Kuen Kuits im WingTsun

Zuletzt geändert: 25. Oktober 2020
Geschätzte Lesezeit: 9 min
  • Kuen Kuit — kan­tone­sisch, Kampflieder, Faustlieder, Worte der Weisheit, kleine Merk­sätze, Esels­brück­en.
  • Enthal­ten in mehr oder weniger gereimter/ ver­schlüs­sel­ter Form die Merk­male der Kampfkun­st
  • Manche der Kuen Kuits sind all­ge­meinge­bräuch­liche Konzepte, und in anderen Kampfkün­sten bekan­nt. Viele davon stam­men aus Klas­sik­ern der chi­ne­sis­chen Lit­er­atur wie zb. Sun­zi — Die Kun­st des Krieges.
  • Wur­den in mündlich­er Form von Gen­er­a­tion zu Gen­er­a­tion bis in die heutige Zeit weit­ergegeben
  • Sind ein Stück Kampfkun­stkul­tur
  • Im Laufe der Zeit wur­den sie geän­dert, vere­in­facht oder unpassende ver­wor­fen
  • Es sind
    • Ver­hal­tensregeln
    • All­ge­me­ingültige Leit­sätze
    • Spezielle Ein­sicht­en in die For­men
    • Schlüs­sel zum Sys­tem

Jet­zt kön­nte man auf die Idee kom­men, alle Mot­tos bzw. Prinzip­i­en auswendig zu ler­nen. Kann man machen. Sie müssen aber anhand aus­ge­suchter, prak­tis­ch­er Beispiele geübt, und verin­ner­licht wer­den. Prak­tisch wer­den sie eher umgekehrt angewen­det: Man lernt WT, und der Lehrer streut die Kuen-Kuets in kleinen Dosen dort ein, wo es Sinn macht. Es macht aber auch nix, wenn man als Schüler keine Kuen Kuits ken­nt, und WT “ein­fach so” lernt, in dem man die vorgegebe­nen Übun­gen macht. Ich mag sie — und sam­mele sie deshalb auch hier — weil ich sie immer wieder lese und darüber reflek­tiere, und über­lege, was sie für die Anwen­dung bedeuten und wo sie sich in der prak­tis­chen Ausübung wieder find­en.

Siehe auch…


Traditionelle Verhaltensregeln

Kuen Kuits zur geisti­gen Grund­hal­tung und per­sön­lichem Ver­hal­ten des Kampfkun­st ausüben­den.

  1. Sau Gay Loot, Soong Sye­ung Moh Duck — Bleibe diszi­plin­iert, ver­halte dich als Kampf­s­portler ethisch ein­wand­frei.
  2. Ming Lai Yee, Ngoy Goke Juen Chun — Prak­tiziere Höflichkeit und Rechtschaf­fen­heit, diene der Gemein­schaft und respek­tiere das Wis­sen der Älteren.
  3. Ngoy Toang Hock, Tuen Geet Loke Kwun — Liebe Deine Mitschüler, hal­tet zusam­men und ver­mei­det Kon­flik­te.
  4. Jeet Sick Yoke Boh Sau Jing Sun — Min­dere dein Ver­lan­gen und Streben nach kör­per­lichen Freuden, bewahre den richti­gen Geist.  
  5. Kun Leen Jop, Gay But Lay Sun — Übe gewis­senhaft, erhalte Deine Fähigkeit­en.
  6. Hock Yeung Hay, Gai Lum Dau Jung — Lerne spir­ituelle Ruhe zu entwick­eln, halte dich von Stre­it­ereien und Kämpfen fern.
  7. Sye­ung Chue Sai, Tai Doh Wun Mun — Beteilige Dich an der Gemein­schaft, sei zurück­hal­tend und san­ft in dein­er Art.
  8. Foo Yeuk Siu, Yee Moh Foo Yun — Hilf den schwachen und sehr jun­gen, nutze deine kämpferischen Fähigkeit­en zum Wohle der Men­schheit.
  9. Gai Gwong Soy, Hoan Gay Joh Fun — Gib die Tra­di­tion weit­er, bewahre diese chi­ne­sis­che Kun­st und ihre Ver­hal­tensregeln.

WingTsun Leitsätze

  1. Loy Lau Hui Sung — Kon­trol­liere was kommt, ver­folge was geht.
  2. Schnell vor­rück­en, wenn Hand­kon­takt ver­loren geht — Ist der Weg frei, stoß vor.
  3. Nicht nach­läs­sig wer­den, wenn dein Konkur­rent nicht vor­rückt.
  4. Bewegt sich der Geg­n­er, ändert sich sein Schw­er­punkt (Zen­trallinie).
  5. Chum Tschaan Sau Jone — Senke den Ellen­bo­gen schütze das (eigene) Zen­trum. Ver­suche dich am Zen­trum des Geg­n­ers auszuricht­en.
  6. Joong Sin Dui Ying — Sich zum Zen­trum aus­richt­en.
  7. Mache die erste Bewe­gung um zu führen. Angriffe entsprechend dem Tim­ing.
  8. Tim­ing wird durch Prax­is erzielt.
  9. Eine starke Hal­tung und eine gute Posi­tion ergibt einen Vorteil gegenüber deinem Konkur­renten. 
  10. Aufmerk­samkeit und der Sit­u­a­tion anpassend, erlaubt max­i­male Resul­tate mit min­i­malen Ein­satz.
  11. Der Kör­p­er fol­gt der Bewe­gung der Hände. Die Taille und der Stand arbeit­en zusam­men.
  12. Ergänze die Hand­po­si­tio­nen mit der  Körperhaltung/Struktur um die Zen­trallinie gut benutzen zu kön­nen.
  13. Die Augen und der Ver­stand arbeit­en zusam­men, beacht­en die Spitze des Angriffs.
  14. Gehe in den Geg­n­er. Über­fodere den Geg­n­er durch drei­di­men­sion­ale oder 3 Bewe­gun­gen gle­ichzeit­ig.
  15. Schlage in jede Lücke die sich öffnet. Siehst du einen Schat­ten schlag in seine Rich­tung.
  16. Hüte dich vor ver­steck­ten Angrif­f­en, Angrif­f­en auf Lück­en und unsicht­baren Angrif­f­en auf die Zen­trallinie.
  17. Weiche und entspan­nte Stärke bringt deinen Geg­n­er in Gefahr.
  18. Die Hände und die Füße koor­dinieren. Die Bewe­gung ist eins.
  19. Mo Luen Da — Vergeude nicht deine Schläge. Schlage nur dann wenn du sich­er bist zu tre­f­fen bzw. dein Schlag einen Nutzen hat. Zum Beispiel die Struk­tur des Geg­n­ers stört.
  20. Erzwinge den Tre­f­fer (Schlag) nicht.
  21. Hab Selb­stver­trauen und deine innere Ruhe wird die Sit­u­a­tion beherrschen.
  22. Beset­ze die inneren Tore um tief in die Vertei­di­gung einzu­drin­gen.
  23. Beende den Kampf so schnell als möglich.
  24. Die Yin Yang Grun­dregel sollte gän­zlich ver­standen wer­den.
  25. Die The­o­rien des Wing Tsun haben keine Gren­zen in ihren Anwen­dun­gen.
  26. Bleibe beschei­den wenn du deinen Lehrer um Anleitung bittest.
  27. Ver­ste­he die Prinzip­i­en für dein Train­ing.
  28. Die Anwen­dun­gen und Tech­niken der Meis­ter unter­schei­den sich.
  29. Yat Fook Yee — Eine Hand (meine) kon­trol­liert zwei (des Geg­n­ers).
  30. Vertei­di­gung und Angriff kom­men zusam­men.
  31. Dik Bat Dung Ngo Bat Dung — Geg­n­er geht nicht, ich gehe nicht.
  32. Dik Dung Ngo Dung Sin — Geg­n­er geht, ich gehe zuerst.
  33. Saam Jeet Kwut Fat Lek — Die Kraft der 3 Sterne. Wenn Handge­lenk, Ellen­bo­gen und Schul­ter schlecht posi­tion­iert sind, ist zB. der Faust­stoss schwach.
  34. Mo Keung Da — Zwinge nicht deinen Schlag. Nicht durch hinein­le­gen unkon­trol­lier­bar­er Kraft das Tre­f­fen erzwin­gen wollen.
  35. Saam Dim Yat Sin — Drei Punk­te eine Lin­ie: Knie, Ellen­bo­gen, Steißbein.
  36. Sao Lao Joong Sin — Die Hände bleiben auf der Zen­trallinie.
  37. Richte dich auf das Zen­trum aus.
  38. Kuen Yao Sum Faat — Die Faust kommt vom Herzen. Der Schlag entspringt dem Herzen. Der Schlag wird von der Zen­tral­llinie aus geführt, sozusagen vom Herzen). Ein guter Wing Tsun Kämpfer entwick­elt einen eige­nen Stil: Die Indi­vid­u­al­ität in seinem Wing Tsun kommt zum Vorschein.
  39. Kung Yao Ping Yung — Kom­biniere Hart (deine Stärke) und Weich im Kampf. Härte meint natür­lich nicht steif wer­den, son­dern das es dem Geg­n­er ordentlich weh tut.
  40. Wird der Kopf herun­terge­drückt, kommt das Ende nach oben.
  41. Wird das Ende herun­terge­drückt, kommt der Kopf nach oben.
  42. Konzen­triere dich auf das mit­tlere Tor.
  43. Lin Siu Dai Da — Gle­ichzeit­igkeit von Vertei­di­gung und Angriff.
  44. Bo Lay Tao, Dao Fu San, Tiet Kiu Sao — Glass Kopf, Bohnen-Klumpenkör­p­er und eis­erne Brück­en. Der Kopf muss geschützt wer­den, weil er wie Glass ist. Der Kör­p­er muss beweglich sein um Schlä­gen auszuwe­ichen. Die Brück­en sollen sta­bil in ihrer Struk­tur sein, um in die Struk­tur des Geg­n­ers ein­brechen zu kön­nen.

Trainings Sprichwörter 

Diese Kuen Kuit liefern einen kleinen Überblick über das Sys­tem. Man sagt ja immer WingT­sun ist ein­fach zu erler­nen, aber schw­er zu meis­tern — das erfordert Hingabe. Da ist was dran.

  1. Lerne alle Stan­dard-Bewe­gun­gen, dass ermöglicht dir später Vari­a­tio­nen zu find­en.
  2. Eis­erne kurze Brück­en und schnelle Schritte basieren auf einem fes­ten Fun­da­ment — übe den Stand zuerst.
  3. Die Siu Nim Tao schult die innere Energie.
  4. Lan Sau in der Chum Kiu ist eine starke, kraftvolle Tech­nik.
  5. Die Biu Tze enthält Not­fall­tech­niken.
  6. Der hölz­erne Mann entwick­elt den recht­en Gebrauch der Energie.
  7. Phan­tasie Tech­niken haben im Chi Sao keinen Platz.
  8. Chi Gerk ist untrennbar mit dem Ein­be­in­stand ver­bun­den.
  9. Die Schritte fol­gen dem Drehen des Kör­pers, wie eine Katze.
  10. Die Kör­per­hal­tung unter­stützt die Hände um den Geg­n­er wegzus­toßen.
  11. Der Lang­stock singt nur ein­mal.
  12. Der Bart Cham Dao ist nichts eben­bür­tig.
  13. Steter Vor­wärts­druck und schnelle anpassende Angriffe.
  14. Die Augen, die mit Mut strahlen, kön­nen die Sit­u­a­tion neu­tral­isieren.
  15. Unbekan­nte Tech­niken sind nicht für das Train­ing geeignet.
  16. Die die das Sys­tem meis­tern, sind im Kreis von sehr weni­gen.

Siebzehn Schlüssel zum WingTsun

Diese Kuen Kuits beschreiben die Eckpfeil­er, bzw die Essenz des WingT­sun.  Sie stellen die Grund­la­gen dar, aus denen sich alles entwick­eln sollte:

  1. Sei grausam wenn du kämpf­st — Ein­stel­lung zum töten — Schlachter­men­tal­ität — kein Mitleid.
  2. Sei schnell mit der Faust.
  3. Sei kräftig wenn du Energie anwen­d­est.
  4. Sei exakt im Tim­ing.
  5. Schneller Fun Sao (fliehende Hand), niemals zögern.
  6. ver­wende nie deine ganze Stärke.
  7. Schütze deine Struk­tur.
  8. Sei wach­sam mit den  Augen.
  9. Vere­ine deine Taille und den Stand.
  10. Koor­diniere deine Hände und Füße.
  11. Die Bewe­gun­gen müssen flink und fliessend sein.
  12. Die Grun­dregeln von Yin und Yang muss ver­standen wer­den.
  13. Ruhig bleiben.
  14. Bleib gle­ich in dein­er Atmung und Stärke.
  15. Senke dein inneres Chi.
  16. Zwinge deinem Geg­n­er deinen Kampf­stil auf.
  17. Beende den Kampf so schnell als möglich.

IRAS — Yee Jee Kim Yeung Ma

Kör­per­liche und geistige Hal­tung, die man beim üben des Standes ein­nehmen sollte. 

  1. “Aufnehmende” Brust, ger­adeziehe des Rück­ens, freis­chwebende, ger­ade  Hüfte.
  2. Das Dantien mit Chi füllen und die Stärke auf alle Kör­perteile verteilen.
  3. Die Knie und die Zehen zeigen ein­wärts.
  4. Bilde eine Pyra­mide mit dem Schw­er­punkt in der Mitte.
  5. Die Fäuste wer­den an die Seite der Rip­pen geset­zt berühren aber den Kör­p­er nicht.
  6. Die Ellen­bo­gen, die Schul­tern und die Taille sinken.
  7. Den Kopf und den Nack­en ger­ade hal­ten und den Geist wach­sam hal­ten.
  8. Die Augen sind das Niveau, ger­adeaus schauen, und in alle Rich­tun­gen auf­passen.
  9. Samm­le deinen Geist erhebe dein Gemüt.
  10. Es gibt keine Furcht, gegenüber dem Feind.
  11. Zeige keine Furcht, gegenüber dem Feind.
  12. Yee Jee Kim Yeung Ma ist die Haupt­po­si­tion.
  13. Sie bildet das Fun­da­ment für fort­geschrit­tene Tech­niken.

Siu Nim Tao

  1. Die Siu Nim Tao kommt zuerst.
  2. Den Fortschritt im Train­ing nicht erzwin­gen.
  3. Ein schwach­er Kör­p­er muss mit Steigerung der Stärke begin­nen.
  4. Keine schlecht­en Ange­wohn­heit­en aus­bilden.
  5. Um die Bal­ance zwis­chen den Kräften zu behal­ten, den Boden mit den Zehen greifen.
  6. Das Chi aus dem Dantien freizugeben ermöglicht die kor­rek­te Freiga­be der Energie.
  7. Den Ellen­bo­gen sinken und die Schul­tern fall­en lassen; Schützen der Mit­tellinie, um bei­de Flanken zu schützen.
  8. Es gibt 108 Bewe­gun­gen, prak­tisch und real. Tausende Verän­derun­gen kön­nen ver­wen­det wer­den und zie­len auf den prak­tis­chen Gebrauch und nicht die Schön­heit.
  9. Das Chi inner­lich entwick­eln; die Sehnen, die Knochen und die Muskeln außen aus­bilden.
  10. Tan Sao, Bong Sao, Fok Sao, Wu Sao und Huen Sao; ihr Wun­der erschließt sich mit der Prax­is.
  11. Dim Dim Ching — Jede Bewe­gung muß klar und deut­lich sein. Das Tim­ing muß beachtet wer­den. Jede Bewe­gung bis zum Ende auszuführen, bevor die Näch­ste startet. Die Bewe­gun­gen sollen zum Zen­trum gehen: Alleine vom eige­nen Zen­trum aus arbeit­en. Bei Part­nerübun­gen auf das Zen­trum des Part­ners arbeit­en.
  12. Ein­mal täglich üben, mehr bringt keinen Schaden.

Chum Kiu

  1. Chum Kiu bildet die Posi­tion und die Taille aus. Die Brück­en sind stark und der Schritt ist eng (nah).
  2. Die Augen wer­den aus­ge­bildet, um aufmerk­sam zu sein; das Chi fließt in ein­er unaufhör­lichen Bewe­gung.
  3. Bemühe dich in der Bewe­gung ruhig zu bleiben; entspanne die Muskeln und löse den Geist.
  4. Das Drehen des Standes in ein­er run­den Bewe­gung, erzeugt viel Energie.
  5. Wenn die Brück­en des Geg­n­ers deine Brück­en über­winden, benutze die fliehende Hand, um die Sit­u­a­tion zu wen­den.
  6. Über­quere die Brück­en, ohne zu stop­pen, wenn die gegen­sät­zlichen Kräfte wirken.
  7. Lan Sau und Jip Sau (“kon­trol­lieren der Brücke”) set­zten einen Geg­n­er unter grossen Druck.
  8. Niemals frontal mit einem starken Geg­n­er zusam­men­stoßen; bei einem schwachen Geg­n­er greife frontal an.
  9. Bo Joi Yin — Schritt für Schritt dem Schat­ten fol­gen. Den Geg­n­er so kon­trol­lieren, das es aussieht, als klebe mein Schat­ten an seinem. Voraus­set­zung ist sich sel­ber kon­trol­lieren zu kön­nen. 
  10. Ein schneller Kampf sollte schnell been­det wer­den, ohne Zeit zu ver­lieren.
  11. Nutze die drei Gelenke des Armes um ein ein­drin­gen der geg­ner­ischen Brücke zu ver­hin­dern. Staue die Brücke des Geg­n­ers, um seine Bewe­gung einzuschränken
  12. Baue Brück­en wo keine sind, reisse Sie ab so wie sie sind.
  13. Die Brücke spürt die Bewe­gun­gen des Geg­ner­ischen Kör­pers auf. Wenn die Hände nicht vorherrschen kön­nen, benutze Kör­per­po­si­tio­nen um die Sit­u­a­tion abzu­sich­ern.
  14. Nutze kurze Kraft um die Brück­en zu stauen, kontrolliere/führe die drei Gelenke.
  15. Wie find­et man die Brück­en zum Geg­n­er? Chum Kiu führt die Weise.
  16. Yee Ying Bong-Sao, Yee Sao Bong Ying — Kör­p­er gle­icht Arme aus, Arme gle­ichen den Kör­p­er aus.
  17. Junk Tung Mah But Tung — Wenn der Ellen­bo­gen sich bewegt, bewegt sich der Stand nicht.
  18. Ma Tung Junk But Tung — Bewegt sich der Stand, bewegt sich der Ellen­bo­gen nicht.
  19. Fan Zee Lek — Wiederge­borene Kraft.
  20. Schat­ten­lose Tritte.
  21. Wird dein Kör­p­er bewegt, so bewege deine Beine. Wird dein Bein bewegt, ste­ht der Kör­p­er still.
  22. Die Höhe der Tech­nik bes­timmt immer der Ellen­bo­gen, nicht das Handge­lenk.
  23. Gehe über die Brück­en.
  24. Sind die Brück­en beset­zt, schlüpfe drunter durch.
  25. Warum über steile Berghänge klet­tern, wenn man durch einen Spalt schlüpfen kann.
  26. Nase zu Nase Prinzip.

Biu Tze

  1. Chat Jeet Kwut Fat Lek — Die Kraft der sieben Sterne.
  2. Pow Jar Lek — Kraft wie eine Explo­sion.
  3. Yat Dim Kung Kek — Attacke auf einen Punkt, Kurze Kraft.
  4. Lek Koon Tze — Die Kraft geht durch die Fin­ger.
  5. Da Tau Mo Gerk — Schlag zum Kopf keine Kicks.
  6. Lat Sao Jik Chung — Sind die Hände frei, stoß schell ger­ade vor. Wichtig ist: Im Gle­ichgewicht, lock­er und sta­bil die eige­nen Kräfte, und die des Part­ners kon­trol­lieren. Die Energie des Part­ners ablenken und beim frei­w­er­den des Weges schell vorzus­toßen.
  7. Fak Sau, Fist — Biu Sao (Guide Bridge — führen­den Brück­en) — die Bewe­gun­gen sind eng koor­diniert und schw­er abzuwehren.
  8. Eisen­fin­ger kön­nen einen lebenswichti­gen Punkt sofort tre­f­fen.
  9. Weiche Energie und die lan­gen Brück­en schließen die Dis­tanz.
  10. Das Auge des Phoenix ken­nt keine Gnade.
  11. Die Stufen der Ell­bo­gen­stöße haben genü­gend bedro­hende Energie.
  12. Wiederge­borene Kraft und ver­längernde Armtech­nik kann in der kurzen Dis­tanz ver­wen­det wer­den wenn die Sit­u­a­tion schwierig ist um eine Nieder­lage in einem Not­fall zu ver­hin­dern.
  13. Die Biu Tze enthält Not­fall­tech­niken.
  14. Die Biu Jee ver­lässt niemals das Haus!
  15. Wieviele Sifu geben das kor­rek­te Erbe weit­er? 

Holzpuppe 

  1. Es gibt 116 Bewe­gun­gen für den hölz­er­nen Mann.
  2. Die wieder­holte Prax­is übt den kor­rek­ten Gebrauch der Energie.
  3. Die Schritte verän­dern, und halte immer nahen Kon­takt mit dem hölz­er­nen Mann.
  4. Energie fährt vom Herzen in Rich­tung Zen­trallinie des Mok Yan Chong ab — Oben, unten, vor und zurück, die Bewe­gung unun­ter­brochen.
  5. (Kraft-) Verbesserung kann nicht voraus­ge­sagt wer­den.
  6. Beim Bewe­gen beständi­ge Brück­en zu den Hän­den des hölz­er­nen Mannes.
  7. Adhä­sive Energie, wenn sie ein­mal entwick­elt ist, ist eine bedro­hende Kraft.
  8. Energie kann in der beab­sichtigten Weise freigegeben wer­den.
  9. Wenn der Gebrauch der Lin­ien und der Posi­tion kor­rekt ist, ist es unwahrschein­lich besiegt zu wer­den.

Allgemeine Kuen Kuits 

  1. Bat Tam Da, Bat Wai Da — Hab keine Angst vor Tre­f­fern.
  2. Wai Da Jone Shui Da — Kämpfe auch wenn du einen Tre­f­fer fürcht­est.
  3. Bong Sao But Lau Kiu — Bong Sau ste­ht nie still.
  4. Nicht der der zuerst begin­nt; son­dern der der zuerst ankommt ist erster.
  5. Ver­schiedene Schüler vom gle­ichen Lehrer unter­schei­den sich in ihren Fähigkeit­en.
  6. Das fan­gen der Brück­en ver­schafft dir Vorteile.
  7. Wenn man mehreren Konkur­renten gegenüber­ste­ht, ist es ein­fach, die Sit­u­a­tion zu führen.
  8. Jage nicht die Brück­en des Geg­n­ers, allzu leicht wirst du geführt.
  9. Stauchst du die Brück­en, achte auf Zug.
  10. Das Ler­nen der Tech­niken, ohne die Fähigkeit­en zu entwick­eln, führt nie zur Vol­len­dung.
  11. Das Ide­ale in der Kampfkun­st ist human­itär. Die Vol­len­dung kommt mit Gewis­senhaftigkeit ans Ziel.
  12. Über­schre­it­et der Geg­n­er deine Brück­en, dreh den Stand.
  13. Schla­gen, wenn du soll­test. Nicht Schla­gen, wenn du nicht soll­test.
  14. Hart­näck­ige Angriffe ver­schaf­fen dir Zugang. Das Ver­har­ren in der Defen­sive bringt dich in Schwierigkeit­en.
  15. Ein Schlag kommt vom Herzen.
  16. Ein Kick fehlt nicht.
  17. Der Stock singt nur ein­mal.
  18. Die Energie wird in den Gelenken erzeugt. Stärke entste­ht in den Fersen.
  19. Geist mit dem Ver­stand spe­ich­ern. Bewege das Chi mit dem Geist. Stärke mit Chi anwen­den. Energie mit Stärke erzeu­gen.
  20. Kein Schaden entste­ht, wenn Chi natür­lich ernährt wird. Energie kann gespe­ichert wer­den, wenn du sparsam bist.
  21. Das Chi kommt aus dem Dantien und fließt die Taille, die Schenkel und die Rück­seite ent­lang.
  22. Kennst du deinen Geg­n­er und kennst du dich gewinnst du immer.
  23. Unter­schätze niemals deinen Feind.
  24. Der Geg­n­er erken­nt dich nicht, aber du kennst den Feind.
  25. Gehe mit deinem Geg­n­er um ihn zu über­winden.
  26. Gläsern­er Kopf, Baum­wolle Bauch und Eis­erne Brück­en.
  27. Ist deine Brücke hin­ter den drei Ster­nen, triff­st du über­all.
  28. Gehe über die Brück­en, staue die Brück­en des Geg­n­ers.
  29. Baue Brück­en wo keine sind, reisse Sie ab sowie sie kom­men.
  30. Den Unter­schied zwis­chen Yin und Yang ken­nen, real und Schein. Jede vorhan­dene Gele­gen­heit nutzen.
  31. Kleb­st du am Geg­n­er während du deine Hand­pos­tion verän­der­st, zeugt es von guter Kon­trolle der Sit­u­a­tion.
  32. Kleb­st du am Geg­n­er und ver­suchst deine Hand zu ver­schieben kann das nicht das beab­sichtigte Resul­tat pro­duzieren.
  33. Erkenne deine Gren­zen.
  34. Die Knie führen die Posi­tion. Die Taille verbindet den Kör­p­er. Wohin der Ver­stand geht, dor­thin gehen die Augen, und die Hände und Füße fol­gen.
  35. Bleibe ruhig in der Hitze des Gefechts. Lockere die Muskel und den Ver­stand.
  36. Schließe den Kas­ten beschlage die Wände.
  37. Die drei Schreck­en des Wing Chun sind der Tan Sau, Bong Sau und Fok Sau.
  38. Füße und Hände arbeit­en zusam­men, und der Angriff kommt ins Ziel.
  39. Mit roher Kraft gewinnst du nichts, wenn dein Geg­n­er aus dem sel­ben Stil kommt.
  40. Wenn die Taille mit dem Kör­p­er eins ist, kann Unmen­gen Energie erzeugt wer­den.
  41. In einem Kampf erwarte kein Mitleid.
  42. Die Kehle zu greifen ist eine unbarmherzige Tech­nik. Sobald begonnen, gibt es kein zurück.
  43. Die Spe­icherung von Energie ähnelt dem Ziehen eines Bogens. Energie freizugeben ist wie das Schießen eines Pfeiles.
  44. Kre­is­för­mig und ger­ade begleit­en sich. Ver­bo­gen und ger­ade ergänzen einan­der.
  45. Extreme Weich­heit ermöglicht es einem, hart zu sein. Extrem weich ermöglicht es einem, beweglich zu sein.
  46. Den Ver­stand anweisen, um Geist, nicht Chi, im Kör­p­er zu spe­ich­ern. Andern­falls führt es zu Trägheit. Keine Energie wird erhal­ten, wenn sie mit Chi durch­set­zt wird.
  47. Kein Schritt gle­icht dem anderen. Hände und Füße soll­ten koor­diniert wer­den.
  48. Unsicht­bare Lage. Unsicht­bar­er Stoß.
  49. Solange du an deinem Geg­n­er kleb­st, ist es unwahrschein­lich zu ver­lieren.
  50. Eine gut aus­ge­bildete Taille kann den Ver­lust der Bal­ance ver­hin­dern.
  51. Handtech­niken müssen der Yin Yang Grun­dregel fol­gen. Stärke muß mit inner­er Energie angewen­det wer­den.
  52. Für jeden Angriff gibt es eine Gegenat­tacke.
  53. Schnelle Bewe­gun­gen sind hart. Reinge­hen, wenn der Konkur­rent ver­langsamt.
  54. Kicks ver­lieren neun­mal von zehn.
  55. Die Füße sind wie Räder und die Hände wie Pfeile.
  56. Eine Hand, die für den Angriff benutzt wird, dient auch zum abwehren.
  57. Nicht mit ein­er starken Brücke zusam­men­stoßen. Geh ihr aus dem Weg und gehe zum Angriff über.
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