Ausstellung / Hängung planen Basics

Zuletzt geändert: 8. August 2020
Geschätzte Lesezeit: 2 min

Nur Inter­net ist ja auch doof. Wohin also mit den Bildern… 

  1. Alles darf an die Wand — Im Grun­de darf alles an die Wand, was ich dort sehen will.
  2. Für den gan­zen Raum pla­nen — Das gro­ße Bild vor Augen haben: Den gan­zen Raum, die gan­ze Wand. Wel­ches Gesamt­bild soll sich ergeben.
  3. Unter­grund vor­be­rei­ten — Viel­leicht vor­her mal neu reno­vie­ren: Tape­te, Putz, Strei­chen, Löcher verschließen…
  4. An Regeln hal­ten — …
  5. Regeln bre­chen — Bil­der spre­chen die Sin­ne an. Höre ihnen zu. Schau auf den Ort. Hör auf dei­ne Intuition.
  6. Erzäh­le Geschich­ten

Über das Edit der Bilder

Meist funk­tio­niert es gut, die groß­for­ma­ti­gen Bil­der in die Mit­te zu hän­gen und die klei­ne­ren dar­um zu ver­tei­len – Wer ver­trägt sich gut mit wem? Wo sind die Kon­tras­te so groß, dass aus ihnen ein reiz­vol­les Mit­ein­an­der ent­ste­hen kann? Nut­ze ver­bin­den­de Elemente: 

  • Win­dow & Mir­ror & Seman­ti­sche Kontextanalyse
  • Moti­ve mit sti­lis­tisch ähn­li­chem Interpretationsansatz
  • Glei­che bezie­hungs­wei­se ähn­li­che Rah­men und Pas­se­par­touts oder ähn­li­che Formate.

Ein ver­bin­den­des Ele­ment soll­te min­des­tens ver­wen­det wer­den, um eine gewis­se Ruhe in die Bil­der­wand zu bekommen. 

Rahmung

Ein­heit­li­che Rah­mung und Passepartout. 

  • Im Grun­de kannst du unter­schied­li­che Rah­men­for­ma­te, Rah­men­ar­ten und Pas­se­par­tout-Arten zusam­men wür­feln. Für jedes Bild der Aus­stel­lung anders.
  • Bil­der in glei­chen Rah­men und Pas­se­par­tout tre­ten weni­ger in Kon­kur­renz zuein­an­der. Der Gesamt­ein­druck der Aus­stel­lung ist dadurch ruhi­ger. Es kann aber auch leicht lang­wei­lig werden. 
  • Glei­che Rah­men in mög­lichst wenig unter­schied­li­chen Außen­for­ma­ten, mit nur ein oder zwei Pas­se­par­tout-Far­ben brin­gen Ruhe und Aus­ge­gli­chen­heit in die Ausstellung. 

Rahmenarten

  • Mate­ria­li­en, Epo­chen, Funktion.
  • Rah­mung mit oder ohne Glas
  • Rah­mung mit einer Stichleiste
  • Schat­ten­fu­ge
  • Pas­se­par­tout
  • Befes­ti­gen oder Aufziehen

Wandbefestigung

  • Die pas­sen­de Höhe finden
  • Stahl­nä­gel, Bilderhaken
  • Düb­le, Klappdübel
  • Ein­punkt Aufhängung
  • Zwei­punkt Aufhängung
  • Bil­der­leis­ten, Fotoleisten
  • Bil­der aus­rich­ten mit Laser, Wasserwaage

Arten von Bilder Hängungen

Erlaubt ist, was gefällt. Es gibt grund­sätz­li­che ästhe­ti­sche Prin­zi­pi­en, die den Start erleichtern: 

  • Ein­zel­hän­gung — Eine Wand, ein Bild! Zieht die Auf­merk­sam­keit des Betrach­ters voll auf sich. Stellt ein Bild beson­ders her­aus. Für gro­ße, wand­fül­len­de For­ma­te, oder klei­ner For­ma­te in einer Ecke, oder Nische. 
  • Peters­bur­ger Hän­gung — Nach dem Ort der Ent­ste­hung — der Peters­bur­ger Ere­mi­ta­ge – benannt. Es bedeu­tet Mög­lichst eng und hoch ver­teilt — gern bis zur Decke — mög­lichst vie­le Bil­der an eine Wand zu hän­gen. Es ent­steht ein geord­ne­tes Cha­os , bzw. ein durch­ein­an­der mit Sys­tem. Die Viel­falt ver­schie­de­ner Bil­der soll eine stim­mi­ge Ein­heit bil­den. Die Bot­schaft: Man weiß, was man hat, und zeigt es. Hier­bei ist das Edit beson­ders wichtig… 
  • Kan­ten­hän­gung — Alle Bil­der wer­den — unab­hän­gig von inhalt­li­chen Kri­te­ri­en — an einer ima­gi­nä­ren Mit­tel­li­nie aus­ge­rich­tet. Ihr Abstand ist gleich, kann aber waa­ge­recht und senk­recht vari­ie­ren. Gut in Räu­men mit gerin­ger Decken­hö­he.  Nie­mals eine Zei­le nur an der Unter­kan­te ausrichten!
  • Rei­hen­hän­gung — Bil­der in der­sel­ben Grö­ße auf glei­cher Höhe plat­zie­ren. Sie befin­den sich waa­ge­recht oder senk­recht in einer Linie. 
  • Abge­wan­del­te Rei­hen­hän­gung — Ver­schie­den gro­ße Bil­der an deren Rah­men­kan­ten oder einer gedach­ten Mit­tel­li­nie aus­rich­ten bringt einen der Rei­hen­hän­gung ähn­li­chen Effekt
  • Ras­ter­hän­gung — Kla­re, streng geo­me­tri­sche Anord­nung einer gera­den Anzahl von gleich gro­ßen Bil­dern. Die Bil­der wer­den ver­ti­kal und hori­zon­tal anein­an­der aus­ge­rich­tet plat­ziert. Die Abstän­de zwi­schen Ihnen sind an allen Sei­ten gleich.
  • Insi­de Lines Hän­gung — Die Bil­der wer­den ent­lang einer ima­gi­nä­ren geo­me­tri­schen Form (Kreis, Wand­dia­go­na­le, Recht­eck…) plat­ziert. Unter­schied­li­che Abstän­de und Höhen drü­cken Leich­tig­keit und Zwang­lo­sig­keit aus.
  • Gestell­te Bil­der — Groß­for­ma­ti­ge Bil­der mit aus­sa­ge­kräf­ti­gem Motiv Bil­der ein­fach an die Wand stel­len — klei­ne Bil­der am Boden wer­den ger­ne mal übersehen. 
  • Bil­der­leis­ten — Klei­ne­re Bil­der kön­nen so auch ein­fach an der Wand abge­stellt wer­den. Erlaubt dau­ern­des Hin und Her schie­ben, umsor­tie­ren und aus­wech­seln der Bilder.
  • Gale­rie­schie­nen — …
  • Sym­me­tri­sche Hän­gung - Ab drei Bil­dern kann man Bil­der in ein sym­me­tri­sches Ver­hält­nis zuein­an­der setzt. Das ergibt eine schi­cke Harmonie.
  • Col­la­ge — …
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