Komplementärfarben & Kontraste in der Malerei

Zuletzt geändert: 1. Mai 2021
Geschätzte Lesezeit: 7 min

Es gibt eine Men­ge Kon­tras­te in der Male­rei, die ich hier mal zusam­men fas­se, und nach­fol­gend näher betrachte: 

  1. Kom­ple­men­tär­kon­trast
  2. Simul­tan­kon­trast
  3. Warm-Kalt-Kon­trast
  4. Bunt­kon­trast (Far­be-an-sich)
  5. Hell-Dun­kel-Kon­trast
  6. Qua­li­täts­kon­trast
  7. Bunt-Unbunt-Kon­trast
  8. Quan­ti­täts­kon­trast

Farben & Komplementärfarben

Alles beginnt mit den Far­ben, und deren Kom­ple­men­tär­far­ben. Man unter­schei­det in der Farbenlehre… 

  • Pri­mär­far­ben sind die Grund­far­ben: Rot, Gelb, Blau
  • Sekun­där­far­ben ent­ste­hen durch die Mischung der Pri­mär­far­ben: Grün, Vio­lett, orange
  • Ter­tiärfar­ben ent­ste­hen durch die Mischung einer Sekun­där­far­be mit einer Pri­mär­far­be: Blau­grün, Blau­vio­lett, Pur­pur­rot, Oran­ge­rot, Dun­kel­gelb, Hellgrün.
Pri­mär­far­benSekun­där­far­ben
blau
blau + gelbgrün
gelb
gelb + rotoran­ge
rot
rot + blauvio­lett
Farb­kreis nach Johan­nes Itten
Farb­kreis nach Küp­pers

Kom­ple­men­tär­far­ben lie­gen sich im Farb­kreis gegen­über. Sie löschen sich gegen­sei­tig aus, wenn sie mit­ein­an­der gemischt wer­den. Bei Kör­per­far­ben ent­steht Grau­schwarz, bei Licht­far­ben wei­ßes Licht. 

Je nach Farb­theo­rie unter­schei­den sich die Anga­ben wel­che die jewei­li­gen Kom­ple­men­tär­far­ben sind. Zum Bei­spiel sind bei Itten Gelb und Vio­lett kom­ple­men­tär, gemäß Küp­pers wären es Gelb und Blau. (Sie­he auch https://de.wikipedia.org/wiki/Farbkreis)

Licht- und Körperfarben

Lichtfarben — additive Farbmischung (RGB)

Die Mischung von Rot, Grün und Blau (RGB) erfolgt durch Licht. Die Schnitt­men­ge ist ein wei­ßes Licht. Die­se Farb­mi­schung fin­det sich bei Moni­to­ren, Fern­se­hern, usw. 

Körperfarben — subtraktiven Farbmischung (CMYK)

Ent­steht bei Pig­ment­mi­schung, zB. bei Mal­far­ben von Cyan (Tür­kis), Magen­ta (Pink), Gelb & Schwarz (CMYK). Von den Pig­men­ten wer­den nur bestimm­te Wel­len­län­gen reflek­tiert. Dru­cke­rei­en ver­wen­den CMYK. 

Addi­tiv und sub­trak­tiv bezieht sich dar­auf, ob Wel­len­län­gen kom­bi­niert (addi­tiv) oder her­aus­ge­fil­tert (sub­trak­tiv) werden. 

Wirkung / Bedeutung von Farben

Die Farbe Rot

  • Asso­zia­tio­nen
    • Dyna­mik, Gefahr, Tem­pe­ra­ment, Wär­me, star­ken Wil­len, Ent­schlos­sen­heit, Durch­hal­te­ver­mö­gen, rei­fe Früch­ten, Lie­be, Blut, Gesund­heit, War­nung / Gefahr (Ampeln, Brems­lich­ter, Alarm­knöp­fe. Warn­far­be, Signal­wir­kung, Frucht­bar­keit, Lie­be, Mut, Lei­den­schaft, Feu­er, Emo­tio­nen, Willensstärke. 
    • Wer sich schämt oder wütend wird, errö­tet, wer die Selbst­kon­trol­le ver­liert, sieht Rot.
  • posi­ti­ve Assoziationen
    • Glück, Lebens­freu­de, Ener­gie, Akti­vi­tät, Lie­be, Sexua­li­tät, Ero­tik, Wol­lust, Ver­füh­rung, Kraft, Feu­er, Hit­ze, Wär­me, Begier­de, Blut
  • Nega­ti­ve Assoziationen
    • Hass, Wut,Zorn,Aufregung, Aggres­si­vi­tät, Lärm, Unmo­ral, Gefahr, Verbote
  • Kul­tur und Religion
    • Im Hebräi­schen haben die Wor­te Blut und Rot den glei­chen Ursprung: Rot heißt “dm” und Blut heißt “dom”.
    • Blut und Feu­er ist sowohl posi­tiv wie nega­tiv Besetzt: 
      • Hass, Krieg, Aggres­si­on, Blutvergießen
      • Kraft, Lie­be, Wär­me, Leidenschaft. 
    • Hel­les, leuch­ten­des Rot war bei den Grie­chen und im Chris­ten­tum mit dem männ­li­chen Prin­zip verbunden. 
    • Es war die Far­be der grie­chi­schen Kriegs­göt­ter Phoebus und Ares.
    • Der bibli­sche Adam, wur­de aus roter Erde geschaffen. 
    • In den frü­hen Kul­tu­ren wur­de das dunk­le Rot des Blu­tes dem Weib­li­chen zuge­ord­net. Mut­ter Erde spen­de­te den Völ­kern der Stein­zeit den roten Ocker, dem man lebens­er­hal­ten­de Kräf­te zuschrieb. 
    • In Japan ist Rot die Far­be der Frauen.
    • Rot kann destruk­ti­ve Aggres­sio­nen aus­lö­sen (sie­he auch Bar­nett New­mans rie­si­ge Lein­wän­de mit gro­ßem Rotanteil).
    • In Chi­na ist Rot die Far­be von Glück und Reichtum.
    • In Chi­na wird die Braut in einem roten Braut­kleid und einer roten Sänf­te zum Ort der Hoch­zeits­fei­er getra­gen. Wenn ein Kind gebo­ren wird, über­brin­gen die Nach­barn dem glück­li­chen Paar rote Eier, als Zei­chen für Glück und Wohlergehen.
    • In Chi­na war und ist Rot die Glücks­far­be, die Kräf­te und böse Geis­ter ver­treibt, Far­be des Reichtums.
    • In Russ­land steht Rot für wert­voll und teuer.
    • In der katho­li­schen Kir­che, sym­bo­li­siert rot Blut, Feu­er, Pfings­ten, Lei­den Chris­ti und Mär­ty­rer­fes­te. In der evan­ge­li­schen Kir­che, Pfings­ten, Apos­tel- und Märtyrerfeste.
    • Wer in Korea einen Namen in Rot schreibt signa­li­siert damit dass die­se Per­son tot ist.
    • Rot gilt in man­chen Gegen­den Afri­kas als Far­be des Lebens. Des­halb wer­den in bestimm­ten Regio­nen Zen­tral­afri­kas und Ozea­ni­ens Kran­ke mit rotem Ocker bestri­chen, um ihre Lebens­kraft anzuregen. 
    • Bei den Ashan­ti im west­afri­ka­ni­schen Gha­na ist Rot die Far­be der Trauer.
    • Das Tra­gen roter Bän­der oder Tücher gehör­te bei vie­len Völ­kern zu den Hochzeitsbräuchen.
    • Römi­sche Bräu­te wur­den mit einem feu­er­ro­ten Tuch umhüllt, auch heu­te tra­gen neu­grie­chi­sche, alba­ni­sche und arme­ni­sche Bräu­te rote Brautschleier.
    • Im alten Ägyp­ten war Rot eine ziem­lich kost­ba­re Far­be mit der sich die Töch­ter der Pha­rao­nen schmück­ten. Damit sie sich Wan­gen, Lip­pen und Fin­ger­nä­gel bema­len konn­ten muss­ten Skla­ven tau­sen­de Pur­pur­schne­cken sam­meln, zer­stamp­fen und zu Sud zerkochen. 

Die Farbe Gelb

  • Asso­zia­tio­nen
    • Licht, Son­ne, Erleuch­tung, Hel­lig­keit, Wach­heit, Krea­ti­vi­tät und einen schnel­len Ver­stand, Erkennt­nis, das Gedei­hen des Leben­di­gen, Herbst, die Reife
    • Neid, Ver­rat, Feig­heit, Geiz, Eifer­sucht, Ver­lo­gen­heit und Ego­is­mus. (was die Far­be bei uns rela­tiv unbe­liebt macht)
  • Kul­tur und Religion
    • Die Son­ne wur­de von vie­len Natur­völ­kern als Gott verehrt. 
    • Die alten Grie­chen stell­ten sich vor, dass der grie­chi­sche Son­nen­gott Heli­os in einem gel­ben Gewand auf einem von vier Feu­er­ros­sen gezo­ge­nen Wagen über den Him­mel fährt.
    • Das strah­len­de, gel­be Licht der Son­ne und ihren Göt­tern ver­kör­per­te die gött­li­che Intelligenz.
    • In Chi­na steht Gelb für Har­mo­nie und Weis­heit, das männ­li­che Yang, das akti­ve schöp­fe­ri­sche Prinzip.
    • Die alten Ägyp­ter sahen im Gelb das Weib­li­che, das “Sanf­te, Hei­te­re, Sinnliche”.
    • Seit dem Mit­tel­al­ter gilt Gelb auch als Far­be des Nei­des und als Schand­far­be von dis­kri­mi­nier­ten Gruppen.
    • In Euro­pa sym­bo­li­siert Gelb meis­tens Licht und Leben, wird dann jedoch auch mit Gold zusam­men assoziiert. 
    • Bei den Kel­ten war Gelb auch die Far­be der Trauer. 
    • Wenn in Mexi­ko zu Aller­hei­li­gen die Toten zurück­keh­ren, wer­den die Wege mit gel­ben Blu­men aus­ge­stat­tet, weil geglaubt wird, dass die Toten die Far­be Gelb am bes­ten sehen können.
    • Im Hin­du­is­mus steht die Far­be Gelb sym­bo­lisch für Leben, Licht, Wahr­heit und Unsterb­lich­keit. Gelb ist die Haupt­far­be der Fest­klei­dung von Män­nern und Frauen. 

Die Farbe Blau

  • Asso­zia­tio­nen
    • Har­mo­nie, Zufrie­den­heit, Ruhe, Ent­span­nung, Loya­li­tät, Ver­trau­en, Ver­läss­lich­keit , Lachen, Hei­ter­keit, Fer­ne, Unend­lich­keit, Stil­le, Melancholie.
    • Die Wei­te des strah­len­den Som­mer­him­mels, die Tie­fe des Meeres.
    • Sym­bo­li­siert die See­le, das Unbe­wuss­te und Unbe­kann­te, Fins­ter­nis oder die weib­li­che Naturseite. 
    • Sehr dunk­les Blau — Ruhe, Tie­fe, Nacht, auch Tod.
  • posi­ti­ve Assoziationen
    • Sym­pa­thie, Har­mo­nie, Freund­lich­keit, Freund­schaft, Fer­ne, Wei­te, Unend­lich­keit, Treue, Sehn­sucht, Ent­span­nung, Stil­le, Klug­heit, Wis­sen­schaft, Genau­ig­keit, Pünkt­lich­keit, Kon­zen­tra­ti­on, Sport­lich­keit, Leis­tung, Mut, Ewig­keit, Wahr­heit, Ideale
  • nega­ti­ve Assoziationen
    • Käl­te, Lüge, Trunkenheit
  • Kul­tur und Religion
    • In Chi­na sym­bo­li­siert Blau die Mäch­te des Him­mels und der Unsterblichkeit.
    • In Indi­en wer­den ver­schie­de­ne Gott­hei­ten mit blau­em Kopf oder mit blau­er Haut­far­be dar­ge­stellt. Ein in Blau gemal­ter Ele­fant gilt als das Zei­chen für höchs­te Ver­geis­ti­gung und gött­li­che Erleuchtung.
    • Im Ori­ent wer­den Türen und Fens­ter Blau gestri­chen, um auf die­se Wei­se die guten Geis­ter und Göt­ter auf sich zu lenken.
    • Die Got­tes­mut­ter Maria schmückt ein blau­er Man­tel, und ver­kör­pert Ruhe und Inner­lich­keit, Treue, Tradition.

Die Farbe Grün

Die Farbe Orange

Die Farbe Violett

Wirkung von Komplementärfarben

Far­ben kön­nen einen Raum grö­ßer oder klei­ner erschei­nen las­sen – für Kon­zen­tra­ti­on sor­gen, beru­hi­gend aber auch sti­mu­lie­rend wir­ken. Kom­ple­men­tär­far­ben erwe­cken oft den Ein­druck von Bewe­gung, Leb­haf­tem,… Durch die Gegen­sätz­lich­keit stei­gern sich die­se Far­ben neben­ein­an­der gestellt, zu maxi­ma­ler Leucht­kraft und maxi­ma­ler Licht- und Farbwirkung. 

Komplementärkontrast

Kom­ple­men­tä­re Farbenpaare: 

Wir­kung

Der Kom­ple­men­tär­kon­trast wirkt durch die oft unge­bro­che­nen und rei­nen Farben… 

  • Kraft­voll
  • Dyna­misch
  • Schrill
  • Laut
  • Bewegt
  • Leb­haft
  • Bunt
  • Voll­stän­dig
  • Abge­schlos­sen

Simultankontrast

Die Far­be wird von ihrer Umge­bungs­far­be beeinflusst. 

Wir betrach­ten zwei iden­ti­sche graue Qua­dra­te auf ver­schie­de­nen Unter­grün­den. Das Qua­drat auf grü­nem Hin­ter­grund, wirkt etwas röt­lich und hel­ler. Das Qua­drat auf gel­ben Hin­ter­grund wirkt küh­ler und bläulich. 

Warm-Kalt-Kontrast

Far­ben wer­den unse­rem Emp­fin­den nach in war­me und kal­te Far­ben ein­ge­teilt. Kom­bi­niert man Warm- und Kalt­far­ben so erhält man einen Warm-Kalt-Kontrast. 

  • Zu den war­men Far­ben gehö­ren Gelb, Oran­ge und Rot — sie wir­ken aktiv, anre­gend und belebend.
  • Zu den kal­ten Far­ben gehö­ren Grün, Blau und Vio­lett — wer­den als kühl und distan­ziert empfunden. 

Durch Mischen lässt sich die Tem­pe­ra­tur der Far­ben beein­flus­sen. Beispiel: 

  • Grün mischt man ja aus Gelb und Blau…
    • Gibt man zu Grün etwas Gelb, so wirkt die­ses wär­mer — wir wan­dern auf dem Farb­kreis nach rechts, Rich­tung Gelb — damit mischen wir auch eine Ter­tiärfar­be an… ?
    • Gibt man zu Grün etwas Blau, so wirkt es käl­ter — wir wan­dern auf dem Farb­kreis nach links, Rich­tung Blau. 

Ana­log kann man das mit den ande­ren Far­ben machen:

  • Vio­lett mischt sich aus Blau und Rot…
    • Gibt man zu Vio­lett etwas Rot, so wirkt die­ses wär­mer — wir wan­dern auf dem Farb­kreis nach rechts, Rich­tung Rot.
    • Gibt man zu Vio­lett etwas Blau, so wirkt es käl­ter — wir wan­dern auf dem Farb­kreis nach links, Rich­tung Blau.
  • Oran­ge mischt sich aus Gelb und Rot…
    • Gibt man zu Oran­ge etwas Rot, so wirkt die­ses wär­mer — wir wan­dern auf dem Farb­kreis nach rechts, Rich­tung Rot.
    • Gibt man zu Oran­ge etwas Gelb, so wirkt es käl­ter — wir wan­dern auf dem Farb­kreis nach links, Rich­tung Gelb.

War­me Far­ben erwe­cken den Ein­druck in den Vor­der­grund zu tre­ten. Kal­te Far­ben wei­chen in den Hin­ter­grund. Der Kalt-Warm-Kon­trast wird häu­fig in der Land­schafts­ma­le­rei eingesetzt. 

Wir­kung

  • Räum­lich­keit
  • Schafft Atmo­sphä­re
  • War­me Far­ben tre­ten in den Vordergrund
  • Kal­te Far­ben wei­chen zurück

Buntkontrast (Farbe-an-sich)

Es wer­den rei­ne Far­ben / Pri­mär­far­ben kom­bi­niert. Ver­rin­gert man die Hel­lig­keit bzw. Sät­ti­gung der Far­ben, wir­ken sie nicht mehr schrill und aufdringlich. 

Wir­kung

Der Farb­ton steht im Vor­der­grund. Damit las­sen sich Span­nun­gen und Farb­wir­kun­gen auf­bau­en, die den Betrach­ter unmit­tel­bar ansprechen. 

  • Span­nung
  • Signal
  • War­nung
  • Leuch­tend
  • Kraft­voll
  • Bunt
  • Laut

Hell-Dunkel-Kontrast

Hel­le und dunk­le Far­ben wer­den gegen­über­ge­stellt. Bei den Far­ben weiß und schwarz erhält man den höchs­ten Kontrast. 

Die Kom­bi­na­ti­on Magen­ta und Grün wei­sen den gerings­ten Hel­lig­keits-Kon­trast auf
und sind somit z. B. für Tex­te unge­eig­net. Blau und Gelb hin­ge­gen haben einen
star­ken Kon­trast und eige­nen sich auch für die Textgestaltung. 

Wir­kung

  • Star­ker Eindruck
  • Dunk­le Far­ben rücken in den Vordergrund
  • Hel­le Far­ben zie­hen sich zurück
  • Wech­sel­wir­kung zwi­schen Licht und Schatten

Qualitätskontrast

Sät­ti­gungs­kon­trast, Intensitätskontrast. 

Wird durch Unter­schie­de in der Farb­qua­li­tät her­vor­ge­ru­fen. Ent­steht zwi­schen leuch­ten­den, gesät­tig­ten und trü­ben, stump­fen Farben. 

Wir­kung

Rei­ne Far­ben wir­ken so bril­lan­ter. Abtö­nen las­sen sich Far­ben durch Mischen mit… 

  • Weiß
    • Rei­ne Far­ben mit Weiß gemischt > Pas­tell­tö­ne, wir­ken hel­ler und käl­ter
  • Schwarz
    • Far­ben mit Schwarz gemischt wir­ken düs­ter und fahl
    • Man­che Far­ben (Gelb,…) erge­ben mit Schwarz gemischt ande­re Farbtöne. 
    • Schwarz nur sehr bewusst zum Mischen verwenden.
  • Grau (Weiß + Schwarz)
    • Farb­tö­ne sind immer trü­be. Ent­we­der gleich hell, hel­ler oder dunk­ler, je nach sw Mischungsverhältnis.
  • Kom­ple­men­tär­far­be
    • Trü­bung rei­ner Farben
    • Bei pas­sen­dem Misch­ver­hält­nis ent­steht ein gebro­che­nes Grau.
    • Wenig zumi­schen der Kom­ple­men­tär­far­be -> gedämpf­te Ver­si­on des ursprüng­li­chen Tons.
  • Unter­streicht Farbintensität
  • Die Wir­kung ob inten­siv oder stumpf ist abhän­gig vom Umfeld.
  • Leuch­ten­de Far­ben stre­ben nach vor­ne => Dient ua. zur Ver­stär­kung der räum­li­chen Wirkung

Bunt-Unbunt-Kontrast

Beschreibt die Gegen­über­stel­lung von bun­ten und unbun­ten — Schwarz, Weiß, Grau — Far­ben. Son­der­form des Qua­li­täts­kon­trasts. Zählt nicht zu Ittens sie­ben Farb­kon­tras­ten, ist aber im Design von Bedeutung. 

  • Bun­te Far­ben auf schwar­zem Unter­grund erschei­nen leuch­tend und beson­ders prä­sent. Gilt nicht für dunk­le Farbtöne.
  • Auf Weiß wir­ken Far­ben freund­lich. Sehr hel­le Far­ben wie zB. Gelb kom­men auf wei­ßem Hin­ter­grund aller­dings weni­ger gut zur Gel­tung. Die kom­men auf Schwarz besser.
  • Bei Far­ben auf grau­em Hin­ter­grund kommt es sehr stark auf den Hel­lig­keits­un­ter­schied der Far­ben zum Grau­ton an. Je ähn­li­cher die Hel­lig­keits­wer­te einer Far­be und des Graus sind, umso gerin­ger ist ihre Wirkung.

Quantitätskontrast

Men­gen­kon­trast, Flächenkontrast 

  • War­me, hel­le Far­ben wer­den optisch stär­ker wahr­ge­nom­men als kal­te, dunkle. 
  • Gel­be Ele­men­te sprin­gen dem Betrach­ter sofort ins Auge, vio­let­te Ele­men­te der sel­ben Grö­ße wir­ken unscheinbar.

Die Wir­kungs­kraft der Far­ben wird gelenkt, in dem sie in ihrer Flä­chen­grö­ße auf­ein­an­der abge­stimmt werden: 

  • War­me Far­ben mit hoher Leucht­kraft > klei­ner Flächenanteil. 
  • Kal­te Far­ben mit gerin­ger Leucht­kraft > gro­ßer Flächenanteil.
  • => ruhi­ge, aus­ge­gli­che­ne Wirkung

Für die Gelb/Violett Farb­kom­bi­na­ti­on bedeu­tet das für das Bei­spiel links: Damit bei­de Far­ben gleich­wer­tig wir­ken müss­te das gel­be Ele­ment noch wesent­lich klei­ner sein, als das vio­let­te Ele­ment.

Wir­kung

Ungleich wir­ken­de Far­ben erzeu­gen Span­nung und Akti­vi­tät. Flä­chen­kon­tras­te soll­ten nach beab­sich­tig­ter Wir­kung sehr bewusst und mit bedacht gewählt werden. 

Farbwirkung durch Farb-Kombinationen

Far­ben in Kom­bi­na­ti­on haben eine bestimm­te Wir­kung auf den Betrach­ter: Har­mo­nisch (1) / Akzen­tu­iert (2) / Leben­dig (3)

  1. Far­ben, die zwi­schen zwei Grund­far­ben lie­gen, wir­ken har­mo­nisch – auch kräf­ti­ge Far­ben kön­nen das bewir­ken. Die­se Far­ben ähneln sich oft stark.
  2. Ver­wen­det man Kom­ple­men­tär­far­ben, sorgt das für mehr Span­nung. Die Kom­ple­men­tär­far­be wird nur für Akzen­te verwendet.
  3. Für ein leben­di­ges Gesamt­bild, soll­ten Far­ben der­sel­ben Inten­si­tät ver­wen­det wer­den. Mit einem gleich­sei­ti­gen Drei­eck kön­nen inner­halb des Farb­krei­ses durch die Eck­punk­te 3 Far­ben gewählt werden.

Farb­kon­tras­te bezie­hen sich auf ein, zwei oder alle die­ser Faktoren: 

Sät­ti­gung
Hel­lig­keit
Farb­ton

Far­ben beein­flus­sen sich gegen­sei­tig. Durch Kon­tras­te lässt sich beim Betrach­ter der Ein­druck von Gegen­sät­zen erzeugen. 

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