FineArt Prints und Editionen für den Kunstmarkt

Zuletzt geändert: 14. August 2020
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Als Foto­graf kommt man irgend­wann an den Punkt, das man sei­ne Arbei­ten nicht nur im Inter­net her zei­gen will, son­dern auch als Dru­cke ver­kau­fen. Es gibt prin­zi­pi­ell zwei Möglichkeiten: 

  1. Unli­mi­tier­te Auflage
    • Ich lege mich nicht auf eine Auf­la­ge fest, kann ich so vie­le Prints machen und ver­kau­fen wie der Markt haben will. Es sind immer ori­gi­nal Fotografien.
  2. Limi­tier­te Auf­la­ge
    • Begren­ze ich die Auf­la­ge, dann schlie­ße ich mit dem Käu­fer einen ver­bind­li­chen Ver­trag ab, der besagt, das es nur die­se begrenz­te Anzahl Prints gibt, und dazu bis zu drei Künst­ler­ex­em­pla­ren (10 + 2EA und 1HC — Erklä­rung sie­he wei­ter unten).
    • Die Arbei­ten wer­den ent­spre­chend gekenn­zeich­net / signiert: 3/10 oder 2/3, …
    • Je klei­ner die Auf­la­ge des­to wert­vol­ler — sprich teu­rer — ist das Werk.
    • Auf­la­ge und Grö­ße der Drucke:
      1. Ich bie­te eine 10er Auf­la­ge an, die Bil­der haben unter­schied­li­chen Grö­ßen. Ich ver­kau­fe dann am Ende zum Bei­spiel 4 Bil­der A3 und 6 Bil­der A2, oder 9 Bil­der in A3 und nur eins in A2…
      2. In der Foto­gra­fie ist es mitt­ler­wei­le üblich meh­re­re — zwei oder drei — Auf­la­gen mit fes­ten Grö­ßen an zu bie­ten. Eine Auf­la­ge von 10 in A3, und eine Auf­la­ge von 5 in A2. 
  • Edi­tio­nen, Signa­tur & Zertifikat
    • Ein Fine­art-Print soll­te immer vom Künst­ler signiert sein. Man kann offe­ne Edi­tio­nen oder limi­tier­te Edi­tio­nen der Bil­der anfer­ti­gen. Bei limi­tier­ten Edi­tio­nen kann sich der Künst­ler ein oder meh­re­re Exem­pla­re zurück­hal­ten, das soll­te aber ange­ge­ben werden.
  • Abkür­zung Künstlerexemplare
    • a. p. , Abkür­zung für eng­lisch: artist´s pro­of, “Pro­be­druck des Künst­lers”, iden­tisch mit * E. A., der in der * Gra­phik gebräuch­li­chen Abkür­zung für einen außer­halb der Auf­la­ge ste­hen­den Künstlerabzug.
    • a.c. — Artist’s Copy, Kopie eines Objekts für den Künst­ler oder Herausgeber
    • e.a. oder E.A. : épreu­ves d’artiste — Künstlerexemplar
    • h.c. oder H.C. : Hors Com­mer­ce (aus­ser­halb des Han­dels, i.d.R. für Prä­sen­ta­tio­nen o.Ä. benutzt)
  • Signa­tur vorne
    • Das Foto wird am unte­ren Rand aus­ser­halb des Fotos signiert. Das Pas­se­par­tout wird ent­spre­chend grö­ßer gewählt so das die Signa­tur sicht­bar ist.
    • Tra­di­tio­nell macht man das mit Blei­stift / Graphitstift?!
    • Links unten lau­fend Num­mer, Maxi­mum (falls Limi­tiert) und Jahr, in der Mit­te Titel, und Rechts die Unterschrift.
  • Stem­pel
    • Beliebt ist auch ein Stem­pel auf der Rückseite.
    • “Prin­ted from Artists ori­gi­nal work — Gedruckt von der ursprüng­li­chen Arbeit des Künstlers”
    • “Ori­gi­nal­druck vom Künst­ler — Ori­gi­nal print by the artist”
    • Man könn­te auch einen Auf­kle­ber anbrin­gen, aber ich fin­de die kön­nen sich mit der Zeit ablösen.
  • Zer­ti­fi­kat
    • Ein schön gestal­te­tes Zer­ti­fi­kat das die Echt­heit bestä­tigt, kann für Samm­ler wich­tig sein, und wer­tet die gan­ze Sache noch etwas auf. Kann zusätz­li­che Infor­ma­tio­nen zum Bild enthalten.

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