

  1. Sau Gay Loot, Soong Sye­ung Moh Duck — Blei­be dis­zi­pli­niert, ver­hal­te dich als Kampf­sport­ler ethisch einwandfrei.
  2. Ming Lai Yee, Ngoy Goke Juen Chun — Prak­ti­zie­re Höf­lich­keit und Recht­schaf­fen­heit, die­ne der Gemein­schaft und respek­tie­re das Wis­sen der Älteren.
  3. Ngoy Toang Hock, Tuen Geet Loke Kwun — Lie­be Dei­ne Mit­schü­ler, hal­tet zusam­men und ver­mei­det Konflikte.
  4. Jeet Sick Yoke Boh Sau Jing Sun — Min­de­re dein Ver­lan­gen und Stre­ben nach kör­per­li­chen Freu­den, bewah­re den rich­ti­gen Geist. 
  5. Kun Leen Jop, Gay But Lay Sun — Übe gewis­sen­haft, erhal­te Dei­ne Fähigkeiten.
  6. Hock Yeung Hay, Gai Lum Dau Jung — Ler­ne spi­ri­tu­el­le Ruhe zu ent­wi­ckeln, hal­te dich von Strei­te­rei­en und Kämp­fen fern.
  7. Sye­ung Chue Sai, Tai Doh Wun Mun — Betei­li­ge Dich an der Gemein­schaft, sei zurück­hal­tend und sanft in dei­ner Art.
  8. Foo Yeuk Siu, Yee Moh Foo Yun — Hilf den schwa­chen und sehr jun­gen, nut­ze dei­ne kämp­fe­ri­schen Fähig­kei­ten zum Woh­le der Menschheit.
  9. Gai Gwong Soy, Hoan Gay Joh Fun — Gib die Tra­di­ti­on wei­ter, bewah­re die­se chi­ne­si­sche Kunst und ihre Verhaltensregeln.

WingTsun Leitsätze

  1. Loy Lau Hui Sung — Kon­trol­lie­re was kommt, ver­fol­ge was geht.
  2. Schnell vor­rü­cken, wenn Hand­kon­takt ver­lo­ren geht — Ist der Weg frei, stoß vor.
  3. Nicht nach­läs­sig wer­den, wenn dein Kon­kur­rent nicht vorrückt.
  4. Bewegt sich der Geg­ner, ändert sich sein Schwer­punkt (Zen­tral­li­nie).
  5. Chum Tscha­an Sau Jone — Sen­ke den Ellen­bo­gen schüt­ze das (eige­ne) Zen­trum. Ver­su­che dich am Zen­trum des Geg­ners auszurichten.
  6. Joong Sin Dui Ying — Sich zum Zen­trum ausrichten.
  7. Mache die ers­te Bewe­gung um zu füh­ren. Angrif­fe ent­spre­chend dem Timing.
  8. Timing wird durch Pra­xis erzielt.
  9. Eine star­ke Hal­tung und eine gute Posi­ti­on ergibt einen Vor­teil gegen­über dei­nem Konkurrenten. 
  10. Auf­merk­sam­keit und der Situa­ti­on anpas­send, erlaubt maxi­ma­le Resul­ta­te mit mini­ma­len Einsatz.
  11. Der Kör­per folgt der Bewe­gung der Hän­de. Die Tail­le und der Stand arbei­ten zusammen.
  12. Ergän­ze die Hand­po­si­tio­nen mit der  Körperhaltung/Struktur um die Zen­tral­li­nie gut benut­zen zu können.
  13. Die Augen und der Ver­stand arbei­ten zusam­men, beach­ten die Spit­ze des Angriffs.
  14. Gehe in den Geg­ner. Über­fo­de­re den Geg­ner durch drei­di­men­sio­na­le oder 3 Bewe­gun­gen gleichzeitig.
  15. Schla­ge in jede Lücke die sich öff­net. Siehst du einen Schat­ten schlag in sei­ne Richtung.
  16. Hüte dich vor ver­steck­ten Angrif­fen, Angrif­fen auf Lücken und unsicht­ba­ren Angrif­fen auf die Zentrallinie.
  17. Wei­che und ent­spann­te Stär­ke bringt dei­nen Geg­ner in Gefahr.
  18. Die Hän­de und die Füße koor­di­nie­ren. Die Bewe­gung ist eins.
  19. Mo Luen Da — Ver­geu­de nicht dei­ne Schlä­ge. Schla­ge nur dann wenn du sicher bist zu tref­fen bzw. dein Schlag einen Nut­zen hat. Zum Bei­spiel die Struk­tur des Geg­ners stört.
  20. Erzwin­ge den Tref­fer (Schlag) nicht.
  21. Hab Selbst­ver­trau­en und dei­ne inne­re Ruhe wird die Situa­ti­on beherrschen.
  22. Beset­ze die inne­ren Tore um tief in die Ver­tei­di­gung einzudringen.
  23. Been­de den Kampf so schnell als möglich.
  24. Die Yin Yang Grund­re­gel soll­te gänz­lich ver­stan­den werden.
  25. Die Theo­rien des Wing Tsun haben kei­ne Gren­zen in ihren Anwendungen.
  26. Blei­be beschei­den wenn du dei­nen Leh­rer um Anlei­tung bittest.
  27. Ver­ste­he die Prin­zi­pi­en für dein Training.
  28. Die Anwen­dun­gen und Tech­ni­ken der Meis­ter unter­schei­den sich.
  29. Yat Fook Yee — Eine Hand (mei­ne) kon­trol­liert zwei (des Gegners).
  30. Ver­tei­di­gung und Angriff kom­men zusammen.
  31. Dik Bat Dung Ngo Bat Dung — Geg­ner geht nicht, ich gehe nicht.
  32. Dik Dung Ngo Dung Sin — Geg­ner geht, ich gehe zuerst.
  33. Saam Jeet Kwut Fat Lek — Die Kraft der 3 Ster­ne. Wenn Hand­ge­lenk, Ellen­bo­gen und Schul­ter schlecht posi­tio­niert sind, ist zB. der Faust­stoss schwach.
  34. Mo Keung Da — Zwin­ge nicht dei­nen Schlag. Nicht durch hin­ein­le­gen unkon­trol­lier­ba­rer Kraft das Tref­fen erzwin­gen wollen.
  35. Saam Dim Yat Sin — Drei Punk­te eine Linie: Knie, Ellen­bo­gen, Steißbein.
  36. Sao Lao Joong Sin — Die Hän­de blei­ben auf der Zentrallinie.
  37. Rich­te dich auf das Zen­trum aus.
  38. Kuen Yao Sum Faat — Die Faust kommt vom Her­zen. Der Schlag ent­springt dem Her­zen. Der Schlag wird von der Zen­tral­l­li­nie aus geführt, sozu­sa­gen vom Her­zen). Ein guter Wing Tsun Kämp­fer ent­wi­ckelt einen eige­nen Stil: Die Indi­vi­dua­li­tät in sei­nem Wing Tsun kommt zum Vorschein.
  39. Kung Yao Ping Yung — Kom­bi­nie­re Hart (dei­ne Stär­ke) und Weich im Kampf. Här­te meint natür­lich nicht steif wer­den, son­dern das es dem Geg­ner ordent­lich weh tut.
  40. Wird der Kopf her­un­ter­ge­drückt, kommt das Ende nach oben.
  41. Wird das Ende her­un­ter­ge­drückt, kommt der Kopf nach oben.
  42. Kon­zen­trie­re dich auf das mitt­le­re Tor.
  43. Lin Siu Dai Da — Gleich­zei­tig­keit von Ver­tei­di­gung und Angriff.
  44. Bo Lay Tao, Dao Fu San, Tiet Kiu Sao — Glass Kopf, Boh­nen-Klum­pen­kör­per und eiser­ne Brü­cken. Der Kopf muss geschützt wer­den, weil er wie Glass ist. Der Kör­per muss beweg­lich sein um Schlä­gen aus­zu­wei­chen. Die Brü­cken sol­len sta­bil in ihrer Struk­tur sein, um in die Struk­tur des Geg­ners ein­bre­chen zu können.

Trainings Sprichwörter 

Die­se Kuen Kuit lie­fern einen klei­nen Über­blick über das Sys­tem. Man sagt ja immer Wing­T­sun ist ein­fach zu erler­nen, aber schwer zu meis­tern — das erfor­dert Hin­ga­be. Da ist was dran. 

  1. Ler­ne alle Stan­dard-Bewe­gun­gen, dass ermög­licht dir spä­ter Varia­tio­nen zu finden.
  2. Eiser­ne kur­ze Brü­cken und schnel­le Schrit­te basie­ren auf einem fes­ten Fun­da­ment — übe den Stand zuerst.
  3. Die Siu Nim Tao schult die inne­re Energie.
  4. Lan Sau in der Chum Kiu ist eine star­ke, kraft­vol­le Technik.
  5. Die Biu Tze ent­hält Notfalltechniken.
  6. Der höl­zer­ne Mann ent­wi­ckelt den rech­ten Gebrauch der Energie.
  7. Phan­ta­sie Tech­ni­ken haben im Chi Sao kei­nen Platz.
  8. Chi Gerk ist untrenn­bar mit dem Ein­bein­stand verbunden.
  9. Die Schrit­te fol­gen dem Dre­hen des Kör­pers, wie eine Katze.
  10. Die Kör­per­hal­tung unter­stützt die Hän­de um den Geg­ner wegzustoßen.
  11. Der Langstock singt nur einmal.
  12. Der Bart Cham Dao ist nichts ebenbürtig.
  13. Ste­ter Vor­wärts­druck und schnel­le anpas­sen­de Angriffe.
  14. Die Augen, die mit Mut strah­len, kön­nen die Situa­ti­on neutralisieren.
  15. Unbe­kann­te Tech­ni­ken sind nicht für das Trai­ning geeignet.
  16. Die die das Sys­tem meis­tern, sind im Kreis von sehr wenigen.

Siebzehn Schlüssel zum WingTsun

Die­se Kuen Kuits beschrei­ben die Eck­pfei­ler, bzw die Essenz des Wing­T­sun.  Sie stel­len die Grund­la­gen dar, aus denen sich alles ent­wi­ckeln sollte: 

  1. Sei grau­sam wenn du kämpfst — Ein­stel­lung zum töten — Schlach­ter­men­ta­li­tät — kein Mitleid.
  2. Sei schnell mit der Faust.
  3. Sei kräf­tig wenn du Ener­gie anwendest.
  4. Sei exakt im Timing.
  5. Schnel­ler Fun Sao (flie­hen­de Hand), nie­mals zögern.
  6. ver­wen­de nie dei­ne gan­ze Stärke.
  7. Schüt­ze dei­ne Struktur.
  8. Sei wach­sam mit den Augen.
  9. Ver­ei­ne dei­ne Tail­le und den Stand.
  10. Koor­di­nie­re dei­ne Hän­de und Füße.
  11. Die Bewe­gun­gen müs­sen flink und flies­send sein.
  12. Die Grund­re­geln von Yin und Yang muss ver­stan­den werden.
  13. Ruhig blei­ben.
  14. Bleib gleich in dei­ner Atmung und Stärke.
  15. Sen­ke dein inne­res Chi.
  16. Zwin­ge dei­nem Geg­ner dei­nen Kampf­stil auf.
  17. Been­de den Kampf so schnell als möglich.

IRAS — Yee Jee Kim Yeung Ma

Kör­per­li­che und geis­ti­ge Hal­tung, die man beim üben des Stan­des ein­neh­men sollte. 

  1. “Auf­neh­men­de” Brust, gera­de­zie­he des Rückens, frei­schwe­ben­de, gera­de Hüfte.
  2. Das Dan­ti­en mit Chi fül­len und die Stär­ke auf alle Kör­per­tei­le verteilen.
  3. Die Knie und die Zehen zei­gen einwärts.
  4. Bil­de eine Pyra­mi­de mit dem Schwer­punkt in der Mitte.
  5. Die Fäus­te wer­den an die Sei­te der Rip­pen gesetzt berüh­ren aber den Kör­per nicht.
  6. Die Ellen­bo­gen, die Schul­tern und die Tail­le sinken.
  7. Den Kopf und den Nacken gera­de hal­ten und den Geist wach­sam halten.
  8. Die Augen sind das Niveau, gera­de­aus schau­en, und in alle Rich­tun­gen aufpassen.
  9. Samm­le dei­nen Geist erhe­be dein Gemüt.
  10. Es gibt kei­ne Furcht, gegen­über dem Feind.
  11. Zei­ge kei­ne Furcht, gegen­über dem Feind.
  12. Yee Jee Kim Yeung Ma ist die Hauptposition.
  13. Sie bil­det das Fun­da­ment für fort­ge­schrit­te­ne Techniken.

Siu Nim Tao

  1. Die Siu Nim Tao kommt zuerst.
  2. Den Fort­schritt im Trai­ning nicht erzwingen.
  3. Ein schwa­cher Kör­per muss mit Stei­ge­rung der Stär­ke beginnen.
  4. Kei­ne schlech­ten Ange­wohn­hei­ten ausbilden.
  5. Um die Balan­ce zwi­schen den Kräf­ten zu behal­ten, den Boden mit den Zehen greifen.
  6. Das Chi aus dem Dan­ti­en frei­zu­ge­ben ermög­licht die kor­rek­te Frei­ga­be der Energie.
  7. Den Ellen­bo­gen sin­ken und die Schul­tern fal­len las­sen; Schüt­zen der Mit­tel­li­nie, um bei­de Flan­ken zu schützen.
  8. Es gibt 108 Bewe­gun­gen, prak­tisch und real. Tau­sen­de Ver­än­de­run­gen kön­nen ver­wen­det wer­den und zie­len auf den prak­ti­schen Gebrauch und nicht die Schönheit.
  9. Das Chi inner­lich ent­wi­ckeln; die Seh­nen, die Kno­chen und die Mus­keln außen ausbilden.
  10. Tan Sao, Bong Sao, Fok Sao, Wu Sao und Huen Sao; ihr Wun­der erschließt sich mit der Praxis.
  11. Dim Dim Ching — Jede Bewe­gung muß klar und deut­lich sein. Das Timing muß beach­tet wer­den. Jede Bewe­gung bis zum Ende aus­zu­füh­ren, bevor die Nächs­te star­tet. Die Bewe­gun­gen sol­len zum Zen­trum gehen: Allei­ne vom eige­nen Zen­trum aus arbei­ten. Bei Part­ner­übun­gen auf das Zen­trum des Part­ners arbeiten.
  12. Ein­mal täg­lich üben, mehr bringt kei­nen Schaden.

Chum Kiu

  1. Chum Kiu bil­det die Posi­ti­on und die Tail­le aus. Die Brü­cken sind stark und der Schritt ist eng (nah).
  2. Die Augen wer­den aus­ge­bil­det, um auf­merk­sam zu sein; das Chi fließt in einer unauf­hör­li­chen Bewegung.
  3. Bemü­he dich in der Bewe­gung ruhig zu blei­ben; ent­span­ne die Mus­keln und löse den Geist.
  4. Das Dre­hen des Stan­des in einer run­den Bewe­gung, erzeugt viel Energie.
  5. Wenn die Brü­cken des Geg­ners dei­ne Brü­cken über­win­den, benut­ze die flie­hen­de Hand, um die Situa­ti­on zu wenden.
  6. Über­que­re die Brü­cken, ohne zu stop­pen, wenn die gegen­sätz­li­chen Kräf­te wirken.
  7. Lan Sau und Jip Sau (“kon­trol­lie­ren der Brü­cke”) setz­ten einen Geg­ner unter gros­sen Druck.
  8. Nie­mals fron­tal mit einem star­ken Geg­ner zusam­men­sto­ßen; bei einem schwa­chen Geg­ner grei­fe fron­tal an.
  9. Bo Joi Yin — Schritt für Schritt dem Schat­ten fol­gen. Den Geg­ner so kon­trol­lie­ren, das es aus­sieht, als kle­be mein Schat­ten an sei­nem. Vor­aus­set­zung ist sich sel­ber kon­trol­lie­ren zu können. 
  10. Ein schnel­ler Kampf soll­te schnell been­det wer­den, ohne Zeit zu verlieren.
  11. Nut­ze die drei Gelen­ke des Armes um ein ein­drin­gen der geg­ne­ri­schen Brü­cke zu ver­hin­dern. Staue die Brü­cke des Geg­ners, um sei­ne Bewe­gung einzuschränken
  12. Baue Brü­cken wo kei­ne sind, reis­se Sie ab so wie sie sind.
  13. Die Brü­cke spürt die Bewe­gun­gen des Geg­ne­ri­schen Kör­pers auf. Wenn die Hän­de nicht vor­herr­schen kön­nen, benut­ze Kör­per­po­si­tio­nen um die Situa­ti­on abzusichern.
  14. Nut­ze kur­ze Kraft um die Brü­cken zu stau­en, kontrolliere/führe die drei Gelenke.
  15. Wie fin­det man die Brü­cken zum Geg­ner? Chum Kiu führt die Weise.
  16. Yee Ying Bong-Sao, Yee Sao Bong Ying — Kör­per gleicht Arme aus, Arme glei­chen den Kör­per aus.
  17. Junk Tung Mah But Tung — Wenn der Ellen­bo­gen sich bewegt, bewegt sich der Stand nicht.
  18. Ma Tung Junk But Tung — Bewegt sich der Stand, bewegt sich der Ellen­bo­gen nicht.
  19. Fan Zee Lek — Wie­der­ge­bo­re­ne Kraft.
  20. Schat­ten­lo­se Tritte.
  21. Wird dein Kör­per bewegt, so bewe­ge dei­ne Bei­ne. Wird dein Bein bewegt, steht der Kör­per still.
  22. Die Höhe der Tech­nik bestimmt immer der Ellen­bo­gen, nicht das Handgelenk.
  23. Gehe über die Brücken.
  24. Sind die Brü­cken besetzt, schlüp­fe drun­ter durch.
  25. War­um über stei­le Berg­hän­ge klet­tern, wenn man durch einen Spalt schlüp­fen kann.
  26. Nase zu Nase Prinzip.

Biu Tze

  1. Chat Jeet Kwut Fat Lek — Die Kraft der sie­ben Sterne.
  2. Pow Jar Lek — Kraft wie eine Explosion.
  3. Yat Dim Kung Kek — Atta­cke auf einen Punkt, Kur­ze Kraft.
  4. Lek Koon Tze — Die Kraft geht durch die Finger.
  5. Da Tau Mo Gerk — Schlag zum Kopf kei­ne Kicks.
  6. Lat Sao Jik Chung — Sind die Hän­de frei, stoß schell gera­de vor. Wich­tig ist: Im Gleich­ge­wicht, locker und sta­bil die eige­nen Kräf­te, und die des Part­ners kon­trol­lie­ren. Die Ener­gie des Part­ners ablen­ken und beim frei­wer­den des Weges schell vorzustoßen.
  7. Fak Sau, Fist — Biu Sao (Gui­de Bridge — füh­ren­den Brü­cken) — die Bewe­gun­gen sind eng koor­di­niert und schwer abzuwehren.
  8. Eisen­fin­ger kön­nen einen lebens­wich­ti­gen Punkt sofort treffen.
  9. Wei­che Ener­gie und die lan­gen Brü­cken schlie­ßen die Distanz.
  10. Das Auge des Phoe­nix kennt kei­ne Gnade.
  11. Die Stu­fen der Ell­bo­gen­stö­ße haben genü­gend bedro­hen­de Energie.
  12. Wie­der­ge­bo­re­ne Kraft und ver­län­gern­de Arm­tech­nik kann in der kur­zen Distanz ver­wen­det wer­den wenn die Situa­ti­on schwie­rig ist um eine Nie­der­la­ge in einem Not­fall zu verhindern.
  13. Die Biu Tze ent­hält Notfalltechniken.
  14. Die Biu Jee ver­lässt nie­mals das Haus!
  15. Wie­vie­le Sifu geben das kor­rek­te Erbe weiter? 

Holzpuppe 

  1. Es gibt 116 Bewe­gun­gen für den höl­zer­nen Mann.
  2. Die wie­der­hol­te Pra­xis übt den kor­rek­ten Gebrauch der Energie.
  3. Die Schrit­te ver­än­dern, und hal­te immer nahen Kon­takt mit dem höl­zer­nen Mann.
  4. Ener­gie fährt vom Her­zen in Rich­tung Zen­tral­li­nie des Mok Yan Chong ab — Oben, unten, vor und zurück, die Bewe­gung ununterbrochen.
  5. (Kraft-) Ver­bes­se­rung kann nicht vor­aus­ge­sagt werden.
  6. Beim Bewe­gen bestän­di­ge Brü­cken zu den Hän­den des höl­zer­nen Mannes.
  7. Adhä­si­ve Ener­gie, wenn sie ein­mal ent­wi­ckelt ist, ist eine bedro­hen­de Kraft.
  8. Ener­gie kann in der beab­sich­tig­ten Wei­se frei­ge­ge­ben werden.
  9. Wenn der Gebrauch der Lini­en und der Posi­ti­on kor­rekt ist, ist es unwahr­schein­lich besiegt zu werden.

Allgemeine Kuen Kuits 

  1. Bat Tam Da, Bat Wai Da — Hab kei­ne Angst vor Treffern.
  2. Wai Da Jone Shui Da — Kämp­fe auch wenn du einen Tref­fer fürchtest.
  3. Bong Sao But Lau Kiu — Bong Sau steht nie still.
  4. Nicht der der zuerst beginnt; son­dern der der zuerst ankommt ist erster.
  5. Ver­schie­de­ne Schü­ler vom glei­chen Leh­rer unter­schei­den sich in ihren Fähigkeiten.
  6. Das fan­gen der Brü­cken ver­schafft dir Vorteile.
  7. Wenn man meh­re­ren Kon­kur­ren­ten gegen­über­steht, ist es ein­fach, die Situa­ti­on zu führen.
  8. Jage nicht die Brü­cken des Geg­ners, all­zu leicht wirst du geführt.
  9. Stauchst du die Brü­cken, ach­te auf Zug.
  10. Das Ler­nen der Tech­ni­ken, ohne die Fähig­kei­ten zu ent­wi­ckeln, führt nie zur Vollendung.
  11. Das Idea­le in der Kampf­kunst ist huma­ni­tär. Die Voll­endung kommt mit Gewis­sen­haf­tig­keit ans Ziel.
  12. Über­schrei­tet der Geg­ner dei­ne Brü­cken, dreh den Stand.
  13. Schla­gen, wenn du soll­test. Nicht Schla­gen, wenn du nicht solltest.
  14. Hart­nä­cki­ge Angrif­fe ver­schaf­fen dir Zugang. Das Ver­har­ren in der Defen­si­ve bringt dich in Schwierigkeiten.
  15. Ein Schlag kommt vom Herzen.
  16. Ein Kick fehlt nicht.
  17. Der Stock singt nur einmal.
  18. Die Ener­gie wird in den Gelen­ken erzeugt. Stär­ke ent­steht in den Fersen.
  19. Geist mit dem Ver­stand spei­chern. Bewe­ge das Chi mit dem Geist. Stär­ke mit Chi anwen­den. Ener­gie mit Stär­ke erzeugen.
  20. Kein Scha­den ent­steht, wenn Chi natür­lich ernährt wird. Ener­gie kann gespei­chert wer­den, wenn du spar­sam bist.
  21. Das Chi kommt aus dem Dan­ti­en und fließt die Tail­le, die Schen­kel und die Rück­sei­te entlang.
  22. Kennst du dei­nen Geg­ner und kennst du dich gewinnst du immer.
  23. Unter­schät­ze nie­mals dei­nen Feind.
  24. Der Geg­ner erkennt dich nicht, aber du kennst den Feind.
  25. Gehe mit dei­nem Geg­ner um ihn zu überwinden.
  26. Glä­ser­ner Kopf, Baum­wol­le Bauch und Eiser­ne Brücken.
  27. Ist dei­ne Brü­cke hin­ter den drei Ster­nen, triffst du überall.
  28. Gehe über die Brü­cken, staue die Brü­cken des Gegners.
  29. Baue Brü­cken wo kei­ne sind, reis­se Sie ab sowie sie kommen.
  30. Den Unter­schied zwi­schen Yin und Yang ken­nen, real und Schein. Jede vor­han­de­ne Gele­gen­heit nutzen.
  31. Klebst du am Geg­ner wäh­rend du dei­ne Hand­pos­ti­on ver­än­derst, zeugt es von guter Kon­trol­le der Situation.
  32. Klebst du am Geg­ner und ver­suchst dei­ne Hand zu ver­schie­ben kann das nicht das beab­sich­tig­te Resul­tat produzieren.
  33. Erken­ne dei­ne Grenzen.
  34. Die Knie füh­ren die Posi­ti­on. Die Tail­le ver­bin­det den Kör­per. Wohin der Ver­stand geht, dort­hin gehen die Augen, und die Hän­de und Füße folgen.
  35. Blei­be ruhig in der Hit­ze des Gefechts. Locke­re die Mus­kel und den Verstand.
  36. Schlie­ße den Kas­ten beschla­ge die Wände.
  37. Die drei Schre­cken des Wing Chun sind der Tan Sau, Bong Sau und Fok Sau.
  38. Füße und Hän­de arbei­ten zusam­men, und der Angriff kommt ins Ziel.
  39. Mit roher Kraft gewinnst du nichts, wenn dein Geg­ner aus dem sel­ben Stil kommt.
  40. Wenn die Tail­le mit dem Kör­per eins ist, kann Unmen­gen Ener­gie erzeugt werden.
  41. In einem Kampf erwar­te kein Mitleid.
  42. Die Keh­le zu grei­fen ist eine unbarm­her­zi­ge Tech­nik. Sobald begon­nen, gibt es kein zurück.
  43. Die Spei­che­rung von Ener­gie ähnelt dem Zie­hen eines Bogens. Ener­gie frei­zu­ge­ben ist wie das Schie­ßen eines Pfeiles.
  44. Kreis­för­mig und gera­de beglei­ten sich. Ver­bo­gen und gera­de ergän­zen einander.
  45. Extre­me Weich­heit ermög­licht es einem, hart zu sein. Extrem weich ermög­licht es einem, beweg­lich zu sein.
  46. Den Ver­stand anwei­sen, um Geist, nicht Chi, im Kör­per zu spei­chern. Andern­falls führt es zu Träg­heit. Kei­ne Ener­gie wird erhal­ten, wenn sie mit Chi durch­setzt wird.
  47. Kein Schritt gleicht dem ande­ren. Hän­de und Füße soll­ten koor­di­niert werden.
  48. Unsicht­ba­re Lage. Unsicht­ba­rer Stoß.
  49. Solan­ge du an dei­nem Geg­ner klebst, ist es unwahr­schein­lich zu verlieren.
  50. Eine gut aus­ge­bil­de­te Tail­le kann den Ver­lust der Balan­ce verhindern.
  51. Hand­tech­ni­ken müs­sen der Yin Yang Grund­re­gel fol­gen. Stär­ke muß mit inne­rer Ener­gie ange­wen­det werden.
  52. Für jeden Angriff gibt es eine Gegenattacke.
  53. Schnel­le Bewe­gun­gen sind hart. Rein­ge­hen, wenn der Kon­kur­rent verlangsamt.
  54. Kicks ver­lie­ren neun­mal von zehn.
  55. Die Füße sind wie Räder und die Hän­de wie Pfeile.
  56. Eine Hand, die für den Angriff benutzt wird, dient auch zum abwehren.
  57. Nicht mit einer star­ken Brü­cke zusam­men­sto­ßen. Geh ihr aus dem Weg und gehe zum Angriff über.
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